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23.12.2008

Animal Liberation Front

Die Animal Liberation Front (ALF, deutsch: Tierbefreiungsfront) ist eine Tierrechtsbewegung, deren Ziel es ist, Tierversuche und Tötung von Tieren zu verhindern. Die ALF führt Tierbefreiungen und Anschläge auf Einrichtungen durch und wird von der amerikanischen Bundesermittlungsbehörde FBI als terroristische Vereinigung klassifiziert.

Inhaltsverzeichnis
1. Entstehung
2. Organisation und Methoden
3. Richtlinien
4. Kritik
5. Einzelnachweise
6. Literatur
7. Weblinks


Entstehung
Die Animal Liberation Front wurde von Ronnie Lee, einem englischen Tierrechtsaktivisten, 1976 nach einer Haftstrafe wegen diversen Anschlägen auf Tierversuchslabors und Pelztiereinrichtungen gegründet. Bald fand die ALF neue Anhänger: Die amerikanische Aktivistin "Valerie" erhielt in einem britischen ALF-Ausbildungslager eine Kommandoausbildung; "Valerie" führte zahlreiche Sabotageakte in den USA durch. Auf ihre Anregung hin bildeten sich überall in den USA ALF-Zellen. Zellen in anderen Ländern folgten. Heute gibt es ALF-Zellen in vielen westlichen Ländern. Nach Schätzungen der Polizei hat die ALF in Großbritannien etwa 2000 bis 5000 Mitglieder. Täglich finden dort im Durchschnitt 6 Aktionen der ALF statt. Auf die Bedrohung durch die ALF reagierten die Behörden mit der Gründung spezieller Anti-Tierrechts-Abteilungen. Durch Observation und dem Einschleusen von Spitzeln konnten viele Zellen ausgehoben werden. Heute sind über 600 Aktivisten der ALF im Gefängnis. 

Organisation und Methoden
Die ALF besteht aus kleinen, anonymen Zellen ohne zentrale Führung, was sie nur schwer angreifbar durch polizeiliche Maßnahmen macht. Es gibt keine Mitgliedschaft im herkömmlichen Sinn. Jede Gruppe oder Einzelperson, die die Richtlinien erfüllt kann sich als Teil der ALF bezeichnen und in ihrem Namen Aktionen durchführen. Zu den Methoden, derer sich die ALF bedient, gehören das Entwenden von Tieren aus Versuchslaboren oder Zuchtbetrieben, Telefonterror, Drohbriefe und Hausdemonstrationen, sowie die Beschädigung oder Zerstörung von Gebäuden, Fahrzeugen, Geräten u.ä., die mit der Tötung, Vermarktung und anderen Formen der Nutzung von Tieren in direktem oder indirektem Zusammenhang stehen. Durch die Sabotage und die dabei entstehenden Kosten (Rückrufaktionen betroffener Produkte, Bau- und Reparaturkosten, steigende Versicherungsprämien) soll der Betreiber in den Konkurs getrieben werden (Economical Sabotage, "Ecotage"). 

Charakteristisch für die Aktionen der ALF ist eine professionelle, fast militärische Durchführung mit dem Ziel, Dinge zu zerstören, um Schaden zu verursachen. Eigenen Angaben zufolge werden größere Aktionen der ALF oft über Monate hinweg geplant und vorbereitet. 

Richtlinien
Die Richtlinien der A.L.F. sind:
1. Die Befreiung von Tieren aus den Stätten, in denen sie gequält werden, z.B. Laboratorien, Tierfabriken, Pelzfarmen etc. Die Tiere müssen in ein gutes Zuhause übergeben werden, wo sie frei von Leiden bis zu ihrem natürlichen Ende leben dürfen.

2. Das Zufügen ökonomischer Schäden für all jene, die von der Not und der Ausbeutung der Tiere profitieren.

3. Das Aufzeigen des Horrors und der Gräueltaten, denen Tiere hinter verschlossen Türen ausgesetzt sind, mit Hilfe von gewaltfreien, direkten Aktionen und Befreiungen.

4. Das Ergreifen aller notwendigen Vorsichtsmaßnahmen, damit weder Mensch noch Tier während der Aktionen Schaden nehmen.

Kritik
Obwohl die ALF immer wieder betont, dass ein wichtiger Teil ihrer Planung darin besteht Schaden an Menschen und Tieren auszuschließen, besteht bei jedem Brandanschlag die Gefahr, dass Unbeteiligte verletzt werden. Des Weiteren wird kritisiert, dass das Handeln der ALF dazu führe, Personen von tierrechtspolitischen Themen abzuschrecken. Ein solch radikales Vorgehen wirke polarisierend, dadurch entfernten sich Aktivisten von gesellschaftlichen Grundwerten. Es würden dadurch Mauern eher auf- (Schaffung von Feindbildern) als abgebaut und ein Dialog verhindert. Seitens der ALF wird argumentiert, dass durch radikales Vorgehen ihrerseits Tierrechtsorganisationen mit weniger radikalen Methoden in die gesellschaftliche Mitte rücken. 

Literatur
Dr. Steven Best : Terrorists or Freedom Fighters - Reflections on the Liberation of Animals . Lantern Books, New York, 2004, ISBN 1-59-056-054-X 


http://www.animalliberationfront.com/

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