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09.01.2009

Aktuell: Misho, Svetla und Mima entdecken in Belitsa ihre Freiheit

Aktuell: Misho, Svetla und Mima entdecken in Belitsa ihre Freiheit


Die letzten in der EU registrierten "Tanzbären" wurden vor einigen Tagen bei ihren ehemaligen Besitzern abgeholt und in den TANZBÄRENPARK in Belitsa, Bulgarien gebracht. Damit wurde die erste Phase des größten Europäischen Projektes von VIER PFOTEN abgeschlossen.



Die drei neuen Bewohner des Parks - das Männchen Misho (19) und die Weibchen Svetla (17) und Mima (8) - haben sich recht schnell eingewöhnt. Nebst dem langen Transport von Razgrad nach Belitsa, der unvermeidbaren Betäubung und den notwendigen medizinischen und zahnärztlichen Untersuchungen bedeutete auch die neue und ungewohnte Umgebung Stress und Aufregeung für die drei Bären. Deswegen wurden sie zuerst in den 10'000m² grossen Sektor 3 gleich neben dem ärtzlichen Zentrum ausgesetzt, wo sie vom Personal rund um die Uhr überwacht werden können.

Sofort nach ihrer Aufnahme stellten wir fest, dass die zwei weiblichen Bären Probleme mit Karies haben. Bei Misho hingegen fehlen die gesamten Vorderzähne. Sie wurden ihm von seinem früheren Besitzer auf barbarische Weise mit Säge und Feile entfernt. Glücklicherweise hat er aber noch intakte Backenzähne und kann sich trotzdem noch ganz gut ernähren. Die weiteren medizinischen Untersuchungen werden in den nächsten Monaten durchgeführt, bevor die Tiere zum allerersten Mal in ihrem Leben überwintern werden.

In den ersten Tagen erkundeten die drei Bären Wald, Wiesen und Wasser ihrer Umgebung gemeinsam. Ruhig nahmen sie die Bewohner der anderen Sektoren zur Kenntnis und probierten auch gleich ihr neues Futter. Futter, welches sie bisher kaum gekannt haben: Pfirsiche, Kirschen, Tomaten, Karotten und Birnen. Insbesondere letztere schmecken ihnen, doch auch das kalorienreiche Weissbrot sagt den drei Neuen zu. Trotzdem fressen sie zur Zeit noch wenig - fast nur die Hälfte von dem was die anderen Bewohner des Parks fressen.



Dank der neu gewonnenen Freiheit fangen die Tiere nun auch an, sich natürlich zu verhalten und ihren Instinkten zu folgen: So begann Misho ab dem vierten Tag im Kiefernwald eine neue Höhle zu graben. Die anfangs ruhige Svetla zeigte erstmals Paarungsverhalten, wurde gegen die jüngere Mima aggressiv und verjagte sie an das andere Ende des Sektors. Dadurch gewann sie einen Platz gleich neben Misho, der nichts dagegen hatte. Nun faulenzen die zwei gemeinsam den ganzen Tag oder laufen durch den Wald. Mima hingegen hat sich in einen eigenen Bereich zurückgezogen, wo sie Löcher für ihre eigene Höhle gräbt. Sie nutzt die Abwesenheit des Liebespärchens und badet allein und ungestört im großen Pool.



Die Übersiedlung war für Misho, Svetla und Mima natürlich eine erhebliche Belastung und sie müssen sich noch immer viel ausruhen. Vor den momentan ungewöhnlich hohen Temperaturen von über 40�C suchen sie unter Büschen und Bäumen Schutz. Hier liegen sie tagsüber und begeben sich erst bei Anbruch der Nacht auf Futtersuche, wobei sie dann auch gerne für die Kameras der Besucher posieren. In den ersten zehn Tagen nach der Ankunft der neuen Bären erfreute sich der Park über eine Verdoppelung der Besucherzahlen. Insbesondere die Kinder sind von den drei neuen Bewohnern des TANZBÄRENPARKES begeistert.

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