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26.01.2009

DER TIERVERSUCH

DER TIERVERSUCH

Anwendungsbereiche - Kritik - Forschungsmethoden ohne Tierleid

Was ist ein Tierversuch?


In einer Zeit gigantischer technischer Fortschritte, die es ermöglichen, von der Erde aus auf Knopfdruck ein kleines Mobil auf dem Mars in 55 Millionen Kilometer Entfernung Bohrungen ausführen zu lassen, ist es unvorstellbar, dass sich Wissenschaftler auf anderen Forschungsgebieten noch immer mittelalterlicher Methoden bedienen. Die Rede ist von Tierversuchen! Da die Tierversuchsproblematik ein viel diskutiertes Thema darstellt, ist eine sachliche und vor allem wahrheitsgetreue Aufklärung der Bevölkerung das Hauptanliegen der Vereinigung "Ärzte gegen Tierversuche e.V.. Viele Laien verstehen unter einem Tierversuch die Verabreichung eines fertigen Medikamentes an ein krankes Tier, das bei guter Wirkung danach auch kranken Menschen gegeben wird. Das ist eine völlig falsche Vorstellung und entspricht keineswegs der Realität.

Was also ist ein Tierversuch wirklich?

Ein Tierversuch ist ein körperlich (physisch) und seelisch (psychisch) schwerwiegender Eingriff an einem lebenden und gesunden Tier, um daraus vermeintliche Erkenntnisse zum Nutzen des Menschen zu gewinnen. Es gibt kaum eine Tierart, die nicht zu solchen Experimenten herangezogen wird, angefangen von Mäusen, Ratten, Vögeln, Fischen, Kaninchen, über Affen, Hunde, Katzen und Schafe, bis hin zu Rindern und Pferden.

Gigantischer Tierverbrauch

Jeden Tag sterben in Deutschland ca. 4.500 Tiere in den Versuchslaboratorien von Universitäten, Max-Planck-lnstituten, Krankenhäusern und der Industrie einen qualvollen Tod.

Wenn weltweit pro Jahr 300 Millionen Tiere für Versuche getötet werden - das entspricht der Einwohnerzahl der gesamten USA und jetzigen Bundesrepublik zusammen und bedeutet 1 Million pro Experimentiertag - dann errechnet sich diese ungeheure Zahl aus den vielfältigen Bereichen, in denen unschuldige und leidensfähige Tiere zum angeblichen Wohle der Menschen geopfert werden. In erster Linie sind das diverse Bereiche der Medizin, der Biologie, der Kosmetik, der Erzeugung von Genussmitteln und der Herstellung von Gebrauchsgegenständen. Unter letztere fallen, um nur einige Beispiele zu nennen, alle Plastikprodukte, Farben, Kerzen, Christbaumsprays, Frostschutzmittel, Tinten, Feuerlöscher und Gleitmittel für Reißverschlüsse. Die Grausamkeit, die Tieren besonders in der Rüstungsindustrie angetan wird, übersteigt das Vorstellungsvermögen eines normal empfindenden Menschen.

Die Bevölkerung wird getäuscht

Unter dem Vorwand, Tierversuche in der Medizin seien für die Entwicklung von Medikamenten, neuen Behandlungsmethoden und Operationstechniken unerlässlich, versucht man, die Bevölkerung in ihrer Leichtgläubigkeit in die Irre zu führen. Vor allem die Behauptung, die meisten Versuchstiere seien so genannte Ekeltiere, wie Mäuse und Ratten, zielt darauf ab, das Mitleidsempfinden zu unterdrücken. Es geht jedoch nicht um Größe oder Beliebtheit einzelner Tierarten, sondern darum, dass alle Tiere, so wie wir Menschen, Angst und Schmerz empfinden können.

Ob es sich immer noch zum Teil um gestohlene Haustiere, wie Hunde und Katzen, handelt, ist umstritten, spielt aber letztlich keine große Rolle, denn ob gestohlen oder gezüchtet, die Tiere leiden alle gleich. Sicher ist jedoch, dass verschiedenste Labortiere von der Nacktmaus bis zum Minischwein bereits voroperiert oder als Qualzüchtungen in den Katalogen amerikanischer "Tierfarmen" wie preiswerte Elektrogeräte angepriesen und auf Bestellung per Jumbojet eingeflogen werden.

Sie können sich informieren

Die Vereinigung Ärzte gegen Tierversuche e.V. hat im Internet eine Datenbank eingerichtet unter der Adresse: www.datenbank-tierversuche.de . Darin werden laufend in Deutschland durchgeführte und in Fachzeitschriften publizierte Tierversuche unter Angabe der Experimentatoren, der Universitäten oder Institute zusammengestellt. Mit dabei sind jeweils eine detaillierte Schilderung der Experimente und Angaben über Art und Zahl der verwendeten Tiere. Auf diese Weise soll allen Versuchen der Experimentatoren und der Pharmaindustrie, das grauenvolle Geschehen der Tierversuchspraktik zu verharmlosen, entgegengewirkt und der Öffentlichkeit die Wahrheit vor Augen geführt werden.


Verfasser: Dr. med. Walter Schmidt

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