Free counter and web stats

11.01.2009

Die Entstehung der Initiative

Die Entstehung der Initiative

Im Januar 1998 ereignete sich im Nürnberger Zoo ein tragischer Unfall. Ein neugeborenes Delfinbaby sprang hinter eine Absperrung am Beckenrand und klemmte sich zwischen der Wand und dem Beckenrand so ein, dass es nicht mehr auftauchen konnte um Luft zu holen. So musste der kleine Delfin qualvoll ersticken. Dessen Mutter Emy, ein Wildfang aus Kuba, sprang in Panik hinterher und starb an Herzversagen.

Nach diesem Vorfall formierte sich die Bürgerinitiative Die Delfinbefreier, die sich zum Ziel gesetzt hat, die Schließung des Delfinariums zu erreichen. Seitdem finden immer wieder Demonstrationen, Aktionen und unzählige Infostände statt. Bei unserer bisher größten Demonstration fanden sich ca. 200 Leute in der Nürnberger Innenstadt ein, um für die Schließung des Delfinariums einzutreten. Eine andere spektakuläre Aktion war die Übergabe einer Petition zum Schutz der Delfine, der sich europaweit mehr als 100 Natur- und Tierschutzorganisationen angeschlossen haben.

Diese Urkunden wurden dem Oberbürgermeister übergeben, die zuständigen Stadträte erhielten eine Abschrift und wurden somit aufgefordert, sich gegen weitere Wildfänge zu entscheiden. Bei einer weiteren Veranstaltung vor dem Rathaus sprach sich der Vorstand der Aktionsgemeinschaft Artenschutz Günther Peter gegen die Delfinhaltung aus. Mittlerweile dürfte wohl jeder Einwohner Nürnbergs und auch darüber hinaus über die Problematik der Delfinhaltung informiert sein.





Aktion vor dem Nürnberger Rathaus

Die Petition zum Schutz der Delfine, der sich mehr als 100 Tier- und Naturschutzorganisationen aus dem In- und Ausland angeschlossen haben, wird der Öffentlichkeit präsentiert.
Jede Organisation unterschrieb eine Urkunde, deren Kopie wir an einer langen Wäscheleine vor dem Eingang des Rathauses befestigten. Die Originale wurden dem Oberbürgermeister überreicht.


30 Delfine mussten im Nürnberger Zoo bereits ihr Leben lassen.
Die Namen aller verstorbenen Tiere wurden auf einem 50 Meter langen Transparent aufgelistet, das immer wieder bei Aktionen vor dem Tiergarten oder an verschiedenen Plätzen der Nürnberger Innenstadt ausgerollt wird.

Das Transparent in der Nürnberger Innenstadt.


Delfine in der Freiheit

Delfine leben seit 30 Millionen Jahren im Einklang mit ihrer Umwelt. Im Meer legen diese intelligenten Tiere in großen Verbänden weite Entfernungen zurück. Delfine sind neugierig, verspielt und lebensfroh. Da es so gut wie keine natürlichen Feinde gibt, führen sie ein Leben ohne Angst und in Harmonie, solange der Mensch nicht in ihren Lebensraum eingreift. Das Abschlachten dieser Tiere, die Meeresverschmutzung und die damit schwindende Lebensgrundlage stellen eine ernsthafte Bedrohung für die Delfine dar.



Wildfänge für Delfinarien

Auch die Fänge zu Ausstellungszwecken in Delfinarien können eine Population schwer belasten. Nicht zu vergessen ist auch die Qual, die jedes einzelne Tier erleiden muß. Beim Fang werden die Tiere oft verletzt und hängen blutend und vor Schmerz verkrümmt in den Leinen. Sind die Tiere erst einmal an Bord des Schiffes, stehen sie unter schwerem Schock, nur wenige überleben diese Tortur.



Das Nürnberger Delfinarium


Pressemitteilung vom 06.07.2007

- 34. Todesfall und damit der sechste tote Delfin in einem Jahr im Nürnberger Delfinarium

- Andreas Morlok ist gestartet -

- Barfußmarsch für die Freiheit der Delfine -

Der Delfin- und Walschützer Andreas Morlok hat seine Ankündigung wahrgemacht und ist zu einem 500 Kilometer langen mehrwöchigen Barfußmarsch gegen die Haltung von Delfinen in Gefangenschaft aufgebrochen.




Pressemitteilung 17.06.2007

- 33. Todesfall im Nürnberger Delfinarium

- Größte Kampagne gegen Delfinarien gestartet

- Zum Auftakt: 500 Kilometer Protest-Barfußmarsch geplant

Mit dem 33. toten Delfin steht der Nürnberger Zoo erneut im Kreuzfeuer der Kritik. Von 20 Nachzuchten sind bereits 16 ums Leben gekommen, die meisten kurz nach der Geburt. Damit liegt die durchschnittliche Lebenserwartung der Tiere im Nürnberger Zoo gerade einmal bei rund elf Jahren, während die Meeressäuger in der Freiheit im Durchschnitt rund 30 Jahre leben (Quelle: Studie der Internationalen Meeressäugervereinigung, IMMA). Dieses Alter haben im Nürnberger Zoo von 41 Delfinen nur zwei erreicht (Moby und Eva).





Pressemitteilung vom 28.7.2006

Strafanzeige gegen den Nürnberger Zoo

Die Tierrechtsinitiative "Die Delfinbefreier" wird bei der Staatsanwaltschaft Nürnberg/Fürth Strafanzeige gegen die Verantwortlichen des Nürnberger Zoos erstatten.
Die Grundlage hierfür liefern der Zoodirektor Dag Encke und seine Mitarbeiter selbst, indem sie mehrfach zugaben, die Delfinhaltung nicht im Griff zu haben und unerfahren zu sein.
Auch über die Todesursachen könne man teilweise nur Mutmaßungen anstellen.
Obwohl Encke eingesteht, vor einem "Scherbenhaufen" zu stehen und von mehreren Seiten die Schließung des Delfinariums gefordert wird, hält er verbissen an dieser Einrichtung fest und beabsichtigt sogar, weiterhin auf die gleiche Art und Weise mit den Delfinen zu experimentieren und somit deren Tod billigend in Kauf zu nehmen.





Pressemitteilung vom 19.7.2006

30 tote Delfine im Nürnberger Zoo.
Tierrechtsinitiative bereitet sich auf Bürgerentscheid vor.
Bürgermeister Förther endlich zu Gesprächen mit TierrechtlerInnen bereit.

Auf Grund der dramatischen Lage im Nürnberger Delfinarium findet am Donnerstag, den 20.07.06 um 11.00 Uhr ein Gespräch zwischen TierrechtlerInnen, dem für den Tiergarten zuständigen Bürgermeister Förther, sowie einem Vertreter des Zoos statt. Schon seit einiger Zeit hatten die TierrechtsaktivistInnen um diesen Termin gebeten, doch erst nach dem 30. toten Delfin im Nürnberger Zoo zeigten sich die Verantwortlichen gesprächsbereit.





Pressemitteilung vom 22.06.2006

Im Nürnberger Delfinarium häufen sich die Todessfälle, mittlerweile steigt die Zahl der frühzeitig ums Leben gekommenen Tiere auf 30 an; alleine drei davon kamen innerhalb diesen Jahres ums Leben.

Auch für das Nürnberger Delfinarium, das seit dessen Eröffnung im Jahre 1971 immer wieder im Kreuzfeuer der Kritik steht, sind bereits 25 Delfine aus Florida, Kuba, Mexiko und Kolumbien in diese Einrichtung gebracht worden. 15 dieser Tiere sind bereits gestorben, die fünf Überlebenden müssen rund um die Uhr tierärztlich betreut und mit synthetischen Vitaminen, pilztötenden Medikamenten und Antibiotika am Leben gehalten werden. Alleine für die Delfine werden 40% der Tierarztkosten des gesamten Zoos ausgegeben.



Die Behauptungen der Tiergartenleitung

Seit Beginn unserer Kampagne schrecken die Verantwortlichen des Zoos nicht davor zurück, Tatsachen zu verdrehen oder zu beschönigen, um das angekratzte Image wieder aufzubessern und das Delfinarium in ein besseres Licht zu rücken. Doch die falschen Behauptungen können widerlegt und richtig gestellt werden. Die Verantwortlichen des Tiergartens behaupten u. a.:

-dass die Nachzucht ohne Probleme funktioniert. Dass aber seit Beginn der Delfinhaltung von 16 Nachzuchten bereits zwölf gestorben sind und zwei Tiere in ein anderes Delfinarium gebracht werden mussten, weil es sonst Rangordungskämpfe gegeben hätte, wird mit keinem Wort erwähnt.

-dass Delfine im Betonbecken angeblich 90% ihrer natürlichen Verhaltensweisen beibehalten. Weiss man aber, dass Delfine im Meer bis zu 500 Meter tief tauchen, Höchstgeschwindigkeiten von bis zu 60 Stundenkilometern erreichen und täglich weite Strecken von 50 bis 250 Kilometern schwimmen, so fragt man sich, wie die Verantwortlichen des Tiergartens zu solch einem Ergebnis kommen. Nun, die Zooleitung hat sich etwas einfallen lassen. Es wurden Verhaltensweisen, wie z. B. das Bewegen des Kopfes, das Schlagen mit der rechten Brustflosse, das Schlagen mit der linken Brustflosse, etc. zu gleichen Teilen bewertet, wie z. B. das Wühlen im Sandboden. So kommt man zu einem Ergebnis, in dem das Fehlen der elementarsten Grundbedürfnisse nur 10% beträgt.

-dass sich die Delfine im Nürnberger Zoo wohl fühlen, ja sogar glücklich sind. Dies wird mit einer Doktorarbeit begründet, die lediglich belegt, dass die Tiere hier nicht unter Stress stehen. Diese Studie sagt absolut nichts über den wahren psychischen und physischen Zustand der Tiere aus. Die Hauptprobleme, wie die Tortur der Gefangenschaft und die quälende Langeweile bleiben weiterhin bestehen. Im Delfinarium verkümmern die Tiere, darüber kann auch diese Forschungsarbeit nicht hinwegtäuschen!

-dass eine Delfintherapie in Nürnberg behinderten Kindern zugute kommen soll. Vor Beginn der Proteste jedoch hielten die Verantwortlichen diese Therapieform für nicht möglich und lehnten diese aus den unterschiedlichsten Gründen ab. Jetzt, wo die Schließung dieser Einrichtung droht, versucht der Tiergarten, sich mittels solch einer Therapie Pluspunkte in der Bevölkerung zu verschaffen.



Die Delfintherapie

Die Delfintherapie wird bisher nur in den USA, Israel, Australien und Großbritannien durchgeführt, meist in halb offenen Haltungen im Meer. Dass man in Nürnberg nicht mit Heilungserfolgen rechnen kann, muss den Verantwortlichen des Nürnberger Zoos klar sein.

Die Delfintherapie wird lediglich als Mittel zum Zweck angeboten und die behinderten Kinder werden hier für eine Werbekampagne benutzt. Selbst Experten sind der Meinung, dass in den Eltern falsche Hoffnungen auf Heilungen geweckt werden, die nicht erfüllt werden können.
Die Delfinindustrie ist mittlerweile dazu übergegangen, diese Therapieform in sehr vielen Delfinarien anzubieten, um so den weltweiten Protesten entgegenzutreten und den Erhalt dieser Einrichtungen zu rechtfertigen.

Die Delfintherapie wird auch beim geplanten Neubau auf Rügen lediglich als Mittel zum Zweck angeboten, um den Bau des neuen Delfinariums, das kommerziellen Interessen dient, zu rechtfertigen.

Obwohl die Delfintherapie seit mehr als 20 Jahren praktiziert wird, gibt es derzeit trotz intensiver Forschungsarbeit keinen Beweis oder Hinweis darauf, dass sie besser funktioniert als andere Therapien. Ob eine Langzeitwirkung überhaupt erzielt werden kann, ist äußerst umstritten (Quelle: WDCS). Zwar gab es immer wieder kleine Erfolge, über die in den Medien berichtet wird; darüber, dass sich die Kinder nach Ende der Therapie aber meist wieder in sich zurück ziehen, der sog. "Erfolg" also oft nur von kurzer Dauer ist, wird im nachhinein nicht mehr erwähnt.

Behinderte Kinder dürfen nicht für kommerzielle Zwecke missbraucht werden! Es ist unverantwortlich in Eltern falsche Hoffnungen auf Heilungen zu wecken, die nicht erfüllt werden können.
Darüber hinaus sind viele Eltern ahnungslos, dass sie ihre Kinder in körperliche Gefahr bringen.

Risiken für die Menschen:
-Gefahr durch Verletzungen
-Gefahr durch Krankheitsübertragungen
-Die betroffenen Familien zahlen hohe Beträge an den Betreiber und verlieren so die Chance, in den Genuss eines effektiveren Therapieverfahrens zu kommen.

Risiken für die Tiere:
-Um die Ansteckungsgefahr für den Menschen zu reduzieren, wird das Wasser, in dem die Tiere leben stärker desinfiziert - dies schädigt Haut und Augen.
-Da es in Europa nicht genügend nachgezüchtete Delfine gibt, besteht die Gefahr, dass Neufänge über Drittländer mit gefälschten Papieren eingeführt werden.
-Die Tiere werden auf Grund kommerzieller Interessen ihrer Freiheit beraubt und müssen in nicht artgerechten Betonbecken leben.

Wussten Sie bereits, dass
-die Delfintherapie von deutschen Krankenkassen nicht anerkannt wird?
-ein positiver Effekt der Delfintherapie meist nur darauf zurück zu führen ist, dass es sich um den ersten Kontakt des Kindes mit einem Tier überhaupt handelt?
-niemals Vergleichsstudien zwischen Therapien mit Haustieren und der Delfintherapie erstellt wurden?



Die sogenannte „Lagune“

Es wird suggeriert, dass das Nürnberger Delfinarium unbedingt erweitert werden muss, um den behinderten Kindern besser helfen zu können. Auf diese Art und Weise versuchen die Verantwortlichen, möglichst viele Spendengelder für das Aussenbecken, die sogenannte „Lagune“, zusammen zu bekommen. Denn dieser Bau wird nach jetzigen Berechnungen ca. siebzehn Millionen Euro kosten; nicht zu vergessen sind die laufenden Kosten, die zur Zeit schon jährlich eine halbe Million Euro betragen und zur Hälfte aus Steuermitteln gedeckt werden.

Wird der Bau des Aussenbeckens wirklich durchgesetzt, steigen die Unterhaltungskosten ins Unermessliche. Gelder, die wohl anderweitig sinnvoller eingesetzt werden könnten! Weiterhin heißt es, der Bau soll auch den Delfinen selbst zu Gute kommen.
Doch da die „Lagune“ nur in der wärmeren Jahreszeit genutzt werden kann, haben die Tiere nur wenige Monate im Jahr etwas davon und selbst dann kann natürlich nicht von artgerechter Haltung die Rede sein.
Dieses Becken wird niemals die freie Wildbahn, die unendlichen Weiten des Ozeans ersetzen können, in dem die Tiere heimisch sind.
Delfinarien sind und bleiben Gefangenschaft, man kann hier also keineswegs von Fortschritten oder gar einem Erfolg sprechen. Wird dieses Aussenbecken wirklich gebaut, wäre es die Garantie für weitere wildgefangene Tiere.



Was kann ich tun?

Abstimmung im Nürnberger Stadtrat über den Import weiterer Delfinwildfänge für das hiesige Delfinarium

Um weitere Wildfänge zu verhindern, hat die Wählergemeinschaft „Die Guten e. V.“ nochmals einen entsprechenden Antrag beim Nürnberger Stadtrat eingebracht.
Im Februar 2002 wurde besagter Antrag schon einmal eingebracht, wurde allerdings übergangen; damals wurde dem Antrag der FDP zugestimmt, der aber immer noch die Möglichkeit, Wildfänge ins Delfinarium verbringen zu lassen, offen lässt.
Die Politiker des Kulturausschusses (das Delfinarium zählt zu den kulturellen Einrichtungen) müssen über diese Problematik abstimmen.
Wir werden alles daran setzen, die zuständigen Stadträte zu überzeugen. Mit Aktionen, Demos vor dem Rathaus, Briefen und Gesprächen zeigen wir ihnen, wie wichtig uns dieses Anliegen ist.



Unterstützung der Kampagne

Wir bitten auch Sie, die Kampagne zu unterstützen und per Brief, Fax, E-Mail und Telefon zu protestieren:

Bürgermeister Horst Förther, u. A. zuständig für den Geschäftsbereich Tiergarten, Rathausplatz 2, 90403 Nürnberg
Tel.: 0911/ 231-50 11 od. 231-5012
Fax: 0911/ 231-50 39
E-Mail: bga@stadt.nuernberg.de

Oberbürgermeister Dr. Ulrich Maly, Rathausplatz 2, 90403 Nürnberg
Tel.: 0911/ 231-50 01 od. 231-50 02
Fax: 0911/ 231-36 78
E-Mail: bga@stadt.nuernberg.de

Kulturreferentin Prof. Dr. Julia Lehner, Referat VIII - Kulturreferat, Rathaus Hauptmarkt 18, 90403 Nürnberg
Tel.: 0911/231-2390 od. 231-2218
Fax: 231-47 57
E-Mail: kulturreferat@stadt.nuernberg.de

Protestpostkarten und die dazugehörigen Flugblätter können bestellt werden unter
info@die-delfinbefreier.de

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen




Shop Kontakt Newsletter Linkliste Tierfreunde Nord Forum/Community -Tierheim ! Literatur-Tipps Himmlisch-gut.de Tiertafel Global 2000: Die Gebirge Europas + Das Mittelmeerbecken + Die Seen des grossen afrikanischen Grabenbruchs + Die Akaziensavanne Ostafrikas + Das Kongobecken + Die Kappellen + Die Wälder Madagaskars + Die Regenwälder der Malediven, Lakkadiven und Chagos-Inseln + Die Savannen und Grasländer des Terai-Duar + Die Wälder der Sundarbans + Die Sumpfwälder Borneos + Die Daurische Steppe + Die Sibirische Taiga + Das Bering-Meer + Die Wüste im Nordwesten Australiens + Das Great Barrier Reef + Die Wälder Neukaledoniens + Die Wälder der Haweii-Inseln + Die Osterinseln + Die Galapagos-Inseln + Die Prärien Nordamerikas + Die Chihuahua-Wüste + Die grossen Antillen: Kuba + Die Los-Llanos-Savanne in Kolumbien und Venezuela + Das Amazunasbecken + Die Patagonische Steppe + Die antarktische Halbinsel und das Wedell-Meer