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26.01.2009

Artenschutz kennt keine Grenzen

Artenschutz kennt keine Grenzen
Der NABU ist aktiv für Artenvielfalt



um erfolgreichen Schutz der Natur gehört auch das Aushandeln von internationalen Verträgen, Durchsetzen von rechtlichen Bestimmungen oder das Management von Schutzgebieten. Der NABU engagiert sich nicht nur in Deutschland für den Tier- und Artenschutz, sondern setzt sich beispielsweise auch gegen Wilderei und den Handel mit Wildtieren im Ausland ein.

Kleine Hufeisennase "sticht" Saiga-Antilope
NABU startet interaktives Kartenspiel zu bedrohten Arten


Der NABU lädt ab sofort zusammen mit Volkswagen zu einer Partie "ArtenTrumpf" im Internet ein. Dabei geht es allerdings nicht um Autos oder Flugzeuge, sondern um gefährdete Tierarten wie den Luchs, den Rotmilan oder den Apollo-Falter. Auch exotische Tiere wie der Affenadler oder das Moschusböckchen sind vertreten. Statt PS und Geschwindigkeit zählen beim "ArtenTrumpf" die Stärken und Schwächen der Tiere wie Aktionsradius, Gefährdungsgrad, Babyfaktor und Spezialisierungsgrad.



Hier geht es weiter zum Online-Spiel "ArtenTrumpf"!
http://www.aktiv-fuer-artenvielfalt.de/

Je höher die jeweilige Punktzahl, desto größer ist die Chance, den Partner Computer beim interaktiven Kartenspiel zu schlagen. Wer zum Beispiel die Karte mit der Fledermausart "Kleine Hufeisennase" erwischt, hat einen echten Trumpf auf der Hand und kann vor allem bei Gefährdung und Spezialisierung einige andere Arten stechen. Die Teilnehmer bekommen auf spielerische Art und Weise wichtige Informationen zu den einzelnen Tieren und zu aktuellen Naturschutz-Projekten des NABU vermittelt. Sie erfahren unter anderem, dass der NABU zusammen mit seinem Partner Birdlife International Regenwaldflächen kauft oder Wildhüter zum Schutz des Schneeleoparden in Kirgisien einsetzt.

Je höher die jeweilige Punktzahl, desto größer ist die Chance, den Partner Computer beim interaktiven Kartenspiel zu schlagen. Wer zum Beispiel die Karte mit der Fledermausart "Kleine Hufeisennase" erwischt, hat einen echten Trumpf auf der Hand und kann vor allem bei Gefährdung und Spezialisierung einige andere Arten stechen. Die Teilnehmer bekommen auf spielerische Art und Weise wichtige Informationen zu den einzelnen Tieren und zu aktuellen Naturschutz-Projekten des NABU vermittelt. Sie erfahren unter anderem, dass der NABU zusammen mit seinem Partner Birdlife International Regenwaldflächen kauft oder Wildhüter zum Schutz des Schneeleoparden in Kirgisien einsetzt.


Am Ende erhält jeder Spieler eine Beurteilung seiner Artenkenntnis und er hat auch noch die Chance, etwas zu gewinnen: neben dem "ArtenTrumpf"-Kartenspiel für unterwegs verlost der NABU exklusiv kultverdächtige T-Shirts mit Aufdrucken wie "Goldrückenrüsselhündchen" oder "Schönsteissducker" und dem Zusatz "vom Aussterben bedroht".

Damit Artenvielfalt weiterhin "Trumpf" bleibt, müssen nicht nur die 5000 Teilnehmer der bevorstehenden UN-Naturschutzkonferenz in Bonn aktiv werden. Jeder einzelne kann mithelfen, in dem er bei Naturschutzprojekten selbst mit anpackt oder die Arbeit des NABU mit einer Spende unterstützt.



Rückfragen telefonisch unter 030-284984-1541.

Weitere Informationen:

www.aktiv-fuer-artenvielfalt.de
Informationen rund um die UN-Konferenz zur biologischen Vielfalt
http://www.nabu.de/m06/m06_13/


Worum gehts?
Hintergrund


Das Washingtoner Artenschutzabkommen CITES (Convention on International Trade in Endangered Species of Wild Fauna and Flora) reguliert seit 1975 den internationalen Handel mit wilden Tier- und Pflanzenarten. Das Abkommen kennt drei Schutzkategorien - die sogenannten Anhänge.



Auch über den Schutz von Schneeleoparden wird diskutiert.

Anhang I
Hier sind derzeit rund 800 Arten gelistet, die akut vom Aussterben bedroht sind. Jeder kommerzielle Handel mit diesen Arten ist verboten. Dazu gehört beispielsweis auch der Schneeleopard.

Anhang II
Hier sind rund 29.000 Arten gelistet, die mittelfristig vom Aussterben bedroht sind.

Anhang III
In diesem Anhang stehen 200 Arten, bei denen der Handel in einzelnen Staaten lokal reguliert ist.

Die 12. Vertragstaatenkonferenz
Bei der 12. Vertragstaatenkonferenz in Santiago de Chile sollen mehr als 2.500 Vertreter aus 160 Ländern zusammenkommen. Bis zum 15. November wollen sie über Änderungen über den Handel und damit den Schutz von Walen (Fleisch), Elefanten (Elfenbein) oder Mahagoni (Holz) entscheiden. Insgesamt soll über den Schutz von 8.000 Tier- und 40.000 Pflanzenarten beraten werden. Dabei müsste über noch viel mehr Arten debattiert werden, denn wie neueste Studien belegen ist jede zweite Pflanze vom Aussterben bedroht, so die US-amerikanischen Botaniker Nigel Pitman und Peter Jorgensen in der renommierten Wissenschaftszeitschrift Science. Die Internationale Union zur Naturbewahrung (IUCN) etwa ging bisher von jeder achten aus.

Fest steht: Pflanzen und Tiere sterben heute in einem Tempo aus wie die Dinosaurier vor 65 Millionen Jahren. Mehr als 11.000 Arten füllen die Rote Liste, die Anfang Oktober von der IUCN aktualisiert wurde. 121 sind allein in den letzten zwei Jahren neu hinzugekommen.

Der Motor des Artensterbens heißt Mensch. So will Australien zum ersten Mal eine kommerziell genutzte Fischart mit einem Handelsverbot belegen - den Schwarzen Seehecht. Die Delegierten werden auf dieser Konferenz auch um die Wale streiten. Japan hat angekündigt, das Handelsverbot für Zwerg- und Brydewale kippen zu wollen. Nicht nur Japan, sondern auch Norwegen jagt die Meeressäuger unter dem Deckmantel der Wissenschaft. Nun hat auch Island bekannt gegeben, in der kommenden Saison Wale zu wissenschaftlichen Zwecken zu töten. Der Schutz der Wale darf auf keinen Fall gelockert werden, rief Bundesumweltminister Jürgen Trittin die Länder auf.

Immerwährender Konflikt ist auch der Schutz der Elefanten. Sie werden in vielen Ländern wegen ihres Elfenbeins gejagt. Eine Allianz afrikanischer Länder gibt nicht auf: Botswana, Namibia, Sambia, Simbabwe, Südafrika fordern Vermarktungsquoten für die Stoßzähne. In diesen Staaten sind Elefanten nicht so stark gefährdet und dürfen legal erlegt werden. Der Handel mit dem weißen Gold - ein Kilo bringt in Asien rund 500 Euro Ö ist seit 1990 weltweit verboten.

Mehr Infos zur Konferenz finden Sie unter www.cites.org
http://www.cites.org/


Fieberthermometer des Naturschutzes
Infos über die Roten Listen


Knoblauchkröte Knoblauchkröte

Rote Listen sind Verzeichnisse der gefährdeten, verschollen und ausgestorbenen Tier- und Pflanzenarten, Artengesellschaften, Biotoptypen oder Landschaften. Sie beziehen sich immer auf einen bestimmten Bereich, beispielsweise ein Bundesland oder auf Gesamtdeutschland. Rote Listen sind wichtige Instrumente des Naturschutzes, da sie als Information für die Öffentlichkeit und Behörden dienen. Sie sind eine bedeutende Entscheidungshilfe und sozusagen "Fieberthermometer" des Naturschutzes.

Vorläufer der heutigen Rote Liste gab es schon in den 60er Jahren. Die erste Rote Liste der Brutvögel Deutschlands wurde 1971 von der Deutschen Sektion des Internationalen Rates für Vogelschutz - heute BirdLife International mit dem NABU als deutscher Partner - veröffentlicht, die erste gesamte "Rote Liste der gefährdeten Tiere und Pflanzen in der Bundesrepublik Deutschland" 1977 von der damaligen BFANL, der Vorläuferorganisation des Bundesamtes für Naturschutz (BfN). Seit dem werden von diesen Experten die Roten Listen erarbeitet und herausgegeben.

Rote Listen bestellen oder herunterladen:
Bezug der bundesweiten Roten Listen beim Bundesamt für Naturschutz (BfN), Konstantinstraße 110, 53179 Bonn, Tel. 0228-8491-0. (Online-Fassung mit PDF-Dateien zum Download)

Rote Listen im NABU-Linkkatalog
http://www.bfn.de/0321_rote_liste.html
http://www.nabu.de/modules/linkkatalog/index.php?kategorie1=Natur+%26+Tiere&kategorie2=Artenschutz&kategorie3=Rote+Listen

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