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14.01.2009

Enten füttern? Lieber nicht!

Enten füttern? Lieber nicht!
Viele von uns erinnern sich gerne an die wunderschönen Spaziergänge am Sonntag, die mit der ganzen Familie unternommen wurden. Diese Wanderung endete nicht selten am Ententeich, wo man das Brot der ganzen Wochen loswerden wollte. Schon träge von den vorherigen Besuchern mit einer ebenso großen Brottüte, watschelten die sehr gut genährten Enten auf einen zu, um noch einen und dann noch einen Bissen hinunterzubringen. Aber irgendwann waren auch die gefräßigsten Enten pappsatt und so trieben, je später der Nachmittag wurde, immer mehr Brotkrumen auf dem Teich.



Schon damals keimte in dem einen oder anderem der Verdacht, dass das Füttern der Enten eventuell keine gute Idee ist. Aber manche Dinge brauchen Zeit sich zu ändern - viel Zeit. Aber was spricht überhaupt dagegen?

In einem Gewässer leben normalerweise nur so viele Enten, wie das Gewässer Futter bietet. Durch die Zufütterung wird dieser Mechanismus allerdings außer Gang gesetzt. Immer mehr Enten werden von dem übergroßen Nahrungsangebot angelockt und finden, falls das zusätzliche Brot einmal ausbleiben sollte, keine Nahrung. Enten essen statt Brot und Kuchenresten eigentlich auch lieber Mischnahrung, bestehend aus Grünfutter, Würmer oder Schnecken. Also Gründeln sie den Boden des Gewässers gerne nach für sie Verwertbarem ab.

Auch muß man beachten, dass das gefressene Brot durch den Kot der Enten, das Wasser des Sees düngt. Die Nutznießer sind Algen, die sich dadurch explosionsartig vermehren können. Durch absterbende Algenblüten werden dann Zersetzungsprozesse in Gang gesetzt, die viel Sauerstoff des Teiches verbrauchen. Faulschlamm entsteht - das biologische Gleichgewicht des Gewässers droht zu kippen.

Haben es die vielen Spaziergänger viel zu gut gemeint, sinkt das übrig gebliebene Brot auf den Grund des Sees und zersetzt sich. Auch bei diesem Prozess wird viel Sauerstoff verbraucht. Bei der Zersetzung von 1500 g Brot wird der Sauerstoff aus 100 Kubikmetern Wasser verbraucht!

Der geringe Sauerstoffgehalt kann dann wiederum dazu führen, dass sich das Botulinus-Bakterium stark vermehrt. Diese Keime produzieren das schon in sehr geringen Mengen tödliche Gift: Botulinustoxin. Enten, die durch gründeln ihren Hunger stillen wollen, nehmen dieses Gift auf und versterben dann an Muskellähmung.



Zu guter letzt profitiert auch noch eine andere Gattung Tier von der Fütterungswut der Spaziergänger: die Ratte. Überall wo Nahrung frei herumliegt, sind die kleinen Nager nicht weit.

So schön die Erinnerung an die tollen Sonntage mit den anscheinend immer hungrigen Enten auch sein mögen: Füttert bitte keine Enten mehr!

Ihr habt weitere Fragen? Gerne! Schaut doch mal im Forum von DeineTierwelt.devorbei. Um für die Spaziergänge im Herbst gewappnet zu sein, findet ihr bestimmt das eine oder andere nützliche Assessäure in den Kleinanzeigen

http://forum.deine-tierwelt.de/index.php
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