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10.01.2009

Der ARA

Der ARA
Denkt man an Papageien, so denkt man automatisch an den Ara - den König unter den bunten Vögeln. Doch was verbirgt sich hinter dem prächtigen Großvogel?

Die Gattung "Ara" umfasst verschiedene Arten. So gibt es zum Beispiel den hellroten Ara, den Gelbbrustara, den Spixara oder den Blauara. Auch weitere Ara-Arten sind bekannt. Der Gattungsname des Ara leitet sich, so wird vermutet, von indianischen Bezeichnungen ab, die den Ruf des stolzen Vogels imitieren. Der Artname "Ararrauna" leitet sich aus der Stammessparache der Karaiben ab. Bei allen Araformen ist der Schnabel eines der herausragendsten Merkmale. Dieses Mundwerkzeug ist sehr kräftig, von dunkler, fast schwarzer Farbe, hakenförmig und daher so geschickt beim Herauszwicken von Körnern. Nicht selten erreicht diese Papageienart ein Alter von 70 bis 80 Jahren.



Aras leben in leider immer kleiner werdender Zahl in Südamerika. Das liegt zum einen an der Zahl der Jäger, die diese Tiere zum Export in entfernte Länder fangen, zum anderen aber auch an der immer kleiner werdenden Fläche ihres Lebensraums. Sie leben nämlich vor allem in den Regenwäldern, Wäldern, aber auch in Sumpf- und Savannengebieten.

Aras sind sehr sozial lebende Gesellen. Sie werden häufig paarweise, aber auch in kleineren Familienverbänden zusammen beobachtet. Mehrere hunderte Tiere finden sich zum Beispiel bei der Nahrungsaufnahme, an Lehmbänken oder an den Schlafplätzen.

Die Aras gehen eine sehr enge Paarbindung ein. Hat sich erst einmal ein Paar gefunden, bleibt es sich meist ein Leben lang treu. Die Partnervögel gehen zusammen auf Futtersuche, sie schlafen nebeneinander. Sogar der Flug erfolgt Flügel an Flügel. Aras benutzen feste Schlafplätze, auf die sie nach ihrem Tagwerk wieder zurückkehren. Längere Strecken von gerne mal 25 Kilometern legen sie ohne Probleme zurück.

Die Ernährung der Aras besteht hauptsächlich aus einer Vielzahl von Früchten. Besonders begehrt sind Palmfrüchte. Aber auch Mangos, Nüsse und Samen stehen auf der Speisekarte dieser Papageien. Vor allem in der Brutzeit ernähren sie sich auch von Insekten und Larven. Die Aras sind bei der Nahrungsaufnahme stille Genießer und fallen nur durch herabfallende Essensreste auf.



Die Brutsaison geht je nach geografischer Lage von Februar bis Juni bzw. von August bis Dezember. Die Paare besetzen meist altbekannte und bewährte Bruthöhlen oder andere Nistgelegenheiten. Meist brüten diese Paare nicht jährlich, so dass es nicht zu einer übermäßigen Vermehrung kommt. Bei der Brut gibt es bei den Aras eine klare Rollenverteilung. Während das Weibchen die Eier bewacht und bebrütet, kümmert sich der Hahn um das leibliche Wohl seiner Familie. Das Gelege besteht bei Aras aus höchstens drei Eiern, die 26 bis 28 Tage bebrütet werden. Nach ungefähr einhundert Tagen verlassen die Nestlinge das Gelege, werden aber trotzdem noch weiter von ihren Eltern versorgt. Eine Geschlechtsbestimmung anhand äußerer Merkmale ist bei diesen Tieren nicht möglich.

Eine Besonderheit der Aras sind die Federlinien im Gesicht. Diese Linien sind bei jedem Vogel anders und gelten somit als "Fingerabdruck" des Papageis.

Der Ara ist einer der schönsten Vögel der Welt. Keine Frage. Daher gibt es auch nicht wenige Menschen, die ihm gerne ein Zuhasue geben würden. Aber welche Vorraussetzungen man erfüllen muß, um einem solchen Vogel gerecht zu werden, erfahrt ihr nächste Woche.

Kommentare:
Die schönsten Vögel der Welt

Im Orinocodelta kann man jeden abend bei Sonnenuntergang das prächitge Schauspiel bewundern, wenn die vielen Papageienarten zum trinken an die unzähligen Flussläufe des Delta kommen. Hier wird tierschutz inzwischen auch sehr Ernst genommen. Aber solange es nicht gelingt , die Nachfrage zu stoppen, soange es immer noch Menschen in Europa und allen 1. Welt Ländern gibt , die unbedingt Vögel aus solchen Gebieten wollen, solange werden sie auch gejagt werden. Und es werden Paare auseinandergerissen die eigentlich ein Leben lang zusammen geblieben wären. Sie finden nie wieder einen Partner, denn sie sind monogam. Eigentlich ist mein Zuhause jetzt Venezuela, bin aber zur Zeit in Deutschland. Habe oft Touren mit Gästen ins Orinocodelta gemacht, und ich finde man sollte diese Tiere , wie alle anderen Wildtiere auch, in Freiheit lassen, wo sie hingehören. Ich hab auch das Elend vieler Vögel gesehen, weil gerade auch viele Deutsche, unbedingt einen in ihrem tollen Haus in der Karibik haben wollten! Sorry, aber lasst doch die Tiere in Freiheit!

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