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12.01.2009

Das Meer als Mülltonne

Nicht nur die Industrie leitet Abwässer ins Meer, sondern jeder von uns benutzt das Meer direkt oder indirekt als Abfalleimer. Die Menge und die Art des Abfalls in Grenzen zu halten ist unsere Aufgabe. Viele Substanzen, die ins Meer geleitet werden, können von der Natur nur schwer oder gar nicht abgebaut werden und tragen so zur Verschmutzung, Zerstörung und letztendlich dem Tod der Meere bei.

Laut Schätzungen der Meeresschutzorganisation Oceana werden weltweit jede Stunde rund 675 Tonnen Müll direkt ins Meer geworfen, die Hälfte davon ist aus Plastik. Die Ausmasse der Verschmutzungen lassen sich am besten zwischen Hawaii und Kalifornien ermessen. Dort hat sich der ,,große pazifische Müllstrudel'' aus gut drei Millionen Tonnen Plastikmüll gebildet - auf einer Fläche so gross wie Mitteleuropa.

Ein Zigarettenfilter braucht zum Beispiel 200 Jahre um von der Natur abgebaut zu werden. Sie sind zudem hochgiftig und können von Fischen geschluckt werden, was diese jeweils nicht überleben. Ein Zigarettenfilter gehört deshalb nicht ins Meer geschmissen.

Plastiktüten werden von Meeresschildkröten fälschlicherweise für Quallen gehalten und verschlungen. Dies kann zu Darmverschlüssen führen und die Giftstoffe werden an den Körper abgegeben.

Batterien sind im höchsten Masse giftig und können an Land sowie unter Wasser ganze Gebiete verseuchen. In praktisch allen Tourismusländern der dritten Welt werden Batterien nicht fachgerecht entsorgt. Nimm entweder die gebrauchten

Batterien wieder mit nach Hause oder verwende wiederaufladbare Batterien.

Gleiches gilt für sämtliche Artikel aus Plastik, welcher Jahrhunderte braucht um von der Natur abgebaut zu werden. Sämtliche leere Plastikverpackungen von Duschmittel, Shampoo, Sonnencreme usw. sollten aus dem Urlaub wieder mit nach Hause genommen werden, weil diese am Urlaubsort oft nicht fachgerecht entsorgt werden.

Putzen und Waschen sind zwei übliche Haushaltaktivitäten. Dabei werden hoch gepriesene Supermittel verwendet, welche oft extrem giftig und biologisch schwer abbaubar sind. Diese Abwässer werden zwar in Kläranlagen wieder aufbereitet, aber der dabei anfallende Klärschlamm wird immer giftiger und muss ebenfalls entsorgt werden. Verwende Produkte, welche so gut wie möglich biologisch abbaubar sind und gehe sparsam damit um.

Kaufe biologisch angebaute Früchte und Gemüse, welche nicht mit Chemikalien behandelt wurden - nicht nur der Umwelt sondern auch deinem Körper zuliebe!

Jegliche Verschmutzung, die in die Luft gelangt, wird durch Regen wieder auf die Erde und in die Meere niedergehen. Steig wieder mal in den Bus oder aufs Fahrrad anstatt ins Auto.

Der Ausdruck "aus den Augen, aus dem Sinn" funktioniert bei den Abfällen leider nicht. Alles was wir so gedankenlos wegwerfen kommt irgendwann wieder auf uns zurück. Denn auch wenn wir die Abfälle im Meer oder sonst wo nicht mehr sehen - sie sind immer noch da!

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