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24.01.2009

Die Tierbefreiungsfront: Eine Kampftruppe der besonderen Art

Die Tierbefreiungsfront: Eine Kampftruppe der besonderen Art
Stand: Januar 2008



Die Aktivitäten der Animal Liberation Front (ALF), der Tierbefreiungsfront, umfassen einen wichtigen Teil der heutigen Tierrechtsbewegung, genauso wie es die Weiße Rose und die französische Resistance als Widerstandgruppen früherer Schlachten im Sinne sozialer Gerechtigkeit taten.

Die Animal Liberation Front wurde 1976 in Großbritannien gegründet. Heute gibt es ALF-Aktivisten in vielen Ländern.

Ohne die Einbrüche von ALF in Tiernutzungseinrichtungen (Tierversuchslabore, Massentierhaltungen, Pelztierfarmen usw.), die bis zu diesem Zeitpunkt ihre Grausamkeiten erfolgreich vor dem Blick der Öffentlichkeit verborgen halten konnten, hätten noch viel mehr Tiere leiden müssen. Und hier sind die Gründe dafür:


Verborgene Gräueltaten

Obwohl die meisten Tierversuche durch Steuergelder finanziert werden, ist es niemandem gestattet, ein Labor unangekündigt oder ohne Begleitung zu betreten. Selbst Polizeibeamte benötigen eine Befugnis oder eine formelle Einladung. Die Labors der Institutionen in den USA werden vom US- amerikanischen Landwirtschaftsministerium etwa einmal jährlich inspiziert (ähnlich gehen in Deutschland die zuständigen Veterinärämter vor, allerdings mit Voranmeldung und als Hausbesuch). Jedoch hat diese Behörde zugegeben, dass ihr sowohl das Personal, als auch das Interesse oder gar die Mittel dazu fehlen, diese Tätigkeit so auszuführen, wie es die Vorschriften vorsehen. Außerdem steht diesen Behörden keinerlei Beurteilung zu, ob ein Experiment zu grausam ist, um ausgeführt werden zu dürfen. Vor dem Einbruch durch die ALF führte beispielsweise ein Bericht des Landwirtschaftsministeriums der USA über das berüchtigte Labor für Kopfverletzungen der Universität von Pennsylvania lediglich fünf kleinere Mängel auf. Eine Woche später, als der Einbruch, zum Zwecke der Dokumentation, weithin bekannt wurde, deckte dieselbe Behörde auf einmal 74 wesentliche Mängel auf!

Die ALF hat hier in Wirklichkeit die Arbeit des US-amerikanischen Landwirtschaftsministeriums übernommen und stellt Labors öffentlich an den Pranger. Gleiches ist in mehreren Fällen in deutschen Tierversuchseinrichtungen geschehen (u.a. Heidelberg, Uni Bad Homburg usw.)
Der Fall Pennsylvania änderte die Meinung der Leute über die ALF:
Jahrelang waren Forderungen der Tierschutzorganisationen nach einer Besichtigungsmöglichkeit der Labors abgelehnt worden. Die Universität ging sogar vor Gericht, um ordentliche Tierschutzbeamte von ihrem Gelände fernzuhalten. Nach einem 10 Jahre dauernden Kampf ohne Ergebnisse blieben die Labortüren weiterhin verschlossen. Dann, am Memorial Day im Jahre 1984, brachen Mitglieder der ALF in die Anlage ein und entwendeten Videofilme, die die Wahrheit enthüllten: schreckliche Tierquälereien und ganz erhebliche Verstöße gegen das Tierschutzgesetz und die Richtlinien der Nationalen Gesundheitsbehörde (NIH). PETA hat die Videokassetten verbreitet, den Fall an die Öffentlichkeit gebracht und dafür gesorgt, dass das Labor schließlich geschlossen wurde.

Auch in Deutschland ist die ALF aktiv, Aktionen finden nicht nur gegen Labors, sondern auch gegen die Pelzindustrie und Intensivtierhaltungen statt.

Hilfe statt Schaden

Die Philosophie der ALF untersagt jede Handlung, die irgendjemandem physischen Schaden zufügt. Mitglieder der ALF, die aus allen Altersgruppen und allen gesellschaftlichen Schichten kommen, mögen zwar Einrichtungsgegenstände und Tierfolterinstrumente zerstören, jedoch wird niemals einem lebenden Wesen irgendein Schaden zugefügt. Die ALF ist sicher keine Gruppe von "Terroristen", wie sie von den Experimentatoren gerne genannt wird. Die Mitglieder sind vielmehr mutig in ihren Handlungen, riskieren ihre Freiheit und ihre Karrieren, um dem Terror, dem Tiere tagtäglich in den Labors ausgesetzt sind, ein Ende zu bereiten.


Beweise für das Leiden

Nachdem die Gräueltaten in den Labors aufgedeckt wurden, folgen aufgrund des öffentlichen Druckes ausnahmslos Untersuchungen auf Bundesebene, woraufhin die Institutionen oft Geldstrafen erhalten und/oder geschlossen werden. Wir hoffen, dass Sie nun besser verstehen, warum wir die ALF nicht verurteilen können: sie sind oft die einzige Möglichkeit für eine ethisch ausgerichtete Gesellschaft, konkrete Beweise über Straftaten und Gesetzesverstöße zu erhalten. Wir dürfen vor dem Elend, auch wenn es hinter verschlossenen Labortüren seinen Lauf nimmt, nicht die Augen verschließen.


PETAs Rolle

PETA ist eine legale, als gemeinnützig und besonders förderungswürdig anerkannte Organisation, die oft als Sprachrohr für die Befreier dient, basierend auf dem Informationsmaterial, das sie anonym nach den Aktionen erhält. PETA veröffentlicht die Ermittlungsergebnisse der Befreier, fügt Kritiken hinzu und versucht, einen Wandel zu bewirken. Wir von PETA haben weder Möglichkeit, mit den Befreiern Kontakt aufzunehmen, noch wissen wir, ob wir jemals wieder etwas von ihnen hören werden.


Was Sie tun können

Laufen Sie Sturm gegen Institutionen, durch die Tiere größtes Leid erfahren. Möglicherweise arbeiten Sie momentan in einer solchen Institution oder sind bereit, eine Arbeit anzunehmen, um ein bestimmtes Labor oder einen bestimmten Tierhändler zu überwachen. Alle Kontakte unterliegen strikter Geheimhaltung. Whistleblower stehen unter unserem Schutz.


Nehmen Sie Kontakt mit PETA auf, um noch weitere Wege zu erfahren, wie Sie im Interesse der Tiere aktiv werden können.

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