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14.01.2009

Exoten statt vier Pfoten

Exoten statt vier Pfoten
Exotische Tiere scheinen nicht nur spannender zu sein als der "Klassiker" Hund oder Katze, sondern auch noch beliebter. Die Einfuhrzahlen von exotischen Tieren in die Bundesrepublik sprechen eine deutliche Sprache. Jährlich steigen sie nämlich. Bei artgerechter Haltung durch die Besitzer ist das natürlich völlig in Ordnung. Allerdings meldet der Deutsche Tierschutzbund auch eine steigende Zahl von ausgesetzten Leguanen, Schlangen und Schildkröten. Der Grund: viele sind begeistert von den exotischen Tieren, sehen diese in Fernsehen oder Zeitschriften und wollen mit dem Trend gehen. Es gibt oft nur ein Problem: mangelndes Wissen. Und dieses wiederum führt oft dazu, dass Tierbesitzer schnell überfordert sind.



Nach Aussage des Tierchutz-Verbandes kommt aber schon im Vorfeld auf die Exoten ein erhelblicher Stress zu: den erleiden die Tiere angeblich bereits bei Fang, Transport und Handel. Zudem sei eine artgerechte Haltung der meist anspruchsvollen Lebewesen kaum möglich, weshalb sie in Gefangenschaft extrem leiden und oft qualvoll verenden würden, so die Argumentation der Tierschützer. Viele überforderte Halter gäben auch schon nach kurzer Zeit die Tiere in den von den Mitgliedsvereinen des Deutschen Tierschutzbundes betriebenen Tierheimen ab. Eine Aufgabe die finanziell, räumlich und personell oft nicht zu bewältigen sei.

Nach Einschätzung der Tierschützer leben in Deutschland wohl einige tausend Krokodile, rund 100.000 Giftschlangen und mehr als 200.000 Riesenschlangen. Insgesamt dürfte die Zahl der gehaltenen Exoten im Bundesgebiet in die Millionen gehen, wie es in einer Mitteilung des Tierschutzvereines heißt.

Vor allem in Hessen hat man sprichwörtlich die Schnauze voll. Dort gibt es seit Oktober vergangenen Jahres ein Verbot für die Haltung bestimmter Tierarten. Hessen übernimmt damit eine Vorreiterrolle in Deutschland, wie die Tierschützer betonen. Der Deutsche Tierschutzbund fordert gleichzeitig alle anderen Bundesländer auf, rechtliche Regelungen zu beschließen und das Halten von Exoten in Privathaushalten generell zu verbieten.

In Hessen mussten Halter, die vor Inkrafttreten des Gesetzes bereits gefährliche Exoten besaßen, die entsprechenden Tiere den Ordnungsbehörden bis Ende April 2008 anzeigen. So wurden allein in der Region Rhein-Main/Südhessen 2.515 gefährliche Wildtiere von 186 Tierhaltern gemeldet. Dies entspricht im Durchschnitt 13,5 Tiere pro Halter.



Schilder wie dieses können ungebetene Gäste schon mal vorwarnen (erhältlich im Tierfachhandel)

Darunter waren 870 Grubenottern, zu denen auch Klapperschlangen zählen, 552 echte Vipern, 268 Giftnattern und 54 Riesenschlangen. Darüber hinaus wurden unter anderem auch 473 Vogelspinnen, 119 Skorpione, 49 Krokodile, 10 Schnapp- und Geierschildkröten, zwei Tiger, ein Puma und ein Ozelot gemeldet. Nach Einschätzung des Deutschen Tierschutzbundes dürfte die Zahl aufgrund der nicht gemeldeten Tiere weitaus höher sein. Der Verband fordert eine bundeseinheitliche und schärfere Gesetzgebung und bittet alle Tierfreunde, zum Wohle der Tiere auf die Haltung von Exoten im Haushalt zu verzichten.

Von den betroffenen Haltern von exotischen Tieren gibt es dazu geteilte Meinungen. Während einige Einsicht zeigen, belächeln viele die Forderungen. Denn: noch sind Exoten noch erlaubt in Deutschland, auch wenn das letzte Wörtchen hier noch nicht gesprochen ist.

Kommentar:
unsere Persönliche Meinung ? Last die Tiere doch in Freiheit leben. Jeder hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit. Die Freiheit der Person, des Lebewesens (ja auch des Tieres) ist unverletzlich. In diese Rechte darf nur aufgrund eines Gesetzes eingegriffen werden !

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