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26.01.2009

Die Seite mit der Maus

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Heute: Wie bekommt man einen Doktortitel?

Das ist Frau R. aus H. Sie ist Tierärztin. Tierärzte sind die, die eigentlich Tiere heilen sollen. Aber nicht alle sehen das so. Frau R. möchte gern einen Doktortitel haben. Eigentlich braucht sie den nicht, aber es sieht halt hübsch aus vor dem Namen. Um »Dr.« vor seinen Namen schreiben zu dürfen, kann man zum Beispiel ein paar Tierversuche machen. Frau R. stopft Kaninchen und Meerschweinchen Schläuche in den Magen. Sie will ausprobieren, wie man Kaninchen und Meerschweinchen mit Flüssignahrung ernähren kann. Die Kaninchen und Meerschweinchen finden das gar nicht gut und einige sterben vor Schreck. Macht nichts, Frau R. nimmt ein paar neue Kaninchen und Meerschweinchen und stopft weiter. Manche Kaninchen und Meerschweinchen sterben nicht gleich, sondern später. Andere fressen vor lauter Stress nichts mehr und kriegen Haarausfall und Durchfall. Macht nichts, denkt sich wohl Frau R., Hauptsache ist der Titel.


Das ist Frau M. aus F. Sie ist auch Tierärztin und will auch einen Doktortitel haben. Sie zapft Schweinen Blut ab und zwar so viel, dass die ganz schlapp werden. Ein paar Schweinen, denen sie Blut abgezapft hat, tut sie Bakterien in die Blutbahn. Bakterien gehören nicht in die Blutbahn. Wenn welche drin sind, nennt man das Blutvergiftung. Davon kriegen die Schweine hohes Fieber. Sie zittern und werden totkrank. Frau M. findet heraus, dass es den Schweinen schlechter geht, wenn sie Blut abzapft und Bakterien ins Blut tut, als wenn sie nur Blut abzapft. Mal ehrlich, wärst Du da nicht auch drauf gekommen, ohne Bakterien in Schweine zu tun?
Das ist Frau S. aus A. Sie ist auch Tierärztin und will auch einen Doktortitel. Frau S. macht Forschung für die Humanmedizin - also für Menschen. Sie forscht aber nicht an Menschen, sondern an Hunden. Sie bohrt acht Hunden jeweils 18 Löcher in die Ober- und Unterkiefer. Hundeknochen ist unheimlich hart. So hart, dass Knochenstücke beim Bohren herausbrechen und manchmal sogar der Bohrer abbricht. In die Löcher werden Testmaterialien gefüllt. Die Hunde kriegen ganz schreckliche Entzündungen am Zahnfleisch und am Knochen um die Zähne. Die Schleimhaut stirbt ab und abgefaulte Knochenstücke fallen heraus. Schliesslich bringt Frau S. die Hunde um. Ein bisschen schlechtes Gewissen hat sie ja schon, die Frau S. Sie widmet ihre Arbeit den umgebrachten Hunden. Ob die sich wohl darüber freün? Frau S. stellt fest, dass Hundeknochen ganz anders ist als Menschenknochen und dass Hunde deswegen doch nicht so geeignet sind, wenn man was über Menschen herausfinden will. Mal ehrlich, hättest Du das nicht auch gewusst, auch ohne Löcher in Hunde zu bohren?
Das ist Frau G. aus B. Sie ist auch Tierärztin, hat aber schon einen Doktortitel. Und sie hat keine Tiere dafür gequält. Das geht nämlich auch. Frau G. findet, dass möglichst viele Leute wissen sollen, was manche Tierärzte für ihren Doktortitel machen. Deshalb sucht sie nach solchen Doktorarbeiten und packt sie ins Internet - in die Datenbank über Tierversuche. Gerade hat sie wieder 50 neue Beschreibungen von Tierversuchen, darunter 17 Doktorarbeiten, in die Datenbank gepackt. Wenn Du also wissen willst, wie und wo Tiere für sinnlose Versuche gequält werden, klick auf www.datenbank-tierversuche.de. Wenn Du wissen willst, was man gegen Tierversuche tun kann, klick auf www.aerzte-gegen-tierversuche.de und www.tierrechte.de.

Entnommen aus einem Newsletter der datenbank-tierversuche.de

Verfasser(in): Dr. med. vet. Corina Gericke

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