Free counter and web stats

10.01.2009

Commelinaähnliche



Die Commelinaähnlichen (Commelinidae) sind eine Unterklasse innerhalb der Klasse der Einkeimblättrigen Pflanzen (Liliopsida). Viele Gruppen sind windbestäubt (anemophil).

Merkmale
Die gemeinsamen Merkmale (Synapomorphien) der Commeliniden sind hauptsächlich anatomische Merkmale: In den Zellwänden befindet sich UV-reflektierende Ferulasäure. In den Epidermiszellen, aber auch in anderen Geweben, befinden sich meist Silikat-Einschlüsse. Der Cuticula werden Wachsstäbchen aufgelagert. Die Rhizodermis ist in Lang- und Kurzzellen differenziert.
Die Commeliniden sind relativ stark abgeleitete Formen. Die Palmen etwa bilden baumartige Strukturen (aber ohne Sekundäres Dickenwachstum). Palmen und die Süßgrasartigen sind großteils windblütig (Anemophilie). Damit einher geht eine Reduktion der Blütengröße und besonders der Blütenhülle, aber auch eine Vergrößerung der Blütenanzahl und die Bildung großer Blütenstände. Im Wesentlichen entspricht die Blüte dem Grundplan der Einkeimblättrigen, ist also dreizählig mit einer doppelten Blütenhülle, die meist gleichartig ist (Perigon). Davon ausgehend gibt es dann bei den windblütigen Sippen vielfältige Reduktionen bei der Blütenhülle und im Androeceum.

Systematik
Man unterscheidet in der Unterklasse Commelinaähnliche (Commelinidae) insgesamt vier Ordnungen:

Palmenartige (Arecales)
Süßgrasartige (Poales)
Commelinaartige (Commelinales)
Ingwerartige (Zingiberales)

Nicht in einer Ordnung steht die Familie der Dasypogonaceae Dum.; sie enthält die ehemaligen Familien Baxteriaceae Takhtajan, Kingiaceae Endlicher (Syn.: Dasypogonales Reveal): Mit vier Gattungen und etwa 16 Arten.
Die Commeliniden selbst sind eine monophyletische Gruppe. Auch die angeführten fünf Gruppen sind monophyletisch, während ihre genaue Stellung zueinander noch nicht ausreichend geklärt ist.

Literatur
P. Sitte, E. W. Weiler, J. W. Kadereit, A. Bresinsky, C. Körner: Strasburger � Lehrbuch der Botanik für Hochschulen. 35. Auflage, Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg 2002, ISBN 3-8274-1010-X (hier als Commelinoiden)

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen




Shop Kontakt Newsletter Linkliste Tierfreunde Nord Forum/Community -Tierheim ! Literatur-Tipps Himmlisch-gut.de Tiertafel Global 2000: Die Gebirge Europas + Das Mittelmeerbecken + Die Seen des grossen afrikanischen Grabenbruchs + Die Akaziensavanne Ostafrikas + Das Kongobecken + Die Kappellen + Die Wälder Madagaskars + Die Regenwälder der Malediven, Lakkadiven und Chagos-Inseln + Die Savannen und Grasländer des Terai-Duar + Die Wälder der Sundarbans + Die Sumpfwälder Borneos + Die Daurische Steppe + Die Sibirische Taiga + Das Bering-Meer + Die Wüste im Nordwesten Australiens + Das Great Barrier Reef + Die Wälder Neukaledoniens + Die Wälder der Haweii-Inseln + Die Osterinseln + Die Galapagos-Inseln + Die Prärien Nordamerikas + Die Chihuahua-Wüste + Die grossen Antillen: Kuba + Die Los-Llanos-Savanne in Kolumbien und Venezuela + Das Amazunasbecken + Die Patagonische Steppe + Die antarktische Halbinsel und das Wedell-Meer