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11.01.2009

Die Enten - mehr als nur ein Sonntagsbraten

Die Enten - mehr als nur ein Sonntagsbraten
Fragt man Erwachsene nach ihren schönsten Kindheitserinnerungen hört man häufig: Sonntags sind wir immer mit der Oma an den Teich gegangen und haben Enten gefüttert. Und auch heute noch sieht man Familien mit der obligatorischen Brötchentüte in der Hand zum See spazieren. Doch wie leben eigentlich wilde Enten?

Die Familie der Entenvögel ist sehr groß. Zu dieser Familie gehören 47 Gattungen und knapp 150 Arten. Aufgrund der Artenvielfalt reicht die Größe dieser Tiere von dreißig Zentimetern bis hin zu 180! Auch das Gewicht hat mit 230 Gramm bis 22 Kilogramm eine beachtliche Spannbreite. Die Entenvögel kommen fast in der ganzen Welt vor, bevorzugt leben sie am Süßgewässer. Viele Enten sterben schon vor dem Erreichen der Geschlechtsreife. Die Lebenserwartung beträgt allgemein nicht mehr als fünf Jahre. Gott sei Dank gibt es auch Ausnahmen, die diese Zahlen deutlich überbieten, aber leider sind es nur seltene Ausnahmen.



Schon früh wurde die Nützlichkeit dieser Tiere entdeckt und man züchtete sie nicht nur wegen ihrem nahrhaftem Fleisch, sonder auch wegen ihrer Federn und ihrer Eier. Auch in der Literatur stößt man immer wieder auf die gefiederten Genossen. Die berühmteste Ente dürfte wohl Donald Duck sein.

Er und auch die anderen Arten aus der Entenfamilie haben körperlich sehr viele Gemeinsamkeiten. Sie besitzen einen langen und breit angelegten Körper, der ihnen beim Schwimmen den nötigen Auftrieb gibt. Ihre weit hinten am Körper angesetzten Beine und ihre Füße, die mit Schwimmhäuten versehen sind, machen aus den Gefiederten gute Schwimmer. Das Gefieder ist sehr dicht und wird durch ein aus der Bürzeldrüse abgesondertes Sekret wasserabweisend. Oberhalb der Augen haben alle Entenvögel Salzdrüsen, die es ihnen ermöglichen das überschüssigen Mineral wieder abzugeben. So können sie auch salziges Meerwasser ohne Probleme trinken.



Entenvögel haben einen breiten Schnabel, dessen Ränder mit Lamellen ausgestattet sind. Stockenten, zum Beispiel, haben am Oberschnabel über fünfzig Rillen und am Unterschnabel sogar mehr als siebzig! Die Lamellen dienen den Vögeln als Filter, um aus dem Wasser Kleinstlebewesen herauszufischen ohne dabei Liter um Liter trinken zu müssen. Auch das Festhalten des erbeuteten Fisches erleichtern diese Rillen ungemein. Eine weitere Besonderheit des Schnabels sind die Tastsinneszellen an der verhornten Schnabelspitze.

Die Entenvögel haben kurze, aber kräftige Flügel, die ihnen einen guten Flug ermöglichen, aber keine Segel- oder Gleitphasen. Das macht den Flug dieser Tiere so kräftezehrend. Wichtigste Steuerungsmöglichkeit im Flug hat der Schwanz, der meist nur kurz ausgebildet wurde.

Männliche und weibliche Entenvögel unterschieden sich meist eindeutig voneinander. Die männlichen Tiere haben häufig ein buntes Federkleid, während die Damen in unscheinbarem grau-braun ihre Wege ziehen.

Wer schon einmal in der Dämmerung an einem See vorbei gekommen ist, weiß, dass Enten ein lautes Organ haben können. Charakteristisch ist vor allem das "Quak". Interessanterweise sind nur die weiblichen Enten für das laute "Quak" verantwortlich. Die Herren versuchen sich mit anderen Lauten verständlich zu machen.

Entenvögel sind in ihrer Nahrung nicht wirklich wählerísch. Sie benötigen ungefähr zehn Prozent ihres Körpergewichtes als tägliche Essenration. Wasserinsekten, Krebstiere, Pflanzenteile und Plankton gehören zu ihren bevorzugten Speisen. Einige fangen und essen aber auch kleinere Fische. Um die Nahrung leichter verdaulich zu machen, nehmen viele Entenvögel kleine Kiessteine auf. Diese Steine helfen dann im Magen die gegessenen Speisen zu zermahlen.

Enten sind monogam lebende Tiere - wenigstens für eine Brutsaison! Erst zur nächsten Paarung halten sie nach einem neuen und vermeintlich besseren Partner Ausschau. Nestbau ist bei den Entenvögeln Frauensache. Doch mehr als nur eine Kuhle im Boden brauchen sie nicht. Das Weibchen polstert das Nest mit Daunenfedern der Brust, die sie sich ausreißt. Der typische Brutfleck entsteht.



Die Familie der Entenvögel ist sehr groß, so auch die Unterschiede in der Gelegegröße, die zwischen vier und mehr als zehn Eiern sein kann. Bebrütet wird das Gelege zwischen zwanzig und vierzig Tagen. Ist das Küken geschlüpft, ist es sofort lauf- und sogar auch schwimmfähig. Dennoch bleiben sie noch eine Zeit bei der Mutter. Sie zeigt und lehrt ihre Kinder, wie und wo sie am besten Nahrung zu sich nehmen können.

Auch wenn wir hier an jedem Teich einige Enten friedlich schwimmen sehen, gibt es momentan 33 Arten, die auf der roten Liste der IUCN stehen.

Der Sonntagsspaziergang mit der Oma steht an und ihr wollt ihr gerne etwas mitbringen? Dann schaut och mal bei den Kleinanzeigen, da findet man immer etwas Brauchbares. Ihr wollte von euren Erlebnissen berichten? Dann kommt in unser Forum.

Anmerkung: Auch wenn es viele noch aus ihrer Kindheit kennen: Enten sollten nicht mit Brot gefüttert werden. Warum das so ist, erfahrt ihr nächste Woche.

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