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26.01.2009

Am Waldrand wurde „Coco“ von Kugel getroffen

Am Waldrand wurde „Coco“ von Kugel getroffen

»Schütze tauchte ab«



Im Jagdgesetz ist verankert, dass Jäger Hunde und Katzen, "wenn sie tatsächlich erkennbar einem Wild nachstellen", töten dürfen. Das sei aber bei Coco nie und erst recht nicht an dem 16. November der Fall gewesen, versichert Irmgard Rollwa. Gegen 17 Uhr drehte sie mit der dreijährigen Hündin ihre allabendliche Runde um das kleine Waldstück unweit ihrer Wohnung in Altenham. Coco war nicht angeleint, "aber sie war wohl erzogen und
hat aufs Wort gefolgt", so Irmgard Rollwa. "Sie ist immer nur ein paar Meter weg von mir und hat geschaut, wo ich bleibe. Auch an diesem Abend war sie nur 30 bis 40 Meter auf einer freien Wiese am Waldrand Vorausgelaufen.

Ich habe nur kurz einen Blick auf den aufgehenden Mond geworfen, und als ich mich wieder umdrehe, sehe ich plötzlich vom Wald her den hellen Blitz und höre den Knall. Dann ist Coco noch einige Meter in meine Richtung gelaufen, zusammengebrochen und blutüberströmt dagelegen." Die 65-Jährige rief laut um Hilfe, "doch der Jäger hat sich nicht blicken lassen und ist abgetaucht".
"Coco´s Herz hat noch geschlagen", erzählt Irmgard Rollwa, die ihren sterbenden Hund mit ihrem Mantel bedeckte und unter Schock durch den Wald zurück zum Haus lief, um Hilfe zu holen. Als sie mit dem Nachbarn zurückkam, war Coco schon verblutet.
"Ich hatte meinen Hund immer im Blick, da waren keine Rehe. Sie hat nichts gemacht, nur auf der Wiese herumgeschnüffelt - und wird einfach erschossen!" Irmgard Rollwa kann es nicht fassen, dass die Staatsanwaltschaft Traunstein der Aussage des Jägers glaubt, Coco habe drei Rehe über die Wiese gehetzt (siehe Bericht rechts). "Das ist einfach nur eine Lüge und Ausrede für einen schlimmen Fehler, der dem Mann da unterlaufen ist." Der Jäger habe sich in einige Widersprüche verstrickt. So hätten die Vermessungen der Polizei ergeben, dass der Hund aus rund 24 Metern Entfernung erschossen worden sei, so Irmgard Rollwa. "Der Schütze muss also am Waldrand gestanden haben. Der Jäger behauptet aber, er sei auf dem Hochsitz gewesen, und der ist mehr als 50 Meter von der Stelle entfernt, wo die Kugel den Hund traf. Außerdem habe ich den Blitz nicht von oben, sondern von vorn gesehen." Und auch der Einschusswinkel spreche gegen einen Schuss von oben.

"Warum hat der Jäger nicht vorher gerufen, ob jemand in der Nähe ist", fragt sich die Hundebesitzerin. "Und dann stellt er auch noch im Dunkeln die Ferndiagnose, dass der Hund nach seinem Schuss tot ist und macht sich einfach aus dem Staub, obwohl ich um Hilfe geschrieen habe und Coco noch lebte. Das ist doch nicht normal!"
Dazu kommt, dass der Jäger Irmgard Rollwa und ihren Hund auch noch kannte. "Wir haben uns schon vor Jahren bei ihm vorgestellt. Er wusste, dass Coco ein friedlicher Hund war, nie auffällig geworden ist und dass wir da jeden Tag spazieren gingen."
In einem Brief teilte die Altenhamerin dem Jäger mit, dass er ihr unermessliches Leid zugefügt habe. "Der Hund war mein Lebensinhalt, ich habe ihn als sieben Wochen altes Hundebaby bekommen und großgezogen. Coco war ein richtiger Schmusehund und zu allen freundlich. Und sie hat eine ausgezeichnete Beurteilung im Wesenstest erhalten."

Die Polizei habe ihr geraten, Anzeige zu erstatten und Schadensersatz zu fordern. Die geforderten 650 Euro für Kaufpreis, Wesenstest und Ausstellung des Negativzeugnisses hat der Jäger auch überwiesen, "was ja auch schon ein Schuldeingeständnis ist", so Irmgard Rollwa. Bei ihr sitzt der Schock noch immer tief. "Mein Leben ist am Anfang schon irgendwie aus den Fugen geraten. Ich konnte nicht mehr schlafen und essen", erzählt die 65-Jährige, die seitdem auch ärztliche Hilfe bei einem Psychotherapeuten in Anspruch nimmt. Dass sie nun von einer Freundin einen "Nachfolger" für Coco bekommen hat, die sieben Woche alte Rottweiler-Hündin Mona, gibt ihr wieder etwas mehr Lebensfreude.

"Auch der Tierschutzbund hat mir in den letzten Wochen sehr geholfen", berichtet die 65-Jährige. "Nachdem in Bayern jedes Jahr unzählige Haustiere zu Unrecht abgeschossen werden, habe ich meinen Fall bei der Pressekonferenz des Tierschutzbundes in München und auch für einen Fernsehbeitrag von Sat 1 geschildert, um dazu beizutragen, dass die schwarzen Schafe unter den Jägern nicht so ungeschoren davon kommen." Mit Unterstützung und Rechtsbeistand des Tierschutzbundes kämpft Irmgard Rollwa nun dafür, dass der Jäger, der Coco erschossen hat, doch noch belangt wird. "Es ist himmelschreiendes Unrecht, dass die Staatsanwaltschaft das Verfahren eingestellt hat und ich nicht mal dazu angehört wurde. Es kann doch nicht sein, dass so ein Mann weiter auf die Jagd gehen und noch dazu in führender Position als Kreisjagdberater tätig sein darf. Deshalb haben wir nun Widerspruch gegen die Niederlegung des Verfahrens eingelegt. Und sollte der Fall nun nicht wieder aufgerollt werden, dann werde ich mit einer Zivilklage vorgehen. "Thomas Thois

Quelle: Trostberger Tagblatt, 10.03.05


Katerchen Pit spurlos verschwunden



....nun ist es nach 21 Monaten wieder passiert.
Ich bin total verzweifelt und auch meiner Familie geht es ganz schlecht.
Am 7. Februar 2003 verschwand unser geliebter Kater Pit spurlos.
Wir suchen Pit eigentlich immer noch!
Wie furchtbar ist es doch ein geliebtes Tier zu vermissen
und nicht zu wissen was ihm passiert ist.

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