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25.01.2009

Bleib fair!

Bleib fair!
12.01.2007: Was bedeutet fairer Handel eigentlich? Wieviel "Fair Trade" gibt es in Deutschland und Tschechien? Mit diesen und ähnlichen Fragen beschäftigte sich ein deutsch-tschechisches Seminar der Grünen Jugend Chemnitz.

Unmittelbar nach der Anreise unserer Nachbarn wurde intensiv über die Thematik gesprochen. Kerstin Eiselt zeigte in einem ersten Referat auf, dass es sich beim fairen Handel um ein relativ neues Phänomen handelt. In (West-) Deutschland begannen wenige Idealisten um 1970, fair gehandelte Produkte zu importieren. Ein sich langsam entwickelnder Markt - obwohl es fraglich bleibt, ob die "Marktidee" mit dem fairen Handel in Einklang zu bringen ist - wurde sichtbar. Klar erkennbare Fortschritte vollzogen sich aber erst nach dem Ende des Kalten Krieges. Mit der Einführung des "Fair-Trade-Siegels" wurde es für die KäuferInnen dieser Produkte einfacher, sie von konventionellen zu unterscheiden.

In den letzten Jahren setzte ein wahrer "Boom" in Deutschland ein, wobei die Potenziale noch keineswegs ausgeschöpft sein dürften. Insgesamt wurden in Deutschland im Jahr 2005 über 120 Millionen Euro umgesetzt, sodass es selbst bürgerlich-liberale Medien wie die "Zeit" für notwendig erachteten, Berichte über diese Thematik zu verfassen. Kurz und gut, in Deutschland ist fairer Handel auf dem Vormarsch.

In Tschechien sind Fair-Trade-Produkte Mangeware

Etwas anders sind die Bedingungen in Tschechien. Die Entwicklung des Fairen Handels setzte dort erst nach 1990 - wie auch in Ostdeutschland - ein. Weltläden und Supermärkte, in den es fair gehandelte Produkte zu erwerben gibt, sind nachwievor Mangelware. Bezogen auf das reale Nettoeinkommen sind die Produkte mindestens doppelt so teuer wie in Deutschland, was unter anderem auf die geringe Importmenge zurückzuführen ist. Unsere Gäste werden aber weiter versuchen, durch Veranstaltungen, Referate und Medienarbeit, die Problematik in eine breite Öffentlichkeit zu tragen. Einige Aktionsideen konnten wir ihnen aufzeigen, wie beispielsweise dafür zu kämpfen, fair gehandelten Kaffee an ihren Universitäten einzuführen.

Nach dem Besuch im Weltladen, wurde der Freitag mit einem Film zum fairen Handel von Kaffee beendet. Am Samstag berichtete Britta Schmidt aus dem Chemnitzer Weltladen über konkrete Zahlen des fairen Handels, Anbaugebiete und die verschiedensten Kaffeesorten. Ihre Ausführungen zeigten deutlich, dass fairer Handel ein erster Schritt zur Verbesserung der Lebensbedingungen in den Erzeugerländern ist. Das biologische Mittagessen wurde in der Friedenskirche auf dem Kaßberg, eingenommen. Am Nachmittag verteilten wir Handzettel in der Innenstadt, um den Chemnitzer Bürgerinnen und Bürgern die Thematik näher zu bringen. Mit abendlichen Diskussionen bearbeiteten wir die Thematik am Samstag weiter. Der Sonntag stand ganz im Zeichen der Zukunftsplanung. So wurde unter anderem vereinbart, die Zusammenarbeit zwischen der GJ Ústí nad Labem und Chemnitz zu verfestigen. Im Herbst 2007 werden wir uns in Tschechien für weitere Themen und Aktionen treffen.

Ein lehrreiches Wochenende ging mit vielen neuen Informationen am Sonntag zu Ende.

Von Martin Schmidt, GJ Chemnitz

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