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24.12.2008

(Aus)Sterben für den Luxus?

Das neue Jahrtausend - eine Herausforderung für den Artenschutz

Ob als exotisches Heimtier, Antifalten-Wundermittel oder exzentrisches Accessoire -zahlreiche Tierarten könnten im angehenden Jahrtausend für Luxusartikel aussterben. Dies befürchtet die Münchner Artenschutzorganisation PRO WILDLIFE. Nach der Lebensraumzerstörung ist der Handel stärkste Bedrohung für Wildtiere. "Jeder Einzelne kann durch kritisches Kaufverhalten dazu beitragen, Arten zu erhalten", so Biologin Daniela Freyer, zweite Vorsitzende von PRO WILDLIFE. Der enorme Verbrauch von Wildtieren als Luxusartikel wird im nächsten Jahrhundert das Überleben immer neuer Tierarten in Frage stellen:

- Exotenhandel: Millionen Zierfische sowie Hunderttausende Ziervögel, Reptilien und Amphibien enden alljährlich als exotische Dekoration in deutschen Wohnzimmern. Durch den Heimtierhandel sind z.B. der Korallenriff-bewohnende Kardinalbarsch, der als Ziervogel beliebte Smaragdlori, der neu beschriebene Quittenwaran sowie die Buntfrösche aus Madagaskar bedroht.

- Luxuswolle: Die Tibet-Antilope liefert die teuersten Tierhaare der Welt. Ein einziger "Shahtoosh"-Schal aus den Haaren der wilden Antilope kostet über 4.000 DM. Trotz strengem Schutz wird das seltene Tier weiterhin illegal bejagt. Auch das Vikunja, das Lama der mittelamerikanischen Anden, liefert eine besonders zarte und begehrte Wolle. Nur ein Teil der Wollproduktion stammt aus der Schur gefangener Tiere, immer noch werden zahllose wildlebende Artgenossen abgeschlachtet. Abnehmer ist vor allem die europäische Haute-Coture.

- Kosmetik: Neben dem Fang von Haien für die in Asien beliebte Haifischflossensuppe setzt auch der Jugendwahn der Europäer und Nordamerikaner dieser altertümlichen Tiergruppe zu. Öl aus der Leber von Haien sowie zerriebener Knorpel werden in teuren Antifaltencremes verwendet, die in fast allen Drogerien und Kaufhäusern erhältlich sind. Die anhaltende Nachfrage nach Moschus, einem der beliebtesten Duftstoffe in der Parfumindustrie, bringt die Moschustiere an den Rand der Ausrottung.

- Schmuck: Ob blau, rot oder schwarz - Steinkorallen sind begehrtes Material für die Herstellung von Ketten, Ohrringen und Armreifen. Bei jungen Kundinnen ist die poröse Schaumkoralle besonders beliebt. In nahezu jedem deutschen Schmuckgeschäft werden Pretiosen aus Steinkoralle angeboten - auch wenn die betroffenen Arten inzwischen vielerorts selten geworden sind.

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