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14.01.2009

Exoten vom Wühltisch: "Die kriegste nicht tot!"

Exoten vom Wühltisch: "Die kriegste nicht tot!"
Am Wochenende wurden auf der "Terraristika" Tausende seltene Reptilien & Amphibien verramscht

Am gestrigen Samstag fand in Hamm / Westfalen die laut Veranstaltern größte Reptilienbörse Europas statt. PRO WILDLIFE stellte auf der "Terraristika" eklatante Missstände im Umgang mit Wildtieren fest: "Wie auf einem Flohmarkt werden hochsensible Reptilien, die nur in Expertenhände gehören, an den nächstbesten Käufer verscherbelt". Wie in den Jahren zuvor wurden zudem zahlreiche streng geschützte Tiere angeboten, deren legale Herkunft fragwürdig ist.

Die "Terraristika" ist ein Umschlagplatz für exotische Tiere: Zahllose Schlangen, Schildkröten, Chamäleons und andere Reptilien sind in Plastik- und Styropordosen eingepfercht und aufeinander gestapelt. Kleine bunte Frösche aus Südamerika und Madagaskar liegen in Frischkäse-Schälchen gestapelt auf dem Wühltisch. Warane und Geckos sind in winzige Behältnisse eingequetscht, Schlangen werden in Jutesäckchen an Kunden weitergegeben.

Ob Baumpythons aus Indonesien, Riesenboas aus Madagaskar oder Landschildkröten aus der Türkei: Bei vielen der angebotenen international geschützten Tiere ist nicht klar, ob sie aus einer legalen Nachzucht in Deutschland stammen oder illegal eingeschmuggelt wurden. "Die Händler haben diverse Tricks, wie sie illegale Tiere mit 'legalen' Papieren reinwaschen" weiß Biologin Dr. Sandra Altherr aus ihrer Arbeit für PRO WILDLIFE. Durch den boomenden Handel mit Reptilien und Amphibien sind zahlreiche und ständig neue Tierarten bedroht.

Viele Käufer wissen nicht, wie ihr neu erworbenes Tier zu halten ist. Die Verkaufsberatung erschöpft sich in Sätzen wie: "Das sind Anfängertiere - die kriegste nicht tot!" - wie im Falle eines Pantherchamäleons. Winzige Babyschildkröten, von denen kaum eine das erste Jahr überleben wird, sind wahre Verkaufsschlager. Extrem stressempfindliche Chamäleons und Schildkröten werden von Interessenten und "Tierfreunden" betatscht und herumgereicht.

PRO WILDLIFE fordert ein sofortiges Verbot solcher Flohmarkt-Veranstaltungen für seltene und anspruchsvolle Exoten: "Auf Tierbörsen ist die kontrollierte Abgabe nur an kundige Halter nicht realisierbar!" ... Hintergrundinformationen zum Exotenhandel
http://www.prowildlife.de/de/Projekte/Ware_Wildtier/Exotenhandel/exotenhandel.html

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