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26.01.2009

Eine Ladung Schrot

Eine Ladung Schrot
Bad Salzuflen. "Lenni" musste sterben und die Kreisjägerschaft betont:
Schießen auf Haustiere ist absolut verpönt, das dies ein Jäger gewesen sei, könne man nicht beweisen.

Die Katze "Lenni" war immer ein liebes Tier, und die vielen Fotos zeigen, wie gerne sie spielte. Lenni ist tot. Vorletzte Woche schoss ihr ein Unbekannter eine Ladung Schrot in den Körper. Das verletzte Tier hatte sich noch nach Hause geschleppt. Später schüttelte der Tierarzt den Kopf. Lenni wurde eingeschläfert, worüber Besitzer Gerhard Bollhöfer nicht nur traurig ist. Er ist auch mächtig böse.

"Lenni" lebt nicht mehr: Die Katze kam mit einer Ladung Schrotkugeln im Körper wieder nach Hause und musste eingeschläfert werden. Offenbar hatte sie sich weiter als vom Jagdschutz erlaubt von zu Hause entfernt und einen Jagdbezirk betreten.

Es war nicht die Art von Lenni, Zwölfender zu reißen. Viel mehr war es wie bei vielen anderen Katzen ihre Art, gerne draußen in der Natur herumzulaufen, und gelegentlich legte sie mal eine Maus vor die Tür. "Meine Enkeltochter fragt immer: Wann kommt Lenni denn wieder", sagt Gerhard Bollhöfer sichtlich bewegt. Was er sagen soll, wie er das erklären könne, das wisse er nicht. Denn Lenni werde nicht wieder kommen.

Zum Verhängnis wurde ihr aus Sicht Bollhöfers, dass sie sich offenbar in den Augen eines Jägers im Areal rund um die obere Heldmanstraße zu weit von der nächsten Siedlung entfernt in einem Jagdgebiet begeben hatte und damit eine Gefahr darstellte. Albrecht Brokmeier, Vorsitzender der Kreisjägerschaft, kann zwar nachvollziehen, dass der Verdacht schnell auf einen Jäger falle, aber er schränkt die Täterschaft ein, indem er betont: "Wenn das mal wirklich ein Jäger war - das Schießen auf ganz normale Hauskatzen ist bei uns absolut verpönt. Nur, wenn sie verwildert sind und große Schäden anrichten, werden Katzen bejagt."

Das nordrhein-westfälische Jagdgesetz regelt dazu: Wenn eine Hauskatze sich vom nächsten Haus mehr als 200 Meter entfernt, droht es ihr, aus dem Verkehr gezogen zu werden. Im Fall von Lenni hatte der unbekannte Schütze allerdings daneben gelangt: Das Schrot steckte im hinteren Teil ihres Körpers. Ihre Beine hätten amputiert werden müssen. An dem betreffenden Tag, sagt Gerhard Bollhöfer, habe er sogar den Schuss gehört, der sein Haustier traf. Was ihn so sauer mache, dass sei die Tatsache, dass ein Jäger ja die freie Entscheidung habe, auf ein Haustier zu schießen. "Er muss das nicht, wenngleich das Recht auf seiner Seite ist. Das Recht ist aber im Straßenverkehr auch auf meiner Seite, wenn ich mal über einen Igel fahre. Trotzdem mache ich nicht bewusst jeden Igel platt, der mir unterwegs auf dem Asphalt
begegnet." Albrecht Brokmeier von der Kreisjägerschaft betont dazu: "Das Recht erlaubt es zwar, wir sagen aber: Wir machen das trotzdem nicht, wir schießen Katzen nur ab, wenn sie wirklich wildern und zum Beispiel als ausgesetzte Tiere verwildert sind. Dann fallen sie nämlich in die gleiche Kategorie wie ein Fuchs, ein Waschbär oder ein Marder. Für ganz normale Hauskatzen gilt das aber ausdrücklich nicht."
Bollhöfer hat sich dennoch beim Jagdamt des Kreises Lippe kundig gemacht, hat den Fall bei der Polizei vorgetragen und ist wild entschlossen, den Schützen zu finden, der auf seine Lenni geschossen hat. Dann will er ihm Fragen stellen. Und außerdem die 120 Euro wieder haben, die das Einschläfern der Katze gekostet hat. "Ich bin wirklich total sauer über den Vorfall. Mir geht es vor allem darum, Druck zu machen.
Die müssen nicht meinen, dass das einfach so geht, Haustiere zu erschießen."

Tatsächlich aber geht das rein rechtlich im Fall von Katzen besonders leicht. Das Gesetz über den Schutz des Wildes stellt fest:

Katzen sind im Vergleich zu Hunden autonomer und damit der Einwirkung des Menschen nicht im gleichen Maße zugänglich wie Hunde. Und es könne in der Flur nicht geklärt werden, ob sie sich ihrem jeweiligen Herrchen entzogen haben. Deswegen gelten qua Gesetz alle Katzen grundsätzlich als wildernd, die in einem Jagdbezirk in einer Entfernung von mehr als 200 Metern vom nächsten Haus angetroffen werden. Wer seine Katze in einem Jagdbezirk unbeaufsichtigt laufen lasse, handle außerdem ordnungswidrig. Albrecht Brokmeier betont für die Kreisjägerschaft abschließend nochmals: "Auf Hauskatzen zu schießen, ist trotz des Gesetzes absolut verpönt.

Ob in diesem Fall wirklich ein Jäger der Schütze war, müsste überprüft werden."

www.LZ-online.de


Hierzu unsere Stellungnahme an die örtliche Presse
"Eine Ladung Schrot"


Viele mögen sagen : "es ist ja doch nur eine Katze". Die meisten Menschen dagegen, sehen eine Hauskatze aber auch als Familienmitglied an und niemand hat das Recht dieses Familienmitglied zu verletzen oder zu töten. Die Jägerschaft bestreitet solche Vorfälle grundsätzlich immer. Wo aber, fragt man sich, kommen dann die Zahlen her? Die Zahlen von über 300.000 getöteten Hauskatzen pro Jahr. Hier zeichnen die Jäger
verantwortlich, weil sie die Katze sowie auch den Hund in ihrem Revier ganz eindeutig als Beutekonkurrenten sehen. Jedes Jahr fallen auf qualvollste Art und Weise an die 5 Millionen Tiere diesen Privatschützen zum Opfer, darunter auch viele Tiere, die nur zum Zweck des "Spaßtötens" gezüchtet und dann ausgesetzt werden.

Die "Herren über Leben und Tod" möchten sie sein, unsere 340.000 Jäger in Deutschland und so benehmen sie sich auch.

Sie stellen eine Minderheit von nur 0,3 % der Bevölkerung dar, die mit unterschiedlichsten Waffen den Krieg gegen unsere Tiere führen, auch gegen Haustiere. Sie nennen sich Heger und Pfleger und täten besser daran zu Hause zu bleiben. Denn wenn sie hegen und pflegen, dann aus purem Eigennutz.

So sehr sich unsere Herren Jäger auch gegen Vorwürfe, wie in diesem Fall, wehren, bleibt doch die Frage: Wer sonst läuft mit Schrotgewehren in der Gegend herum? Und bleiben wir doch mal realistisch; wenn, wie bekannt, allein schon das Recht besteht eine Katze zu ermorden, ja wie groß ist denn da der Schritt bis zur Tat noch? Bei den vielen erschossenen Katzen ist es nur ein kleiner Schritt gewesen.

Man geht ja schließlich nicht umsonst mit einer Waffe aus dem Haus und wenn sich nun nichts anderes bietet, nimmt man auch schon mal eine Katze. Es ist ja erlaubt. Verpönt oder nicht. Im Grunde sehen sich nicht nur die Haustierbesitzer hier einer Gruppe von legal bewaffneten Privatpersonen ausgeliefert, die allein durch unverantwortlichen Umgang mit Waffen im letzten Jahr auch 40 Menschenopfer
zu verantworten hatte. Der Altersdurchschnitt dieser "Truppe" liegt bei ca. 60 Jahren.

Manch einer kann nicht mal mehr seine Waffe richtig halten. Rund 80 % der Bevölkerung sind grundsätzlich gegen die Jagd, mit gutem Grund , wie man auch hier heute wieder lesen konnte. Die Jagd ist ein Relikt aus der Vergangenheit deren letzte Reform aus dem Jahre 1934 (unter Göring) vorgenommen wurde. Wen wundert es da noch, das diese Leute sich so verhalten. Das Ansehen dieser Minderheit schwindet täglich mehr und lässt sich auch nicht mehr durch Indoktrinationsmaßnahmen wie "Lernort-Natur" in Schulen und Kindergärten kompensieren. Die Lügen der Jäger werden täglich transparenter und die Ablehnung gegenüber diesem blutigen Hobby hat steigende Tendenz.

Hoffen wir das beste, auch für unsere Kinder. Sie werden sich um die Problematik kümmern müssen, das wir es zugelassen haben, das jedes Jahr 1000 Tonnen hochgiftiges Blei in der Natur verteilt wurde, durch Streuwirkung und Fehlschüsse unserer "noch tolerierten" Spaßgemeinde Jäger. Ist das Naturschutz ??
NATUR OHNE JAGD e.V.

1 Kommentar:

  1. Ihr merkt ja auch gar nichts mehr was???
    Letzte Reform unter Göring was wo haben sie das den Gelesen in Opa´s schatztruhe...?
    Naja egal was ihr sagt denkt oder macht
    Geht doch mal aufn Schlachthhof bevor ihr immer das Maul gegen die Jäger aufreißt
    Außerdem gibt es inzwischen wieder eine deutliche Menge junger Jäger
    (Das liegt an der Veranlagung des Menschen)
    Naja euch noch viel Spaß bei gegeneinander auf hetzten machen und tun könnt ihr doch nichts...
    Mfg

    Diter H.

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