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09.01.2009

Beschlagnahmung - Rettung - Rehabilitation

Beschlagnahmung - Rettung - Rehabilitation


Seit Jahren gibt es in Indonesien ein Gesetz, das den Tierhandel und den Besitz geschützter Arten verbie- tet. Trotzdem ist der illegale Tierhandel weiterhin ein großes Problem.

Die BOS Foundation unterstützt die lokale Forstpolizei bei der Beschlagnahmung von illegal gehaltenen Tie- ren.

Diese Einsätze sind gefährlich; immer wieder werden Beamte der Forstpolizei von den Tierhändlern verletzt oder sogar ermordet. Neben Orang-Utans werden auch viele andere Tierarten beschlagnahmt und in spezielle Auffangstationen gebracht.



Seit 1990 konnten bereits über 1500 Orang-Utans und etwa 60 Malaienbären durch BOS beschlagnahmt werden.

Die konfiszierten Tiere werden in eine der beiden Re- habilitationsstationen von BOS gebracht.

Zurzeit sind die Stationen Wanariset Samboja und Nyaru Menteng mit fast 1000 Orang-Utans mehr als ausgelastet.

Zudem wird BOS häufig gebeten, Orang-Utans aus Ölpalmplantagen zu retten, die mittlerweile die größte Bedrohung darstellen. Wilde Orang-Utans werden nach einer Quarantänephase in geeignete Gebiete umgesiedelt.

Rehabilitationsprozess
In den beiden Rehabilitationsstationen durchlaufen die Tiere ein mehrjähriges Trainingsprogramm. Die Tiere müssen alle Fähigkeiten erlernen, die nötig sind, um in Freiheit im Regenwald zu überleben.

Der Rehabilitationsprozess ist abhängig von Alter, Geschichte, Persönlichkeit und Entwicklungsstand der Orang-Utans und variiert daher stark bei den verschiedenen Individuen.

Quarantäne und Klinik
Neu angekommene Orang-Utans werden in den Re- habilitationsstationen zunächst unter eine zwei- wöchige Quarantäne gestellt.

In der Klinik werden sie untersucht, geimpft und tierärztlich behandelt. Oft leiden die Tiere an einer Vielzahl von Krankheiten, wie TBC oder Hepatitis. Diese Erkrankungen werden häufig von Menschen übertragen.

Viele Tiere sind zudem von Parasiten befallen und müssen rund um die Uhr medizinisch versorgt werden.

Von jedem Tier werden Fingerabdrücke, Nagel-, Blut- und Haarproben für genetische Tests genommen. Ein Mikrochip wird zur Wiedererkennung unter die Haut eingesetzt.

Sozialisierung
Während des Rehabilitationsprozesses durchwan- dern die Orang-Utans eine gewisse "Lernhierarchie".

Die Tiere leben in Gruppen getrennt nach Alter, Größe und Entwicklungsstand.

In der Gemeinschaft lernen sie soziales Verhalten. Für einen Orang-Utan kann es sehr deprimierend sein und durchaus gravierende Folgen haben, wenn er mit zu starken Artgenossen aufwächst.

Die jüngsten Orang-Utans werden von menschlichen Pflegemüttern aufgezogen. Sie lernen mit Hilfe der Betreuer ihre motorischen Fähigkeiten und Bewe- gungsabläufe kennen und nutzen.

Intensive Pflege und liebevolle Betreuung sind aus emotionalen Gründen für die oft traumatisierten Orang-Utans sehr wichtig.

Auf dem "Spielplatz" lernen die Kleinen mit natürlicher Nahrung zu experimentieren und wagen erste Kletter- und Nestbauversuche. Zudem können sich die Orang-Utans in angrenzenden Regenwaldgebie- ten an ein Leben im Wald gewöhnen.

Täglich werden die Orang-Utans in den Stationen mehrere Stunden beobachtet. Ihr Verhalten wird dokumentiert bis der Zeitpunkt der Auswilderung gekommen ist.
http://www.bos-deutschland.de/projekte/stationen_wanariset_samboja.php
http://www.bos-deutschland.de/projekte/station_nyaru_menteng.php
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