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20.01.2009

Brandanschlag auf Schlachthof

Brandanschlag auf Schlachthof

Mehr als eine Millionen Euro Schaden

Wer am Nachmittag des 17.03.07 zufällig seinen Fernseher anschaltete, durfte sich über ein paar Bilder freuen, die eine brennende Fleischverarbeitungsfabrik zeigten. Ein wenig Internetrecherche brachte dann zutage, dass es sich offensichtlich um einen gelegten Brand auf den 5000 qm großen „Produktionsbetrieb“ der Fleischereikette „Wurst-Basar“ (45 Filialen in Niedersachsen) bei Hannover handelte, bei dem Brandbeschleuniger an verschiedenen Stellen auf dem Gelände verwendet wurde. Das roch schon sehr nach einer Aktion der ALF, denn wenn in den letzten 10 – 20 Jahren Tierausbeutungsunternehmen Ziel von Brandanschlägen wurden, steckte eigentlich immer die ALF oder ähnlich geartete Tierbefreiungsgruppen dahinter. Der berühmte „entlassene Arbeiter“, der sich rächt und somit als erstes in Spekulationen auftaucht, hat sich in solchen Fällen nie als existierend herausgestellt und einen Anschlag mit Brandbeschleuniger an mehreren Stellen würde er vermutlich auch nicht hinbekommen. So gab die tierbefreier e.V. eine Presseerklärung mit der Überschrift „Brandanschlag auf „Wurstfabrik“ in Ronnenberg bei Hannover – mehr als eine Million Euro Schaden – Typische Handschrift der Animal Liberation Front“ heraus. Während am Folgetag in manchen Zeitungen, die ihre Artikel wohl schon vor der Presseerklärung fertig gestellt hatten, noch wild herumspekuliert wurde, hatten andere die Meldung bereits aufgenommen. Der Betrieb selber hatte offensichtlich nicht die geringste Idee, wer ihnen den Anschlag, bei dem sieben Fleischtransporter und der Auslieferungsbereich zerstört wurden, verpasst haben könnte. In der Neuen Presse Hannover heißt es: „Hinsemann [die Besitzerin], ihr Vater, die Belegschaft – sie alle sind Opfer. Und sie sind betäubt von einem Anschlag, für den keiner eine Erklärung hat. „Wir haben keinem Anlass gegeben, gegen uns vorzugehen.“ Das Unternehmen (30 Millionen Euro Umsatz, 500 Mitarbeiter in 45 Filialen) ist seinem Selbstverständnis nach ein ganz normales Fleisch verarbeitendes Unternehmen. „Wir machen gute Arbeit, produzieren gute Waren und sind dafür vielfach prämiert worden.“


Das zeigt wohl, dass in solchen Betrieben keinerlei Unrechtsbewusstsein vorhanden ist. Sie haben also keinerlei Anlass gegeben, gegen sie vorzugehen? Sie rühmen sich sogar mit ihrer Arbeit? Als ob solch ein Betrieb nicht vom Leid und Tod anderer leben würde, als ob sie sich ihr Geld nicht auf dem Rücken unzähliger gequälter und umgebrachter Tiere „erwirtschaften“ würden, als ob das, was da zerstört wird, nicht Teil einer reibungslos funktionierenden Maschinerie wäre, die einzig und allein Leiden und Qualen verursacht. Eine knappe Woche später erreichte uns dann auch ein Schreiben der ALF, in dem sie die Verantwortung für die Aktion übernimmt. Im Vorfeld der Aktion seien Recherchen durchgeführt worden, damit keine Personen gefährdet würden. Eine zweite Presseerklärung wurde vom tierbefreier e.V. herausgegeben.


Anscheinend hat der Anschlag nicht nur einen Großteil des Fuhrparks dieses Tierausbeutungsunternehmens zerstört, er hat den Menschen auch noch einmal eindringlich ins Gedächtnis gerufen, um was es hier eigentlich geht: Darum, dass unglaubliche Quälerei und massenhaftes Töten von Tieren für „Genussmittel“ als vollkommen normal angesehen wird, dass es aber auch Menschen gibt, die das Ausmaß dieser Gewalt an Tieren erkannt haben und als Folge dessen zu drastischen Gegenmaßnahmen greifen.


Inzwischen wurden dem Verein Zeugenvorladungen zum polizeilichen Staatsschutz zwecks Aushändigung des Originals des Bekennerschreibens zugestellt. Da der Vorladung aber nicht nachgekommen wurde, da ein Zeugnisverweigerungsrecht besteht, werden wohl, wie es in der Vergangenheit immer üblich war, Hausdurchsuchungen folgen.

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