Free counter and web stats

11.01.2009

Die Folgen des Rauchverbots: Herumliegende Zigarettenstummel können Hunden gefährlich werden

Die Folgen des Rauchverbots: Herumliegende Zigarettenstummel können Hunden gefährlich werden

Das neueste Urteil des Bundesverfassungsgerichts erhitzt die Gemüter: eine Lockerung des Rauchverbots zugunsten kleiner Kneipen ist zulässig. Begründung: Im Gegensatz zu größeren Gaststätten können diese keinen separaten Raucherraum anbieten. Ist der Aschenbecher in der Stammkneipe bald wieder voll?

Weit weg erscheint die Diskussion um das Rauchverbot dagegen bei Badespaß und heißem Sommerwetter: am See, Fluss oder im Freibad kann der Raucher seine Freiheit genießen, sich lang ausstrecken und gemütlich eine rauchen. Stört doch keinen, oder?

Aber wer kennt sie nicht, die ausgerauchten Stummel im Rasen oder Sand. Besonders für Eltern sind sie ein Graus. Jedes noch so kleine Fundstück, das die Kids in die Hände bekommen, wird stolz mitgeschleppt oder sogar angeknabbert. Und zwar nicht nur von Kindern, auch Hundehalter müssen Acht geben: Haustiere sind ebenso besonders gefährdet. Ganz besonders Welpen, die überall hineinbeissen!



Jetzt müssen die Eltern und Hundehalter schnell reagieren, denn die Kippen sind nicht ungefährlich: Sie enthalten noch große Mengen Schadstoffe und bereits geringe Mengen davon können zu Nicotinvergiftungen führen. Eine Untersuchung in Berlin� zeigte: Über 260 Vergiftungen werden pro Jahr bei Kindern bis 6 Jahre auf Zigarettenkippen zurückgeführt. Denn die Stummel liegen zu tausenden auf Spielplätzen. Laut dieser Studie sind Nicotinvergiftungen nach der versehentlichen Einnahme von Medikamenten die zweithäufigste Vergiftungsursache bei Kindern in Berlin. Auch Hunde sind betroffen: Wenige Gramm getrockneter oder in Pfützen gelöster Tabak mögen einen Bernhardiner noch nicht umbringen, können aber für einen Chihuahua bereits sehr gefährlich sein.



Neben dem bekannten Nicotin enthalten Zigaretten noch weitere Schadstoffe wie Dioxin, Formaldehyd oder Cadmium. Gern würde die Umwelt auf diese kleinen Giftcocktails verzichten. So landet beim gemütlichen Grillabend die eine oder andere Kippe schon mal auf der Wiese oder im Sand. Diese Stummel werden vom Regen ausgewaschen und gelangen so ins Grundwasser. Dadurch können laut Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) bis zu 40 Liter Trinkwasser verunreinigt werden³. Nach dem entspannten Grillabend kippt man dann die Grillkohle oft zusammen mit den gesammelten Zigaretten in den Mülleimer am Lieblingssee. Was zunächst für Umweltbewusstsein spricht, kann letzten Endes doch wieder Umweltverschmutzung sein: Oft ist der Eimer nach unten offen und schon beim nächsten Regenguss werden die giftigen Inhaltsstoffe ausgewaschen und gelangen in Boden und Grundwasser.

Also passt gut auf Eure Vierbeiner auf, wenn Ihr zum Baden an den See fahrt oder in der City spazieren geht. Schaut, dass Euer Liebling keinen Zigarettenstummel ins Maul nimmt - denn das kann richtig gefährlich werden! Übrigens: Auch Passivrauchen ist für Fellnasen und Piepmätze überhaupt nicht lustig. Deshalb: Kippe aus, wenn Ihr bei Euren Tieren seid!

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen




Shop Kontakt Newsletter Linkliste Tierfreunde Nord Forum/Community -Tierheim ! Literatur-Tipps Himmlisch-gut.de Tiertafel Global 2000: Die Gebirge Europas + Das Mittelmeerbecken + Die Seen des grossen afrikanischen Grabenbruchs + Die Akaziensavanne Ostafrikas + Das Kongobecken + Die Kappellen + Die Wälder Madagaskars + Die Regenwälder der Malediven, Lakkadiven und Chagos-Inseln + Die Savannen und Grasländer des Terai-Duar + Die Wälder der Sundarbans + Die Sumpfwälder Borneos + Die Daurische Steppe + Die Sibirische Taiga + Das Bering-Meer + Die Wüste im Nordwesten Australiens + Das Great Barrier Reef + Die Wälder Neukaledoniens + Die Wälder der Haweii-Inseln + Die Osterinseln + Die Galapagos-Inseln + Die Prärien Nordamerikas + Die Chihuahua-Wüste + Die grossen Antillen: Kuba + Die Los-Llanos-Savanne in Kolumbien und Venezuela + Das Amazunasbecken + Die Patagonische Steppe + Die antarktische Halbinsel und das Wedell-Meer