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26.01.2009

Aussetzen von Jagdwild:

Aussetzen von Jagdwild:

Damit der deutsche Jäger auch garantiert zum Schuß kommt und nicht unverrichteter Dinge nach Hause zurückkehren muß, wird nachgeholfen. Wildtiere, wie Fasane und Rebhühner, werden in Zuchtbetrieben "hergestellt", um sie dann zu den entsprechenden Jagdzeiten vor die Flinten der Jäger zu treiben. Dabei kommt es vor, daß die ausgesetzten Tiere nicht etwa vor den bewaffneten Jägern fliehen, sondern im Gegenteil, durch ihre Aufzucht an Menschenhand gewöhnt, nichtsahnend auf diese zulaufen. "Eisenbahnwaggons voller Feldhasen überqueren bei Passau unsere Landesgrenze. Entenfarmen und Großbrütereien liefern alljährlich Nachschub fürs Revier. Rund 15.000 Rebhühner verschickt jährlich allein ein deutscher Zuchtbetrieb nach Süddeutschland", Wolfgang Scherzinger, Der Truthahn als Kanonenfutter - Wildersatz und Ersatzwild für den Selbstbetrug der Jäger. In: Nationalpark, Nr. 51, 2/1986.

"Der Wunsch nach mehr Fasanen zum Schießen wird über Fasanerien befriedigt. Die Vögel werden ausgelassen, um dann geschossen zu werden, von Menschen, die sich nicht mehr daran erinnern, daß der Erlebniswert der Beute im direkten Verhältnis zu ihrer Ursprünglichkeit steht. Die seit Generationen in diesen Fasanerien produzierten Vögel sind durch den unvermeidbaren Einfluß der Menschenhand nur mehr stumpfsinnige Nachkommen ihrer wilden Stammform." Aus: Rettet die Wildtiere,1980, Heyne Verlag


Jagd vor Tierschutz:

Für Inhaber eines Jagscheines gelten Teile des Tierschutzgesetzes nicht, da bestimmte Klauseln im Tierschutzgesetz einen Freifahrtschein für Jäger ausstellen. Auszüge aus dem Tierschutzgesetz: "Es ist verboten zum Fangen von Wirbeltieren Vorrichtungen anzuwenden, wenn damit die Gefahr vermeidbarer Schmerzen, Leiden oder Schäden für Wirbeltiere verbunden ist....Vorschriften des Jagdrechts bleiben unberührt/Es ist verboten ein Tier auf ein anderes Tier zu hetzen, soweit dies nicht die Grundsätze weidgerechter Jagdausübung erfordern/Ein Wirbeltier darf nur unter Betäubung oder sonst, soweit nach den gegebenen Umständen zumutbar, nur unter Vermeidung von Schmerzen getötet werden...Ist die Tötung eines Wirbeltieres ohne Betäubung im Rahmen weidgerechter Ausübung der Jagd zulässig, so darf die Tötung nur vorgenommen werden, wenn hierbei nicht mehr als unvermeidbare Schmerzen entstehen. Vgl. Jagdgesetz: "Im Rahmen einer weidgerechten Jagdausübung müssen Schmerzen, Leiden und Unbill des Tiers hingenommen werden..."


Fallenjagd:

Ja, selbst die gibt es noch in Deutschland. Wer dachte, daß diese Folterinstrumente spätestens mit dem Mittelalter abgeschafft wurden, der täuscht sich. Ein beträchtlicher Anteil der jägerlichen Opfer wird durch Fallen verstümmelt, verendet jämmerlich in angeblichen Totschlagfallen oder wird in Lebendfallen gefangen. Was z.B. lebend gefangene Hauskatzen dann erdulden müssen, beschreibt salopp der unter Jägern verehrte Jagdlehrer Hans Behnke: "Schwupp - ja, da muß man festhalten, beinahe hätte sie den Sack von der Falle gerissen. Wir schauen vorsichtig hinein, wobei das gefangene Stück im Sack hängen muß, damit es sich nicht vom Boden im Sprung nach oben federn kann (...). Ein großer grauer Kater, Neuffen kennt ihn nicht, er wird uns Luder (Köder) liefern für den Fuchs. Ein weit ausholender, kräftiger Rundschlag auf festen Boden und der Kater sagt keinen Mucks mehr. Er ist leblos, als ich ihn herausschüttele, was nicht besagt, daß er ohne Leben ist - aber daß er nicht mehr zu sich kommt, dafür wird sofort gesorgt." Auch werden gefangene Katzen gerne für die sog. Schärfeprüfung des Jagdhunds verwendet, der sie dann "abwürgen" darf - ein grausames Schauspiel. "In Klempau geriet ein Storch mit seinem Schnabel in ein von Unbekannten (Unbekannte? Anm. IJH) gelegtes Fangeisen. Der Schnabel wurde unmittelbar am Kopf abgetrennt. Der schwerverletzte Vogel wurde am Sonnabend auf der Seite liegend in der Nähe des Horstes gefunden und von seinen Leiden erlöst." Lübecker Nachrichten 6/1984


Dressur an lebenden Tieren:

Kein Horrorfilm, sondern jagdlicher Alltag. Um ihre domestizierten Hunde zu Jagdhunden auszubilden, haben sich Jäger besondere Übungsmethoden ersonnen. Um beispielsweise das Apportieren im Wasser zu üben, werden lebende Enten benutzt. Damit sie beim "Training" nicht einfach wegflattern, werden sie flugunfähig gemacht. Der praktische Ablauf sieht so aus: Die Ente wird z.B. ins Wasser geworfen. Daraufhin ergeht der Befehl an den Hund, die Ente aus dem Wasser zu holen. Dies geschieht in der Regel mehrmals, bis die Ente entweder an den erlittenen Verletzungen oder durch Schock verendet oder schlicht ertränkt wird. Diese Ausbildung an der lebenden Ente ist durch derzeitiges Deutsches Recht legitimiert (Anm.: von Bärbel Höhn, Umweltministerin Bündnis 90/Grüne...). Weitere Übung, um dem Hund die natürliche Angst vor wilden Raubtieren zu nehmen: Füchse werden in künstlich angelegten unterirdischen Bauten gefangengehalten. Jagdhunde werden auf diese bedauernswerten Kreaturen, denen jegliche Fluchtmöglichkeiten versperrt sind, gehetzt. "Die Verwendung lebender Füchse in Übungsbauten ist schlicht tierschutzwidrig" (Prof.Dr.Dr.Herre)


Zwangsbejagung:

Falls Sie glauben, Sie könnten frei bestimmen, wer über Ihr Grundstück spazieren darf und wer nicht: Grundstücke, die nicht durch einen wildsicheren Zaun (den man nach Landschaftsschutzbestimmungen noch nicht einmal überall aufstellen darf) umgeben sind, dürfen von bewaffneten Menschen in Ausübung ihres Jagdvergnügens ohne Erlaubnis des Besitzers betreten werden. So das geltende Deutsche Recht. An der Tagesordnung ist, daß Jäger selbst Zäune von Pferde- und Rinderweiden überklettern und sich zwischen den Tieren plazieren, um zum heißersehnten Schuß zu kommen. Nicht selten werden sogar Pferde erschossen oder verenden durch Schock.


Vorsicht! Lebensgefahr!

Wenn Ihre Katze weiter als durchschnittlich 200 m (je nach Bundesland) vom nächsten Haus herumläuft, darf sie von Jägern abgeschossen werden. Für angeblich "wildernde" Hunde und Katzen gilt diese "Schutzzone" nicht. Diese dürfen, nach Gutdünken des Jägers, sogar am Haus erschossen werden.


Fehlselektion:

Menschliche Jäger sind nicht in der Lage, gesunde Tiere von kranken Tieren zu unterscheiden. Ganz anders ihre natürlichen Beutekonkurrenten, wie Füchse und Wölfe. Diese verfolgen ihre Opfer nach Gesichtspunkten der komfortablen, energiesparenden Jagd. Und das sind in der Regel kranke, schwache Tiere. Jäger hegen (durch Fütterung und Medikation) und selektieren (erschießen oder begnadigen) jedoch ihre Opfer nach Trophäentauglichkeit oder Gutdünken und üben somit einen gravierenden verfälschenden Einfluß auf die Entwicklung des Genpools wildlebender Tiere aus. Bereits jetzt schon werden Fremdeinkreuzungen durch Wild aus weniger jagdlich genutzten Gegenden vorgenommen, um die durch jahrzehntelange jägerliche Fehlselektion entstandenen Degenerationen zu reparieren.


Umfrage: Jagd? Nein danke.

Umfragen bringen es an den Tag. Hörzu fragte 1996, was die Bevölkerung von der Jagd halte. Über 70 % sprachen sich gegen die Jagd aus. In einer 1999 durchgeführten Umfrage wurde eine Hitliste mit den größten Ärgernissen für die Bevölkerung ermittelt. Auf Platz 4, knapp hinter Tierversuchen und Kinderpornographie, landete die Jagd.


Jäger - Wölfe im Grünrock:

Gerne rechtfertigen Jäger ihr blutiges Treiben mit der angeblichen Notwendigkeit eines Raubtierersatzes zur Ausdünnung größerer Wildtierbestände. Die Bestandsdichte der einzelnen Tierarten wird jedoch hauptsächlich durch die Faktoren Nahrung und Klima kontrolliert. Beutegreifer spielen bei der Kopfzahl der Wildtierbestände nur eine untergeordnete Rolle. Laut Zoologe Plän: Zu behaupten, daß Dichteregulation auch noch in so künstlichen Umwelten nicht mehr oder nicht mehr richtig stattfände, bedeutet ein kühnes Ingorieren ganzer Bibliotheken von wissenschaftlichen Untersuchungen."


Jagd aus dem Auto:

Auf angeblich "wildernde" Hunde und Katzen dürfen Jäger auch des Nachts anlegen. Aus ihrem Auto heraus und bei Scheinwerferlicht. Willkommen in Wild-West-Germany.


Ausschluß aus dem DNR (Deutscher Naturschutzring):

1992 sollte der Deutsche Jagdschutzverband aus dem Deutschen Naturschutzring ausgeschlossen werden. Dem DNR gehören unter anderem Organisationen wie BUND oder Nabu an. Der für den Deutschen Jagdverband sicherlich peinlichen Ausgrenzung entging man durch einen raschen freiwilligen Austritt.


Aufgepaßt - Ihr Geld für Jäger

Selbst bei manchen örtlichen Natur- und Tierschutzvereinen scheint sich die berechtigte Kritik an der Jagd immer noch nicht herumgesprochen zu haben. Nicht selten werden Mitglieds- und Steuergelder für die Finanzierung von Jagdveranstaltungen eingesetzt. So spendete z.B. der Tierschutzverein Mülheim/Ruhr 1998 einen namhaften Beitrag für die Beschaffung von Ersatztierpräparaten und Dioramen" für die dortige Kreisjägerschafts-Waldschule.


Auslandsjagd

Wem die Kopfknochen eines gemeinen deutschen Hirsches nicht mehr genügen, der greift zu den "verlockenden" Angeboten der Jagdreisenveranstalter. Alles, was das Herz des mitteleuropäischen zweibeinigen Schreibtischraubtieres begehrt, kann man sich hier kaufen. Ob Schwarzbären in Manitoba, Leoparde in Zimbabwe, 5 Tage auf Tauben in Argentinien (mit bis zu 1.000 Schüssen am Tag": Anzeige in der Zeitschrift "Jäger"), Wölfe in Alberta, Löwen in Tansania, oder Eisbären in der Arktis.

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