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11.01.2009

Die Geschichte von Randang und Bonita

Die Geschichte von Randang und Bonita
Die Orang-Utans Bonita und Randang auf der Station Nyaru Menteng sind wie Mutter und Tochter - ohne verwandt zu sein



Beim Betreten der BOS Klinik Nyaru Menteng bietet sich einem derzeit ein erstaunlicher Anblick. Immer stellt sich die Frage: "Sind das Mutter und Tochter? " Tatsächlich denken die meisten Nyaru-Menteng-Besucher dies, wenn sie beim Streifen durch die Station auf das Paar treffen.

Auch die Betroffenen sind sich über diese Frage offensichtlich nicht so sicher. Bonita, das sechsjährige Orang-Utan Weibchen scheint das zwei- bis zweieinhalbjährige Weibchen Randang zu lieben. Randang erwidert die Zuneigung offensichtlich: als wäre Bonita ihre Mutter hängt sie sich ihr um den Hals als suche sie ihren Schutz. Die letzten zwei Monate geht das nun schon so. Randang sucht täglich ihren Stammplatz an Bonitas Hals auf - die beiden sind unzertrennlich.

Die beiden lernten sich auf dem Spielplatz vor der Klinik kennen - die Orang-Utans die dort trainiert werden bezeichnen die Mitarbeiter als "Playground-Clinic-Gruppe ". Dieser Bereich steht Orang-Utans aus der Waldschule zur Verfügung, die sich von Krankheiten erholen, oder erst kürzlich geretteten Orang-Utans, die durch den Gesundheitscheck müssen.

Zuvor hatte Bonita auf der Übergangsinsel Pallas II gelebt, wo sie vergangenes Jahr aber schwer erkrankte und in die BOS Klinik Nyaru Menteng eingeliefert wurde. Sie ist immer noch dabei sich zu erholen.

Randang wurde von der Naturschutzbehörde des Dorfes Timpah in Zentral-Kalimantan vergangenes Jahr konfisziert - eineinhalb war sie damals. Dem Eigentümer zufolge war sie aber nicht lange in Gefangenschaft gewesen und der Umgang mit Menschen war ihr fremd. Das hieß, dass sie in die Playground-Gruppe musste, da sie zu wild war, um in der Waldschule zu trainieren. Bei ihrer Ankunft in Nyaru Menteng war sie verängstigt und suchte Schutz vor den älteren und größeren Tieren. Des öfteren kletterte sie auf den Rücken von Bonita, die dies allerdings kalt ließ.

Das änderte sich zunächst auch nicht, auch weil noch viele andere Orang-Utans in ihrer Gruppe waren, die im selben Alter wie Bonita waren und daher von ihr als Spielpartner bevorzugt wurden. Genau so suchte Randang fast etwas verzweifelt Anschluss - auch die Anderen wären ihr Recht gewesen. Der Zufall wollte es allerdings, dass die beiden irgendwann allein in der Gruppe waren, weil alle anderen Orang-Utans sich erholt hatten. Von dem Tag an waren die beiden wie ein Herz und eine Seele. Wo Bonita war, war auch Randang, sich an ihrem Pelz festhaltend wie es ein Orang-Utan-Baby bei seiner Mutter macht. Auch Bonita umarmte die Kleine wie es sonst nur bei Muttertieren beobachtet wird.

Interessant ist vor allem, dass Bonita ein sechsjähriges Orang-Utan-Weibchen ist, das zuvor keine Kinder gehabt hat. Dennoch kümmert sie sich um Randang ganz als wäre das nicht der Fall. Auch das Stillen der Kleinen übernimmt Bonita. Die zwei sind bereits die Lieblinge der Station. Dr. Siska erklärt, dass die beiden momentan kaum zu trennen sind. Besonders leicht festzustellen ist dies in Situationen wenn Bonita (die noch in Behandlung ist) ihre Medizin bekommt und zu diesem Zweck allein in das Behandlungszimmer gebracht wird. Sie ist dann stets nervös und es ist richtig spürbar, dass ihr Randang fehlt. Sobald Bonita wieder genesen ist wird sie auf die Übergangsinsel Pallas II zurückkehren müssen. Die Trennung ist also langfristig unumgänglich. Aber im Moment sind Bonita und Randang vereint wie Mama und Tochter in der Playground-Clinic-Gruppe in der BOS-Station Nyaru Menteng.

Quelle: BOS-Deutschland

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