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11.01.2009

Anti-Delfinarien-Aktion 2007

Anti-Delfinarien-Aktion 2007

Größte Kampagne gegen Delfinarien gestartet!
Lebenslänglich – Knast, Qual und Tod!
Mehr als 30 tote Delfine im Nürnberger Delfinarium sind genug!
Wir schließen das Nürnberger Delfin-Gefängnis!

Das Copyrightrecht dieses Artikels liegt bei www.tierschutz-schattenseiten.com und www.animal-care-service.de , wir möchten uns an dieser Stelle für die freundliche Unterstützung in Sachen Tierschutz bedanken und auf die Seiten verweisen.


Einleitung

Der Protest gegen das Delfinarium in Nürnberg steht stellvertretend für alle Delfinarien, in der Meeressäuger gefangen gehalten und für kommerzielle Ziele ausgebeutet werden. Die meisten Freizeitparks und Zoos in Europa verzichten bereits auf die Haltung von Delfinen. In England wurden bereits alle der über 30 Einrichtungen geschlossen!

Auch in South Carolina (USA) dürfen keine Delfine mehr gehalten werden und auch Australien verbietet den Bau neuer Delfinarien.
Und erst im Mai 2007 wurde der Bau eines neuen Delfinariums mit Delfintherapie in Vodnjan (Kroatien) vom Bürgermeister gestrichen! Dank der vielen weltweiten Proteste konnte der Bürgermeister von Vodnjan in Kroatien davon überzeugt werden, dass Delfinarien Gefängnisse sind.

In Deutschland ist man diesbezüglich (noch) weitaus rückständiger. Noch immer sind vier von ehemals neun Delfin-Anlagen in Betrieb. Diese befinden sich in Nürnberg, Duisburg, Soltau und Münster.

„Delfine zahlen einen hohen Preis dafür, dass sie von uns Menschen so geliebt werden. Der Besuch von Delfinarien und anderen Anlagen, die Delfine in Gefangenschaft halten, ist aus Sicht des Tier- und Artenschutzes nicht empfehlenswert.“ (Delfinarien – Schattenseiten eines Booms, ocean care, weitere Informationen unter www.oceancare.org).

Machen Sie mit und entscheiden auch Sie sich im „Jahr des Delfins“ für den Schutz der ausgebeuteten Meeressäuger.


Was Sie über die Haltung der Meeressäuger in Delfinarien wissen sollten und warum die Delfinarien geschlossen werden müssen:

Mehrere Tausend Meeressäuger (Delfine und auch Wale) werden weltweit gefangen und meist lebenslang in ein Delfinarium verbracht. Der Großteil der Tiere überlebt den Fang und den Transport nicht.

Die allgemeinen Umstände bei der Gefangennahme, das Herausgerissen werden aus den gewohnten sozialen Strukturen, sowie der oft tagelange Transport in einer engen Kiste bedeuten für die Tiere ein Trauma, das nach Meinung von Experten nicht selten zu physischen und emotionalen Störungen führt. Die hohe Todesrate während der ersten beiden Jahre in Gefangenschaft ist auf diese traumatischen Erlebnisse zurückzuführen.

Nach Meinung des amerikanischen Biologen Murray Watson „erleben die Tiere durch die Gefangennahme eine Traumatisierung, ähnlich der, die wir Menschen erleben, wenn wir – etwa bei einem Autounfall – nur knapp überleben.“ (vgl. „Delfine lächeln immer – die große Show der kleinen Wale“ von Stefan Austermühle, Natur Ausgabe 5/98, S.20).

Das bestätigt der kanadische Psychologe H. F. Ellenberger, der beobachtet hat, dass Delfine zu Beginn ihrer Gefangenschaft die gleichen Symptome zeigen wie frisch verhaftete Strafgefangene: Angstzustände, fieberhafte Unruhe und stereotype Bewegungen.“ (ebd.)

Auch kommt es zu „Symptomen des Gefangenschaftsschocks. Oft verweigern die Tiere auch Essen und Trinken. Als Ursache gilt die von Tiermedizinern so bezeichnete Fangmyopathie: ein nicht umkehrbarer völliger Zusammenbruch aller Körperfunktionen.“ (ebd.)

Delfine können in der freien Wildbahn täglich mehr als 100 Kilometer zurücklegen und bis zu 500 Meter tief tauchen.

„Biologen entdeckten, dass sich Delfine in Gefangenschaft in stereotypen Bewegungsabläufen ergehen. Immer wieder tauchen sie an den gleichen Stellen zum Atmen auf, um dann unter Wasser einen exakt bemessenen Kreis zu schwimmen.“ (Quelle „Delfine lächeln immer – die große Show der kleinen Wale“ von Stefan Austermühle, Natur Ausgabe 5/98, S.21).

Die Großen Tümmler leben in freier Wildbahn in großen sozialen Verbänden, sogenannten Schulen. Für die sehr empfindlichen Sozialstrukturen der Tiere bedeuten in Gefangenschaft artfremd von Menschenhand zusammengestellte Gruppen sowie die viel zu enge Begrenzung der kargen Becken eine große Belastung. „Rangordnungskämpfe wie sie auch in freier Natur vorkommen enden tödlich, weil die Unterlegenen nicht in andere Gebiete ausweichen können.“ (vgl. Kommentar, Walexpertin Petra Deimer, Vorsitzende der Gesellschaft zum Schutz der Meeressäuger, „Delfine lächeln immer – die große Show der kleinen Wale“ von Stefan Austermühle, Natur Ausgabe 5/98, S.24).

Beim Versuch einen Artgenossen zu rammen, prallt ein angreifender Delfin mit voller Wucht gegen die Betonwand. Dies kann wie im Falle eines Schwertwalweibchens in Seaworld, San Diego, zu lebensgefährlichen Verletzungen wie Trümmerfrakturen und inneren Blutungen führen.

„Selbst im Dolphin Reef im Roten Meer, das mit seiner Fläche von über zehn Hektar und bis zu 17 Metern Tiefe gut hundertmal größer ist als herkömmliche Delfinarien, entwickeln sich zwischen einzelnen Tieren gefährliche Rangordnungskämpfe. Die Geschäftsleitung zog die Konsequenzen. Den Delfinen wurde die Möglichkeit gegeben, in die Freiheit auszuweichen, was einige von ihnen gerne tun. Fazit: Delfine darf man auf Dauer nicht einsperren.“ (ebd.)

Delfine in Freiheit erlangen Geschwindigkeiten von bis zu 50 Stundenkilometern. Diese können in einem Delfinarien nicht erreicht und ausgelebt werden, da der Platz zum Beschleunigen fehlt.

Auch die Vielfalt der Meereswelt bleibt den Delfinen für immer verschlossen.

Statt Felsen, Seetang, Wellenreiten und Sonnenlicht gibt es Beton, Kacheln, Chlor, stereotypes im Kreis-Schwimmen und Neonlicht.

Das Wasser in den öden Betonbecken, welche nur beengte Lebensverhältnisse bieten, wird chemisch aufbereitet. Das kann die Augen und die Haut der Tiere schädigen und weitere Krankheiten, wie Hautkrebs auslösen.

Das Echolot, welches die Tiere zur Orientierung über weite Strecken einsetzen, stößt bei jedem Einsatz auf lähmende Grenzen. Es schallt von Beckenwänden und -boden in fünffacher Lautstärke auf die Delfine zurück. Folge: Sie stellen den Gebrauch weitgehend ein, verstummen. Man macht die Delfine zu Behinderten! (vgl. Kommentar, Walexpertin Petra Deimer, Vorsitzende der Gesellschaft zum Schutz der Meeressäuger, „Delfine lächeln immer – die große Show der kleinen Wale“ von Stefan Austermühle, Natur Ausgabe 5/98, S.24).

Das reizarme und monotone Umfeld, das künstliche Licht, der permanente Lärm von Wasserumwälzpumpen und Filteranlangen, die dazu benötigt werden das Wasser zu reinigen, sowie die laute Musik zur Show und Dressur bedeuten für die sensiblen Meeressäuger enormen Stress. Zudem wirken sich die beengten Bewegungsverhältnisse ohne jede Rückzugsmöglichkeit sowie die ständige Anwesenheit von Menschen nachteilig auf das psychische und soziale Wohlbefinden der hochentwickelten, stark akustisch orientierten Meeressäuger aus. Die Folgen sind dramatisch: sie reichen von Aggressionen untereinander, Schwächung des Immunsystems bis hin zu chronischen Krankheiten und Tod.

In einem Delfinarium beraubt man die Tiere nicht nur ihrer Freiheit, sondern auch ihrer elementarsten Grundbedürfnisse, wie z. B. natürlichen Bewegungsmöglichkeiten, Rückzug oder einer artgerechten Nahrungsaufnahme (Delfine meiden normalerweise toten Fisch). Frustration, Stress und Lethargie machen sich unter den Tieren in Gefangenschaft breit. Nur stressresistente Tiere überleben in Delfinarien!

Es gibt Delfine, die in Gefangenschaft Selbstmord verübt haben, weil sie in der Tristesse ihres stumpfsinnigen und monotonem Lebens in den kleinen Betonschüsseln ihren Lebenswillen verloren haben. Sie öffnen ihr Luftloch und ertrinken oder rammen ihre Schädel gegen eine Betonwand.

Der Ex-Flipper-Trainer Richard O’Barry bestätigt solche Vorfälle: "Der Delfin hatte seine Atmung eingestellt und Selbstmord begangen, weil die nicht artgerechte Haltung in der Gefangenschaft sämtliche Lebensmotivation zerstört hatte." - Ric O´Barry gab seinen Job als Delfintrainer auf, nachdem eines der Delfinweibchen in seinen Armen bei den Dressuren zu den Dreharbeiten für einen Flipperfilm gestorben war. Seit 1970 setzt er sich weltweit gegen die Haltung von Delfinen in Gefangenschaft ein und ist heute Mitarbeiter des Earth Island Institute, www.savejapandolphins.org

Nur sehr wenige Delfine erreichen ihr natürliches Höchstalter. Die meisten Tiere sterben nicht an Altersschwäche, sondern kommen durch Krankheiten wie Lungenentzündung, Blutvergiftung, Organveränderungen oder durch Unfälle frühzeitig um. Durch aufwändige medizinische Maßnahmen versucht man die Tiere künstlich am Leben zu erhalten, oft vergeblich!

Wenn Sie erfahren möchten, wie Delfine zum Beispiel in Japan gefangen werden um dann auch an Delfinarien in aller Welt veräußert zu werden, dann sehen Sie sich folgendes Video an:

http://www.glumbert.com/media/dolphin!


ABER VORSICHT! Schauen Sie sich dieses Video bitte nur an, wenn Sie starke Nerven haben!


In der Walfangstadt Taiji, rund 700 Kilometer südlich von Tokio, wurden in diesem Jahr in nur wenigen Tagen etwa 150 Delfine eingekreist, in Meeresbuchten (Lagunen) getrieben und mit Lanzen und Messern getötet. Bei diesen Massakern sind die Mitarbeiter der Delfinarium-Industrie dabei, um sich die schönsten Delfine auszusuchen; diese Tiere werden von den Fischern teuer an die Delfinarien verkauft. Da der Konsum des mit Schwermetallen belasteten Delfinfleisches in den letzten Jahren sehr stark zurück gegangen ist, bringt der eigentliche Handel mit dem Fleisch kaum noch Geld ein. Nur durch die gewinnbringende Veräußerung der Meeressäuger an die Delfianrium-Industrie können die Delfinfischer überhaupt noch existieren.

Würden also die Delfinarien schließen, gäbe es zwangsläufig auch diese Abschlachtungen nicht mehr.

(Einzelne Tiere, die keine Blessuren aufweisen, werden im Auftrag von Aquarien aus aller Welt für Show-Zwecke ausgesucht und verkauft. Zum Glück sind solche Tiere bisher noch nicht im Nürnberger Delfinarium gelandet!)

Ric O`Barry berichtet: „Ich weiß, dass die Delfin-Verkäufer in Taiji auch versucht haben, gefangene Tiere nach Deutschland zu verkaufen. Stefan Meister aus Deutschland, der in den USA ein Delfinarium betreibt, vermittelt regelmäßig gefangene Delfine in alle Welt. Die Natur wird missbraucht.“

Es ist moralisch mehr als verwerflich, die Affinität der Delfine zum Menschen für kommerzielle Machenschaften zu missbrauchen. Die Physiognomie der Delfine erinnert an das Lachen eines Menschen. Delfine haben jedoch keine Gesichtsmuskulatur, können ihre Gesichtsoberfläche also nicht sichtbar bewegen. Das schafft die Illusion eines ständig lächelnden Delfins: Delfine lachen immer - auch wenn sie weinen. http://www.savejapandolphins.org/


Delfine können in Gefangenschaft nicht artgerecht gehalten werden. Das System Delfinarium ist überflüssig und längst nicht mehr zeitgemäß. Der Mensch hat kein Recht darauf, den Tieren Leiden zuzufügen. Tiere sind keine natürlichen Ressourcen für skrupellose Geschäftemacher.

Was Sie über das Delfinarium in Nürnberg wissen sollten:

Über 30 Delfine (Sotalias und Große Tümmler) starben bereits im Nürnberger Delfinarium – vier davon allein im Jahr 2006. Auch 2007 starb am 10. Juni ein nur drei Tage altes Delfinbaby. Die Dunkelziffer ist unbekannt. Bis heute verwehrt der Nürnberger Zoo (Tiergarten) die Einsicht in seine Unterlagen.

Das Becken des Nürnberger Delfinariums ist 30 Meter lang und 4,70 Meter tief. Die Wasseroberfläche, die den noch lebenden acht Großen Tümmlern insgesamt zur Verfügung steht, beträgt gerade einmal klägliche 1000 Quadrat-Meter. Das Revier eines Delfins in der freien Wildbahn ist etwa 100 Quadrat-Kilometer groß!

Es ist eine Täuschung der Öffentlichkeit zu behaupten, der geplante Bau der sog. "Lagune" könne den Meeressäugern ein artgerechtes Leben bieten. In diesem geplanten Außenbecken ist der Schwimmbereich nur 60 Meter lang und 30 Meter breit; an der tiefsten Stelle ist es gerade einmal sieben Meter tief. Im Ozean schwimmen diese Tiere täglich bis zu 250 Kilometer!

Ein häufiges Argument der Delfinariumsbetreiber, Delfine aus Flachwasserzonen wären an flaches Wasser von 3 - 7 Metern gewöhnt, ist schlichtweg falsch. Die Flachwasserzonen der Ozeane sind in der Regel 50 Meter tief!

Was viele ebenfalls nicht wissen: Delfine haben eine natürliche Abneigung durch enge Tore, Felsen oder Ähnliches zu schwimmen, da sie von Natur aus nicht rückwärts schwimmen können. Der Bau des neuen geplanten Beckens (sog. „Lagune“) weist jedoch des öfteren solch enge Verhältnisse auf.

Des weiteren müssen sich die Delfine das größere Becken, welches Ihnen nur in den wärmeren Monaten zur Verfügung steht, mit anderen Tierarten u. a. Seekühe und Seelöwen teilen.

Außerdem sind die Delfine durch viel mehr Besucher (bis zu 2500 Personen) einem viel größeren Stressfaktor ausgesetzt. Der Bau der sog. "Lagune" ist ein Irrweg und kein Ausweg, denn auch dort kann den Großen Tümmlern kein würdiges und artgerechtes Leben geboten werden. Kein Betonbecken kann den natürlichen Lebensraum Meer ersetzen oder simulieren.

Nicht der Ausbau, sondern die Schließung des Delfinariums muss das Ziel sein, denn artgerecht ist nur die Freiheit!

Aufgrund der unverhältnismäßig hohen Jungtier-Sterblichkeit im Nürnberger Delfinarium sowie in anderen Delfinanlagen (aus der Zucht mit 41 Delfinen haben von 20 Geburten nur vier Jungtiere überlebt) liegt die Befürchtung weiterer Wildfänge nicht fern. Diese sind zwar in Deutschland nicht mehr erlaubt, gelangen die Delfine jedoch beispielsweise aus dem südamerikanischen Pazifik über einen Zwischenhändler z. B. in die Schweiz und dann nach Deutschland, dann gelten die Tiere offiziell nicht mehr als Wildfänge.

So auch im Falle der Delfinweibchen Emy und Jenny, die zwischen Januar und Juli 1990 vor Kuba gefangen und über einen Schweizer Delfinhändler 1991 ins Nürnberger Delfinarium verbracht wurden. Auch Delfine aus Florida, Texas, Mexiko und von der kubanischen Küste wurden nach Nürnberg geschleust.
Rechtlich galten diese Tiere nicht mehr als Wildfänge.

Wie eine repräsentative Meinungsumfrage, in der speziell die Tiergartenbesucher befragt wurden, ergab, lehnen die meisten wildgefangene Delfine ab. Je jünger die Tiergartenbesucher sind, desto mehr sprechen sich gegen die Entnahme von Meeressäugern aus dem Ozean aus, Tendenz steigend. Während in der Altersgruppe der über 60 Jahre alten Menschen 56,4 % der Zoobesucher dagegen sind, sprechen sich in der Gruppe der 25-44 -jährigen schon 70,2 % und von den 18 - 24 Jahre jungen Menschen sogar 84,6 % gegen wildgefangene Delfine für den Nürnberger Zoo aus.

92% der Nürnberger Tiergartenbesucher würden hier sogar die Schließung des Delfinariums in Kauf nehmen.

Überraschend ist auch die Reaktion der Nürnberger Zoobesucher auf die Schließung des Spielplatzes im dortigen Tiergarten. Hier würden 63,8 % der Tiergartenbesucher seltener oder überhaupt nicht mehr in den Zoo gehen, wenn diese Einrichtung schließen würde.


Delfin-Therapie

Die Delfintherapie wurde bisher nur in den USA, Israel, Australien und Großbritannien durchgeführt, meist in halboffenen Haltungen im Meer. Aus folgenden Gründen sind wir der Meinung, dass die Delfintherapie lediglich als öffentlichkeitswirksames Aushängeschild gebraucht wird, um über die großen Probleme der Delfinhaltung hinwegtäuschen zu können:

Als im Januar 1998 eine Delfinmutter mit Baby bei einem Unfall ums Leben kam, stand das Delfinarium mehr denn je im Kreuzfeuer der Kritik.

Um die drohende Schließung abzuwenden, wurde das Argument vorgeschoben, mittels Delfintherapie kranken, behinderten Kindern helfen zu können. So sollte der Erhalt der Einrichtung legitimiert werden.

Weiterhin wird suggeriert, dass dringend ein Außenbecken, die sogenannte Lagune benötigt wird, um diese Therapieform durchführen zu können.

Dieser Bau würde allerdings s i e b z e h n M i l l i o n e n Euro kosten, ein Betrag, den Hilfsorganisationen, die wirklich am Wohl der Kinder interessiert sind, dringend benötigen. Mit diesem Geld könnten bahnbrechende Erfolge erzielt werden.

„Mit den 10 Millionen Euro, die in den Ausbau des Delfinariums gesteckt werden sollen, wäre es möglich 8000 hochgradig Kontakt gestörte Kinder ein ganzes Jahr lang anderweitig zu therapieren!“ Dies geht aus der Stellungnahme einer führenden Kinderhilfsorganisation hervor.

So spricht sich auch Frau Maria Kaminski, Präsidentin des Bundesverbandes Autismus Deutschland e. V., gegen die Delfintherapie aus:

„Trotz intensiver Forschungsarbeiten gibt es nach wie vor keine wissenschaftlichen Beweise dafür, dass eine Delfin-Therapie autistischen Kindern zu Förderung und Heilung verhilft. Ich favorisiere andere Therapieformen, deren Wirkung bereits seit langer Zeit wissenschaftlich sehr gut bewiesen sind und die zudem weitaus günstiger angeboten werden. Schon alleine der Kostenfaktor spricht eindeutig gegen die Delfintherapie, die oftmals mehrere Tausend Euro verschlingt und die Eltern behinderter Kinder in Existenznöte bringen kann. Es ist eine Frage der Ethik, ob wir Menschen diese Tiere ihrer Freiheit berauben dürfen, um sie für fragwürdige Zwecke auszunutzen.

Nicht zu vergessen ist auch, dass Delfine Wildtiere sind, die in Gefangenschaft nicht artgerecht gehalten werden können.“

Behinderte Kinder und ihre Familien werden hier für eine Werbe-Kampagne benutzt. Selbst Experten sind der Meinung, dass bei den Eltern falsche Hoffnungen auf Heilung geweckt werden.


Weitere Meinungen zur Delfintherapie

Im vergangenen Jahr wurden die Ergebnisse der Studie einer Forschungsgruppe der Universität Würzburg und des Nürnberger Tiergartens veröffentlicht, die versuchten den langfristigen Erfolg der Delfintherapie zu belegen: Die Ergebnisse blieben hinter den Erwartungen zurück. Die Therapeuten, welche die Kinder betreuten, stellten keine Veränderungen fest. Positiver beurteilten viele Eltern die Ergebnisse. Quelle: AP (Apotheken Umschau, 1.März 2007, S. 78).

Umso verwerflicher ist es, dass die Betreiber des Delfinariums dennoch mit dieser Studie für ihr Projekt werben, die zwar jeglicher wissenschaftlicher Belege entbehrt, von den Verantwortlichen jedoch in sämtlichen Zeitungsartikeln und Broschüren als wissenschaftlicher Beweis für den Erfolg dieser Therapieform herangezogen wird. Dass sich eine positive Veränderung im Verhalten der Kinder nur auf die Beobachtungen der naturgemäß stark emotional involvierten Eltern sowie eigens auf die „Beobachtungen“ der Betreiber des Nürnberger Delfinariums selbst stützt und somit von unabhängigen Wissenschaftlern nicht anerkannt ist, liest man jedoch nicht in den Broschüren und Artikeln des Delfinariums!

Diese von der Delfinariums-Industrie angebotene Therapieform ist eine der letzten Rechtfertigungsversuche für die Betreiber, um das Delfinarium nicht schließen zu müssen!

Desweiteren ist es nicht ungefährlich, mit den gestressten Tieren in Gefangenschaft kranke Kinder therapieren zu wollen. Es besteht die Gefahr von aggressiven Reaktionen (Ramm- und Stossattacken, Bisse) seitens der Delfine. Zudem ist das Risiko der Ansteckung durch Krankheitserreger gegeben.

Kritische Stimmen gegenüber der Therapie mit Delfinen, welche von keinem Arzt verschrieben und von keiner Krankenkasse bezahlt wird, gibt es viele. Sie werden allerdings aufgrund der Werbemaßnahmen der Betreiber kaum zur Kenntnis genommen.

Lesen Sie dazu auch: http://www.psychotherapie.de/psychotherapie/mythen/01101904.htm


Gescheitertes Zucht-Programm

Die von den Betreibern des Delfinariums in Nürnberg so hoch gerühmte Nachzucht ist in Wahrheit völlig gescheitert und war weder erfolgreich, noch bietet es Zukunftsperspektiven, weil sie nicht selbsterhaltend ist. Von einer erfolgreichen Nachzucht kann erst bei Nachkommen in der 2. Generation gesprochen werden.

Seit 1971 konnten von 21 Geburten nur fünf Tiere aufgezogen werden! Von diesen spärlichen fünf starb das Delfinweibchen Neike im Oktober 1999 im Alter von nicht einmal sechs Jahren an Herz-Kreislauf-Versagen. In 36 Jahren Zucht überlebten somit nur vier Tiere! Zwei davon mussten in das Delfinarium nach Münster gebracht werden, da es in Nürnberg Rangordnungskämpfe gab und die Tiere nicht genügend Platz hatten sich gegenseitig auszuweichen. Von 21 in Nürnberg geborenen Tieren sind also definitiv nur zwei Tiere übrig geblieben.

Auch das Argument die Delfine dort zu züchten, um die Art zu erhalten ist nicht angebracht, da Große Tümmler in ihrer Art nicht als hochbedroht eingestuft werden.

Auch das Thema Bildung und Forschung ist fragwürdig. Das Verhalten von Delfinen repräsentiert in Gefangenschaft nicht annähernd das Verhalten in freier Wildbahn. Das Problem bei Delfinen, die in Gefangenschaft gehalten werden, ist ihre massive Verhaltenseinschränkung, sowie die Verhaltensänderung ins Stereotype. Dadurch werden Forschungsergebnisse verfälscht und sind wertlos, da sie sich nicht auf die in der Freiheit lebenden Artgenossen übertragen lassen.


Todesfälle im Nürnberger Delfinarium

Stand: Juni 2007



1.) Max, Wildfang aus Florida, geb. ca. 1964, gest. 01.05.73

2.) Plüsch, Wildfang aus Florida, geb. ca. 1964, gest. 12.06.73

3.) Plum, Wildfang aus Florida, geb. ca. 1964, gest. 31.12.73

4.) Moritz, Wildfang aus Florida, geb. ca. 1964, gest. 18.01.78

5.) Calypso, Wildfang aus Florida, geb. ca. 1964, gest. 08.09.78

6.) Rosita, Wildfang aus Kolumbien, geb. ca. 1972, gest. 23.11.78

7.) Mel, Wildfang aus Texas, geb. ca. 1972, gest. 12.11.79

8.) Namenlos, Nachzucht, nach 43 Tagen verendet, geb. 16.08.80, gest. 28.09.80

9.) Namenlos, Totgeburt, Ursache der Totgeburt nicht ermittelbar, geb. u. gest. am 24.09.81

10.) Lola, Wildfang aus Texas, geb. ca. 1970, gest. 30.11.81

11.) Namenlos, Totgeburt, Ursache der Totgeburt nicht ermittelbar, geb. u. gest. Am 25.04.83

12.) Namenlos, Nachzucht, verendet nach acht Tagen, geb. 26.07.83, gest. 02.08.83

13.) Namenlos, Totgeburt, Embryo nicht auffindbar, geb. u. gest. am 21.12.83

14.) Namenlos, Nachzucht, nach 16 Tagen verendet, geb. 13.05.85, gest. 29.05.85

15.) Marina, Wildfang aus Florida, geb. ca. 1964, gest. 14.04.86

16.) Andrea, Wildfang aus Mexiko, geb. 1976, gest. 16.04.86

17.) Totgeburt, Namenlos, geb. u. gest. am 20.01.87

18.) Ines, Wildfang aus Kolumbien, geb. ca. 1972, gest. 01.02.87

19.) Sabu, Wildfang aus Kolumbien, geb. ca. 1972, gest. 05.05.92

20.) Namenlos, Nachzucht, geb. 23.09.92, gest. 24.09.92

21.) Evita, Wildfang aus Kolumbien, geb. ca. 1972, gest. 20.10.93

22.) Juan, Wildfang aus Kolumbien, geb. ca. 1972, gest. 24.02.96

23.) Emy, Wildfang aus Cuba, geb. ca. 1980, gest. 10.01.98

24.) Namenlos, Nachzucht, geb. 12.12.97, gest. 10.01.98

25.) Neike, Nachzucht (Emy/Moby), geb. 21.11.93, gest. 08.10.99, Herzkreislaufversagen, halbseitige Lähmung

26.) Coco, Wildfang aus Kolumbien, geb. ca. 1972, gest. 10.04.02

27.) Namenlos, Nachzucht, geb. 28.07.04, gest. 27.08.04

28.) Namenlos, Nachzucht, geb. 18.03.05, gest. 25.03.05

29.) Namenlos, Nachzucht, geb. u. gest. am 18.05.06

30.) Namenlos, Nachzucht, geb. u. gest. am 19.06.06

31.) Daisy, Wildfang, geb. ca. 1971, am 19.06.06

32.) Namenlos, Nachzucht, geb. u. gest. am 22.07.06

33.) Namenlos, Nachzucht, geb. 7.06.2007 und gest. am 10.06.2007

34.) Namenlos, Nachzucht, geb. und gest. am 25.6.2007


Wer sind wir?

Ein Aktionsbündnis, das sich für die Schließung der Delfinarien in Deutschland und Europa einsetzt.

Wir zeigen Verantwortung und sprechen für die Tiere, die sich gegen ihre Ausbeutung nicht wehren können. Die Würde der Tiere ist unantastbar!

1. Andreas Morlok,

ein engagierter Delfin- und Walschützer, der es sich zum Lebensinhalt gemacht hat, sich weltweit für ausreichende Schutzmaßnahmen aller Meeressäuger einzusetzen.

Dem Aktivisten ist es schon durch viele außergewöhnliche Aktionen gelungen, auf die vielen durch Menschenhand verursachten Gefahren, welche die Populationen aller noch verbliebenen Delfin- und Walarten bedrohen, hinzuweisen.

Andreas Morlok: „Als ich im März 2007 das Delfinarium in Nürnberg besucht habe, um mich über die Missstände dort persönlich zu erkundigen, war ich nicht nur von der Haltung der Delfine, sondern auch von dem Umgang des ´Tiertrainers` mit den Großen Tümmlern höchst schockiert. Als ein Delfin dem ´Trainer` auf seine Anweisungen hin nicht folgte, Zirkus-Kunststücke zu machen, schlug dieser mit seiner flachen Hand ein paar mal auf den Kopf des Tieres. Der Delfin bettelte um ein Stück toten Fisch, den er in Freiheit nie anrühren würde, und bekam ihn nicht. Die oft mit Nahrungsentzug verbundenen Trainingsmethoden sind Vorfälle, die man gar während der Shows gezeigt bekommt. Sehr oft musste ich noch lange nach diesem Vorfall davon träumen.

Die Stadtverwaltung propagiert das Delfinarium als Haupt-Attraktion ihres Tiergartens. Doch in Wahrheit ist es ein Betonsarg für die Meeressäuger und ein Schandfleck für die Stadt und für ganz Deutschland. Bei vielen Gesprächen während meiner vergangenen Aktionen stellte ich fest, dass Nürnberg nicht nur wegen den vielen Todesfällen in dessen Delfinarium einen katastrophalen Ruf überall in Deutschland hat. Keine Stadt würde sich so ein Image wünschen und sich zudem noch mit so einer „Attraktion“ rühmen. Die Wasser-Zirkusse halten nicht das, was deren Betreiber versprechen. Die Besucher werden meist zu einseitig im Interesse der Delfinarienbetreiber informiert und erhalten so nur einen falschen Eindruck.

Klar, wer noch nie in seinem Leben Delfine gesehen hat, der freut sich auf so einen Besuch in einem Delfinarium. Allerdings wird niemand mehr, nach so einem Besuch, begeistert sein. Eher deprimiert, wenn er mit ansehen muss, was für ein kärgliches, würdeloses und unnatürliches Leben die Delfine dort fristen müssen. Es wird einem sogar das Gefühl beschleichen, dass man mit dem Eintrittsgeld das Leid dieser gebrochenen Kreaturen unterstützt. Man sollte sich das gleich ersparen und Delfinarien überhaupt nicht mehr besuchen. Solche Einrichtungen, egal ob sie modernisiert oder vergrößert werden, sind längst nicht mehr zeitgemäß und können die natürliche Umgebung niemals gleichwertig ersetzen. Die Delfinarien machen sich mit ihrem großen Tierverbrauch an der Ausplünderung der Natur schuldig. Diese Art der Zurschaustellung allein für die Unterhaltung des Menschen ist Tierquälerei und kann und darf nirgendwo mehr in der Welt eine Legitimation finden. Es gibt mittlerweile 500 Orte in der Welt, an denen man Wale und Delfine von Land oder von einem Schiff aus, in Freiheit, also in ihrem natürlichen Lebensraum, beobachten kann. Dort springen die Delfine ohne Zwang und brauchen nicht auf die Gnade des Menschen zu hoffen.

Ich werde mich fortan für die Schließung der Delfinarien einsetzen. Weitere Maßnahmen, wie z. B. die Ausrufung von Boykotten gegenüber allen städtischen Einrichtungen in Nürnberg oder eine noch breitere Informations-Kampagne für die Nürnberger Bevölkerung betreffend der nächsten Bürgermeisterwahl und noch so manches mehr, behalte ich mir vor."


500 Kilometer Barfuß-Marsch als Solidarität für die eingesperrten Delfine

Andreas Morlok wird in den Sommer-Monaten einen mehrwöchigen Barfuß-Marsch gegen die kommerzielle Ausbeutung von Delfinen unternehmen. Mit einem Delfin-Knast-Sarg-Anhänger möchte Morlok von seiner Heimatstadt Radolfzell am Bodensee bis nach Nürnberg marschieren - und das ohne Schuhwerk! Er möchte ein Zeichen setzen und auf die Probleme der skandalösen Delfinhaltung aufmerksam machen.

Der Aktivist, der zwei Bücher über seine vielen durchgeführten Aktionen zum Schutz der Meeressäuger veröffentlicht hat, berichtet: „Barfuß-Laufen ist eine Ausdrucksform von Freiheit. Der Mensch hat diese Wahl, es zu tun oder es bleiben zu lassen. Tiere, die vom Menschen kommerziell ausgebeutet werden, haben noch nie in ihrem Leben eine Wahl gehabt! Nicht ich leide, sondern die Delfine, denen man ihrer Freiheit beraubt hat und sie bis zu ihrem Tod für finanzielle Machenschaften und zur Unterhaltung ausbeutet.“

Machen Sie mit! Zeigen Sie sich mit Andreas Morlok und den Delfinen solidarisch und begleiten Sie ihn auf seinem Marsch nach Nürnberg oder unternehmen Sie einen eigenen Barfuß-Marsch, damit endlich die Schandflecken Delfinarien in Deutschland geschlossen werden. (Infos zum Barfuß-Laufen erhalten Sie im Internet.) Wenn Sie auf ihre Barfüssigkeit angesprochen werden, dann informieren Sie über die Aktion und drücken den interessierten Menschen das Informationsblatt (einfach bei Punkt 8: "Flyer" ausdrucken) in die Hand.

Beziehen Sie auch die örtlichen Medien in Ihre Aktion mit ein.

Schicken Sie Andreas Morlok per E-Mail Ihre Fotos (bitte JPEG-Format) und Ihre Erfahrungen. Er wird sie alle auf seiner Homepage veröffentlichen.

Genaue Details (Start, Route, etc. ) zum Barfuß-Marsch werden hier in Kürze bekannt gegeben.


Kontakt-Daten:

Internet: www.walschutzaktionen.de - E-Mail: walfahrt@t-online.de

Info-Telefon: Andreas Morlok: 0173 43 585 96

2.Die Delfinbefreier: Tierrechtsinitiative

Postfach 1239 – 90702 Fürth


Im Januar 1998 ereignete sich im Nürnberger Zoo ein tragischer Unfall. Ein neugeborenes Delfinbaby sprang hinter eine Absperrung am Beckenrand und klemmte sich zwischen der Wand und dem Beckenrand so ein, dass es nicht mehr auftauchen konnte um Luft zu holen. So musste der kleine Delfin qualvoll ersticken. Dessen Mutter Emy, ein Wildfang aus Kuba, sprang in Panik hinterher und starb an Herzversagen.

Nach diesem Vorfall formierte sich die Tierrechtsinitiative Die Delfinbefreier, die sich zum Ziel gesetzt hat, die Schließung des Delfinariums zu erreichen. Seitdem finden in Nürnberg immer wieder Demonstrationen, Aktionen und unzählige Infostände statt. Bei unserer bisher größten Demonstration fanden sich ca. 200 Leute in der Nürnberger Innenstadt ein, um für die Schließung des Delfinariums einzutreten. Eine andere spektakuläre Aktion war die Übergabe einer Petition zum Schutz der Delfine, der sich europaweit mehr als 100 Natur- und Tierschutzorganisationen angeschlossen haben. Diese Urkunden wurden dem Oberbürgermeister übergeben, die zuständigen Stadträte erhielten eine Abschrift und wurden somit aufgefordert, für die Schließung des Delfinariums einzutreten. Bei einer weiteren Veranstaltung vor dem Rathaus sprach sich der Träger des Bundesverdienstkreuzes und Vorstand der Aktionsgemeinschaft Artenschutz Günther Peter gegen die Delfinhaltung aus. Mittlerweile dürfte wohl jeder Einwohner Nürnbergs - und auch darüber hinaus - über die Problematik der Delfinhaltung informiert sein.

Kontakt-Daten:

Die Delfinbefreier - Tierrechtsinitiative, Postfach 1239, 90702 Fürth

Telefon/Fax: 0911 / 73 609 73

e-mail: info@die-delfinbefreier.de


Was wollen wir erreichen? Wir fordern:

- die sofortige Einstellung der Nachzucht im Delfinarium des Nürnberger Tiergartens

- keine weiteren Fänge aus freier Wildbahn in das Delfinarium des Nürnberger Tiergartens

- keine Übersiedlung anderer Delfine aus anderen Delfinarien in das Delfinarium des Nürnberger Tiergartens

- Schließung/Abwicklung der Anlagen (in Deutschland und Europa)


Muss die Show wirklich weitergehen?

Im "Dolphin Reef" von Eilat, Israel, wurde unter wissenschaftlicher Leitung von Prof. Dr. Dietmar Todt, Universität Berlin erarbeitet, wie Delfine ausgewildert werden können. Zugegeben, diese Projekte sind aufwändig. Die Tiere mussten mühsam wieder auf ihre Freiheit vorbereitet werden. Sie mussten wieder lernen, selbständig Beute zu jagen und sozialen Anschluss zu finden. Nur die Delfinariums-Industrie zweifelt am Erfolg solcher Projekte. Dabei sollte gerade sie daran interessiert sein. Schließlich gehört zu einem guten Zuchtprojekt auch ein erfolgversprechendes Auswilderungsprogramm. Bericht dazu: http://web.fu-berlin.de/fun/1995/12-95/w2.htm


Aufruf an die Betreiber der Delfinarien:

Handeln Sie endlich ethisch vertretbar und zeigen Sie Vernunft und Weitsicht! Ziehen Sie endlich Konsequenzen und schließen Sie die Delfinarien! Sehen Sie endlich ein, dass die Haltung und die Zucht gescheitert sind und eine weitere Haltung dieser Tiere in Gefangenschaft nicht länger zu verantworten ist!

Bereits vor 15 Jahren äußerte sich der Geschäftsführer des Hansa-Parkes Christoph Andreas Leicht: „Heute wissen wir, dass Delfine zu den Tieren gehören, die weniger gut als Zootiere geeignet sind.“ Schon damals wurde auf den planfertigen Neubau einer Anlage verzichtet.



Schul-Aktion: „Schüler gegen die Delfinarien“

Hiermit laden wir alle Schüler, Lehrer, Klassen und ganze Schulen zu dieser Aktion ein.

Bitte informiert euch (auch über andere Quellen) zum Thema: „Delfine in Gefangenschaft – Warum soll man keine Delfinarien mehr besuchen?“

Schreibt bitte Briefe oder auch Referate und sendet diese an die Adressen bei Punkt 10 , 11 und 12.

Ihr könnt die Referate auch in eurer Schule, am besten noch mit ein paar Transparenten oder Bildern ausstellen und alle anderen Schüler über dieses Thema informieren. Natürlich könnt ihr auch zusätzlich die Tageszeitung bei euch darüber informieren und sie zu einem Interview einladen.



Referat und Meinungen über die Haltung von Delfinen in Delfinarien: von Mitgliedern der Tierschutz-AG „Schüler für Tiere“ (Homepage: www.schueler-fuer-tiere.de)

Schüler für Tiere – Köln - Andia Mirbagheri, Klasse 9 und Schüler aus den 6. Klassen

Der Delfin – wie wir ihn lieben und kennen

„Flipper […], jeder kennt ihn - den klugen Delphin.“ So singt Hans Delfin mit seinen Kindern in der weltberühmten TV-Serie „Flipper“.

In der Tat werden die freundlichen Tümmler, „Flippers“ Artgenossen, als intelligent und lernfähig bezeichnet. Wir lieben sie vor allem wegen ihrer sympathischen Ausstrahlung, immer mit einem breiten Grinsen auf dem Gesicht und immer fröhlich am „Klickern“.

In speziellen Zoos, in den so genannten Delfinarien, zeigen sie uns Kunststückchen, denen wir begeistert Applaus schenken. Ihre Trainer meinen, die Tiere täten es ja nicht, wenn es ihnen keinen Spaß machen würde. So bleibt die heile Welt in Ordnung und alles ist gut.

Doch STOPP!

Delfine sind keine Demonstrationsobjekte, sondern fühlende Lebewesen. Sie haben das Recht, frei in den Weltmeeren zu leben, ohne von Menschen in kleinen, engen Betonbecken vorgeführt zu werden. Dauerlärm und – stress sowie der fehlende Kontakt zu ihren natürlichen Verbänden belasten die Delfine psychisch. Sie werden verhaltensgestört.

Krepieren in Delfinarien

In kleinen Becken werden die Tiere aufbewahrt oder wohl besser „aufgebahrt“. Normalerweise sind sie in den Weltmeeren täglich 50 - 250 km unterwegs und tauchen um die 500 m tief. Da dies in den Delfinarien nicht ermöglicht wird, sind sie gezwungen, sich die meiste Zeit an der Oberfläche aufzuhalten.

Sie haben keine Rückzugsmöglichkeiten und eine äußerst eingeschränkte Bewegungsfreiheit. Die Tiere haben nicht einmal die Möglichkeit, ihre Höchstgeschwindigkeit zu erreichen, da hier der Platz zum Beschleunigen fehlt.

All diese Faktoren lösen bei den Delfinen Probleme aus. Es kommt zu Kämpfen, die auch mit Todesfällen enden können. Auch Selbstmordversuche wurden schon beobachtet.

Zudem kommen bei den Delfinen haltungsbedingte Krankheiten, vor allem Infektionskrankheiten hinzu. Die Fortpflanzung ist ebenfalls äußerst schwierig; die meisten Babys überleben nicht.

Weltweit werden mit brutalsten Fangmethoden Delfine gefangen. Viele von ihnen sterben dabei schon am Stress, u. a. auch während des schrecklichen Transports.

Das Training ist schlimmer als „nur“ Drill für die Tiere. Im chemisch aufbereiteten Wasser, dessen Chlorgehalt sogar zur Erblindung oder Schälung der Haut führen kann, wird oft mit Zwangsmethoden wie Nahrungsentzug trainiert.

Das Nürnberger Delfinarium

1. Allgemeines & Geschichte

1971 wurde das Nürnberger Delfinarium eröffnet. Selbst auf der Homepage des Zoos ist von „Todesfällen“ und „nicht zu leugnenden Schwierigkeiten“ die Rede. Seit 1971 starben mehr als 30 Delfine eines vorzeitigen, unnatürlichen Todes. Mindestens 23 Meeressäuger aus freier Wildbahn wurden in den Nürnberger Zoo gebracht, von denen bereits 19 gestorben sind. Sieben gehörten zu den aussterbenden Guayana-Delfinen. Lediglich vier Nachzuchten von ca. 20 Geburten überlebten.

Das Nürnberger Delfinarium arbeitet nicht kostendeckend. Jährlich müssen zusätzliche Steuergelder (ca. 500.000 Euro) für den Erhalt zur Verfügung gestellt werden.

1998 gab es einen besonders traurigen Vorfall:

Ein neugeborenes Delfinbaby sprang hinter eine Absperrung am Beckenrand und klemmte sich dort ein, ohne auftauchen zu können. Es erstickte. Seine Mutter sprang ihm in Panik nach und starb an Herzversagen.

Auch im Sommer letzten Jahres passierten tragische Unfälle: ein Delfinkalb starb bereits im Mutterleib, als die Verantwortlichen des Zoos das tote Baby aus dem Muttertier herauszogen, war dessen Haut und Gewebe bereits aufgelöst. Ein freiliegendes Schulterblatt zerschnitt die Gebärmutter, Daisy, die Mutter starb an den Verletzungen.

Ein anderes Delfinbaby wurde während Kämpfen zwischen der Mutter und eines anderen Delfins durch einen Flossenschlag getötet.

Zwei weitere Delfine starben kurz nach der Geburt.


2. Arbeit

„Bildung, Forschung, Zucht“ – unter diesem Titel stellt das Nürnberger
Delfinarium seine „Arbeit“ dar. Das sind jedoch nur Scheinargumente, denn was kann man schon an verhaltensgestörten Delfinen in einer künstlichen Umgebung beobachten? Sie sind schließlich nicht aus freien Stücken dort „Versuchstiere“!

In freier Wildbahn leben sie in Gruppen, sogenannten Schulen mit bis zu 100 Tieren; wird nur ein Delfin aus dieser Gruppe herausgeholt, zerreißt alles. Viele der Tiere überleben die Qualen des Transports nicht oder sterben am Schock der Trennung.

Neuerdings gibt es auch die Delfin-Therapie für behinderte Kinder. Was sich auf den ersten Blick gut anhört, ist in Wahrheit leider nur eine lukrative Einnahmequelle. Kinder sowie Delfine werden für kommerzielle Zwecke missbraucht.

Durch diese „Therapie“, die in engen, chlorierten Becken stattfindet, können Krankheiten übertragen werden und es kann zu Verletzungen durch Delfine kommen. Das Kind kann den natürlichen, frei lebenden, glücklichen Delfin nicht kennen lernen, das verhaltensgestörte Tier kann schon gar nicht das Kind „heilen“.

Die Delfin-Therapie des Nürnberger Delfinariums kann zudem gar nicht mit denen in Florida (USA), Curacao (Niederländische Antillen) und Eilat (Israel) verglichen werden. Dort gibt es zumindest halboffene Meeresbuchten. Die Delfine können sich dort viel mehr bewegen und das Wasser zirkuliert ständig.

Es gibt andere bewährte, effektive tiergestützte Therapien mit domestizierten, heimischen Tieren wie Hunden und Pferden, bei denen kein Lebewesen zu Schaden kommt und den behinderten Kindern sowie ihrer Familien nicht das Geld aus der Tasche gezogen wird.

Verbote:

Einige Länder haben schon etwas gegen die Delfinarien getan:

Delfinarien und Walarien sind verboten in: Brasilien, Israel, einzelnen Staaten der USA.

In England wurden alle Delfinarien in den 90er Jahren aufgrund der Kampagnen von Tierschützern geschlossen. In den USA wurden seit 1990 etwa 20 Einrichtungen geschlossen.

Zwischen 1998 und 2003 wurden 45 wild gefangene Große Tümmler in die EU eingeführt.

Zwar wurde von der UNO das Jahr 2007 das des Delfins genannt, jedoch muss mehr als solch eine nette Geste zum Schutz dieser Tiere getan werden!

Sie/ihr alle da draußen könnt etwas gegen diese Verbrechen in den Delfinarien tun! Ethisch und moralisch können sie nicht vertreten werden, da die Delfine unter unnatürlichen Bedingungen hausen und vorgeführt werden.

Es gibt viele Möglichkeiten zu helfen. Dazu gehört es auch, es sich vorher gut zu überlegen, ob man wirklich sein Geld für solch eine Einrichtung, die nach Strich und Faden Tierquälerei praktiziert, verschwenden sollte.

- Delfinarien sind mega-out!



- Weitere Meinungen:

Schüler für Tiere – Wörth


Delfinarien:

In der Freiheit gibt es in einer Delfinherde Hebammen. Die sind so ähnlich wie Geburtshelfer. Sie tragen die geborenen Babydelfine an die Oberfläche, denn sie können noch nicht so gut schwimmen.

Aber sie brauchen Sauerstoff zum Überleben, in der Gefangenschaft haben sie keine Hebamme. Oft überleben die Babies die Geburt nicht, sie ersticken. In Gefangenschaft langweilen sich die meisten Delfine, denn sie können nur im Kreis schwimmen und das Delfinarium hat keine Pflanzen oder Verstecke.

Bei mehreren Männchen gibt es Rangkämpfe um die Führung. In Freiheit könnten sie einander ausweichen aber in einem so kleinen Becken geht das nicht. In Florida wurde in einem Delfinarium ein Delfin bei einem Rangkampf schwer verletzt. In der Show drehte er sich auf den Rücken. Die anderen Delfine probierten ihn wieder umzudrehen und ließen die Trainer nicht heran. Schließlich schafften es die Zuschauer den Delfin aus dem Wasser zu ziehen. Er war tot.

Delfine:

Wir haben in einem Film gesehen wie ein Delfin ausgewildert wurde. Der Delfin Stefania war vorher sehr krank und wollte nichts essen. Viele hatten ihn schon aufgegeben. Doch es gab auch welche, die noch an seine Rettung glaubten. Viele Delfine werden in Delfinarien gehalten, wo sie gefüttert werden und das Jagen verlernen. Das Wasser ist auch ganz anders und sie können nicht weit schwimmen, wie im Meer. Außerdem können sie sich nicht treiben lassen, was ihnen sehr viel Spaß macht. Im Delfinarium müssen sie immer im Kreis schwimmen, dadurch werden sie verhaltensgestört. Auch Wale werden in Gefangenschaft genommen und müssen Filme drehen, oder ihr ganzes Leben in einem Wasserbecken bleiben und Kunststücke aufführen. Das ist kein Leben für ein Tier! Immer eingesperrt, nie etwas von der Natur sehen! Manche Delfine oder Wale die, die Gefangenschaft in so einem kleinen Becken nicht aushalten, schwimmen mit ganzer Kraft gegen den Beckenrand, so dass sie bald sterben.

Über Delfine und Wale!

Delfine werden gefangen, bloß damit sie Kunststücke in einem Delfinarium vorführen. Die Besucher im Delfinarium meinen, den Delfinen machen die Kunststücke Spaß, weil sie ein lachendes Gesicht haben. Doch das stimmt NICHT! Delfine haben so einen Mund, sie können nichts anderes tun als lachen, lachen, lachen.

Delfinen macht das keinen besonderen Spaß, immer wieder in die Höhe zu springen bloß um den Ball zu berühren. Nach der Show schwimmen sie gelangweilt in dem kleinen Becken im Kreis. Delfine müssen frei sein!!! In freier Natur schwimmen sie an einem Tag bis zu 250 km. Im Delfinarium können sie das nicht. Man kann Delfine wieder auswildern aber das ist sehr teuer. Leute haben es fast geschafft den Wal Keiko (Free Willy) wieder auszuwildern. Viele Leute fanden Free Willi Teil 4 so schön, weil er zurück in die Freiheit gesprungen ist. Doch das stimmt nicht. Das wurde alles in einem Swimmingpool gedreht. Keiko hat bei der Schwanzflosse Hautausschlag, weil ihm das Wasser nicht bekommen ist. Seine Rückenflosse ist umgeknickt weil er sehr traurig ist. Wale und Delfine werden leider seit über 100 Jahren gefangen gehalten!

Tierschutz in die Schulen





www.schueler-fuer-tiere.de



Solange Menschen denken,

dass Tiere nicht fühlen können,

solange fühlen Tiere,

dass Menschen nicht denken können....


Flyer: (– einfach markieren und ausdrucken.)


Bitte ab hier markieren und ausdrucken!

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Lebenslänglich – Knast, Qual, und Tod!

Mehr als 30 tote Delfine im Nürnberger Delfinarium sind genug!

Wir schließen die Delfin-Gefängnisse!

Der Protest gegen das Delfinarium in Nürnberg steht stellvertretend für alle Delfinarien, in der Meeressäuger gefangen gehalten und für kommerzielle Zwecke ausgebeutet werden.

Immer noch sind in Deutschland vier (Nürnberg, Duisburg, Soltau und Münster) von ehemals neun Delfin-Anlagen in Betrieb. Über 30 Delfine (Sotalias und Große Tümmler) starben bereits im Nürnberger Delfinarium – vier davon allein im Jahr 2006.

Delfine können in Gefangenschaft nicht artgerecht gehalten werden. Das System Delfinarium ist überflüssig und längst nicht mehr zeitgemäß. Der Mensch hat kein Recht darauf, den Tieren Leiden zuzufügen. Tiere sind keine natürlichen Ressourcen für skrupellose Geschäftemacher.

Wer sind wir?
Ein Aktionsbündnis, das sich für die Schließung der Delfinarien in Deutschland und Europa einsetzt. Wir zeigen Verantwortung und sprechen für die Tiere, die sich gegen ihre Ausbeutung nicht wehren können. Die Würde der Tiere ist unantastbar!

1. Andreas Morlok, Delfin- und Walschützer - Internet: www.walschutzaktionen.de - E-Mail: walfahrt@t-online.de - Tel.: 0173 43 585 96


2. Die Delfinbefreier - Tierrechtsinitiative – Postfach 1239 – 90702 Fürth - Telefon/Fax: 0911 7360973 – E-Mail: info@die-delfinbefreier.de - Internet: www.die-delfinbefreier.de

Was fordern wir?

- Keine weiteren Transfers von Wildfängen.

- Keine weiteren Aufnahmen von Delfinen aus anderen Anlagen.

- Schließung/Abwicklung der Anlagen in Deutschland und Europa.


Machen Sie mit und entscheiden auch Sie sich im „Jahr des Delfins“ für den Schutz der ausgebeuteten Meeressäuger. Informieren Sie sich bitte im Internet auf den Aktionsseiten:

www.walschutzaktionen.de oder www.die-delfinbefreier.de

Dort erhalten Sie alle Informationen zur laufenden Kampagne und viele Hinweise, was Sie selbst für die Schließung der Delfinarien unternehmen können.




Was können Sie tun, damit die Schließung des Delfinariums in Nürnberg erreicht wird?

Kontaktieren Sie bitte alle folgenden Adressen (per Telefon, E-Mail oder Schreiben) und fordern Sie die Verantwortlichen dazu auf, keine weiteren Delfine mehr aufzunehmen und das Delfinarium zu schließen.

Tiergarten - Delfinarium Nürnberg

Zoodirektor Dr. Dag Encke

Tiergarten
Am Tiergarten 30
D-90480 Nürnberg

Tel: 0911-5454-6
Fax: 0911-5454-802

E-Mail: tiergarten@stadt.nuernberg.de

Delfinarium:

Tel.: 09 11 / 54 54 - 854 (Mittwoch von 11.00 bis 12.00 Uhr und Samstag von 13.00 bis 14.00 Uhr)

Tourist Information/Tourismus-Zentrale Nürnberg

Königstraße 93

90402 Nürnberg

Tel.: 09 11 / 23 36 - 132 (Montag bis Samstag von 9.00 bis 19.00 Uhr)

Fax: 0911 / 23 36 - 127

E-Mail: ti@ctz-nuernberg.de



Hauptmarkt 18

90403 Nürnberg

Tel.: 09 11 / 23 36 - 135 (Mo. bis Sa. 9.00 bis 18.00 Uhr und Mai bis Oktober auch Sonntag 10.00 bis 16.00 Uhr)

Fax: 09 11 / 23 36 - 127

E-Mail: t@ctz-nuernberg.de


Postfach 4248
90022 Nürnberg

Telefon 0911 / 23 36 - 132
E-Mail: TI@ctz-nuernberg.de

Jasmin Raschka (Leitung)
Telefon 0911 / 23 36 - 129
Fax 0911 / 23 36 - 127
E-Mail: raschka@ctz-nuernberg.de

E-Mail: tourismus@nuernberg.de

E-Mail: info@ctz-nuernberg.de

E-Mail: tih18@ctz-nuernberg.de



Oberbürgermeister Nürnberg

Dr. Ulrich Maly

Rathausplatz 2
90403 Nürnberg


Telefon: (09 11) 231 50 01 oder -5002
Fax: (0911) 231 36 78

E-Mail: obm@stadt.nuernberg.de

oder

bga@stadt.nuernberg.de



Bürgermeister

Horst Förther

Rathausplatz 2

90403 Nürnberg

Telefon: (09 11) 231 - 50 11 oder -50 12

Fax: (09 11) 231 - 50 39
E-Mail: bm@stadt.nuernberg.de oder bga@stadt.nuernberg.de



3. Bürgermeister / Geschäftsbereich Umwelt

Dr. Klemens Gsell

Hauptmarkt 18
90403 Nürnberg

Telefon: (09 11) 231 - 49 77, -39 77
Fax: (09 11) 231 - 33 91
E-Mail: bmu@stadt.nuernberg.de



Kulturreferat (der Tiergarten ist dem Kulturreferat zugeordnet):

Kulturreferentin Prof. Dr. Julia Lehner – Hauptmarkt 18 – 90403 Nürnberg

Tel. 0911/231-2390 oder – 2218

Fax: 0911/231-4757

E-Mail: Kulturreferat@stadt.nuernberg.de



Sie wohnen direkt in Nürnberg?

Zudem wählen und unterstützen Sie bitte bei der nächsten Bürgermeisterwahl (8. März 2008) nur einen tierfreundlichen Bürgermeister, der sich für die Schließung und Abwicklung des Delfinariums ausspricht. Eine Stadtverwaltung und deren Bürgermeister, welche die Interessen der Mehrzahl ihrer Bürger ignorieren und zudem noch immense finanzielle Risiken mit dem Bau der Lagune eingehen, können nicht die Belange und die Zukunft der Stadt verantwortungsvoll vertreten. Nürnberg steht wegen dem Delfinarium in Deutschland in einem so schlechten Licht da, wie es sich keine andere Stadt wünschen würde. Bitte teilen Sie dies auch den (noch) amtierenden Bürgermeistern mit.


Helfen Sie, den Neubau eines Delfinarims auf Rügen zu verhindern!

Obwohl Delfinarien inzwischen von der Mehrheit der Europäer abgelehnt werden, da die Tiere in Gefangenschaft sehr leiden, plant die Firma Nature Project GmbH nun den Bau eines neuen Delfinariums au der Insel Rügen. Fünf Große Tümmler, die in der Freiheit täglich weite Strecken von bis zu 250 Kilometern schwimmen und 500 Meter tief tauchen, sollen hier in einem Betonbecken gehalten werden, das gerade einmal 30 Meter lang und nur fünf Meter tief ist.

Unklar ist bisher auch, woher die fünf Tiere kommen sollen. Es gibt zwar Gesetze und Abkommen, die grundsätzlich die Einfuhr von Meeressäugern nach Europa verbieten; da es aber aufgrund der nicht artgerechten Haltungsbedingungen in Gefangenschaft kaum Nachkommen gibt, ist zu befürchten, dass über Umwege Wildfänge eingeführt werden.

Tiere, die aus den unendlichen Weiten des Ozeans herausgerissen werden, um Ihr Dasein in den Betonmauern des so genannten "DelphiMar" zu fristen.

Helfen SIE uns, den Neubau des Delfinariums zu verhindern!

Helfen SIE den Tieren!

Unterschriftenliste zum Download.
http://www.die-delfinbefreier.de/U_Liste_delphimar_ruegen__die_delfinbefreier.pdf

Schreiben Sie Protestbriefe an die unten stehenden Adressen! Protestieren Sie auch per Telefon, E-Mail und Fax!

Musterbrief:



Sehr geehrte(r) Frau/Herr...,

mit Befremden musste ich erfahren, dass in Glowe auf Rügen ein Delfinarium gebaut werden soll, obwohl solche Einrichtungen seit Jahren auf Ablehnung stoßen.
Tiere, die in Freiheit weite Strecken von bis zu 250 Kilometern schwimmen und bis zu 500 Meter tief tauchen, dürfen nicht in ein Betonbecken gesperrt werden, das gerade einmal 30 Meter lang und nur fünf Meter tief ist. Die Haltung dieser hochintelligenten Tiere in Delfinarien ist weder art- noch tiergerecht und verletzt die Würde dieser Meeressäuger zutiefst.

Auch die Delfintherapie kann den Bau dieser kommerziellen Einrichtung nicht rechtfertigen. Trotz intensiver Forschungsarbeit gibt es noch keinen Beweis oder Hinweis darauf, dass sie besser funktioniert als Therapieformen, bei denen kein Lebewesen zu Schaden kommt. Tiere leben nicht zu dem Zweck, uns Menschen zu dienen, sie haben ihr Recht auf Freiheit und Unversehrtheit!

Deshalb spreche ich mich gegen den geplanten Neubau des Delfinariums aus!



Mit freundlichen Grüßen
Tierfreunde-Nord & Goethe30169.eu
aus Hannover

Bürgermeister Uwe Radeisen

Amt Jasmund

Ernst-Thälmann-Str. 37

18551 Sagard

Telefon: 03 83 02 / 8 00 -0

Telefax: 03 83 02 / 8 00-29

E-Mail: j.purrmann@amt-nord-ruegen.de




Landrätin Kerstin Kassner

Billrothstr. 5

18528 Bergen auf Rügen

Telefon: 0 38 38 / 81 31 20

Telefax: 0 38 38 / 81 31 01

E-Mail: kerstin.kassner@landkreis-ruegen.de




Tourismusverband Rügen e.V.

Geschäftsführung Marketing

Herr Raymond Kiesbye

Bahnhofstr. 15

18528 Bergen auf Rügen

Tel.: 0 38 38 / 80 77 30

E-Mail: kiesbye@ruegen.de




Tourismusverband Rügen e.V.

Projektmanagement

Frau Monique Schulze

Bahnhofstr. 15

18528 Bergen auf Rügen

Tel.: 0 38 38 / 80 77 24

E-Mail: schulze@ruegen.de




Tourismusverband Rügen e.V.

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Frau Jeannette Brussig

Bahnhofstr. 15

18528 Bergen auf Rügen

Tel.: 0 38 38 / 80 77 70

E-Mail: brussig@ruegen.de



Was können Sie außerdem tun, damit alle Delfinarien in Deutschland und in Europa geschlossen werden?

- Kontaktieren Sie bitte auch alle folgenden Adressen (per Telefon, E-Mail oder Schreiben) und fordern Sie die Verantwortlichen dazu auf, keine weiteren Delfine mehr aufzunehmen und das Delfinarium zu schließen, bzw. ihnen die Betriebsgenehmigung zu entziehen oder auslaufen zu lassen.



Münster:


Betreiber des Delfinariums in Münster:

Westfälischer Zoologischer Garten Münster GmbH
Sentruper Straße 315
48161 Münster
Telefon: +49 251 8904-0
Telefax: +49 251 8904-90
E-Mail: info@allwetterzoo.de

Vertretungsberechtigte Geschäftsführer:
Dipl. Ing. H. Jörg Adler,

Zoologisch-Technischer Direktor
Dipl. Kfm. Werner Schmitz, Kaufmännischer Direktor



Oberbürgermeister Dr. Berthold Tillmann (CDU)

Postanschrift:
Klemensstraße 10
48127 Münster

Tel. 02 51/4 92-60 01
Fax 02 51/4 92-77 01



Bürgermeisterin Karin Reismann

An den Mühlen 9 a

48151 Münster

Tel. 0251 4 92 60 08

E-Mail: reismann@stadt-muenster



Bürgermeisterin Wendela-Beate Vilhjalmsson

Tel. 0251 492 60 10

Fax: 0251 492 79 11

E-Mail : vilhjalmsson@stadt-muenster.de



Bürgermeister Hans Varnhagen

Tel:: 0251 23 10 91

Fax: 0251 23 03 91 7

E-Mail : info@varnhagen-dach




Duisburg:


Betreiber des Delfinariums in Duisburg:

Zoo Duisburg AG

Mülheimer Strasse 273
47058 Duisburg

Tel.: 0203-305590
Fax : 0203-3055922
E-Mail: Info@Zoo-Duisburg.de

Vertreten durch den Vorstand:
Dipl. Biol.Achim Winkler, Zoolog.-Techn. Vorstand, Vors.
Dipl. Volkswirt Michael Hilbert, Kaufm. Vorstand




Oberbürgermeister Adolf Sauerland

Büro des Oberbürgermeisters
Burgplatz 19
47049 Duisburg


Telefon: 0203-283 2106
Telefax: 0203-283 3976

E-Mail: Oberbuergermeister@stadt-duisburg.de

Bürgermeisterin Doris Janicki

Lotharstr. 28

47057 Duisburg

Tel.: 0203/33 00 39
Fax: 0203/283 3456

Bürgermeister Benno Lensdorf

Kasteelstraße 6-8

47119 Duisburg
Tel.: 0203/800 07 20
Fax: 0203/8 00 07 45

E-Mail: lensdorf.rat@benno



Soltau:



Betreiber des Delfinariums in Soltau:

Heide-Park Soltau GmbH

Heidenhof

29614 Soltau


Tel.: 01805 919101

Fax: 05191 91111

E-Mail: info@heidepark.de und gruppen@heide-park.de

Geschäftsführer: Hannes W. Mairinger



Bürgermeister Wilhelm Ruhkopf


Stadt Soltau

Poststr. 12

29614 Soltau

Tel.: 05191 82 0

Fax: 05191 82 181


E-Mail: buergermeister@stadt-soltau.de



- Sie haben eine eigene Homepage? Dann setzen Sie bitte einen Link auf diese Seite. www.walschutzaktionen.de

- Drucken Sie unsere Flyer (bei Punkt 8) aus und verteilen Sie diese bitte in Ihrem Bekanntenkreis (Familie, Arbeitsplatz, Schulen, Uni`s, Vereine, etc.) und legen Sie diese auch an Orten aus, die gut frequentiert sind (Geschäfte, Restaurants, Ladenlokale, Freibäder, etc.). Die Flyer können Sie auch an eigenen Infoständen, Veranstaltungen, etc. verteilen. Möglichkeiten gibt es viele!

- Informieren Sie Freunde und Bekannte über das Leid der Delfine in Gefangenschaft und rufen Sie zum Boykott dieser Anlagen auf!

- Jeder, der den Bau der künstlichen Lagune in Nürnberg unterstützt und auch diejenigen, die den Tiergarten oder andere Delfinarien besuchen, finanzieren mit dem Eintrittsgeld das weitere Leid dieser Tiere und fördert damit Tiermissbrauch und Tierausbeutung. Erklären Sie Ihren Kindern, warum Sie Delfinarien nicht unterstützen und sie nicht mehr besuchen werden. Es gibt lehrreiche Tierbücher und wunderbare Naturfilme und Dokumentationen, die Kindern die faszinierende Welt der Meeressäuger in ihrem natürlichen Lebensraum Meer näher bringen.



Boykottieren Sie alle Einrichtungen, in denen Delfine in Gefangenschaft leben müssen und für kommerzielle Interessen ausgebeutet werden!



- Nehmen Sie Bezug auf entsprechende Medienberichte zum Thema Delfinarium und Delfin-Therapie. SCHREIBEN SIE LESERBRIEFE!

- Zeigen Sie sich solidarisch mit Andreas Morlok und den Delfinen und unternehmen Sie einen eigenen Barfuß-Marsch (Infos zum Barfuß-Laufen erhalten Sie im Internet.) Ob alleine, mit dem Partner, mit der Familie, mit dem Verein, mit der Schulklasse oder weiteren Personen, marschieren Sie los und verteilen Sie die Info-Blätter. Je mehr Personen über die Delfinarien aufgeklärt werden, umso schneller kann auch etwas erreicht werden! Laden und binden Sie die örtlichen Medien zu Ihrer Aktion mit ein!

- Organisieren Sie eigene Info-Stände und Aktionen in Nürnberg, Soltau, Duisburg und Münster

Klären Sie die Menschen und auch die Besucher solcher Anlagen über die Haltung der Delfine in Gefangenschaft auf und verteilen Sie die Info-Flyer. Wenn Sie in Nürnberg wohnen und Infostände organisieren oder an Aktionen teilnehmen möchten, wenden Sie sich bitte an:

- Die Delfinbefreier, Postfach 1239, 90702 Fürth, www.die-delfinbefreier.de, e-mail: info@die-delfinbefreier.de, Tel./Fax: 0911 / 73 609 73


- Geben Sie symbolisch Ihren Ausweis an die Bundesrepublik Deutschland ab.

Kopieren Sie zwei mal Ihren Personal-Ausweis und schicken Sie diese Kopien zusammen mit folgenden Brief an die Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel und dem Bundespräsidenten Horst Köhler.

Sie können den Text-Vorschlag übernehmen oder einen eigenen Text verwenden:



Bundeskanzleramt
Bundeskanzlerin Angela Merkel
Willy-Brandt-Straße 1
D-10557 Berlin



Symbolische Rückgabe meines Personal-Ausweises an die Bundesrepublik Deutschland



Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin Dr. A. Merkel,

Mit diesem Schreiben gebe ich symbolisch meinen Personal-Ausweis an die Bundesrepublik Deutschland zurück.

Ich schäme mich, in einem Land zu wohnen, in dem immer noch Delfine in Gefangenschaft leben müssen. Sie werden in unserem Land in vier Städten zur Schau gestellt und für kommerzielle Machenschaften ausgebeutet.

Aufgrund der vielen Bedrohungen, welchen die heutigen Populationen der Meeressäuger ausgesetzt sind, sollte ein Land, das sich für den Schutz des marinen Ökosystems und dem Erhalt seiner Arten glaubwürdig einsetzt, keine Kompromisse eingehen und sich dafür aussprechen, diese Delfin-Gefängnisse zu schließen.

Deutschland muss und kann in dieser Sache ein wichtiges Zeichen für Europa und die ganze Welt setzen.

Mit freundlichen und erwartungsvollen Grüßen

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Bundespräsidialamt

Bundespräsident Horst Köhler
Spreeweg 1
10557 Berlin



Symbolische Rückgabe meines Personal-Ausweises an die Bundesrepublik Deutschland



Sehr geehrter Herr Bundespräsident Horst Köhler,

Mit diesem Schreiben gebe ich symbolisch meinen Personal-Ausweis an die Bundesrepublik Deutschland zurück.

Ich schäme mich, in einem Land zu wohnen, in dem immer noch Delfine in Gefangenschaft leben müssen. Sie werden in unserem Land in vier Städten zur Schau gestellt und für kommerzielle Machenschaften ausgebeutet.

Aufgrund der vielen Bedrohungen, welchen die heutigen Populationen der Meeressäuger ausgesetzt sind, sollte ein Land, das sich für den Schutz des marinen Ökosystems und dem Erhalt seiner Arten glaubwürdig einsetzt, keine Kompromisse eingehen und sich dafür aussprechen, diese Delfin-Gefängnisse zu schließen.

Deutschland muss und kann in dieser Sache ein wichtiges Zeichen für Europa und die ganze Welt setzen.

Mit freundlichen und erwartungsvollen Grüßen



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Schreiben Sie bitte an alle Adressen der Bundestags- und Europa-Abgeordneten eine E-Mail und fordern Sie diese auf, dass sie sich für die Schließung aller Delfinarien und Walarien in Deutschland und Europa einsetzen sollen.

Europa muss im „Jahr des Delfins“ Verantwortung übernehmen und mit der Schließung aller Delfinarien ein wichtiges globales Zeichen für den Schutz dieser Meeressäuger setzen.



Ein Delfin klagt an:

Sie haben mich gejagt

Sie verletzten mich

Sie raubten mir meine Familie

Sie sperrten mich ein

Sie nahmen mir die Sonne

Sie quälten mich

Sie nahmen mir meine Kinder

Sie sahen meine Tränen nicht

Sie schlugen mich

Sie sahen meine Angst nicht

Sie lachten mich aus

Sie nahmen mir meine Würde

WARUM das alles?

ICH WOLLTE DOCH NUR LEBEN!

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Freiheit für die Delfine, die in Deutschland in Gefangenschaft gehalten werden!


Nürnberg:


Moby (M), Wildfang

Geboren ca. 1960, Küstengewässer Florida

Am 09.07.1971 an den Zoo Duisburg

Seit 07.08.1971 in Nürnberg

Vater von Nemo, Nando, Noah, Naomi



Anke (F), Wildfang

Geboren ca. 1983, Florida

Am 18.01.1985 nach Gulfport

Am 16.07.1987 nach Münster

Seit 28.12.1990 in Nürnberg



Nynke (F), Wildfang

Geboren ca. 1983, Florida

Am 18.01. 1985 nach Gulfport

Am 16.07.1987 nach Münster

Seit 28.12.1990 in Nürnberg



Eva (F), Wildfang

Geboren ca. 1969, Küstengewässer Ciudad del Carmen, Mexiko

Übernahme von Societe Bilogique des Caraibes, Curacao

Seit 08.01.1982 in Nürnberg

Mutter von Nemo, Nando, Noah, Naomi



Naomi (F), Nachzucht

Geboren am 28.01.1998 in Nürnberg

Eltern Eva/Moby



Jenny (F), Wildfang

Geboren ca. 1987, Kubanische Küste

Im Februar 1990 in die Schweiz, Connyland

Seit 11.03.1991 in Nürnberg



Noah (M), Nachzucht

Geboren am 16.11.1993 in Nürnberg

Eltern Eva/Moby



Sunny (F), Nachzucht

Geboren am 16.05.1999 in Soltau

Seit 11.09.2005 in Nürnberg

Eltern Daisy/Fritz



Soltau:


Fritz

Joker



Münster:


Nemo und Nando (Große Tümmler).


Paco ( Sotalia-Delfin aus Guayana ).



Duisburg:


Ivo (27 Jahre)

Pepina (25 Jahre)

Delphi (14 Jahre)

Daisy (10 Jahre)

(Stand 2006)



alls auch Sie sich dieser Kampagne anschließen möchten, dann mailen Sie bitte an: walfahrt@t-online.de


Auch wir schließen uns der Aktion an und setzen uns dafür ein, dass die Delfinarien geschlossen werden:

1.

2.

3.



Entwicklungen


- Start der Aktion: 24. Mai 2007

- 5. + 6. Juni: zur Vorbereitung von Radio-Interviews wurden mehr als 500 Radio-Sender-Adressen angeschrieben und über die laufende Aktion informiert.

- 10.06.07 - Erfreulich sind die ersten Reaktionen von Personen, die sich fortan ebenfalls für die Schließung der Delfinarien in Deutschland einsetzen werden.

- 11.06.07 - Ein weiteres Delfinbaby ist nur drei Tage nach seiner Geburt in Nürnberg gestorben! Somit starben in nur einem Jahr fünf Delfine in dem Delfinarium Nürnberg!

Presse-Links dazu:

Augsburger Allgemeine

http://www.focus.de/panorama/welt/nuernberg_aid_62995.html

http://www.ftd.de/

- 12.06.07 - weitere Meldungen:

http://www.gruene-bundestag.de/cms/presse/dok/186/186508.htm



PRESSEMITTEILUNG

Wieder ein Delfinbaby gestorben

Grüne hinterfragen Delfinhaltung und Delfinzucht im Nürnberger Tiergarten
Am 10. Juni 2007 ist im Nürnberger Tiergarten - wie bereits häufiger in den letzten Jahren - ein Delfinbaby nach nur wenigen Tagen verstorben.

Dazu die stellvertretende Fraktionsvorsitzende und umweltpolitische Sprecherin Christine Seer: Die grüne Stadtratsfraktion hat die Haltung von Delfinen in Gefangenschaft schon immer höchst kritisch gesehen. Wir halten eine artgerechte Haltung von Delfinen, die mehrere hundert Meter tief tauchen und täglich Hunderte von Kilometern schwimmen, weder im Delfinarium noch in einer künftigen Lagune für möglich.

Die Grünen hinterfragen die Delfinhaltung und Delfinzucht im Nürnberger Tiergarten in einem Antrag an den Umweltausschuss des Stadtrats.

Anlage: Antrag


Mit freundlichen Grüßen

Christine Seer

Stellv. Fraktionsvorsitzende

--------



http://www.pr-inside.com/

http://www.br-online.de/



- 13.06.07 - in einem Bericht in der Süddeutschen Zeitung wird berichtet: "Dramatisch" beschrieb Zoo-Chef Encke die langfristigen Konsequenzen von Zucht-Misserfolgen in europäischen Delphinarien. "Wenn wir das Problem nicht in den Griff bekommen, wird es irgendwann in keinem europäischen Zoo mehr ein Delphinarium geben", sagte er.

Dramatisch wohl für die Zookassen - für viele Tiere sicherlich nicht!

Der vollständige Bericht: http://www.sueddeutsche.de/bayern/artikel/501/118364/



- 14.06.07

ÖDP fordert grundlegenden Kurswechsel im Nürnberger Delfinarium
Sachliche Auseinandersetzung dringend notwendig!


NÜRNBERG / Nach dem Tod des vier Tage alten Delfinbabys fordert die Ökologisch-Demokratische Partei (ÖDP) einen grundlegenden Kurswechsel im Nürnberger Delfinarium.

"Das mindeste, was wir vom gesunden Menschenverstand der Verantwortungsträger erwarten können, ist den geplanten Bau der Lagune zunächst auf Eis zu legen. Wir brauchen jetzt ein Moratorium, um die Würde und den Schutz dieser Tiere wieder in den Mittelpunkt zu stellen. Sonst wird der Tiergarten noch zu einem ständigen Moratorium für Delfine," so Kreisvorsitzender Thomas Schrollinger.

"Auch wenn der von mehreren Wissenschaftlern mittlerweile bezweifelte Erfolg der Delfintherapie für viele wünschenswert wäre dürfen wir diese Tiere nicht für unsere einseitigen Interessen missbrauchen. Die Delfine verlangen wie alle Tiere unseren Respekt als Mitgeschöpfe. Ihnen gebührt Achtung nicht Ausbeutung."
Notwendig sei jetzt vor allem eine sachliche Auseinandersetzung, die auf dem Boden der wissenschaftlichen Erkenntnisse zu ehrlichen und verantwortbaren - wenn nötig auch schmerzlichen Schritten in der weiteren Planung in Sachen Delfinarium führe.

Der Delfin hat ein hochstehendes soziales Verhalten unter den Säugetieren, einen immensen Bewegungs- und Jagddrang, dem kein Bassin von der Größe her gerecht wird. Delfine sind unglaublich lernfähig und brauchen kreative Spielräume, die idealerweise nur im Meer zu finden sind. Der geplante Bau einer Lagune sei daher keine Lösung für die Problematik der Haltung von Delfinen in Gefangenschaft.

„Wenn man bedenkt, dass solche Tiere 60-100 Kilometer am Tag schwimmen und bis zu 500 Meter tief tauchen können, ist selbst die "Lagune" draußen, nicht wirklich eine Alternative. Solche kleinen Tümpel, können die Ozeane nicht ersetzen", so Schrollinger.

Sollte es wider aller Bedenken und Einsichten beim bisherigen Kurs in der Delfinhaltung bleiben, empfiehlt Schrollinger, das Delfinarium zu boykottieren.

Weitere Infos unter www.oedp-nuernberg.de

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Pressemitteilung vom Donnerstag, 14. Juni 2007 - Frank Albrecht


Delphinarium Nürnberg: Eine Statistik des Todes

Wieder werden die unlösbaren Probleme ignoriert, vertuscht und beschönigt

Nürtingen. Tierrechtler Frank Albrecht, der schon mit seiner Kritik an der Handaufzucht von Knut auf unlösbare Zoo-Probleme hinwies, verdeutlicht anhand des Delfinsterbens im Tiergarten Nürnberg erneut das Dilemma von Gefangenschaftshaltungen.

Albrecht hat die gesamte Delfinhaltung (1977- 2007) genauer betrachtet und dabei festgestellt, dass trotz des Baues eines neuen Delphinariums (1988) die meisten Delfinzugänge und -geburten im Nürnberger Tiergarten, bis heute, eine tödliche Zukunft hatten.

Bis heute wurden/werden im TG Nürnberg 47 Delfinindividuen in einem unnatürlichen Lebensraum gefangen gehalten. Davon waren es 24 Zugänge (ursprünglich alle Wildfänge!!!) und 23 Geburten (geboren Zoo Nürnberg). Von den 24 Zugängen sind 15 Zugänge frühzeitig* verstorben. Von den bisherigen 23 Geburten haben 19 Babys nicht überlebt. 14 Delfinbabys sind nicht älter als 30 Tage geworden.

"Das Nürnberger Delphinarium ist seit seiner Eröffnung ganz klar eine Todeslagune. Diese erschreckende Todesstatistik müsste jetzt eigentlich jeden davon überzeugen, dass die Gefangenschaft von Delfinen alles andere als natürlich und artgerecht ist", so der Zookritiker. "Trotz des Baues angeblicher neuerer und modernerer Anlagen, lässt sich das Dilemma nicht mehr von Jahr zu Jahr weiter schönreden. Die Delfinzucht ist ganz klar eine tödliche Sackgasse. Aufgrund der Todeszahlen auch ganz sicher eine Tierquälerei. Wer jetzt wieder auf eine neue 'Delfin-Lagune' seine Hoffnung setzt, ist ganz klar ein Ignorant."

Die angeblich hohe Lebenserwartung (von 22 Jahren) von Delfinen in Nürnberg und 5 Delfingeburten, die von seitens des Zoo nach dem Tod des Delfinbabys als Pro-Argumente herhalten müssen, hält Albrecht, angesichts der Todesfakten, mehr als beschönigend und vertuschend. Mit dieser Taktik versuche der Zoo, so der Tierrechtler, von der tödlichen Realität abzulenken und die erschreckenden Fakten zu vertuschen.

?Wer jetzt noch weiter für das Millionengrab ?Delfin-Lagune 2010? plädiert, schaufelt ganz sicher die nächsten Gräber für weitere tote Delfine?, so der Zookritiker abschließend. ?Besucher des Tiergartens Nürnberg bezahlen mit ihrem Eintrittsgeld eindeutig die nächsten Trauerreden, die aber von Heuchelei und Doppelmoral nur so strotzen. Die Gefangenschaftshaltung von Delfinen müsse schnellstmöglich auslaufen.?

"Eine Ethik, die nur mit unserem Verhältnis zu anderen Menschen zu tun hat, ist unvollständig"

Dr. Albert Schweizer

Nichtmenschliche Tiere, hier so genannte ?Zoo-Tiere?, haben, wie wir Menschen auch, ein Interesse daran zu leben. Frei und selbst bestimmend. Daher haben sie, wie wir auch, dass Recht auf Leben. In Freiheit und Selbstbestimmung.


Frank Albrecht

(Tierrechtler/ Fachgebiete Zoo and Circus)

Anhang

Auswertung Delfinhaltung TG Nürnberg von 1977-2004

TG Nürnberg hatte bis heute 47 Delfinindividuen (24 Zugänge, 23 Geburten)

Davon sind

15 Zugänge frühzeitig* verstorben

19 Geburten frühzeitig verstorben

von den 24 Zugängen (alle ursprünglich Wildfänge!!!):

9 Delfine leben noch heute (2007)

3 Delfine starben 1 Jahr nach Abgabe an Nürnberg

4 Delfine starben 2 Jahre nach Abgabe an Nürnberg

3 Delfine starben 5 Jahre nach Abgabe an Nürnberg

2 Delfine starben 7 Jahre nach Abgabe an Nürnberg

1 Delfin starb 8 Jahre nach Abgabe an Nürnberg

1 Delfin starb 10 Jahre nach Abgabe an Nürnberg

1 Delfin starb 13 Jahre nach Abgabe an Nürnberg

1 Delfin wurde wieder lebend an einen andere Einrichtung abgegeben


von 23 Geburten:

19 gestorben

4 überlebt

8 Delfine nicht älter als 1 Tag

3 Delfin nicht älter als 8 Tage

1 Delfin nicht älter als 16 Tage

2 Delfin nicht älter als 1 Monat

1 Delfin nicht älter als 6 Jahre

4 Delfine Todesdatum unbekannt

2 geborene Delfine leben noch in Nürnberg (NOAH; NAOMI)

2 geborenen Delfine wurden abgegeben (NEMO; NANDO)


* ausgehend vom Höchstalter (25 - 50 Jahre) von Delfinen in Freiheit ...



- 15.06.07 - Lagune in Nürnberg soll viel teurer werden:

http://www.nn-online.de/artikel.asp?art=657675&kat=10



- 18.06.07 - Vorbereitungen für den Barfuß-Protestmarsch Radolfzell (Bodensee) nach Nürnberg laufen auf Hochtouren...



- 18.06.07 - Presse-Bericht zum Nürnberger Delfinarium

http://www.sueddeutsche.de/bayern/artikel/268/119125/



- 19.06.07 Medienarbeit hat begonnen

Infostand vor dem Nürnberger Tiergarten - "Die Delfinbefreier" und ein TV-Team:



- Die Medien zeigen großes Interesse an unserer Aktion. Bei mehreren Radio-Sendern wurden bereits bundesweit Interviews durchgeführt.

- auch zum Tod des drei Tage alten Delfinbabys war unsere Meinung gefragt:

Kerstin Flagge, Michael Scharf und weitere Aktivisiten bei: "quer" auf Bayern 3 am 14.06.2007: http://www.youtube.com/watch?v=Jesq4WDteVU


- Zur Vorbereitung von weiteren Interviews wurde der Presse-Text an mehr als 4000 Print-Medien-Adressen im deutschsprachigen Raum (D, Ö, CH, Nord-Italien, Luxemburg und Lichtenstein) versendet.



Auch die Print-Medien zeigen großes Interesse an unserer Aktion !

Erster Online-Bericht:

http://www.hochrhein-zeitung.de/

- weitere Online-Berichte:

http://www.donaukurier.de/

http://www.fr-online.de/


Aufgrund von vielen durchgeführten Interviews werden sicher noch viele Publikationen erfolgen.



Richard O'Barry - TV-Trainer von Flipper in Deutschland


- Schließung der deutschen Show-Delfinarien gefordert

Fachgespräch zum Thema "Delfintherapie" durch BÜNDNIS90/DIE GRÜNEN

Auf Einladung des deutschen Wal- und Delfinschützers Jürgen Ortmüller aus Hagen/Westf. wird sich Richard O'Barry aus Florida in der Zeit vom 27.06. – 29.06.2007 in Deutschland aufhalten, um auf die Problematik der Delfinarien und der Delfintherapie aufmerksam zu machen. Richard O'Barry war in den 60er Jahren Trainer der Delfine für die weltweit bekannte TV-Serie "Flipper". Seit 1970 ist er Delfinschützer, nachdem „Flipper“ in seinen Armen gestorben war. O'Barry ist heute als Meeressäugetier-Spezialist für das amerikanische "Earth Island Institute (EII)" tätig.

Am Mittwoch, den 27. Juni 2007 stehen Richard O'Barry und Jürgen Ortmüller in Berlin für Pressetermine zur Verfügung (Kontakt: 0172/876 2002).

Am Donnerstag, den 28. Juni 2007, 10:00 Uhr bis 13:30 Uhr, wird O'Barry in Berlin an einer Fachtagung der Bundestagsfraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN zum Thema Delfintherapie teilnehmen (Paul-Löbe-Haus, Raum E 800). Das Fachgespräch ist eine Initiative von Frau Undine Kurth, MdB, parlamentarische Geschäftsführerin und natur- und tierschutzpolitische Sprecherin der Grünen in Zusammenarbeit mit Jürgen Ortmüller (hauptberuflich Steuerberater/Steuerstrafverteidiger). Richard O'Barry wird den Einführungsvortrag "Delfine in Gefangenschaft" halten (s. Ablaufplan und Anmeldung).

Dr. Karsten Brensing von WDCS (Whale&Dolphin Conservation Society), der im Anschluss referieren wird, hält das Forschungsergebnis für "bedenklich".

Frau Kaminski, Bundesvorsitzende des Vereins "autismus Deutschland e.V.", berichtet anschließend über ihre Erfahrungen mit der Delfintherapie.

Im Anschluss an die abschließende Debatte ab 12:00 Uhr ist ab 14:00 Uhr eine Pressekonferenz vorgesehen.



Presse-Info:

Trotz des von der UNO für 2007 ausgerufenen "Jahr des Delfins" werden in Taiji/Japan jährlich ca. 20.000 der intelligenten Meeressäuger getötet. Einige der Tiere werden aussortiert und für Beträge bis zu 100.000 Dollar an Delfinarien weltweit verkauft. "Die millionenschwere Delfin-Industrie unterstützt die Treibjagd, indem sie die Fischer für ihr grausames Verhalten entlohnt", so O'Barry. "Ich weiß, dass die Delfinverkäufer in Taiji auch versucht haben, gefangene Tiere nach Deutschland zu verkaufen."

Den Delfinarien und der Delfintherapie in Deutschland erteilt O'Barry eine klare Absage: "Den intelligenten Meeressäugern ist es eine Qual, auf so engem Raum als Belustigungsobjekt zu dienen. Die Sterberaten und Totgeburten in den Delfinarien bezeugen die mangelnden Überlebenschancen der Tiere in Gefangenschaft. Die Betreiber der Delfinarien sollten zur Vernunft kommen und diese intelligenten Freunde der Menschen mit ihrer Geldgier nicht weiter quälen. Ein weiterer Zukauf von Delfinen und eine weitere Zucht der Delfine sollten unterbleiben. Erfolge sog. Delfintherapie sind wissenschaftlich nicht bewiesen, sehr teuer für die Eltern der betroffenen Kinder und durchaus auch gefährlich durch den Umgang mit den nicht domestizierten Wildtieren."

In Deutschland sind von ursprünglich neun Delfinarien nur noch vier geöffnet: Zoo Duisburg, Allwetterzoo Münster, Tiergarten Nürnberg und Heide-Park Soltau; alle anderen mussten aufgrund mangelnder Zuchterfolge und zahlreicher Todesfälle schließen. Hansa-Park-Geschäftsführer Christoph Andreas Leicht bei der Schließung des Show-Delfinariums in Sierksdorf/Lübeck im Jahr 1992: "Heute wissen wir, dass Delfine zu den Tieren gehören, die weniger gut als Zootiere geeignet sind."

Am Sonntag, den 10. Juni 2007, verstarb nach nur vier Tagen in Nürnberg wieder ein Delfinbaby augrund mangelnder Nahrungsaufnahme. Das war bereits das sechste tote Delfinbaby innerhalb der letzten drei Jahre. Damit verstarben dort seit 1973 frühzeitig bereits 32 Delfine. Weiterer Delfinnachwuchs wird in nächster Zeit erwartet.

Für den 17 Millionen teuren Ausbau der Delfin-Lagune sind jedoch in Nürnberg zwingend Delfinzugänge erforderlich. Lt. Angaben des Nürnberger Tierdirektors Dag Encke seien "keine Importe aus freier Wildbahn vorgesehen". Allerdings würden Transfers und Tauschs innerhalb des Europäischen Zuchtprogramms (EEP) angestrebt. "Dabei ist jeder zweite Transfer ein Wildfang, alle EEPs funktionieren so", so Encke.

Der Delfinschützer Ortmüller dazu: "Einerseits wird von Dr. Encke vorgetäuscht, dass in Nürnberg keine Wildfänge vorgesehen sind und andererseits stammt jeder zweite Transfer aus einem Wildfang." O'Barry zu dem zusätzlich erwarteten Delfin-Nachwuchs: "Auch das nächste Delfin-Baby in Nürnberg wird sterben. Delfine können nicht domestiziert werden."

Die Bundesregierung selbst sieht keine Probleme in den Delfinarien. "Eine Schließung von Delfinarien aus arten- und tierschutzrechtlichen Überlegungen ist nicht vorgesehen", lautet die Antwort der Regierung.

Ortmüller: "Pro Jahr kassieren die Delfinarien bei ca. 350.000 Besuchern jeweils mehr als 1 Million Euro Eintrittgelder und fördern durch Delfin-Zukäufe die Wildfänge, die meist auf Umwegen nach Deutschland gelangen. Delfintherapie ist dabei ein millionenschweres Zusatzgeschäft auf Kosten der intelligenten und sozialverträglichen Meeressäuger."

©Journal Society GmbH, Presseagentur/Mediengesellschaft, Amtsgericht Hagen HR-B Nr.:4037, Möllerstr. 19, 58119 Hagen,Tel.: 02334/9190-12, Fax: 02334/9190-19

Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/story.htx?firmaid=43450


- 24.06.07 - Pressetermine mit TV-Trainer von "Flipper"

http://www.prcenter.de/Pressetermine-mit-TV-Trainer-von-Flipper-.3209.html



- 25.06.07 - Erneut ist ein Delfinbaby ums Leben gekommen.
Das Kalb starb schon eine Stunde nach seiner Geburt. Hier handelt es sich um den zweiten Todesfall in wenigen Tagen.



- 27.06.07 - erneuter Todesfall im Nürnberger Delfinarium!

http://www.tagesspiegel.de/weltspiegel/Delfinbaby;art1117,2329104


Andreas Morlok: "Wann werden die Verantwortlichen in Nürnberg endlich einsehen, dass Delfine ins Meer gehören und sie nicht zur kommerziellen Ausbeutung geeignet sind?

Das Zuchtprogramm und die teure Delfintherapie, welche von keiner Kranken-Kasse bezahlt wird, sind eine Farce. Kranke Kinder und deren Eltern werden hier lediglich für eine Werbekampagne missbraucht, um die drohende Schließung dieser Einrichtung abzuwenden. Für mich sind die Delfinariums-Betreiber keine Wohltäter und Experten, sondern gewissenlose Ausbeuter wehrloser Tiere. Warum der Ausbau des Delfinariums geplant wird, ist nicht nachvollziehbar. Ein etwas größerer Delfinknast wird die Bedingungen für die Meeressäuger (sie heißen nicht umsonst so) nicht entscheidend verbessern. Nur die Schließung der Anlage zeugt von einem verantwortungsvollen Umgang mit den Tieren und der Natur!"



Ex-Flipper-Trainer: "Nürnberger Zoo ist ein Todestrakt"

http://www.ad-hoc-news.de/



Tierdrama wird zum Politikum!

http://www.mainpost.de/mainfranken/aufmacher/art16510,4030298



Gefangenschaft tötet!

http://www.ad-hoc-news.de/



Pressemitteilung der WDCS:

http://www.wdcs-de.org/



- 28.06.07 - weitere Meldungen:

http://www.hnp-online.de/



Pressemitteilung der ödp-Nürnberg vom 27.06.2007:


Geht Nürnberg über Delfin-Leichen?
ÖDP: "Voreilige Option für die Lagune entbehrt jeglicher Sachlichkeit!"


Wirtschaftliche Interessen im Tarnkleid des Tierschutzes

NÜRNBERG / Nach dem Tod des achten jungen Delfins in Nürnberg innerhalb von neun Jahren zeigt sich der Kreisvorsitzende der Ökologisch-Demokratische Partei (ÖDP) in Nürnberg, Thomas Schrollinger, empört über die Reaktion der Verantwortlichen:
“Welchen Wert haben alle nun in Auftrag gegebenen Untersuchungen und Analysen, wenn die Konsequenz schon vorweg genommen wird? Der Bau der Lagune ist nicht mehr als ein Wintergarten für eine Gefängniszelle! Wenn Tiergartendirektor Dag Encke und Bürgermeister Horst Förther nun voreilig die Option für dieses Bauvorhaben treffen, entbehrt dies jeglicher Sachlichkeit. Würde es hier um den Schutz der Tiere ginge, müsste zumindest die Analyse der gehäuften Todesfälle abgewartet werden. Förther gibt sich hier wie Don Quijote im offensichtlich aussichtslosen Kampf gegen die Natur der Meeres-Säuger. Das krampfhafte Festhalten am Bau der Lagune von `Sancho Panza´ Encke entpuppt sich mehr und mehr als Verfolgen von wirtschaftlichen Interessen im Tarnkleid des Tierschutzes.“
Der geplante Bau einer Lagune sei keine Lösung für die Problematik der Haltung von Delfinen in Gefangenschaft. „Wenn man bedenkt, dass solche Tiere 60-100 Kilometer am Tag schwimmen und bis zu 500 Meter tief tauchen können, ist selbst die Lagune draußen, nicht wirklich eine Alternative. Solche kleinen Tümpel, können die Ozeane nicht ersetzen,“ so Schrollinger.

Das mindeste, was von einem gesunden Menschenverstand der Verantwortungsträger zu erwarten wäre, sei, den geplanten Bau der Lagune zunächst auf Eis zu legen. „Wir brauchen jetzt ein Moratorium, um die Würde und den Schutz dieser Tiere wieder in den Mittelpunkt zu stellen. Sonst wird der Tiergarten noch zu einem ständigen Mortuarium für Delfine,“ so Kreisvorsitzender Thomas Schrollinger.

„Auch wenn der von mehreren Wissenschaftlern mittlerweile bezweifelte Erfolg der Delfintherapie für viele wünschenswert wäre dürfen wir diese Tiere nicht für unsere einseitigen Interessen missbrauchen. Die Delfine verlangen wie alle Tiere unseren Respekt als Mitgeschöpfe. Ihnen gebührt Achtung nicht Ausbeutung.“
Notwendig sei jetzt vor allem eine sachliche Auseinandersetzung, die auf dem Boden der wissenschaftlichen Erkenntnisse zu ehrlichen und verantwortbaren – wenn nötig auch schmerzlichen Schritten in der weiteren Planung in Sachen Delfinarium führe.

Der geplante Bau einer Lagune sei daher keine Lösung für die Problematik der Haltung von Delfinen in Gefangenschaft.

Weitere Infos unter www.oedp-nuernberg.de



- 28.06.07 - Pressemitteilung von PRO WILDLIFE e.V.


Schließt das Nürnberger Delfinarium!
Schlechte Haltungsbedingungen, 33 tote Delfine, viel Kommerz und widersprüchliche Erklärungsversuche

München, den 28. Juni 2007: Angesichts der Todesserie in Nürnberg fordern Tierschützer eine Schließung des Delfinariums und beschuldigen die Zooleitung der Irreführung der Öffentlichkeit. Die Bilanz des Nürnberger Delfinariums ist verheerend: "33 tote Tümmler - das letzte Tier vor zwei Tagen - und noch immer keine Einsicht", kritisiert Dr. Sandra Altherr von PRO WILDLIFE. "Der Bevölkerung wird vorgegaukelt, dies sei völlig normal bei erstgebärenden Delfinen. Das ist zynisch und absurd!" In Nürnberg starben allein seit Mai 2006 fünf Jungtiere kurz nach der Geburt,. PRO WILDLIFE verweist darauf, dass wildlebende Kälber eine Überlebensrate von 76-80% haben, selbst in Gruppen mit vielen erstgebärenden Delfinen. "Der Tiergarten Nürnberg muss seine Delfinhaltung beenden!", so das Fazit.

Die Zooleitung verstrickt sich bei ihren hilflosen und zynischen Erklärungsversuchen in Widersprüche. Die Tiergartenleitung äußerte u.a.:

"Erstgebärende sind erfahrungsgemäß nicht in der Lage, ihr Kalb auf Anhieb zu versorgen" (Presseinfo vom 26.06.07). Fakt ist: Dies mag die traurige Erfahrung des Tiergartens Nürnberg sein. Einen Totalverlust der ersten Generation würde sich die Natur dagegen nie leisten: Bei frei lebenden Delfinen überleben laut wissenschaftlichen Studien 76 bis 80% der Kälber im ersten Jahr - und dies auch in Gruppen (sog. Schulen) mit vielen Erstgebärenden Weibchen. "In der Natur haben die jungen Weibchen die Chance, Geburt und Versorgung des Neugeborenen von anderen Tieren zu lernen - im Delfinarium dagegen werden die Tiere separiert. Den Preis zahlen die Jungtiere", betont die Biologin Altherr.

Bereits vor dem letzten Todesfall erklärte der Zoo: "Die Geburt von Jenny wird mit eingeschränkter Hoffnung erwartet" (Presseinfo vom 13.06.07). Ein weiterer Todesfall war also bereits eiskalt einkalkuliert. Danach kommentierte man zynisch: "Der Tod des Kalbes kam nicht unerwartet" (Presseinfo vom 26.06.07). "Nürnbergs Delfinarium demonstriert hier das Motto: Augen zu und durch - bis es irgendwann mal klappt. Das ist lebensverachtend", so die PRO WILDLIFE Sprecherin.

"Wir sind davon überzeugt, dass die Lebensbedingungen für unsere acht Delfine verbessert werden müssen" (Presseinfo vom 26.06.07). Frühere Kritik von Tierschützern an der Qualität der Haltungsbedingungen wurde von der Nürnberger Delfinariumsleitung immer zurückgewiesen. "Nun aber nutzt man genau dieses Argument selbst - allerdings nicht aus Einsicht, sondern weil man sich von dem Neubau der Lagune einen Geldregen verspricht", moniert die PRO WILDLIFE-Sprecherin. Schließlich erwartet der Tiergarten nicht nur einen deutlichen Anstieg der Besucherzahlen, sondern will auch kommerzielle Delfintherapien anbieten. "Eine Delfintherapie kann mehrere tausend Euro bringen - da geht Kommerz natürlich vor Tierschutz!"

PRO WILDLIFE fordert die Stadt Nürnberg auf, die Notbremse zu ziehen und den geplanten Neubau der Delfinlagune zu verhindern. In England wurden alle Delfinarien geschlossen, die Schweiz folgt diesem Trend derzeit, Kroatien erteilte im Mai 2007 dem Neubau eines Delfinariums eine Absage. "Nur in Deutschland hat man noch immer nicht begriffen, dass diese Form der Tierhaltung nicht länger vertretbar ist. Die extrem hohen Sterberaten belegen, dass Delfine in Gefangenschaft nicht artgerecht gehalten werden können", so Altherr. Große Tümmler legen in der Natur täglich bis zu 100 km zurück, erreichen Spitzengeschwindigkeiten bis 55 km/h, tauchen ohne Probleme bis zu 500 Meter tief und leben in komplexen Familienverbänden. All dies ist ihnen in Gefangenschaft nicht möglich.

Pro Wildlife e.V. Graefelfinger Str. 65 D - 81375 Muenchen
email: mail@prowildliefe.de Internet: www.prowildlife.de - phone: +49 (0)89 81299-507 fax: +49 (0)89 81299-706





- Gesellschaft zur Rettung der Delphine (GRD) zum Nürnberger Delfinarium:

http://www.delphinschutz.org/wissen/delfinarien/nynke.htm#Delfin-Massengrab_Nürnberg



- weiterer Bericht mit Radio-Interview von Karsten Brensing/WDCS:

http://www.br-online.de/umwelt-gesundheit/artikel/0706/12-tote-delfine/index.xml



Dazu auch:

http://www.nn-online.de/artikel.asp?art=663084&kat=10





- 29.06.07 - PRESSEMITTEILUNG der Bundestagsfraktion Bündnis 90/DIE GRÜNEN

NR. 0760
Datum: 29. Juni 2007

Alternativen zur Delfintherapie fördern

Zu den Ergebnissen des gestrigen Fachgespräches "Delfintherapie in
Deutschland" erklärt Undine Kurth, parlamentarische Geschäftsführerin und natur- und
tierschutzpolitische Sprecherin:

Der Neubau eines Delfinariums auf Rügen und der Erweiterungsbau des
Delfinariums in Nürnberg bilden den Hintergrund für die aktuelle Diskussion zur
Delfintherapie. Das große Interesse an diesem Fachgespräch hat uns
bestätigt, dass wir ein wichtiges Thema zur richtigen Zeit aufgegriffen haben.

Die Delfintherapie gerät zunehmend in die Kritik, da die dafür eingesetzten
Delfine in den Delfinarien nicht artgerecht gehalten werden können und
besonders leiden. Zudem müssen immer wieder Tiere dieser streng geschützten Art aus
der Natur "nachgeliefert" werden, um den Bestand der Delfinarien zu sichern, da
Nachzuchten in Gefangenschaft so gut wie nie gelingen. Diese Wildfänge
wiederum bedrohen den Bestand der Delfine ernsthaft.
Das Fachgespräch sollte helfen herauszufinden, ob Delfintherapien im
Vergleich zu anderen Tiertherapien zu wesentlich besseren Erfolgen führen; ob es
Therapieerfolge gibt, die nur durch Delfintherapien erreicht werden können -
oder ob andere, kostengünstigere und artenschutzrechtlich unproblematischere
Tiertherapien ebenso erfolgreich seien können.
Der Kreis der eingeladenen Fachleute reichte von der Vorsitzenden des
Vereins "autismus e.V." über Vertreterinnen und Vertreter von Tier- und
Artenschutzorganisationen bis hin zu Befürworter der Delfintherapie.

Wir betrachten es als großen Fortschritt, dass sich alle anwesenden
Fachleute eindeutig gegen die Haltung dieser großen, intelligenten Meeressäuger in
Delfinarien ausgesprochen haben, die nicht einmal entfernt ihren natürlichen
Lebensraum nachbilden können. Auch Befürworterinnen der Delfintherapien
haben betont, dass diese Therapie nur dort durchgeführt werden kann, wo die Tiere
freien Zugang zum Meer haben.

Für uns ergeben sich aus diesem Fachgespräch folgende drei Forderungen:

- Bund und Länder müssen Alternativen zur Delfintherapie fördern und die
Forschung hierzu unterstützen.
- Die Einfuhr von Delfinen für kommerzielle Zwecke muss solange gestoppt und
der Neu- und Ausbau von Delfinarien untersagt werden bis erwiesen ist, dass
keine andere Tiertherapie die Delfintherapie ersetzen kann.
- Die Haltungsbedingungen für die in deutschen Delfinarien verbleibenden
Delfine, die nicht wieder ausgewildert werden können, müssen verbessert
werden - was nicht ein Ausbau von Delfinarien bedeutet, da auch durch Umsetzen der
Tiere in bessere Haltungsbedingungen Abhilfe geschaffen werden kann.



(c) Bundestagsfraktion Bündnis 90/DIE GRÜNEN

Pressestelle
11011 Berlin

T: 030 / 227 - 5 72 12
F: 030 / 227 - 5 69 62
http://www.gruene-bundestag.de
eMail: presse@gruene-bundestag.de



- 01.07.07 - Weitere Meldungen zum Besuch vom ehemaligen Flipper-Trainer Richard O`Barry in Nürnberg.

http://www.shortnews.de/start.cfm?id=672893

http://www.zeitung.org/zeitung/1034158-100,1,0.html

http://www.nn-online.de/artikel.asp?art=664180&kat=10

http://www.nz-online.de/artikel.asp?art=664606&kat=11

http://www.bayerische-rundschau.de/




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