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20.01.2009

650 gegen Pelzmesse Fur & Fashion

650 gegen Pelzmesse Fur & Fashion

Nachdem in den letzten Jahren die Anzahl der TeilnehmerInnen bei der Demo gegen die Pelzmesse Fur&Fashion kontinuierlich angestiegen war, konnte auch dieses Jahr wieder ein neuer Teilnahmerekord erreicht werden. Mehr als 650 DemonstrantInnen beteiligten sich am 24. März an den Protesten gegen die international bedeutendste Messe der Pelzindustrie.



Aktionen vor der Messe


Dieses Jahr sollten die Proteste nicht auf einen einzelnen Tag beschränkt bleiben und der Fokus auch wieder mehr auf die eigentliche Messe gelegt werden. Deshalb wurde schon an den Tagen vor der Hauptdemonstration jeden Morgen vor dem Messeeingang bei der Halle 9, in dem die Pelzmesse durchgeführt wurde, protestiert. Die Reaktionen der vorbeifahrenden AusstellerInnen, Models und sonstigen Beteiligten der Pelzindustrie zeigte klar, dass wir wahrgenommen wurden. Neben den üblichen Pöbeleien waren besonders Beschimpfungen bezüglich der Zerstörung von Arbeitsplätzen, ausgehend von älteren Personen im S-Klasse-Mercedes, „eine interessante Bereicherung“. Auch fuhr Frau Kolb-Wachtel vom Deutschen Pelzinstitut mit ihrem BMW an uns vorbei. Zumindest gemessen an der Preisklasse der Autos scheint es der Pelzindustrie gut zu gehen. Glücklicherweise zeichnete sowohl die Anzahl der Ausstellerfirmen als auch der BesucherInnen der diesjährigen Pelzmesse ein ganz anderes Bild der aktuellen Lage ab.

Luftballons und HipHop auf der Zeil

Bereits am Vormittag des 24. März bauten mehrere Tierrechtsgruppen ihre Infostände auf, um pünktlich zum Mittag interessierte PassantInnen und DemonstrationsteilnehmerInnen über Tierrechte und Veganismus zu informieren. Für Aufmerksamkeit und Stimmung sorgten die für die Demo und das abendliche Festival eingeladenen HipHop-Musiker, während am TIRM-Infostand die ersten Anti-Pelz-Luftballons an Groß und Klein verteilt wurden. Nach der Eröffnungsrede setzte sich dann der über 600 Menschen starke Demonstrationszug etwas unpünktlich, aber umso energischer in Bewegung. Über die Frankfurter Hauptfußgängerzone Zeil ging es in Richtung der ersten Kundgebung vor einem bekannten Pelzladen. Angeführt wurde der Demozug von einem bulligen Lieferwagen, aus dem der Sprechgesang der HipHopper durch die Fußgängerzonen drang.

Vor diversen Pelzgeschäften und pelzverkaufenden Modehäusern wurden Zwischenstopps eingelegt und auf die Tierausbeutung für die Modeindustrie und auch auf die anderen Tierausbeutungsformen hingewiesen. Vor dem Modehaus ESACADA fand ein Redebeitrag der „Offensive gegen die Pelzindustrie“ statt und es wurde klar darauf hingewiesen, dass ESCADA ein potentielles Ziel einer neuen Kampagne der OGPI sei. Zum ersten Mal bei der Demo gegen die Fur & Fashion wurde auch ein Zwischenstopp am Frankfurer Rathaus Römer eingelegt, denn die Oberbürgermeisterin Petra Roth ist eine ausgesprochene Befürworterin der Pelzmesse.

Der Demonstrationszug endete wieder am Ausgangspunkt, dem Brockhausbrunnen, an dem es vegane Snacks und noch etwas Live-Musik gab.

Justice Beatz Festival

Das jährlich im Anschluss an die Demo veranstaltete Anti-Pelz-Fest Justice Beatz fand diesmal im autonomen Zentrum Café ExZess statt. Neben Live-Musik gab es einige Tierrechtsinfostände und reichlich veganes Essen.

Nachdem in den letzten Jahren nur HipHop angeboten wurde, war es diesmal ein recht gemischtes Musikangebot. Den Auftakt machte die Sängerin Dawn, die ihre melodischen Gesänge per E-Piano begleitete. Danach folgte ein HipHop-Block mit den Stammgästen Albino, Callya und Madcap, die auch schon während des Demozugs zu hören waren. Abgerundet wurde das Musikprogramm von der Punkband Kafkas.

Allgemein waren die Proteste gegen die Pelzmesse Fur&Fashion ein großer Erfolg und motivieren, die Proteste auch in den kommenden Jahren umso intensiver fortzuführen. Denn eines ist klar: Die Pelzindustrie wird abgeschafft – nur, wie lange es dauert, hängt ab von unserem Engagement.

Kontakt: pelz@tirm.de

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