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20.01.2009

ESCADA, Primera, apriori, BiBA, cavita, Laurèl

ESCADA, Primera, apriori, BiBA, cavita, Laurèl
Gewalt gegen Tiere ist nicht ästhetisch.

Stoppt den Pelzhandel!
Der Luxusgüterkonzern ESCADA AG mit seinen Subunternehmen bzw. Marken Escada, BiBA, apriori, cavita und Laurèl ist seit Oktober 2007 Ziel einer Tierrechts- und Tierbefreiungskampagne des Global Network Against the Fur Industry (Globalen Netzwerks gegen die Pelzindustrie).

Die Kampagne richtet sich gegen den Verkauf von Echtpelzwaren durch die ESCADA AG.

Tierpelzprodukte sind Teil des Tierausbeutungssystems unserer gegenwärtigen Gesellschaften; es gilt dieses durch die Tierbefreiungsidee und durch emanzipatorische Praxis zu beenden.

Gewalt gegen Tiere auf „Pelzfarmen“,die kommerzielle Tierausbeutung durch die Pelzindustrie, produziert Leiden, Schrecken, Tote. Doch tierliche Gewaltopfer bleiben von unserer Gesellschaft weitestgehend unbeachtet.

Diese Website möchte die Aufmerksamkeit auf die von ESCADA zu verantwortenden tierlichen Opfer lenken, über ESCADA’s Pelzhandel aufklären, über die Antipelzkampagne informieren und dazu aufrufen, mitzuhelfen, den Pelzverkauf bei ESCADA zu beenden.


Einleitende Wort

ESCADA, Primera, apriori, BiBA, cavita, Laurèl

Gewalt gegen Tiere ist nicht ästhetisch.

Stoppt den Pelzhandel!
Der Name ESCADA geht auf den Namen eines schönen, irischen Pferdes zurück, schwärmt der Modekonzern ESCADA AG auf seiner Website; auf ein Pferd, das sich nicht „zügeln“, nicht beherrschen lassen wollte, kommentiert das Handelsblatt. TierrechtlerInnen und TierbefreierInnen wundern sich, wie ESCADA angesichts dieser Faszination von einem Tier, das seine Freiheit bewahren möchte, an so etwas Hässlichem wie der gewaltsamen Vernutzung und Vernichtung tausender anderer tierlicher Individuen beteiligt sein kann: so genannter Pelztiere, denen ESCADA ihre Freiheit raubt, sie in Käfige zwängt.

Nerze, Füchse, Waschbären, Kaninchen und viele andere Tiere sind Gefangene auf „Pelzfarmen“. Dort wird im Winter eines jeden Jahres für ESCADA und etliche andere tierverachtenden Bekleidungsunternehmen das Leben dieser Tiere ausgelöscht; für einen Nerzpullover, eine Fuchspelzweste, einen Waschbärkragen, einen mit Kaninchenfell verbrämten Handschuh...

Um diese Gewalt gegen Tiere zu stoppen, schlossen sich im Herbst 2007 Gruppen und EinzelaktivistInnen der Tierrechtsbewegung / Tierbefreiungsbewegung verschiedener Länder zu einem globalen Kampagnennetzwerk gegen die ESCADA AG zusammen.

Die Kampagne wird so lange geführt werden, bis die ESCADA AG alle Echthaarfellprodukte aus dem Sortiment all ihrer Design-, Herstellungs- und Verkaufsstätten sämtlicher Marken (ESCADA, apriori, BiBA, cavita, Laurèl) nimmt und unbefristet und uneingeschränkt aus dem Pelzhandel aussteigt.

Diese Website informiert über die ESCADA-Kampagne, die Pelzindustrie und die Tierrechtsbewegung/Tierbefreiungsbewegung.


Warum eine Kampagne gegen Pelz?

Im Grunde ist es unerheblich,

...für welches ökonomische oder andersartige Interesse ein tierliches Individuum seiner Freiheit und seines Lebens beraubt wird,...

...welches Ziel hinter der Bemächtigung ihrer Körper steckt: Profit, Luxus, Anerkennung,...

...ob ein Käfig einer „Pelzfarm“, eine Box eines Tierversuchslabors oder ein landwirtschaftlicher Maststall seinen Körper gefangen hält,...

... ob eine Gasbox, eine Giftspritze oder ein Bolzenschuss sein Leben gewaltsam beendet,...

...ob sein kommerzialisierter Leichnam schließlich als Ware Pelz, Versuchsmaterial oder Fleisch verkauft wird...

Im Grunde ist es unerheblich, ob eine Kampagne gegen Pelz oder ein anderes Tierausbeutungsprodukt geführt wird...

Nicht unerheblich sind die Gründe, die dafür sprechen, die Tierausbeutungsindustrie und mit ihr die Pelzindustrie zu beenden: Milliarden tierlicher Opfer, verletzt, gequält, verstümmelt, gezwungen, beherrscht, eingesperrt, erniedrigt, verhöhnt, ausgebeutet, versklavt, vernichtet. Auch für Pelz.

Pelz ist folglich nicht abzulehnen, weil er „Luxus ist“, weil er „ein hässliches Gesicht macht“ oder „nicht mehr zeitgemäß“, „ein Relikt der Steinzeit ist“, wie manche argumentieren; dies sind subjektive Gesichtspunkte.

Pelz ist vielmehr zu kritisieren, weil er objektiv Leben zerstört und auslöscht, weil er tatsächliche Gewalt und Opfer produziert: auf „Pelzfarmen“ und bei der Fallenjagd. Dieser Gewalt haftet niemals etwas Ästhetisches an und so auch nicht der Ware Pelz.

Pelz und seine gesellschaftliche Bedeutung

Tierausbeutung hat immer auch eine symbolische Seite. Das tierliche Opfer steht – neben seiner materiellen, ökonomischen Vernutzung – stets auch für einen Herrschaftsanspruch von Menschen über die anderen Tiere.


Warum Kampagnen gegen die Pelzindustrie?

Tierrechts- und Tierbefreiungsaktionen gibt es bereits seit den 70er Jahren. Es war richtig und wichtig in den Anfängen der jungen sozialen Bewegung die erschlagende Reichweite der Tierausbeutung, ihre verschiedenen Formen und ihre Bedeutung aufzuzeigen und an einem Tag gegen eine Metzgerei, an einem anderen gegen einen Zirkus, an wieder einem anderen gegen einen Pelzladen zu protestieren...

Findet heute teilweise eine Spezialisierung auf einzelne Segmente der Tierausbeutungsindustrie statt, dann um effektiver arbeiten zu können, um den Tierausbeuterinnen und Tierausbeutern Kosten zu verursachen, die sie nicht mehr ignorieren können; Kosten, die dem ökonomischen Zweck der Instrumentalisierung von Tieren entgegenstehen und den Profit schmälern – sei es durch Imageverlust des Tierausbeutungsbetriebs, sei es durch finanzielle Einbußen. Wenn sich die globale Tierrechtsbewegung/Tierbefreiungsbewegung seit einigen Jahren vermehrt auf den Pelzhandel konzentriert und zunehmend gemeinsam Kampagnen startet, dann somit aus taktischen Überlegungen und aus der Not heraus.

Die Tierrechtsbewegung/Tierbefreiungsbewegung sieht sich einer besonderen Dringlichkeit gegenüber: Die Verletzung und Vernichtung tierlicher Individuen stellt ein empfindliches Übel, ein schweres Unrecht dar, keines, was tolerierbar, auszuhalten, den betroffenen tierlichen Individuen zuzumuten ist. Die Gewalt gegen tierliche Individuen und ihre Auslöschung bewirkt ganz konkret und direkt Opfer und ist nicht rückgängig zu machen. Und die Tierausbeutungsmaschinerie produziert diese Opfer allsekündlich. Jedes Einzelne wird hier und jetzt und morgen und dort seiner Freiheit beraubt und an seiner Psyche oder an seinem Körper verletzt – oder beides – und schließlich umgebracht. Hier geht es folglich nicht um Marginalien des Lebens, nicht um eine Debatte, die man entspannt ausplaudern oder auf den nächsten Tag verschieben könnte. Die Befreiung der Tiere aus der Knechtschaft der Gesellschaften von Menschen erlaubt keinen Aufschub, erlaubt keinen feigen Kompromiss. Diese Ausbeutungsmaschine zu sabotieren und zu beseitigen – auf indirekte oder direkte Weise – ist eine der großen Aufgaben, die sich unsere Gesellschaft auf ihrem Weg zur Emanzipation zu stellen hat. Tierbefreiung ist ein sozialer Prozess und ein Emanzipationserfordernis, das sofort umgesetzt werden müsste, und doch, aufgrund der tiefenkulturellen Verankerung der Tiervernutzung in unserer Gesellschaft, so weit entfernt ist, wie kaum ein anderes progressives Ziel.

Es gibt selbstredend in der speziesistischen Gesellschaft keine rechtlichen Regeln, die man zum Schutz der Tiere vor Ausbeutung einklagen könnte, keine behördliche Unterstützung, die Tiere aus der Notlage – in der sie sich z.B. auf einer „Pelzfarm“ befinden – retten könnte. Das speziesistische System, vor allem die profitträchtige Tierausbeutungsindustrie, schafft sich nicht von selbst ab. Die Tierrechtsbewegung/Tierbefreiungsbewegung stellt aus diesem Grund – anders als der Tierschutz –, eine Widerstandsbewegung dar. Als solche hat sie nicht nur das Problem, mit massiver Repression bedroht zu werden, sondern auch, Ressourcen zu mobilisieren. Wie soll man, ohnmächtig gegenüber der Dimension des Speziesismus, die Tierausbeutung stoppen? Welchen tierlichen Opfern soll man zuerst zur Hilfe eilen?

Die Tierrechtsbewegung/Tierbefreiungsbewegung musste und muss aus diesen Gründen strategisch denken. Die Konzentration auf die Pelzindustrie ist eine solche strategische Entscheidung. Die Chancen, den Pelzhandel zu stoppen und damit tierliche Individuen vor der absichtsvollen physischen Schädigung durch die Pelzindustrie zu bewahren, sind größer, als bei einer der anderen Tierausbeutungsbranchen unserer Zeit.


Struktur der Pelzindustrie

Naturalisierung der Gewalt gegen Tiere

Entgegen der Propaganda der Pelzindustrie, die versucht, dem Pelztragen eine „Natürlichkeit“ zuzuschreiben und „Pelztiere“ als „natürliche Ressourcen“ auszugeben, ist das Bekleiden mit Pelzwaren somit ein Resultat unserer speziesistischen Kultur. Tierausbeutung ist eine soziale Katastrophe und nicht „natürlich“. Ohnehin wirkt das Vorhaben der Pelzindustrie lächerlich, im 21. Jahrtausend einen „Naturzustand“ und eine Höhlenromantik zu bemühen. So führt z.B. die internationale Lobbyorganisation des Pelzhandels, die International Fur Trade Federation, als Rechtfertigungsgrund, Tiere für Pelzwaren zu töten, an, dass „die Populationen in freier Wildbahn unter Kontrolle gehalten werden“ müssten (International Fur Trade Federation: Was Sie über Pelze wissen sollten, 1989, S.4). Ungeachtet der Dummheit dieser These, übergeht die Lobbyorganisation mehr als ungeschickt, dass der Großteil der verkauften Felle von Tieren stammt, die absichtlich auf Farmen gezüchtet und dort umgebracht werden. Bis zu hunderttausende Tiere werden auf „Pelzfarmen“ in Intensivhaltung „produziert“. Ein Pelztierhaltungsbetrieb, eine „freie Wildbahn“?

Geradezu peinlich ist auch die Behauptung, Pelz sei ein „Naturprodukt“ und umweltfreundlich, nachdem der im Bekleidungswerk bearbeitete Tierpelz viele chemische und mechanische Eingriffe mit großem Ressourcenverbrauch und Umweltverschmutzung durchlaufen hat, bevor er am Kleiderbügel hängt. Aber dies sind ohnehin nur unbeholfene Manöver des Pelzhandels, die von der ihm fehlenden Legitimation ablenken sollen, Tieren Gewalt anzutun.

Dieses Legitimationsdefizit wurde der Öffentlichkeit bei der Frage, ob Tiere für Pelzprodukte gefangengehalten und getötet werden dürfen, bereits in den 70er Jahren bewusst und einleuchtend; früher als bei anderen „Tierprodukten“; freilich auch, weil Pelz irreführender Weise das Label eines „Luxusgutes“ erhielt und viele Menschen Pelz, anders als z.B. Fleisch oder Milch, als „verzichtbar“ hielten. Im Sinne der Tierrechtskonzepte und der Tierbefreiungsidee ist die Kritik an der systematischen Tierausbeutung jedoch keine Frage des Verzichts oder Geschmacks, sondern der Aufklärung, der Freiheit, der Solidarität und der Befriedung des Mensch-Tier-Verhältnisses – und diese schließt eine Absage an alle Tierausbeutungsformen und somit -produkte mit ein.

Die Pelzindustrie befand sich aus oben benannten Grund als eine der ersten Tierausbeutungsindustrien „bereits“ in den 70er Jahren, zunehmend dann in der 80er Jahren in mehreren Ländern in der öffentlichen Kritik und unter Begründungszwang. Spätestens als die globale Tierrechtsbewegung / Tierbefreiungsbewegung nicht mehr nur vereinzelt vor Pelzgeschäften oder bei Pelzmodenschauen demonstrierte, sondern einzelne „Pelztiere“ aus „Pelzfarmen“ befreite, in den Innenstädten der Öffentlichkeit das auf „Pelzfarmen“ erstellte Foto- und Filmmaterial über das Elend der Pelztierhaltung zeigte und den Bekleidungsunternehmen gehäutete Tierleichname, die sie neben den „Pelzfarmen“ fanden, vor die Eingangstüren legte, spätestens dann war eine drängende Unmittelbarkeit und ein Aufklärungsniveau erreicht, die den Pelzhandel in die Krise stürzten. Das Mittel, das die Pelzindustrie gegen die Aufklärung und Emanzipation der Verbraucherinnen und Verbraucher einsetzte, waren sodann zahlreiche neue Verdummungsstrategien.

Leugnung des Leidens der „Pelztiere“

Neben zuvor geschilderten Rückgriff auf den Mythos einer „Natürlichkeit“, die dem Pelz anhafte, um damit die soziale Konstruiertheit und damit Veränderbarkeit des Mensch-„Nutztier“-Verhältnisses zu verschleiern, ist die älteste Taktik der Pelzindustrie: die offensichtliche Verletzbarkeit und Leidensfähigkeit von Tieren zu leugnen und die der Pelzproduktion immer anhängende Gewalt gegen Tiere abzutun. Dies ist freilich nicht einfach angesichts der augenfälligen und unleugbaren Tatsache, dass Nerze, Füchse, Waschbären, Chinchillas, Kaninchen und viele andere Tiere auf „Pelzfarmen“ monatelang in Käfigen gefangen gehalten und anschließend durch Erstickungstod oder mittels eines elektrischen Stromstoßes umgebracht werden. Ein Käfig ist ein karges und trostloses Gefängnis, der Tod in der Gasbox ein qualvoller Todeskampf und Stromstöße eine abscheuliche Hinrichtung. Weil also die Zustände offensichtlich schlecht sind und TierrechtlerInnen und TierbefreierInnen weltweit und unaufhörlich immer wieder – auch über die aufgerüsteten – Sicherheitszäune der Pelzfarmen klettern und Beweismaterial knipsen und filmen, versucht die Pelzindustrie auch nicht groß, nachvollziehbare Gegenargumente für das Elend auf „Pelzfarmen“ anzubringen. Sie blubbert lapidar, vertreten jeweils durch Lobbyorganisationen wie die Pelzinstitute, Pelztierzüchterverbände oder Kürschnerverbände, dass es „Pelztieren“ auf „Pelzfarmen“ gut gehe. Dies könne man feststellen am glänzenden Fell (das in Wirklichkeit durch die dem Futter beigemengten Zusatzstoffe erreicht wird). Außerdem zeige sich das Wohlergehen der Tiere daran, dass die Tiere „fressen“, wachsen und das Einkommen des Pelztierfarmers steigern (sic!). Aber die Argumentation der Pelzwirtschaft nimmt noch groteskere Züge an: „Pelztiere“ würden in Freiheit erfrieren, Nerze (gute Schwimmer) gar in Gewässern ertrinken. Da wird ein Käfig doch gleich zum gemütlichen Zuhause. Diesen Humbug konnten jedoch Veterinäre – normalerweise eingebunden in zahlreiche Seilschaften der Tierausbeutungsindustrie – in den vergangenen Jahren nicht mehr aufrecht erhalten. Für die EU erarbeiteten sie in einer Kommission eine Pelztierhaltungsverordnung. Die Käfige werden nach dieser Verordnung nun größere und strukturierte Gefängnisse, mit Beschäftigungsmaterial (Ball oder Plastikrohr z.B.); Nerze erhalten außerdem einen kleinen Schwimmbereich (scheinen also doch nicht zu ertrinken).

Das Elend der „Pelztiere“ wird jedoch nicht über neu geschaffene Pelztierhaltungsverordnungen verschwinden; nicht über „strukturierte und angereicherte Käfige“ oder andere verlogene Reformen, sondern nur durch die indirekte oder direkte Öffnung der Käfige, durch die Befreiung der Tiere aus ihrer gewaltsamen Benutzung als Ware. Denn die Gewalt auf „Pelzfarmen“ bedroht weiterhin Leib und Leben der „Pelztiere“.


Manipulierte Verbraucherinformationen

Die Gewalt gegen „Pelztiere“ lässt sich somit auch nicht durch die mancher Pelzbekleidung anhängende Verbraucherinformation, die Haltung und Tötung der Tiere entspreche gesetzlichen Bestimmungen und würde intern kontrolliert werden, herunterspielen. Die Selbstetikettierung verstärkt nur die Dreistigkeit dieser Branche. Nur wer sich selbst gegen das Mitleid mit Tieren immunisiert hat, spürt nicht die Trostlosigkeit, die Kälte, den Wahnsinn einer so genannten Pelzfarm.

Immer weniger Menschen können sich der Empathie und Solidarität mit Tieren versperren. Die Pelzindustrie musste im neuen Jahrtausend eine darauf abgestimmte Verblendungstaktik anwenden: Pelz sollte nun nicht mehr als Körperteil eines Tieres erkennbar sein.


Die Ausblendung des tierlichen Individuums

Die Zergliederung der Tierpelze in Besätze und Applikationen, die Einfärbung der Pelze und ihre Scherung verfremden Pelz. Ein anderes Mal wird Pelz als „Pelzgarn“ verstrickt, nach innen gewendet, bedruckt. Durch diese Manipulationen scheint es, als sei Pelz Material; ganz so wie die Stoffe, mit denen Pelz im „Materialmix“ kombiniert wird. An Jacken und Mänteln, an Schal und Handschuh aufgenäht – als Echtpelzapplikation oder -verbrämung – lässt die Ware Pelz vergessen, dass das Tierfell einst zum Körper tierlicher Individuen gehörte; zu Lebewesen mit Bewusstsein, Gefühlen, Wünschen, Interessen. Das tierliche Individuum bleibt ausgeblendet. Nichts am verarbeiteten Pelz erinnert mehr an die sieben Monate dauernde Freiheitsberaubung, an den Farmkäfig, der 20 Millionen mal (bei Füchsen) bzw. 30 Millionen mal (bei Nerzen) kleiner ist, als das Gebiet, das „Pelztiere“ in Freiheit bewohnen. Nichts an der Pelzware erinnert an den beißenden Gestank der Exkremente, die durch das Gitter fielen und sich direkt unter den Farmkäfig stapelten. Nichts erinnert an die Monotonie des Farmbetriebes, den Stress des Eingepferchtseins, den Kannibalismus. Pelz erinnert nicht an die Angst und die Agonie, also den Todeskampf zur Zeit der „Ernte“ (so bezeichnen die Pelztierfarmer das Töten der „Pelztiere“, das gegen November im Accord durchgeführt wird). Die Tierrechtsbewegung/Tierbefreiungsbewegung und mit ihr die ESCADA-Campaign hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Gewalthandlungen der Pelzindustrie, die TäterInnen und ihre KollaborateurInnen aus der Verdunkelung und Anonymität zu holen und sich der tierlichen Opfer zu erinnern...


Warum ESCADA?

Der Stellenwert, den der Einzelhandel für die Pelzindustrie hat, ist bedeutend. Neben den anderen Elementen der Pelzindustrie – „Pelzproduktion“ (Pelzfarmen, Fallenjagd), Fellhandel, pelzverarbeitende Industrie / Pelzherstellung (siehe Struktur der Pelzindustrie) – entscheidet vor allem der Pelzverkauf, ob sich das Geschäft mit der Ware Pelz rentiert. ESCADA ist sogar in mehreren Segmenten an diesem Deal beteiligt (siehe ESCADA-Infosparte): entwirft die eigene Bekleidungskollektion, stellt sie in eigenen Betrieben her und verkauft sie schließlich in eigenen Geschäften sowie in Shop-in-Shops und Corners oder Concessions anderer Modehäuser. Viele dieser Modehäuser sind bereits nach Kampagnen der globalen Tierrechtsbewegung / Tierbefreiungsbewegung pelzfrei geworden. ESCADA zeigt sich hingegen weiterhin gleichgültig gegenüber dem Leiden der „Pelztiere“.

Der Modekonzern ESCADA AG hat somit mit zu verantworten, dass die Gefangenhaltung und Tötung von „Pelztieren“ aufrechterhalten wird.

Der Ausstieg von ESCADA aus dem Pelzhandel könnte Signalwirkung für die gesamte so genannte Luxusindustrie haben; ein Signal, dass der Pelzkleidung keine Elegance, nichts Ästhetisches anhaftet, weil Gewalt nie ästhetisch, nie schön sein kann.

Wer Profit auf Kosten von Tieren macht, sei es wie im Bereich des Pelzhandels als „Pelztier“-Züchter, als Fellhändler, als Bekleidungshersteller, als Modeunternehmen, als Aktionär pelzverkaufender Unternehmen, als PR-Agentur... muss mit Protest engagierter Menschen rechnen.

Seien Sie bitte einer dieser engagierten Menschen. Protestieren bitte auch Sie bei der ESCADA-Gruppe gegen den Pelzverkauf.

Teil dieser Gruppe ist neben ESCADA die Primera AG mit den Marken apriori, BiBA, cavita und Laurèl.

ESCADA AG
Einsteinring 14-18
85609 Aschheim/München
Telefon: 089-99440
Fax: 089-99441111
E-Mail: info@de.escada.com

ESCADA bietet aufgrund seiner globalen Ausdehnung (globaler Shopfinder hier) und seiner Geschäftsform (Aktiengesellschaft – siehe auch ESCADA-Infosparte) zahlreiche Protestmöglichkeiten.

Unterstützen Sie bitte die Kampagne gegen die Pelzindustrie durch Ihre aktive Teilnahme in Form von Protesten oder durch die Bereitstellung von Informationen oder Ressourcen.


Forderungen an die Modeunternehmen
- und hier an ESCADA


Das Kampagnennetzwerk fordert, dass die ESCADA AG:

vollumfänglich Echthaarfellprodukte aus dem Sortiment nimmt, insbesondere zukünftig keine neuen Echthaarfellprodukte ordert,
unbefristet den Handel mit Echthaarfellprodukten beendet – diese Forderung erstreckt sich auf alle Echthaarfellprodukte, Tierpelze, somit z.B. auch auf Kaninchenfelle,
die Forderung hinsichtlich aller Waren und aller Marken der zur ESCADA AG zusammengeschlossenen oder mit der ESCADA AG zusammenarbeitenden Unternehmen erfüllt,
den Ausstieg aus der Pelzindustrie sowohl in der Produktion, als auch in allen bestehenden oder zukünftigen Vertriebssystemen - z.B. auch in Shop-in-Stores, Corners, Concessions – realisiert,
den Ausstieg aus dem Pelzhandel über eine Presseerklärung öffentlich und damit zusätzlich verbindlich macht.

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