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12.01.2009

Durchbruch für bedrohte Arten

PRO WILDLIFE kämpft erfolgreich für die weltweite Unterschutzstellung gefährdeter Wildtiere


PRO WILDLIFE nimmt regelmäßig an internationalen Artenschutzkonferenzen teil und setzt sich mit Erfolg für bessere Schutzgesetze ein. Um internationale Schutzbestimmungen durchzusetzen, ist ein langer Atem erforderlich und die Zusammenarbeit mit Naturschützern und Regierungsvertretern aus aller Welt. Doch der Einsatz lohnt sich, wie die folgenden Beispiele zeigen:

Affen in Asien
Seit 1976 sind alle Primaten über das Washingtoner Artenschutzübereinkommen (WA) geschützt: Die meisten von ihnen sind in Anhang II gelistet, ein begrenzter Handel mit ihnen bleibt somit erlaubt - nur wenige genießen den höchsten Schutzstatus des Anhang I. Seit über 30 Jahren wurde keine Affenart mehr von Anhang II auf Anhang I hochgestuft, doch PRO WILDLIFE konnte 2007 diesen Schritt für die hochbedrohten Plumploris aus Südostasien erreichen. Die kleinen nachtaktiven Affen werden zu tausenden als "Haustiere" oder für die Traditionelle Medizin gefangen. Doch damit soll künftig Schluss sein: Auf der WA-Konferenz im Juni 2007 wurde ein absolutes Handelsverbot für alle Plumploris (bisher sind fünf Arten anerkannt) beschlossen - und zwar einstimmig! PRO WILDLIFE setzt sich nun dafür ein, dass dieses Handelsverbot auch in der Praxis umgesetzt wird.



... Presseinfo zur Plumplori-Entscheidung
http://www.prowildlife.de/de/Presse/Archiv_2007/PM-Grosser_Sieg_fur_kleine_Aff/pm-grosser_sieg_fur_kleine_aff.html

... weitere Infos zur WA 2007
http://www.prowildlife.de/de/Presse/Archiv_2007/PM-Bilanz_CITES_COP_14/pm-bilanz_cites_cop_14.html

Papageien in Lateinamerika und Asien

Zwar sind alle Papageien über das WA geschützt, doch gilt nur für einige Arten ein absolutes Handelsverbot (WA Anhang I). Alle anderen Arten, die nur in Anhang II des WA gelistet sind, können unter bestimmten Bedingungen gehandelt werden. Die Kontrollen, die den Handel eigentlich auf ein "naturverträgliches" Maß reduzieren sollen, versagen in vielen Ländern. So sind zahlreiche Papageienarten in Lateinamerika und in Asien immer seltener geworden: Für Blaukopfaras werden z.B. auf dem Schwarzmarkt bis zu 7.500 Euro bezahlt - der Handel boomt. Doch PRO WILDLIFE kämpfte für ein absolutes Handelsverbot für Gelbnackenamazone, Gelbkopfamazone und Blaukopfara - mit Erfolg: Im November 2002 wurde der kommerzielle Handel dieser drei Arten beendet. Auf der WA-Konferenz 2004 folgte nicht zuletzt dank der Bemühungen von PRO WILDLIFE die Unterschutzstellung des vom Aussterben bedrohte Gelbwangenkakadu aus Indonesien sowie der mexikanischen Blaukappenamazone.

... weitere Infos zur WA-Konferenz 2004
http://www.prowildlife.de/de/Presse/Archiv_2004/PM-Papageien-2004/pm-papageien-2004.html

... weitere Infos zur WA-Konferenz 2002
http://www.prowildlife.de/de/Presse/Archiv_2002/PM-Papageien-Entscheidung/pm-papageien-entscheidung.html


Chamäleons, Geckos und Schildkröten in Madagaskar
Die Artenvielfalt Madagaskars ist einzigartig - nahezu alle heimischen Frösche und Reptilien kommen nur hier und sonst nirgends auf der Welt vor. Gerade deshalb sind sie im internationalen Tierhandel hochbegehrt. PRO WILDLIFE erzielte auf der WA-Konferenz 2002 in enger Zusammenarbeit mit der Regierung Madagaskars für die Flachrückenschildkröte ein absolutes Handelsverbot und Handelsbeschränkungen für Erdchamäleons. Bei der WA-Konferenz 2004 kämpfte PRO WILDLIFE erfolgreich für den Stopp des Handels mit der Madagaskar- Spinnenschildkröte und Kontrollen des Handels mit 11 Arten von Blattschwanzgeckos. Beide Anträge wurden schließlich einstimmig angenommen.



... weitere Infos zur WA-Konferenz 2004
http://www.prowildlife.de/de/Presse/Archiv_2004/PM-Reptilien-2004/pm-reptilien-2004.html

... weitere Infos zur WA-Konferenz 2002
http://www.prowildlife.de/de/Presse/Archiv_2002/PM-Madagaskar-Entscheidung/pm-madagaskar-entscheidung.html

Schildkröten in Asien
Während Meeres- und Landschildkröten bereits seit langem international geschützt sind waren Sumpfschildkröten bisher vogelfrei. Etliche Millionen wurden in den vergangenen Jahren eingefangen und starben auf den Märkten und in den Apotheken Chinas als Delikatesse und Arzneimittel. Dutzende Arten in ganz Asien sind so an den Rand der Ausrottung geraten - lange Zeit unbemerkt. 1999 startete PRO WILDLIFE eine Kampagne zum Schutz der asiatischen Schildkröten: Wir dokumentierten Ausmaß und Folgen der rücksichtslosen Naturplünderung und informierten Regierungen weltweit. Auf der Artenschutzkonferenz im Jahr 2000 konnte PRO WILDLIFE den Schutz aller asiatischen Scharnierschildkröten, insgesamt neun Arten, durchsetzen. Bei der darauf folgenden WA-Konferenz im November 2002 folgte der Schutz weiterer 33 Arten, darunter die selten gewordenen Dachschildkröten aus Indien. Der Prozess ging auch auf der WA-Konferenz 2004 weiter: Fünf weitere asiatische Schildkröten, darunter die millionenfach gehandelte Knorpel-Weichschildkröte, sind zukünftig ebenfalls unter Schutz gestellt. Inzwischen arbeiten viele asiatische Staaten - darunter auch China - aktiv mit, um die einzigartige Artenvielfalt in ihren Ländern zu erhalten. PRO WILDLIFE arbeitet auch mit Ärzten der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM), um die Nachfrage nach Wildtieren zu verringern.



... Hintergrundinfos WA-Konferenz 2004
http://www.prowildlife.de/de/Presse/Archiv_2004/PM-Reptilien-2004/pm-reptilien-2004.html

... Hintergrundinfo WA-Konferenz 2002
http://www.prowildlife.de/de/Presse/Archiv_2002/PM-Schildkroeten-Entscheidung/pm-schildkroeten-entscheidung.html

... Kooperation mit TCM-Ärzten
http://www.prowildlife.de/de/Presse/Archiv_2002/PM-TCM-Kooperation/pm-tcm-kooperation.html

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