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13.01.2009

Der Waschbär

Der Waschbär





Biologie :

Der Waschbär ist ein Vertreter der Kleinbären .Er hat einen silber-bis schwarzgrauen Balg und die typische Gesichtsmaske .Seine Körpergröße beträgt bis zu 75 cm , wobei die Rute ca. 20-30 cm lang ist .Er kann bis zu 20 kg schwer werden .Der Waschbär ist Sohlengänger wobei er seine Vorderbranten als Greifhände einsetzt.

Lebensraum :

Die Waschbärpopulation in Deutschland hat sich vorrangig aus gezielten Auswilderungen am Edersee entwickelt. Es gibt auch Tiere die aus Pelztierfarmen entlaufen sind . Inzwischen ist der der Waschbär über ganz Deutschland verbreitet.
Das heute erkennbare Schwerpunktvorkommen liegt im Dreiländereck Hessen ,NRW und Niedersachsen. In dieser Region sagt der Reichtum an naturnahen Laubmischwäldern den Lebensraumansprüchen dieser Tierart besonders zu. In diesen Gebieten gibt es aufgrund der Niederschläge relativ viele Wasserläufe. Vor allem das Vorkommen größerer Eichenbestände fördert die Ansiedlung durch Waschbären. Dies liegt an der Tatsache, dass alte Eichen mit Asthöhlen, vom Waschbär als Schlaf- und Winterquartier bevorzugt genutzt werden .Dass er so selten gesehen wird, hängt mit seiner Dämmerungs- bzw. Nachtaktivität zusammen .Der Waschbär führt großteils ein einzelgängerisches Leben .Durch sein aufbrausendes Temperament kommt es oft zu heftigen Kämpfen.
Die Tiere scheint menschliche Nähe nicht zu stören, sie leben sogar in leerstehenden Gebäuden und Schuppen. Häufig suchen sie auch Campingplätze, Häuser und Hotels heim, meist nachts, manchmal schon am hellichten Tag.



Nahrungsspektrum :

Als Nahrung wird -jahreszeitlich unterschiedlich- all das aufgenommen, was ihm auf seinem Weg vor die Pfoten kommt . Zur Nahrungssuche hält sich der Waschbär häufig an Gewässern auf, wobei er schwimmend Jagd auf Fische, Flußkrebse, Frösche und Wasserschildkröten macht.
Entlang von Ufergebieten spürt er Wühlmäuse und Bisamratten auf . Weiterhin ernährt er sich von Früchten, Nüssen ,Insekten, Reptilien, Haushaltsabfällen, Getreide und Feldfrüchte. Bei der Nahrungssuche kommt den Vorderfüßen als sehr feinfühliges Tastorgan eine besondere Bedeutung zu, da er den Untergrund mit den Pfoten betastet und so zwischen dem Laub , in Erdlöchern oder unter Wasser Verwertbares erkennt.

Fortpflanzung :

Die Ranz findet im Februar/März statt .Etwa 60-73 Tage später werden 1-7 Junge in einem Nest aus Blättern geboren, das das Weibchen in einem hohlen Baum angelegt hat.
Das Weibchen übernimmt die Erziehung und hat einige Wochen damit zu tun, ihnen beizubringen, wie sie jagen und für sich selber sorgen können.Der männliche Waschbär ist nach 2 Jahren geschlechtsreif .Er ist polygam und paart sich mit verschiedenen Weibchen , das Weibchen mit nur einem Männchen. Es ist mit einem Jahr geschlechtsreif. Waschbären können bis zu 10 Jahre alt werden .



Populationsdichte :

Die Besatzdichte liegt mit 1 bis 4 Tieren pro 100 ha zur Zeit deutlich geringer, als in seinen Heimatgebieten. Gründe für die relativ geringe Dichte mag an der Tatsache liegen, dass die Eichenwälder nicht flächendeckend verbreitet sind, sondern in kleinere Bestandesflächen konzentriert sind.

Bejagung :

Aufgrund seiner Lebensweise und seines Nahrungsspektrums ist bisher kein negativer Einfluss auf die heimische Tier- und Pflanzenwelt festzustellen. Aufgrund dieser Tatsache stellt selbst der "Naturschutz" nicht die Forderung, gegen den Kleinbär verstärkt vorzugehen. Zudem wird man ihn ob seiner Heimlichkeit
und Anpassungsfähigkeit nicht ausrotten können.
Eine Bejagung kann erfolgen, ein Jagderfolg vom Ansitz wird jedoch eher zufällig sein. Die Verwendung von Totschlagfallen ist zu unterlassen, da die Vorderläufe des Waschbären für seine Ernährung unentbehrlich sind , ihre Verwendung ist vorsätzliche Tierquälerei!

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