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14.01.2009

Ennstaler Bergschecken und die Erzgebirgsziege

Ennstaler Bergschecken



Die Ennstaler Bergschecken sind eine beinahe ausgestorbene Rasse des Hausrindes.

Die meist kleinen und leichten Ennstaler Bergschecken sind aus dem bajuwarischen Weißkopfschecken entstanden. Sie waren einst fast vollständig fuchsrot, bevor immer mehr weiße Anteile in ihrem Fell zu finden waren. Am Ende waren 75 - 80% des Fells weiß, so dass nur noch fuchsrote Flecken mit gewolkten oder verfranzten Rändern an Lende und Flanke übrig blieben. Während die Ohren normalerweise gefärbt sind, bleiben Hörner, Klauen und Schleimhäute meist pigmentfrei. Bevor die Rasse bereits im 18. Jahrhundert von Rassen wie den Murbodner oder Pinzgauern und Blondvieh verdrängt wurde, war sie als Zugtier und Mastvieh beliebt. Die Tiere waren nach zwei Jahren in den alpinen Höhenlagen bereits voll entwickelt und galten daher als frühreifste Alpenrasse. Obwohl sie wenig Fett ansetzten, war ihr Muskelfleisch von Fett durchzogen (Marmorierung).

Die vermeintlich letzten zwei Kühe wurden 1986 geschlachtet. In der Zwischenzeit, Stand 2005, sind noch einige Restbestände gefunden worden. Die Erhaltungsarbeit wird von der Arche Austria (Verein zur Erhaltung gefährdeter Haustierrassen), sowie der Österreichischen Nationalvereinigung für Genreserven betreut. Im Jahre 2004 gab es in Österreich immerhin wieder 65 Tiere in 6 Betrieben.



Erzgebirgsziege

Die Erzgebirgsziege ist eine Hausziegenrasse, die ursprünglich für das Leben im Erzgebirge, zwischen Sachsen und Böhmen gelegen, gezüchtet wurde. Von ihr existierten ursprünglich verschiedene Varianten, wie Grauschimmel, Blauschimmel, schwarze Tiere und Schecken in verschiedenen Farben. Nach Einkreuzung rehfarbener Schweizer Ziegenrassen entstand eine rehbraune Ziege mit schwarzem Aalstrich, schwarzem Bauch und schwarzen Unterbeinen ("Stiefeln"). Die Ziegen sind meistens hornlos.

In der ehemaligen DDR konnte sich diese Rasse noch ziemlich lange halten, danach wurden zunehmend andere Rassen, vor allem die Frankenziege eingekreuzt, um die Milchleistung zu erhöhen. Heute wird die Erzgebirgsziege nicht mehr als genetisch eigenständige Rasse anerkannt. Die noch existierenden Exemplare werden der Bunten Deutschen Edelziege zugerechnet. Daher gibt es auch seit dem Jahr 2004 keine neuen Förderungen mehr für die Züchtung. Die Erzgebirgsziege wird nur noch als "Typ" bzw. "Farbschlag" der Bunten Deutschen Edelziege geführt.

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