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25.01.2009

Bio-Eier-Skandal: Versucht Landkost zu vertuschen?

Bio-Eier-Skandal: Versucht Landkost zu vertuschen?
PETA- Testkauf im Supermarkt zeigt: Landkost kauft Freilandeier aus Niederlanden zu
Stand: 15.01.2009
Kontakt: Dr. Edmund Haferbeck, Tel. 0171/4317387

Gerlingen – PETA Deutschland war in Berliner Supermärkten unterwegs und kaufte erneut Freilandeier der Firma Landkost. Doch der Eierstempel zeigt: Die Eier kommen aus den Niederlanden. „Wir vermuten, dass Landkost den Bedarf an Freilandeiern jetzt – wo die Hühner wirklich auch frei gehalten werden – nicht mehr decken kann und zukaufen muss“, so Dr. Edmund Haferbeck von PETA Deutschland e.V. Er stützt seine Aussagen vor allem durch das erneut zugespielte Bildmaterial, auf dem ist der zum Teil fehlende Zaun der Freilandhaltung in Spreenhagen zu sehen. Die Folge: Hühner laufen ungehindert in den Wald und auf die Straße. „Die Tierverluste müssen enorm sein“, so Haferbeck. Aus diesem Grund handelt Landkost jetzt wohl auch und baut seine Hallen zum Teil um. Am Standort Bestensee will man allerdings baulich nichts verändern, ganz im Gegenteil, hier wurden sogar Zäune entfernt. Was zunächst positiv klingt, ist in Wirklichkeit der verzweifelte Versuch, die fehlende gesetzlich vorgeschriebene Auslauffläche zu schaffen, denn die Zufahrtsstraßen und Acker gehören offensichtlich der Firma Landkost. Rein rechnerisch würde man so klarkommen, doch kein verantwortungsvoller Landwirt würde so handeln, denn die Hühner werden reihenweise totgefahren. Auch hierfür kann PETA Bilddokumente als Beweis liefern.

Dabei ist Landkost bereits 2004 in die Kritik geraten. Damals hat der ZDF-WISO-„Detektiv“ Wilhelm Sommer den Geschäftsführer von Landkost, Dr. Pilz, auf frischer Tat entlarvt. Bei einem offiziellen Drehtermin wurden dem ZDF Ställe von einer Biohaltung als Landkost-Freilandhaltung verkauft. Nachdem das ZDF auf die versuchte Täuschung hinwies, brach Dr. Pilz das Interview kurzfristig ab und „schmiss das TV-Team buchstäblich vom Hof“. Damals recherchierte das ZDF weiter und fand die „richtige“ Freilandhaltung von Landkost (in Spreenhagen), doch da lief kein Huhn frei herum. Einen Link zum WISO TV-Beitrag finden Sie unter www.peta.de/eierbetrug.

Auf der PETA-Website finden Sie außerdem Links zu den Berichten der Zeitschrift TIP aus Berlin (aus dem Jahr 2003 und 2008) sowie zu einem TAZ-Artikel aus dem Jahr 2007, der mittlerweile im Rahmen eines Buches 2008 erschienen ist. Alle Berichte weisen auf, dass Landkost seine Hühner (so gut wie) nie in einem Freilandauslauf hielt.

Mittlerweile ermittelt die Wirtschaftsstrafabteilung der Staatsanwaltschaft Potsdam unter dem Aktenzeichen 465 Js 60438/08 Wi und hat die Akten zur fachlichen Stellungnahme an das Landesamt für Umwelt und Verbraucherschutz des Landes Brandenburg versandt.

„Für uns ist die Sache klar: Hier wird betrogen! Darum haben wir Landkost auch bei der zuständigen Staatsanwaltschaft angezeigt und diese ermittelt weiterhin wegen Betrugs“, so Dr. Haferbeck abschließend.

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