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13.01.2009

Die Wölfe kommen zurück

Die Wölfe kommen zurück



Wölfe in Sachsen und Brandenburg
Noch bis vor kurzem glaubte man, dass es kein regelmäßiges Wolfsvorkommen in Deutschland mehr gibt. Doch seit Mitte der 90er Jahre wurden wieder einzelne aus Polen eingewanderte Wölfe in Deutschland registriert. Einigen Tieren gelang es, sich in der sächsisch-brandenburgischen Lausitz nahe der polnischen Grenze anzusiedeln.

Zwei Wölfe gründeten im Jahr 2000 das erste Rudel in der Muskauer Heide in Sachsen (Nochtener Rudel). Das Wolfspaar zog zum ersten Mal seit 150 Jahren in Deutschland wieder Nachwuchs auf. Eine ihrer Töchter gründete mit einem zugewanderten polnischen Rüden 2005 eine zweite Wolfsfamilie (Neustädter Rudel). Im Jahr 2007 etablierte sich ein drittes Rudel in Sachsen (Daubitzer Rudel), und ein weiteres Paar besetzte ein Revier in Süd-Brandenburg (Zschornoer Wald).

In diesen Rudeln kamen bisher jedes Jahr Welpen zur Welt. Mehr als 30 Tiere sind bereits abgewandert, denn im zweiten Lebensjahr – nach Erreichen der Geschlechtsreife – verlassen Jungwölfe ihre Familie und begeben sich auf die Suche nach einem eigenen Revier.

Auf Wanderschaft

In letzter Zeit kam es vermehrt zu Sichtungen von Wölfen außerhalb Sachsens und Brandenburgs. In Mecklenburg-Vorpommern wurden mehrfach Wölfe über Spuren, Losungen oder Fotos nachgewiesen. Ob sich die Tiere dort dauerhaft angesiedelt haben, ist jedoch noch unklar. In Niedersachsen hält sich seit Herbst 2006 ein einzelner Wolf im Landkreis Uelzen auf. Im Kreis Lüchow-Dannenberg wurde im Dezember 2007 ein Wolfsrüde von Jägern getötet. In Schleswig-Holstein und Bayern wurde 2007 jeweils ein Wolf überfahren. Im Mai 2008 tauchte der erste Wolf in Hessen auf.

Gefährdung

Nach wie vor werden Wölfe in vielen Ländern Europas durch den Menschen getötet. Die direkte Verfolgung durch Abschuss, Gift oder Fallenfang ist heute zwar fast überall verboten, doch Wilderei wird in der Regel nicht aufgedeckt. In unserer stark zersiedelten Kulturlandschaft passiert es zudem immer wieder, dass Wölfe im Straßenverkehr zu Tode kommen.



Ein friedliches Zusammenleben von Wolf und Mensch ist möglich

Wölfe sind ein ursprünglicher Bestandteil unserer Wälder und ein zuverlässiger Indikator für eine intakte Natur. Die Rückkehr des Wolfes nach Deutschland ist jedoch nicht konfliktfrei, denn Wölfe können vereinzelt Nutztiere reißen. Dennoch ist eine Koexistenz von Wölfen und Menschen möglich.

Es ist das Ziel des IFAW, die Öffentlichkeit von einem friedlichen Miteinander zu überzeugen. Hierfür ist ein sachlicher Umgang mit dem Thema enorm wichtig. Die Akzeptanz für den Wolf ist zwar mittlerweile gestiegen, aber es bedarf noch viel Aufklärungsarbeit, um bestehende Vorurteile abzubauen.

Lasst Wölfe heulen

Mit ihrer Hilfe können wir es schaffen, dass Wölfe dauerhaft in Teilen Deutschlands heimisch werden. Unterstützen Sie die Arbeit des IFAW, damit schon bald noch mehr Wölfe in unseren Wäldern heulen können.




Wolfs-Monitoring in der Lieberoser Heide
In der Lieberoser Heide im Südosten Brandenburgs häuften sich seit 2006 Meldungen, die auf die Anwesenheit des Wolfes hindeuteten. Bislang war allerdings nicht klar, ob es sich um durchziehende oder territoriale Tiere handelt. Seit dem Frühjahr 2008 führt die Fachhochschule Eberswalde, finanziert durch den IFAW, ein Wolfs-Monitoring in diesem Gebiet durch. Im Rahmen der Untersuchungen erfasst die Diplom-Ingenieurin Yvette Krummheuer Trittsiegel, Urinmarkierungen sowie Losungen und analysiert das Nahrungsspektrum der Wölfe.

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