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15.01.2009

Die Hundemafia - das schmutzige Geschäft mit der "Ware" Tier

Die Hundemafia - das schmutzige Geschäft mit der "Ware" Tier

Hundeelend
In Massenzuchtanlagen geboren und ohne Chance auf ein leidfreies Leben - so geht es vielen Welpen, die dazu bestimmt sind von "Hundeproduzenten" irgendwo in Europa verkauft zu werden. Sie werden in finsteren und schmutzigen Unterkünften gehalten und bekommen nur unzureichend Wasser und Futter. Darüber hinaus werden die äußerst sozialen Tiere meist viel zu früh von ihren Muttertieren getrennt. Die kleinen Hunde haben keinerlei sozialen Kontakt und bekommen keine Zuneigung - weder von Menschen, noch von ihrer eigenen Mutter, die, zur "Gebärmaschine" degradiert, ohnehin auch viel zu schwach dazu ist.



Eingepfercht zum Kunden

Wenige Wochen nach der Geburt werden die Welpen in Kisten, Katzentransportboxen oder Taschen gepackt. Ohne Nahrung und genügend Wasser, eingeengt - häufig ohne Licht und ausreichende Luftzufuhr - stehen die Kleinen große Ängste durch.

Dann werden sie nicht selten über Hunderte von Kilometern zu den grenznahen Hundemärkten, unseriösen Hundevermittlern oder anderen Verkaufsplätzen transportiert. Dort angekommen werden sie völlig geschwächt den Interessenten präsentiert. Entzückt von den süßen Welpen, entscheiden sich die Kunden viel zu schnell für den Kauf. Dabei ahnen sie nicht, dass die Tiere weder ausreichend geimpft, noch gechipt und entwurmt sind. Darüber hinaus sind die Papiere häufig gefälscht und die Herkunftsangaben entsprechen meist nicht der Wahrheit.



Kranke, verstörte Hunde
Schon nach kurzer Zeit können große Probleme auftreten. Viele der Tiere werden krank, sind verstört und manchmal sogar aggressiv. Kein Wunder, denn durch die nicht artgerechte Haltung hatten es die Welpen in den ersten Wochen - ihrer Prägephase - nicht leicht. Für viele betrogene Hundekäufer stellt der Tierarztbesuch die letzte Hoffnung dar. Wenn dieser feststellt, dass der Hund krank ist, ist es oft schon zu spät. Trotz hoher Behandlungskosten sterben viele Tiere oder müssen vom Tierarzt eingeschläfert werden.




Was tun gegen die Hundemafia?
Am Rande des Flohmarktes steht eine junge Frau mit zwei Hundewelpen auf dem Arm. Es regnet und kalt ist es auch. Die Hundebabys wecken bei den Flohmarktbesuchern Entzücken und Mitleid. Erst recht, als die Frau im gebrochenen Deutsch signalisiert, die Welpen verkaufen zu wollen. 100 Euro - dafür kriegt man bei einem deutschen Züchter keinen Rassehund. Die beiden Welpen finden erstaunlich schnell ein neues Heim - aber, oh Wunder! - die junge Frau taucht mit weiteren Welpen auf, versucht ihr Glück jetzt auf dem Wochenmarkt. Als die gerufene Polizei kommt, taucht sie rasch unter...

Eine Tierärztin berichtet: Die Hündin eines Züchters ist nachweislich leer geblieben, trotzdem kommt er nach ein paar Wochen mit Welpen zum Impfen. Wie das? - "Vermutlich aus dem Ausland zugekauft, schließlich hatte der deutsche Züchter Interessenten für die in seinem Zwinger ausgebliebenen Jungtiere", vermutet die Tierärztin. Ihr Verdacht ist keinesfalls unbegründet. So berichtet die Zeitschrift "natur & kosmos" unter Berufung auf tschechische Quellen, dass dort jährlich etwa 27.000 Hunde unkontrolliert von organisierten Banden ausgeführt werden. Dabei ist von gefälschten Ahnentafeln die Rede und auch Mikrochips und Tätowierungen stellen für die Hundemafia offensichtlich keine Hürden dar. Das Geschäft lohnt sich durch die hohe Differenz zwischen Einkaufs- und Verkaufspreis, je nach Rasse ist das Sechs- bis Siebenfache dessen zu erzielen, was der Hund in Tschechien kostet. Wobei unter diesen Umständen nicht jeder "Rassehund", der als solcher teuer bezahlt wurde, auch einer ist - von seiner in der Ahnentafel angegebenen Abstammung einmal ganz zu schweigen.



Illegal und tierschutzwidrig
Hunde kommen längst nicht nur einzeln und legal über die Grenzen. Vor allem der Handel mit (tatsächlichen oder vermeintlichen) Rassetieren blüht, aber auch mit brutal dressierten Blindenhunden. "natur & kosmos" zitiert in ihrer Oktober-Ausgabe sogar einen tschechischen Züchter mit der Aussage, die Zukunft gehöre den in Deutschland als "Kampfhunden" geächteten und mit Zuchtverboten belegten Rassen. Wie das angesichts des Importverbots für diese Rassen funktioniert? Illegal natürlich. Illegal ist auch die Haltung. Schließlich kann man einen nach Inkrafttreten des Import- und Zuchtverbots nach Deutschland gekommenen Pit Bull, American Stoffordshire Terrier, Staffordshire Bullterrier oder Bullterrier nicht anmelden; er würde sofort eingezogen. Dass diese Hunde, die praktisch nicht das Licht der Öffentlichkeit sehen dürfen, kaum für die Haltung in der Familie sondern zum Kämpfen gedacht sind, liegt auf der Hand. Damit tritt genau das ein, was Kritiker der Kampfhundegesetze befürchten.

Bei dem Hundeschmuggel geht es nicht nur um Gesetzesübertretungen und Betrug am späteren Halter durch gefälschte Abstammungsnachweise. Gravierender noch sind die tierschutzrechtlichen Aspekte: Die Welpen sind oft nicht geimpft, während des manchmal tagelangen Transports medikamentös betäubt, sie erreichen ihr Ziel unterernährt und ausgetrocknet, nachfolgende Verhaltensstörungen und Krankheiten inbegriffen. Wie viele Welpen dabei ums Leben kommen, weiß niemand. Wie viele überlebende Hunde samt ihren Besitzern anschließend lange Leidenswege absolvieren, weiß auch niemand. Tatsache ist, dass immer wieder geschmuggelte Welpen tot aufgefunden werden.



Nachfrage bestimmt das Angebot
"Schuld" sind letztlich die Nachfrager. So süß auf der Straße oder sonst wo angebotene Welpen auch sein mögen, so viel Mitlied man mit jedem einzelnen dieser armen Wesen auch haben mag: Nur wenn man sie nicht vom Anbieter kauft, sondern sofort die Polizei einschaltet, lässt sich der Nachschub eindämmen.



51.000 Unterschriften gegen Welpenhandel
http://www.vier-pfoten.de/website/output.php?id=1222&idcontent=2589&language=1

Skrupelloser Welpenhandel
http://www.vier-pfoten.de/website/output.php?id=1222&idcontent=2397&language=1

Sehen Sie sich den Film an
http://www.vier-pfoten.de/website/output.php?id=1222&idcontent=2406&language=1

Hintergrund der VIER PFOTEN Kampagne
http://www.vier-pfoten.de/website/output.php?id=1222&idcontent=2399&language=1

VIER PFOTEN fordert
http://www.vier-pfoten.de/website/output.php?id=1222&idcontent=2400&language=1

Augen auf beim Welpenkauf
http://www.vier-pfoten.de/website/output.php?id=1222&idcontent=2402&language=1

Anschaffung eines Hundes
http://www.vier-pfoten.de/website/output.php?id=1222&idcontent=2404&language=1

Wussten Sie, dass ...
http://www.vier-pfoten.de/website/output.php?id=1222&idcontent=2401&language=1

Was Sie tun können
http://www.vier-pfoten.de/website/output.php?id=1222&idcontent=2403&language=1

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