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26.01.2009

Ein Viertel der Säugetiere vom Aussterben bedroht

Ein Viertel der Säugetiere vom Aussterben bedroht
Neue Rote Liste der weltweit bedrohten Arten veröffentlicht / NABU fordert Soforthilfeprogramm

Der Schneeleopard gehört zu den bedrohtesten Raubkatzenarten der Welt.
Der Schneeleopard gehört zu den bedrohtesten Raubkatzenarten der Welt.

06. Oktober 2008 - Die Weltnaturschutzunion (IUCN) hat heute in Barcelona die aktuelle Rote Liste vorgestellt. Die traurige Bilanz: Fast jedes vierte Säugetier ist vom Aussterben bedroht. 1.141 von 4.500 bekannten Säugetierarten finden sich auf der Roten Liste wieder. Insgesamt wurden 44.800 Tier- und Pflanzenarten bewertet, von denen rund 16.900 in Gefahr sind. Damit wuchs die Rote Liste im Vergleich zum Vorjahr um 1.300 Spezies. Der NABU fordert deshalb ein Soforthilfeprogramm für den Erhalt der biologischen Vielfalt. „Betroffen sind nicht nur die bekanntermaßen gefährdeten Regionen wie die tropischen Regenwälder.

Allein 19.328 Tierarten in Europa zeigen deutliche Rückgänge oder konstant niedrige Bestandszahlen. In Deutschland ist jede zehnte Tierart gefährdet. Betroffen sind selbst weit verbreitete Arten wie die Feldlerche und der Kuckuck“, sagte NABU-Präsident Olaf Tschimpke auf dem 4. Weltnaturschutzkongress in Barcelona.

Den Rückgang der Artenvielfalt bis 2010 zu stoppen, ist jetzt immer unwahrscheinlicher. Die aktuelle Rote Liste und die enorme Gefährdung vieler Arten sind das Resultat einer immer umfangreicheren Zerstörung natürlicher Ressourcen. Die weltweite Naturzerstörung bedroht nicht nur die unmittelbar davon betroffenen Arten, sondern letztlich auch die dort lebenden Menschen.

Der NABU fordert daher von der Bundesregierung ein umfassendes integriertes Programm zur Entwicklung der Biodiversität. „So wie es mit den ‚Meseberger Beschlüssen’ einen ersten Ruck Richtung ernsthaftem Klimaschutz gegeben hat, so muss es auch zum Erhalt der Vielfalt der Arten und Lebensräume einen konkreten Arbeitsauftrag an die Ressorts und das Parlament geben“, fordert Tschimpke. Alle relevanten politischen Strategien und Subventionen sind auch darauf hin zu überprüfen, ob sie direkt oder indirekt die Biologische Vielfalt schädigen. Der NABU Masterplan 2010 zeigt konkrete „Rettungsanker“ auf, wie beispielsweise mit wenig Aufwand eine naturnahe Bewirtschaftung von Wald, Wiesen und Feldern erreicht werden kann, um die dort lebenden Arten zu schützen.

Ansprechpartner
Magnus Herrmann
NABU-Experte für Natur- und Artenschutz
Tel. 030-284984-1618

Masterplan 2010 - Aktionsplan zum Stopp des Artenverlustes
Mehr zu den internationalen Projekten des NABU
http://www.nabu.de/themen/artenschutz/aktivfuerartenvielfalt/08102.html
http://www.nabu.de/themen/international/

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