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10.01.2009

Blutbad vor Japans Küsten

Blutbad vor Japans Küsten
Abschlachten zehntausender Kleinwale und Delfine jährlich - Viele Bestände inzwischen bedroht

Mehr als 400.000 Kleinwale und Delfine starben in den letzten 20 Jahren in japanischen Gewässern. In Zusammenarbeit mit stern TV und stern veröffentlicht PRO WILDLIFE nun erstmals Foto- und Videomaterial das die immense Grausamkeit belegt, mit der die Meeressäuger in Japan getötet werden. Die Münchner Artenschutzorganisation betont: "Gerade Kleinwale und Delfine sind durch die Meeresverschmutzung gefährdet. Die unkontrollierte Bejagung durch Japan können viele Arten nicht verkraften." So ist z.B. der Streifendelfin in japanischen Gewässern bereits nahezu ausgerottet. PRO WILDLIFE hat nun eine Kampagne zum Schutz der kleinen Meeressäuger gestartet.

Der Environmental Investigation Agency (EIA), englische Partnerorganisation von PRO WILDLIFE, gelang es, spektakuläre Fotos bei einem Massaker an Großen Tümmlern in einer Bucht der japanischen Stadt Futo aufzunehmen. Diese Fotos belegen, wie brutal die Tiere gefangen werden: Nach einer Treibjagd in eine Bucht werden ihnen Eisenhaken in die Körper gerammt, um sie an die Boote zu ziehen. Mit Seilen, die um die Schwanzflossen gezogen werden, zerren die Fänger die noch lebenden, aber oft schwerverletzten Tiere per Kran ans Ufer, um sie dann mit Lastwagen ins Schlachthaus zu transportieren.

Japans Jagd auf Kleinwale und Delfine hat in den letzten 20 Jahren drastisch zugenommen. Denn seit 1986 gilt ein weltweites kommerzielles Fangverbot für die großen Wale. Zwar umgeht Japan mit seinem angeblichen "Wissenschaftswalfang" dieses Moratorium, doch Fleisch und Speck der so erbeuteten 550 Minkewale decken die Nachfrage in Japan bei weitem nicht. "Delfine und Kleinwale sind für Japan die Zwischenlösung, solange ihnen die unbegrenzte Jagd auf Großwale verwehrt wird", berichtet Dr. Sandra Altherr von PRO WILDLIFE. Die Biologin befürchtet, dass in naher Zukunft auch einige der kleinen Meeressäuger vom Aussterben bedroht sein werden.

PRO WILDLIFE und EIA fordern den weltweiten Schutz von Kleinwalen und Delfinen. "Die Tragödie der kleinen Meeressäuger gerät bei den Diskussionen um den Walfang leider oft in Vergessenheit. Dabei sind gerade sie durch die Verschmutzung der Meere besonders gefährdet", schildert Altherr. Denn die fischfressenden Kleinwale und Delfine stehen am Ende einer mehrstufigen Nahrungskette, so dass sich in ihren Körpern hohe Konzentrationen an Schwermetallen und Chemikalien ansammeln. "Das Fleisch dieser Tiere wird auch den japanischen Konsumenten auf Dauer schwer im Magen liegen. Doch uns bleibt nicht die Zeit, abzuwarten bis die Japaner merken, dass sie sich selbst vergiften", so die PRO WILDLIFE Sprecherin abschließend.


Delphin massacker in japan

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