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20.01.2009

AktivistInnen der tierbefreiungsfront retteten zehn Nerze vor dem sicheren Tod

AktivistInnen der tierbefreiungsfront retteten zehn Nerze vor dem sicheren Tod

Am 11. September 2004 traf ein wundervolles BekennerInnenschreiben mit dazugehörigen Fotos in unserer Hamburger Vereinszentrale ein:

Unter der Bezeichnung tierbefreiungsfront, kurz tbf, haben sich AktivistInnen dazu bekannt, 10 Nerze aus einer deutschen so genannten Pelzfarm befreit zu haben. Die AktivistInnen der tierbefreiungsfront, die uns dieses BekennerInnenschreiben anonym zukommen ließen, schienen die Priorität darauf gelegt zu haben, den Nerzen, die sie aus den Käfigen befreien, eine größtmögliche Chance auf ein Leben in Freiheit zu garantieren: „Um sicher zu gehen, dass die Tiere nicht wieder eingefangen werden und vor allem damit sie ihren natürlichen Bedürfnissen nachkommen können, haben wir sie nicht einfach an der Farm rausgelassen (...)“.


„Befreiung“anstatt „Freilassung“


Anscheinend spielen die AktivistInnen auf die vor allem in skandinavischen Ländern, aber auch in Deutschland des öfteren praktizierten „Freilassungen“ an. Bei den so genannten Freilassungen werden so viele Käfigtüren wie möglich geöffnet, damit die Nerze die Flucht ergreifen können. Kritischerweise darf man bei solchen Aktionen nicht verschweigen, dass viele Erfahrungsberichte über derartige Aktionen sehr negative Aspekte hatten, z.B. dass viele Tiere das Gelände der Farm nicht bzw. nicht schnell genug verließen (hohe Irritationen und das Futter in und auf den Käfigen hielten die Tiere von einer Flucht ab), oder dass Farmer in kürzester Zeit ihre Helfer und Familienangehörigen zusammengetrommelt und sehr viele Tiere einfach wieder eingefangen hatten. Oder man sah Bilder von überfahrenen Nerzen auf den Straßen. Oft genug liegen sog. Pelzfarmen nicht an Seen oder Bächen, sodass die Nerze, die sich naturgemäß doch großteils im Wasser aufhalten, wenig Möglichkeiten hatten, einen für sie passenden und sicheren Lebensraum vorzufinden.

Der ökonomische Schaden für die „Pelzfarm“betreiberInnen spielt bei Freilassungen vermutlich eine größere Rolle als der Sinn nach dem „Wohlergehen“ der Nerze, da diese sich selbst überlassen werden mit der Hoffnung darauf, dass so viele Tiere wie möglich in Freiheit bleiben. Der ökonomische Schaden wurde auch z.T. dadurch erhöht, dass Zuchttiere ebenfalls aus den Käfigen liefen und auch beim späteren Einfangen nicht wieder als Zuchttiere erkannt werden konnten (z. Teil wurden auch Zuchtkarten entwendet).

Die Aktionsform der „Freilassung“ ist zum Teil in der Tierbefreiungsszene recht umstritten und es wird nötig sein, durch entsprechende differenzierte Begriffe diese von der anderen Form der Befreiung, wie sie von den hier zitierten TierbefreiungsfrontlerInnen beschrieben worden ist, zu unterschieden. So hat sich die Redaktion der Tierbefreiung dazu entschlossen, das Öffnen der Käfige als „Freilassungen“ zu bezeichnen und Aktionen, bei denen einzelne Tiere aus der Farm entnommen und in einen für sie geeigneten Naturraum gebracht werden, als „Tierbefreiungen“.


Nerze in einem Naturschutzgebiet untergebracht


Lt. BekennerInnenschreiben der tierbefreiungsfront wurden die mitgenommenen Nerze an einem „Bach in einem großen Naturschutzgebiet mit üppiger Vegetation“ freigelassen. Welch ein wunderbares Gefühl für jeden Tierrechtler/für jede Tierrechtlerin, sich vorzustellen, wie die Tiere erstmals Wasser als Lebenselement für sich entdecken konnten (freilebende Nerze bewegen sich ca. 60 % im oder am Wasser). „Obwohl sie vorher Wasser nur aus kleinen Tränken kannten, fingen sie sofort an zu schwimmen, erkundeten neugierig die neue Umgebung und verschwanden schnell in die neu erlangte Freiheit“, schreiben die TierbefreiungsfrontlerInnen in ihrem BekennerInnenschreiben.

In einem weiteren Absatz beschreiben die AktivistInnen kurz den brutalen Alltag auf sog. Pelzfarmen, die Gefangenschaft der Nerze in engen Käfigen und die brutalen Methoden der Pelztierfarmer, um Profit aus dem Fell der Tiere zu ziehen. Aber auch die „gewissenlosen PelzträgerInnen“ werden an den Pranger gestellt.

Das BekennerInnenschreiben endet mit den Satz: „Die Haut gehört dem Tier allein.“ - Eine Aussage, der sich die Redaktion der Tierbefreiung aus ganzem Herzen anschließen kann.

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