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20.01.2009

Energie und Umwelt

Energie und Umwelt
Konzerne sind Hauptschuldige von Zerstörung des Regenwaldes
Biologen des Smithsonian Tropical Research Institute in Panama kommen in einer im Journal Conservation Biology veröffentlichten Fachdiskussion zu dem Ergebnis, dass vor allem die Globalisierung die Zerstörung des Regenwaldes vorantreibt.

Hauptsächlich sind Konzerne aus den Bereichen der Holzwirtschaft, die Schaffung neuer Nutzflächen für den Ackerbau und selektive Schlägerungen die Hauptverantwortlichen dafür, dass bereits die Hälfte der ursprünglich vom Regenwald bedeckten 20 Mio. Quadratmeter zerstört wurde.

Obwohl bekannt ist, wie wichtig die Region des Regenwaldes für das weltweite Klima ist, schreitet die Abholzung weiter fort. In den Jahren 2000 bis 2005 wurde eine Fläche in der Größe Großbritanniens zerstört. Vor allem die Art und Weise der Zerstörung hat sich in den letzten 20 Jahren grundlegend verändert. Eldredge Bermingham, Direktor des Smithsonian Tropical Reseach Institute, erklärt, dass früher hauptsächlich die wachsende Bevölkerung und die damit einhergehende Verstädterung bestimmter Gebiete sowie die Umformung des Regenwaldes in Ackerland die Hauptgründe der Abholzung waren. Heute bilden diese beiden Faktoren einen so geringen Anteil an der fortschreitenden Entwicklung, dass es kaum mehr in Zusammenhang mit der Zerstörung des Regenwaldes gesehen werden kann. Derzeitig sei die Industrie hauptverantwortlich für die Zerstörung, da sie enormen Druck ausübe, um die Bodenschätze der Region ausbeuten zu können.

Im Gegensatz zu früher sei es jetzt aber auch leichter, die Verantwortlichen direkt anzusprechen und sie für ihr Verhalten in Rechenschaft zu ziehen, so Bill Laurance, Tropenökologe am Smithonian Tropical Research Institute. Regierungen, NGOs aber auch Konsumenten hätten hier die Möglichkeit, Druck auszuüben. Die große Macht der Bevölkerung sei vor allem in Europa und Nordamerika schon zu spüren, da sich die Menschen hier über die Gefahren der Zerstörung des Regenwaldes bewusst seien.

Derzeit liegen 350.000 Quadratkilometer an abgeholztem Regenwald brach und haben somit die Chance, langsam wieder zu wachsen. Laut Laurence bedarf es rund 20 Jahre, bis sich erneut ein Blätterdach über dieser Fläche gebildet hat. Viel länger wird es jedoch dauern, bis auch die vertriebene Tierwelt wieder zurückgekehrt sein wird, die durch Wilderer und eingeschleppte Tierseuchen einen katastrophalen Rückgang erlitten hat.

Autorin:
VISAVIS-Redaktion Sarah Bennemann

Weitere Informationen unter:
www.stri.org [13.01.2009, ]

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