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13.01.2009

Der Steinmarder

Der Steinmarder

Vorkommen:

In ganz Europa (bis zum 40. Breitengrad) mit Ausnahme der Mittelmeerinseln.





Körperbau:



Der Steinmarder ist stämmiger als sein Vetter der Baummarder. Er hat ein Durchschnittsgewicht von 1000-1500 g. Es wurden schon Exemplare mit 2400 g gefangen, diese sind aber die Ausnahme.

Das Gewicht schwankt im Jahresverlauf um 15-20 %.



männlich: Körperlänge 450-500 mm

Schwanzlänge 250-270 mm



weiblich: Körperlänge 400-440 mm

Schwanzlänge 230-250 mm



Die Schulterhöhe beträgt 110-130 mm.



Die Gehöre sind breiter, dünner und an den Kanter runder als beim Baummarder.

Die Lichter sind tiefschwarz und treten leicht hervor.

Der Windfang ist hell und fleischfarben.

Die 5 Zehenballen sind nicht wie beim Baummarder mit Fell bedeckt.

Der Steinmarder hat 38 Zähne, wobei die 3. Prämolaren im Oberkiefer ausgebuchtet sind.



Es sind nach bisherigem Wissensstand keine Kreuzungen mit dem Baummarder möglich.



Die weiblichen Marder besitzen 4 Zitzen, die nicht alle gleichmäßig Milch geben.





Das Fell besteht aus folgenden Haararten:



Leithaare: Sie sind die kräftigsten und längsten Haare(60-70mm) und wachsen auch schneller als die anderen.

Grannenhaare: Bildet mit den Leithaaren das Oberhaar.

Unterwolle: Der Grund des Haarkleides(30-40 mm).



Der Haarwechsel findet beim Steinmarder 2 mal im Jahr statt.

Ende April, beginnend vom Kopf und Ende August in die andere Richtung. Das Sommerfell ist dunkler, da die helle Unterwolle nicht so stark ausgeprägt ist wie im Winter.

Bei den Männchen beginnt der Haarwechsel später als bei den Weibchen.



Der Steinmarder besitzt eine weißen, teilweise bis auf die Vorderläufe gegabelten Kehlfleck, der aber auch gelblich-gräuliche Töne annehmen kann. Die Farben und die Größe des Kehlfleckes variieren auch bei Wurfgeschwistern sehr stark.



Marder werden durchschnittlich 10 Jahre alt und sind erst in ihrem 2. Lebensjahr Fortpflanzungsfähig.



Lebensraum:

Der Steinmarder ist im Gegensatz zu seinem Vetter an vielen Orten anzutreffen:



Unterholz, Hecken, Waldniederungen mit Bachläufen, Steinbrüche, Halde, Holzstöße, Heuböden, Ställe und Scheunen.



Die Marder haben Pässe, die schon Jahrzehnte lang auch von Revierfremden Mardern in die gleiche Richtung benutzt werden.

Um diese Pässe einzuhalten benutzen Marder Duftmarken.







Spur:



Im Spurenbild sind 5 Zehen und Nägel zu erkennen.

Der Normalschritt besteht aus 2 Tritten, wobei die Hinterläufe in die Vorderspur treten.

Die Fluchtspur besteht aus 4 Tritten, wobei die hinteren Abdrücke mittig hinter den Vorderabdrücken liegen.

In der langsamen Bewegung schränkt der Marder stark.

Die Entfernung zwischen den Tritten liegt zwischen 50-100 cm.





Losung & Duftmarken:



Die Losung hat einen Durchmesser von ca.15 mm und eine Länge von ca.40 mm.

Sie hat eine gelblich-schwarze Farbe und einen unangenehmen Geruch.



Duftmarken werden nebenbei abgesetzt und nicht wie bei Fuchs und Hund mit der Losung zusammen. Das Sekret kommt aus Analdrüsen und hat eine rotbraune Farbe. Ab dem 6. Monat geben Marder Duftmarken ab.



Nahrung:



Mäuse und andere Kleinsäuger, Vögel, Insekten, Obst aber auch Fasan und Rebhuhn.

Die Lieblingsnahrung sind Eier.

Es kommt des Öfteren vor, dass der Steinmarder in Hühnerställen “Blutbäder” anrichtet und so lange um sich beißt bis sich nichts mehr bewegt.



Das Besondere ist, dass der Marder in seinem Einstand keine Schäden anrichtet. Beckstein ( Eine besondere Politik bezeugt er darin, das er in dem Hause wo er wohnt nichts raube).

Der Steinmarder legt oft Futterverstecke an, aber nicht in dem Ausmaß wie der Iltis.



Paarung:



Mitte Juli bis Mitte August, je nach Witterung, beginnt bei den Steinmardern die Ranz.Die Fähen sind 1 bis 2 Tage paarungsbereit. Zu dieser Zeit bilden sich Ranzgesellschaften aus 3-4 Tieren. Bei der auf dem Erdboden durchgeführten Paarung beißt sich der Rüde im Nackenfell der Fähe fest. Der Akt dauert ca. 40 Minuten und wird von Schreien und Bellen begleitet. Die Fähe lässt sich von mehreren Männchen begatten.Die Keimdrüsen der Rüden ruhen in den Wintermonaten.





Geburt & Aufzucht :



Die Trächtigkeit macht sich erst 3 bis 4 Wochen vor der Geburt bemerkbar, in dieser Zeit beginnt die Fähe auch mit dem Nestbau.

Nach 249 bis 280 Tagen Trächtigkeit wirft die Fähe im März/April (Keimruhe) 3 bis 4 Welpen. Diese sind bis zum 35. Tag blind und haben bis zur dritten Woche noch keine Zähne. Sie sind ca.14 cm lang und wiegen 25-30 g. Junge Steinmarder haben blaue Augen, erst ab der 9 Woche werden diese schwarz. Jungmarder nehmen bis zur 6. Woche nur Muttermilch zu sich. Wenn die Marder 8 Wochen alt sind, verlassen sie erstmals das Nest. Mit ihrer 16. Lebenswoche ist der Zahnwechsel abgeschlossen.



Die Steinmarderrüden beteiligen sich nicht an der Jungenaufzucht.



Sinne:

Alle Sinne des Marders sind gut ausgebildet, die Nase ist aber am ausgeprägtesten. Der Steinmarder ist in der Lage Nahrung unter einer 20 cm starken Schneeschicht zu finden. Marder nehmen überwiegend Bewegungen wahr und wie bei allem Raubwild spielen Farben eine geringe Rolle.



Krankheiten und Parasiten:



Alle Marder sind mehr oder weniger mit Würmern befallen, wie z.B. Trematoden und Nematoden.

Als Außenparasiten währen Flöhe, Zecken und die Sarkoptesmilbe (Räude) zu nennen.

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