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10.01.2009

Afrikanischer Elefant

Afrikanischer Elefant
Hintergrund
Die Massaker an Hunderttausenden Elefanten in den 1970er und 80er Jahren kamen erst 1989 zum Erliegen, als das WA 1989 die Afrikanischen Elefanten in Anhang I aufnahm (= absolutes Handelsverbot). Als Folge brachen die Elfenbeinmärkte weltweit zusammen. Frühere Versuche, einen legalen, kontrollierten und "nachhaltigen" Elfenbeinhandel zu etablieren (Listung in WA Anhang II seit 1976), hatten das Blutbad nicht stoppen können - der legale Handel bot stattdessen einen Deckmantel für den Schwarzmarkt und heizte die Wilderei an. Doch einige Länder im südlichen Afrika wollen nicht auf den Handel mit dem weißen Gold verzichten und bekämpfen das Elfenbeinhandelsverbot. Seit 1997 wurde das Elfenbeinhandelsverbot sukzessive gelockert, die Elefantenbestände in Botswana, Namibia, Simbabwe (jeweils 1997) und Südafrika (2002) sind nun auf Anhang II herabgestuft, 50 Tonnen Elfenbein wurden 1999 legal nach Japan verkauft. Der Elfenbeinschmuggel hat inzwischen seinen Höchststand seit 1989 erreicht, die Wilderei droht erneut zu eskalieren. Derzeit werden schätzungsweise jährlich über 20.000 Elefanten wegen ihrer Stoßzähne gewildert.

Boomender Elfenbein-Schmuggel


Zwischen 1979 und 1989 wurden jährlich bis zu 100.000 Elefanten gewildert, die Bestände kollabierten, am schlimmsten traf es die Elefantenherden Ostafrikas, wo bis zu 92% der Tiere getötet wurden.

1981 gab es noch 1,2 Mio. Afrikanische Elefanten, heute gilt nur noch ein Restbestand von 472.000 als gesichert, optimistische Schätzungen gehen von maximal 689.000 Tieren aus. Der Bestand Asiatischer Elefanten wird auf nur noch 30-50.000 Exemplare geschätzt.

Die Länder im südlichen Afrika argumentieren mit angeblich (zu) hohen Elefantenbeständen und damit, dass sie Wilderei und Schmuggel im Griff hätten und den Erlös aus dem Elfenbeinverkauf in den Elefantenschutz investieren würden. Doch die Wahrheit sieht anders aus: In Simbabwe werden Elefanten massiv gewildert, aus Lagerbeständen der Regierung wurden mehrfach Stoßzähne illegal nach China verkauft, Korruption ist an der Tagesordnung. Botswana, das zweitreichste Land Afrikas, wies bis heute nicht nach, dass der Gewinn aus Elfenbeinverkäufen 1999 in den Elefantenschutz investiert wurde - obwohl dies eine Voraussetzung für die Handelsfreigabe war. Südafrika fungiert als Transitland für den illegalen Elfenbeinhandel, der angeblich zu große Elefantenbestand besteht aus nur knapp 18.000 Tieren, die auf 2% der Landesfläche in umzäunten Gebieten zurückgedrängt sind. Namibia hat vorgeschriebene Kontrollen für den Verkauf "traditioneller" Elfenbeinschnitzereien nicht umgesetzt, was das Einschleusen von Elfenbein gewilderter Elefanten ermöglichen könnte.

Seit der Lockerung des Elefantenschutzes nahm der Elfenbeinschmuggel deutlich zu: Binnen 12 Monaten wurden 23t Elfenbein beschlagnahmt. Experten schätzen, dass 90% des Schmuggels unentdeckt bleiben. Für die 23t wurden somit ca. 23.000 Elefanten gewildert - trauriger Rekord seit fast 20 Jahren! In Simbabwe wurden 2006 um bis zu 150% mehr tote Elefanten aufgefunden als noch 2001.

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