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13.01.2009

Exotische Küche mit bitterem Beigeschmack

Das Ausprobieren der exotischen Küche eines Landes zählt bei fast jeder Reise zu einem besonderen Erlebnis. Gern entdecken viele Reisenden die Esskultur ihrer Urlaubsregion. Der Genuss von einigen Speisen ist leider auch hier häufig mit dem Handel von Wildtieren verbunden. Manche Gerichte auf den Speisekarten werden aus Zutaten hergestellt, die von bedrohten Tierarten stammen. Auch sollte man bei der Auswahl seiner Mahlzeit bedenken, dass Delikatessen oft mit extremen Tierleid verknüpft sind.


Bitte achten Sie darauf, welches Gericht Sie im Restaurant bestellen!

Haie werden ohne Flossen zurück ins Meer geworfen

(Haifischflossen-Suppe wird als Delikatesse auf Speisekarten angeboten.)

In vielen asiatischen Ländern ist Haiffischflossen-Suppe eine beliebte Delikatesse. Jedes Jahr werden weltweit über 100 Millionen Haie gefangen – viele Tiere davon sind für den Gastronomiehandel. Da die Flossen den besten Preis erzielen, werden den Haien häufig nur die Flossen abgeschnitten. Anschließend werden die verstümmelten Tiere ins Meer zurück geworfen. Ohne Flossen sind die Haie allerdings nicht mehr überlebensfähig und verenden langsam und qualvoll.

Schwalben werden ihrer Nester beraubt

(Eine Suppe mit Schwalbennestern.)

Eine weitere Spezialität sind Vogelnestsuppen. Die wichtigste Zutat hierfür sind Schwalbennester, aus denen die speichelartigen Bestandteile ausgekocht werden. Der Speichel der Vögel wurde beim Nestbau mit Gras und Federn vermengt und gilt als protein- und vitaminreich. Nahezu 20 Millionen Nester werden jedes Jahr in Ländern wie Indien und den Philippinen gehandelt. Sie werden bereits gesammelt, bevor die Brutzeit der Vögel abgeschlossen ist. Dieses Vorgehen hat zur Folge, dass die Populationen der Schwalben stark dezimiert wurde.

Schildkröteneier als Snack für zwischendurch
In einigen Teilen Asiens und in der Karibik werden Schildkröteneier als Snacks gegessen. Sie sind besonders beliebt, weil ihnen eine aphrodisierende Wirkungen unterstellt werden, welche jedoch wissenschaftlich nicht nachgewiesen werde konnte.

(Schildkröteneiern wird eine aphrodisierende Wirkung angedichtet.)


Sinnlose und grausame Jagd auf Wildtiere für exotische Fleischgerichte
In Japan wird Walfleisch in vielen Restaurants angeboten. Trotz des internationalen Walfangverbots (Moratorium), macht Japan weiterhin gezielt zweimal pro Jahr Jagd auf Zwerg-, Bryde-, Sei- und Pottwale. Die Walbestände werden dadurch weiter in massiven Umfang bedroht. Hinzu kommt, dass durch den Verzehr von Walfleisch für den Menschen ein potenzielles Gesundheitsrisiko besteht. Da Wale am Ende der Nahrungskette stehen und aufgrund der Verschmutzung der Weltmeere, sammeln sich hochgiftige Chemikalien in ihrem Fleisch und insbesondere im Blubber an. In wissenschaftlichen Analysen wurde festgestellt, dass über die Hälfte japanischen Walfleisches durch mindestens einen giftigen Stoff belastet war, welcher den Grenzwert für den Konsum überschritt - beispielsweise mit polychloriertem Biphenyl (PCB) und Quecksilber.

Auch Reptilienfleisch befindet sich in vielen Ländern auf der Speisekarte. In Zentralamerika beispielsweise werden Leguane am Straßenrand und auf Märkten verkauft. Um die noch lebenden Tiere an der Flucht zu hindern, werden ihnen die Sehnen der Vorderbeinen durchtrennt und hinter ihrem Rücken zusammengebunden.

Die Liste an exotischen Gerichten ist lang und nicht immer stammen die Zutaten von gefährdeten Arten. Allerdings ist die Jagd und die Zubereitung in vielen Fällen mit einem hohen Maß an Grausamkeit und Qualen für die Tiere verbunden.


Appetit auf Exotisches aus dem Busch?
In vielen Teilen Afrikas, Asiens und Lateinamerikas ist es üblich, dass die Menschen das Fleisch von gejagten Wildtieren essen, so genanntes Bushmeat. Für manche Touristen scheint es reizvoll zu sein, auch mal das Fleisch von Affen, Ameisenbären oder sogar Elefantenrüssel zu essen. Dadurch hat sich in den letzten Jahren der Handel von Bushmeat massiv ausgedehnt und wurde zunehmend kommerzialisiert. Für die Menschenaffen in Afrika ist der Bushmeat-Handel heute die größte unmittelbare Bedrohung (11).

Bitte hinterfragen Sie das Angebot an exotischen Speisen und denken Sie an die Folgen für Tiere und Natur. Und bedenken Sie immer, unsere Vegetarischen Kochbücher von Tierfreunde-Nord.de.vu gibt es kostenlos und die Gerichte schmecken mindestens genauso gut wenn nicht sogar besser. Und was Exotik an geht, so kann man sich eigentlich bei Vegetarischem Hackfleisch aus Afrika nicht wirklich beklagen oder ?

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