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14.01.2009

Elefanten in Gefangenschaft: Elefanten-Leid in Zoos und Zirkussen

Elefanten in Gefangenschaft: Elefanten-Leid in Zoos und Zirkussen


Elefanten - unschuldige Kettensträflinge

Elefanten gehören zu den Hauptattraktionen in Zoos und Zirkussen - viele Menschen sind fasziniert von den Grauen Riesen, ihrer Geschicklichkeit und ihrem ausgeprägten Sozialverhalten. Alleine in Europas Zoos werden etwa 500 Elefanten gehalten. Die Haltung von Elefanten in Gefangenschaft ist eine scheinbar endlose Leidensgeschichte, mit zahllosen Todesfällen bei Mensch und Tier.

In freier Wildbahn legen die Rüsseltiere auf ihren langen Wanderungen bis zu 100 Kilometer am Tag zurück, ihr Leben ist bestimmt durch die engen Sozialkontakte zu den Familienmitgliedern ihrer Herde, vom gemeinsamen Spielen, Baden und intensiven Körperkontakt zu ihren Artgenossen.

In Gefangenschaft können Elefanten dieses natürliche Verhalten nicht ausleben: Sie fristen ein trauriges Dasein, angekettet, in Zirkuswägen oder in engen Elefantenhäusern mit winzigem Auslauf. Es fehlt eine intakte Sozialstruktur, denn die Gruppen sind wild zusammengewürfelt aus Tieren, die sich nicht verstehen und zwischen denen es zu Rangstreitigkeiten kommt. Meist mangelt es an dem für die Herdenstruktur wichtigen Nachwuchs. Vor allem in Zirkussen werden Elefanten z.T. in Einzelhaft gehalten.

Vom sanften Riesen zum Killer
Die äußerst sozialen und intelligenten Tiere leiden unter der Langeweile und Frustration, die ihren Alltag prägen. Viele Elefanten entwickeln in Gefangenschaft Verhaltensstörungen wie z.B. das monotone Hin- und Herschaukeln (Weben) und Krankheiten. Die Sterberate ist hoch, insbesondere bei den Jungtieren. Nicht wenige Tiere reagieren auf den Dauerstress aber auch mit Aggressionen gegen ihre Peiniger: Deshalb gilt der Beruf des Elefantenpflegers als einer der gefährlichsten überhaupt. Immer wieder werden Tierpfleger das Opfer von Amok laufenden Elefanten.

Brutale Behandlung
Die Ursache für die Gefährlichkeit der Elefanten liegt nicht nur in den unzureichenden Haltungsbedingungen, sondern auch an den brutalen Methoden, mit denen die Tiere schon frühzeitig gefügig gemacht werden sollen. Mit Peitschen und Elefantenhaken werden die Tiere an empfindlichen Körperstellen traktiert (z.B. hinter dem Ohr, am Auge oder an den Geschlechtsteilen), um sich Gehorsam zu verschaffen.
Der Direktor des amerikanischen Zoos Oakland beschreibt die grausamen Bändigungsmethoden: "Das Training kann schlimm sein, wie z.B. das anhaltende Schlagen mit Knüppeln, das Zustechen mit dem spitzen Ende des Eisenhakens, der Einsatz von Stromstößen und Elektrotreibern, das dauerhafte Anketten und Aushungern der Tiere".
Elefanten, die infolge solch barbarischer Methoden ihre Pfleger angreifen oder sogar umbringen, werden z.T. monatelang isoliert und eingesperrt, abgeschoben an andere Zoos oder Zirkusse oder getötet. So genannte "aggressionsbedingte Tötungen" sind neben Krankheiten die häufigste Todesursache für Elefanten in Gefangenschaft.

Dressur in Thailand
In Thailand befinden sich ca. 3.800 der schätzungsweise 5.000 vom Aussterben bedrohten asiatischen Elefanten in privaten Händen. Die meisten werden in Elefantencamps als Touristenattraktion benutzt, wo sie gezwungen werden, Zirkuskunststücke aufzuführen und die Touristen auf sich reiten zu lassen. PETA hat im Herbst 2002 die grauenhafte Folter aufgedeckt, die in Thailands geheimen "Trainingscamps" zum Alltag gehört. Noch nicht entwöhnte Babyelefanten werden buchstäblich tretend und schreiend von ihren Müttern weggeschleift. Sie werden tagelang bewegungsunfähig gemacht, gnadenlos geprügelt und mit Nägeln traktiert. Die ritualisierten "Trainingsstunden" hinterlassen schwer verletzte, traumatisierte und sogar tote Elefanten.

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