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12.01.2009

Die Qual der Wale

Die Qual der Wale
Die Zerstörung ihres Lebensraumes wird für die Meeressäuger zunehmend zur Gefahr

Das Leben der Wale ist nicht nur durch den wieder aufkommenden Walfang gefährdet. Auch die Vielfalt der chemischen und akustischen Belastungen der Meere, aber auch klimatische Veränderungen machen den Walen das Leben schwer. Ein langfristiger Schutz der Meeressäuger ist deshalb heute wichtiger denn je.

Das Schlagwort "Treibhauseffekt" ist seit Jahren in aller Munde. Doch handfeste Auswirkungen sind schwer nachzuweisen. Eine der Auswirkungen ist das Schmelzen des Eises in der Arktis. Die Schollen sind nach neuesten Untersuchungen um 40 % der ursprünglichen Eisdicke geschrumpft. Dies hat z.B. fatale Folgen auf die dort lebenden Eisbären. Ihre Jagdsaison ist nun verkürzt - trächtige und säugende Weibchen können ihren Nachwuchs nicht optimal versorgen. Die Folge: Viele Jungtiere sind in ihrer Entwicklung zurückgeblieben und verkümmern.

Die durch den Treibhauseffekt bedingte Meereserwärmung hat auch auf Wale, auch Cetacea genannt, einen indirekten Einfluss - nämlich auf ihre Nahrungsquellen. Dies trifft nicht nur auf die meist kleineren Zahnwale zu, die sich vornehmlich von Fisch ernähren (z.B. Beluga (= Weißwal), Pilotwal oder Schwertwal), sondern auch auf die großen Bartenwale (z.B. Glatt-, Buckel- oder Blauwal), die sich von Krill (kleinen Krebsen) und Plankton ernähren. Die Meereserwärmung setzt einen komplexen Prozess in Gang: Der Salzgehalt im Wasser ändert sich durch die Temperaturerhöhung. Der Organismus vieler Fische ist aber an einen bestimmten Salzgehalt anpasst - die Tiere müssen daher bei Veränderungen des Außenmilieus wandern (Migration).

Sonnenlicht und Wassertemperatur haben auch einen Einfluss auf die Produktion von Plankton und pelagischen, d.h. in der Tiefsee lebenden Fischen. Im Sommer treibt das Zooplankton durch die Erwärmung nach oben und an die Küste, im Winter dagegen in die Tiefe. Dies hat natürlich wiederum Auswirkungen auf die Fische, die sich vom Plankton ernähren. Durch die Verschiebungen der Plankton- und Fischvorkommen ändern sich entsprechend die Routen der nahrungssuchenden Wale.

Auch die Sonneneinstrahlung hat Auswirkungen auf die Wale: Durch das Ozonloch - streng genommen sind es sogar mehrere Löcher - ist die UV-B- Einstrahlung intensiviert. 1997 gab die US-amerikanische Raumfahrtbehörde NASA bekannt, dass generell 40 % weniger Ozon als in den Jahren 1979-82 vorhanden sei. Der Wegfall dieses natürlichen UV-Filters erhöht die UV-B- Einstrahlung, und es kommt zu Schäden des Phyto- und Zooplanktons. Studien zeigten, dass eine Verringerung von 16% Ozon durch die intensivere UV-B-Einstrahlung eine Reduktion des Phytoplanktons um 5% bewirkt. Diese Reduktion der Nahrungsgrundlage hieße jährlich 7 Millionen Tonnen Fisch weniger. Auch die an der Meeresoberfläche treibenden Entwicklungsstadien von Fischen sind direkt von der Sonneneinstrahlung betroffen. Untersuchungen zeigten, dass eine Erhöhung der Strahlungsintensität um 25% eine Verlustrate des Fischlaichs von 18% nach sich zieht. Die Embryonen verlieren durch die höhere UV-B Bestrahlung ihre Schwebefähigkeit und sinken zu Boden, wo sie dann sterben. Auch Hirn - und Augenschäden wurden an Larven entdeckt.



Die Nahrungskette vom Phytoplankton bis zu den Walen beträgt bei Krill-fressenden Walen nur zwei bis drei Schritte. Damit hat die Verringerung des Planktons direkte Folgen auf die Meeresriesen. Doch auch die fischfressenden Wale geraten durch die Veränderungen unter Druck, insbesondere wenn sie sich auf eine Nahrungsquelle spezialisiert haben, wie z.B. der Beluga auf Kabeljau. Denn die Embryonen des Kabeljaus treiben in der Arktis und sind besonders empfindlich gegen Umweltveränderungen. Die bisher beschriebenen Folgen der Sonneneinstrahlung auf Wale waren indirekter Natur. Doch auch direkte Auswirkungen einer erhöhten UV-B Einstrahlung sind bekannt, insbesondere bei Belugas. Ihre geringe Pigmentierung - daher der Name Weißwal - ist für eine solch hohe Strahlung nicht geeignet und führt daher zu Hautkrebs. Doch auch andere Wale, wie z.B. die Glattwale in der Antarktis werden empfindlicher und zeigen erste Hautreaktionen.

Lärmbelästigung durch den Menschen
Viele Menschen denken bei dem Wort Ozean an Weite, Unbekanntes, Gefahr und auch Stille. Das Meer ist aber alles andere als ruhig. Auch ohne menschliches Zutun geht es sehr geräuschvoll zu. Allein Wellen, die an Eisschollen und Klippen brechen, sind gerade bei Unwetter sehr laut. In den Tiefen der Ozeane kommt es wie an Land zu seismischen Aktivitäten, wie Vulkanausbrüchen und Erdbeben. Auch einige Meeresbewohner wie Wale und Robben geben Laute von sich und sogar mehrere Fische sind alles andere als stumm.

Durch den Menschen, der zunehmend den Ozean erobert, wurde es bedeutend lauter im Meer. Bohrinseln, Explosionen, Echolote, Industrie, Militär und besonders der Schiffsverkehr (v.a. Motorboote) tragen erheblich dazu bei.

Wasser hat die Eigenschaft, Schall fünf mal schneller als in der Luft zu übertragen. Denn Wasser ist ein viel dichteres Medium als Luft und macht Geräusche dadurch viel besser hörbar. Das ist für viele Meeresbewohner natürlich im Falle der zunehmenden Lärmentwicklung von Nachteil. Besonders Wale sind für Geräusche tiefer Frequenzen sehr empfänglich, da sie in ihrem Kommunikationsbereich liegen. Gerade Schiffsschrauben erzeugen Töne tiefer Frequenz. Dieser stete Geräuschpegel hat schwerwiegende Folgen für die Wale. Die Auswirkungen sind zum einen Stress (Lärm wirkt auf den Hormonhaushalt, z.B. Adrenalin). Durch die störenden Geräusche wird außerdem die Kommunikation der Tiere übertönt. Es kommt auch zu Verhaltensänderungen. In fast allen Fällen von Lärm reagieren die Tiere mit Flucht. Wale schwimmen ab einer Entfernung der Lärmquelle von 50-500 m weg. Dazu wird viel Energie verbraucht und die Fresszeiten werden reduziert. Nur kampflustige Bullen schwimmen manchmal auf das Geräusch zu, um den "Feind" zu vertreiben. Die Schraubengeräusche sind nicht die einzigen Lärmquellen, die von Schiffen verursacht werden: Es ist beobachtet worden, dass Wale auch auf Schiffsecholote reagieren. Bei Unterwasserexplosionen zerbersten die Schwimmblasen von Fischen. Bei Walen kommt es zum Platzen luftgefüllter Räume, wie die Lunge und die Nebenhöhlen. Auch das Trommelfell kann reißen. Steter Lärm bewirkt ein regelrechtes Taub werden. Die Haarzellen im Innenohr werden zerstört, und die Tiere nehmen bestimmte Töne nicht mehr wahr. Lange war ungeklärt, warum Wale immer öfter mit Schiffen zusammenstoßen und ihnen nicht ausweichen. Meist starben die Tiere, und die Kollisionen gefährdeten auch Passagiere und Besatzung des jeweiligen Schiffes. Bei der Untersuchung zweier Pottwale entdeckte man schwere Schäden im Walinnenohr. Sie hatten die Schiffsschrauben also gar nicht hören können. Dies hat natürlich fatale Folgen wie z.B. Kommunikationsstörungen, Orientierungslosigkeit und die Einschränkung der Echolotung von Beutetieren. Eine Teillösung des Problems wären Schiffe mit leiseren Motoren. In Florida hat man Schiffe mit Hochfrequenz- Warnsystemen ausgestattet, nachdem dort lebende Seekühe - auch Manatees genannt - reihenweise durch Kollisionen ums Leben kamen. Diese Säugetiere können nämlich Töne tiefer Frequenz nur schwach hören.

Meeresverschmutzung und Verzehr von belastetem Walfleisch
Wale werden seit alters her gejagt, da sie eine bedeutende Nahrungsquelle für viele Völker waren. In einigen Ländern hat sich diese Tradition bis heute gehalten - sei es aus Mangel an Alternativen wie bei den Eskimos oder aus traditionellen Gründen wie bei den dänischen Färöer-Inseln oder Norwegen, wo sich Walfänger auf ihre Wikinger-Vorfahren berufen. Andere Länder wiederum, wie z.B. Japan, haben das Walfleisch erst in den letzten Jahrzehnten als kulinarische Köstlichkeit entdeckt, die sich nur eine Wohlstandsschicht leisten kann.

Walfleisch gilt als gut schmeckend und bekömmlich. Walfanglobbyisten betonen den äußerst hohen Protein- und gleichzeitig geringen Fettgehalt des Fleisches. In Japan wird Walfleisch und -Speck von der Regierung empfohlen und als äußerst gesund propagiert. Der jährliche Verzehr liegt dort bei 200.000 Tonnen. Doch der Verzehr von Walfleisch ist nicht nur aus Tier- und Artenschutzsicht, sondern auch im Hinblick auf den Menschen fatal: Denn das Fleisch ist enorm schadstoffbelastet, v.a. mit Schwermetallen und organischen Halogenen.



In niedrigen Mengen sind viele Schwermetalle essentiell, dagegen in hoher Dosis sehr toxisch. Schwermetalle sind z.B. Quecksilber, Eisen, Kupfer, Zink, Mangan, Cadmium, Blei und Zinn. Halogenierte Kohlenwasserstoffe dagegen sind Verbindungen zwischen Kohlenwasserstoff und Fluor, Chlor, Brom oder Jod. Zum Großteil werden solche Stoffe in der Industrie hergestellt - als Lösungsmittel, Kühlmittel, Spraydosentreibgas, Pestizide, etc.. Am bekanntesten sind wohl DDT (Dichlordiphenyltrichlorethan) und PCB (polychlorierte Biphenyle).

Schadstoffquellen sind vor allem Industrie, Haushalte, Landwirtschaft, Explosionen, Unfälle und Müllverbrennung auf hoher See. Ins Meer gelangen diese Verbindungen über die Atmosphäre oder über Flüsse, die durch Städte und Industriegebiete fließen. In geringerem Maße werden sie auch direkt eingeleitet, z.B. über Verklappung von Industrieabwässern auf hoher See, Eintragung von Klärschlamm und Sondermüll. Des weiteren wird das Baggergut für Schifffahrtswege im Meer verklappt. Problematisch sind auch Kohlebergbau, Flugasche und Kunststoffe, wie Plastik und Styropor. Letztere werden immer wieder auch in Mägen von Walen und Delfinen festegestellt, wo sie zu einer schlechteren Nahrungsaufnahme und schließlich zum Tod führen.



Ein deutliches Beispiel für die Folgen der Verschmutzung ist die Nordsee. Sie ist ein von Industrieländern umgebenes Meeresgebiet. Flüsse, die in sie münden, kommen aus hoch industrialisierten Gebieten. Pottwale, die in jüngster Vergangenheit der Nordsee strandeten, hatten eine so hohe Konzentration an Umweltgiften, dass der Tierkadaver als Sondermüll anzusehen war. Der PCB-Gehalt überschritt den maximalen Grenzwert für Klärschlamm. Zwischen 1991 und 1998 sind circa 100 Pottwale an den Nordseeküsten gestrandet.

Ein weiteres Problem sind Kraftwerke, deren Kühlwasser immer wieder ins Meer geleitet wird. Da dies viel wärmer als Meerwasser ist, schädigt es die umgebende Flora und Fauna. Schon eine Erhöhung der Meerestemperatur um 2-3GradC wirkt sich negativ auf tropische Meerestiere aus. Im Sommer erreicht die Temperatur in Meeresbereichen rund um Kühlwassereinleitungen bis zu 45GradC. Normal wären dagegen 30-35GradC. Viele der an diesen Lebensraum angepassten Tiere sterben bereits ab 37GradC. In den gemäßigten Breiten fördert die künstlich hohe Temperatur das Wachstum von Muscheln, Algen und Fischen. Dies wirkt sich wiederum negativ auf das Gleichgewicht zwischen diesen Arten aus. Hinzu kommt, dass das Kühlwasser von Kraftwerken häufig chloriert ist, damit keine Keime im warmen Wasser wachsen können. Mit diesem Chlor werden die Fische kontaminiert.

Die Nordsee ist aber bei weitem nicht die einzige verschmutzte Meeresregion. Auch die Arktis ist sehr belastet, denn gerade am Nordpol sammeln sich die Schadstoffe der gesamten Erde. Flüchtige Umweltgifte verdunsten in den Industrieländern und driften in kältere Gefilde ab, wo sie zu schweren Substraten kondensieren. Die Arktis ist somit ein Sammelbecken jeglicher Gifte. Davon sind besonders Tiere betroffen, die am Ende der Nahrungskette stehen, wie z.B. die Eisbären. Bereits jetzt zeigen 1,5% der weiblichen Eisbären Zwittermerkmale. Schuld daran ist die enorme Konzentration an Umweltgiften im Leib, besonders an PCB und Pestiziden. Diese haben auch Auswirkungen auf das Immunsystem und sind zudem krebserregend. Viele Umweltgifte sind fettlöslich und reichern sich daher im Speck von Walen, Eisbären und Robben an. Insbesondere in Fastenzeiten, wenn die Speckschichten abgebaut werden, werden diese Gifte frei und schädigen den Organismus.

Der Mensch vergiftet sich selbst
Auch der Mensch ist von der Belastung betroffen, indem er Meerestiere isst. Muttermilch speichert mehr PCB als Belugaspeck. Untersuchungen zeigten, dass Eskimobabys am Tag 20% mehr PCB mit der Muttermilch einsaugen, als die Weltgesundheitsorganisation WHO toleriert. Solcherart belastete Kinder leiden unter Kleinwuchs, sind häufiger krank und haben eine geistig langsamere Entwicklung.

Besonders drastisch ist das Beispiel von den danischen Faroer- Inseln. Im Durchschnitt essen die Faroer 35 kg Walfleisch und -Speck pro Person im Jahr. Arzte empfehlen 10 kg Walfleisch und 2 kg Speck im Jahr. Eine mehrjahrige Studie an uber 900 Kindern, deren Mutter wahrend der Schwangerschaft und Stillzeit Walfleisch konsumiert hatten, zeigte, dass deren geistige Entwicklung stark geschadigt ist. Je hoher die Quecksilberbelastung der Mutter, desto schwacher schnitten die Kinder in Tests auf Gedachtnis-, Konzentration-, Sprach-, Wahrnehmungsvermogen sowie motorische Bewegungsablaufe ab. Doch die Wikingertradition, auf die sich die Bewohner der Faroer-Inseln berufen, ist schwer abzuschaffen. Jedes Jahr werden ganze Gruppen von Grindwalen und Delfinen, sogenannte .Schulen�g, in Buchten zusammengetrieben und mit Messern abgeschlachtet. Ein grauenhafter Anblick fur Tierschutzer. Die Bewohner jedoch wollen nicht vom Walfang lassen, denn das Walfleisch ist fur die Teilnehmer einer solchen Treibjagd gratis. Dabei sind gerade Zahnwale, die als Fischfresser am Ende einer langen Nahrungskette stehen, stark belastet. Ein Kabeljau ist mit durchschnittlich 0,07 �Êg/g Quecksilber belastet, ein Pilotwal dagegen mit 3.3 �Êg/g, also eine 50fach hohere Konzentration. Die Anhaufung im Verlauf der Nahrungskette bleibt nicht ohne Folgen fur den Verbraucher: Dies fuhrte z.B. bei den Inuits (Eskimostamm) zu Nierenschaden. Insbesondere Schwangere sollten auf jeden Fall Walfleisch und auch Meeresfische meiden. Doch fur die Inuits von Nord - Amerika, Gronland und Sibirien besteht ein Hauptteil der Nahrung aus Walfleisch und anderen Meeressaugern.

Auch in Japan wird Walfleisch gegessen - wenngleich in diesem hochindustrialisierten Land nicht der Nahrungsmangel als Argument überzeugt. Die japanische Regierung gibt vor, Wale aus wissenschaftlichem Interesse zu fangen. Doch die "Untersuchungsobjekte" werden noch auf hoher See in handliche Pakete zerteilt und landen dann tiefgekühlt in den Regalen der Supermärkte oder auf dem Markt. Offiziell werden hunderte Zwergwale (zählen trotz ihres Namens zu den Großwalen) gejagt, doch tauchen auch immer wieder nachweislich Fleisch von besonders bedrohten Arten wie Buckel- und Blauwal auf den Märkten auf.

In Japan werden mit Walfleisch und -Speck Höchstpreise erzielt. Insofern ist es nicht verwunderlich, dass ein Etikettenschwindel mit Walprodukten betrieben wird. Bei einer Untersuchung der Whale & Dolphin Conservation Society (WDCS) in Japan zeigten DNA-Proben, dass 25% der Walfleischangaben falsch deklariert sind. Sie bestehen aus Delfinfleisch oder aus anderen Kleinwalen. Diese sind als langlebige Fischfresser hochgradig kontaminiert und haben meist den zulässigen Grenzwert für organische Chlorverbindungen (DDT, PCB, CZB und HCH, Dieldrin) überschritten. Auch die Quecksilberwerte sind sehr hoch. 35% der untersuchten Walfleischproben einer Studie waren für den menschlichen Verzehr ungeeignet.

Durch Aufklärung könnte man die Konsumenten von Walfleisch über den Schaden informieren, den sie ihrem Körper antun. Man kann davon ausgehen, dass die Nachfrage entsprechend fallen würde - schließlich gibt es ja zumindest in den Industriestaaten Norwegen und Japan sowie den dänischen Färöer-Inseln auch noch andere Fleischquellen. Es wäre ein großer Fortschritt, wenn Wale nicht länger als Nahrungs- Ressource gelten werden würden - aus Tier-, Arten- und nicht zuletzt auch aus Menschenschutz. Schließlich galt der Wal lange Zeit als der ''Geist in den Wassern'' und wurde verehrt. Auch wenn "Cetacea" übersetzt "großes Seeungeheuer" heißt, sind die Meeresriesen recht harmlos und der Verschmutzung und vor allem der Jagd durch den Menschen gegenüber völlig wehrlos. In der Vergangenheit sind die Bestände fast aller Walarten durch die Jagd zusammengebrochen. Seit 1986 gilt deshalb ein weltweites Fangverbot für Großwale. Doch die Bestände erholen sich nur langsam, nicht zuletzt wegen der schwieriger werdenden Umweltbedingungen. Und die Jagd auf Kleinwale und Delfine geht unvermindert weiter. Hunderttausende sterben alljährlich weltweit.

Um die Zukunft der Wale sieht es auch weiterhin düster aus. Die Diskussionen auf der Internationalen Walfangkommission (IWC) im Juli (Australien) um mögliche Aufweichungen des Schutzes von Großwalen werden dies hoffentlich berücksichtigen.

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