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24.01.2009

Fische in Aquarien: Nein Danke!

Fische in Aquarien: Nein Danke!
Stand: Februar 2008



Tropische Fische, die in ihrer majestätischen Weise über die in brillanten Farben schillernden Korallenriffe gleiten, leiden entsetzlich, wenn sie dazu verdammt werden, ihr Leben hinter Glasscheiben eingesperrt zu verbringen. Ihrer natürlichen Habitate und ihrer räumlichen Weiten beraubt, müssen sie ihr Leben in kargen, engen Becken verbringen.

Wie man aus Leid Profit macht.
Die Beliebtheit, die die Haltung von tropischen Fischen erlangt hat, erfreut eine quasi unreglementierte Industrie, die darauf baut, so viele Fische wie möglich zu fangen oder zu züchten, ohne nennenswerte Rücksichtnahme auf die Fische selbst.

Der größte Teil der Salzwasserfische wird der Natur (Indien, Philippinen, Indonesien etc.) entnommen. Viele Fischtaucher kommen nur zu ihrer Beute, indem sie Cyanid oder andere Gifte in die Korallenriffe, in denen die Fische leben, einspritzen. (1) Dies zielt darauf ab, die Fische zu betäuben und sie aus dem Riff heraus driften zu lassen, damit man sie dann leicht einsammeln kann; das Cyanid tötet allerdings gleich einmal die Hälfte der Tiere auf der Stelle. Viele weitere sterben an den Cyanid-Rückständen, wenn sie bereits verkauft wurden. Das Gift tötet außerdem die lebende Koralle, auf der die Fische leben, und es wird wieder Tausende von Jahren dauern, bis diese nachwächst. (2)
Hans-Jürgen Bigos vom Tierschutzverein Limburg geht davon aus, dass in Deutschland allein rund 80 Millionen Zierfische in jedem Jahr „einen völlig sinnlosen Tod“ sterben – Arten wie Muränen, Haie, Rotfeuerfische, Steinfische, „nur weil die Halter nicht befähigt sind“. (3)

Die meisten Süßwasserfische, die verkauft werden, sind leichter zu züchten als ihre Salzwasserkollegen und werden daher auf "Fischfarmen" gezüchtet.

Fakten über Fische
Fische sind wundervolle Kreaturen mit individueller Persönlichkeit und Eigenschaften, über die die meisten Menschen leider nur sehr wenig wissen. Sie kommunizieren miteinander, bilden Gruppen und trauern, wenn ihre Gefährten sterben. (4)

Fische verständigen sich untereinander unter Verwendung einer ganzen Palette von Niederfrequenz-Geräuschen - vom Summen und Schnalzen bis hin zum Jaulen und Wimmern. Diese Geräusche, die der Mensch nur mittels spezieller Instrumente wahrnehmen kann, drücken Verhaltensmuster wie Werbung, Alarm oder Unterwerfung aus. (5) Pumpen und Filter, wie sie in vielen häuslichen Aquarien notwendig sind, stören diese Kommunikation leider sehr. "Wir unterbrechen die Kommunikation der Fische, und wenn es ganz schlimm kommt, treiben wir sie damit sogar in den Wahnsinn", meint dazu der Fachmann Phillip Lobel. (6)

Die meisten Fische genießen ein Leben in Gemeinschaft und entwickeln spezielle Beziehungen zueinander. Auch altruistische Verhaltensweisen sind ihnen nicht fremd. Eine südafrikanische Publikation dokumentiert die Beziehung zwischen Blackie, einem Goldfisch, der an einer Deformation litt, die es ihm fast völlig unmöglich machte zu schwimmen, und Big Red, dem größeren Fisch, der mit ihm das Aquarium teilte. Jeden Tag nahm Big Red Blackie Huckepack und schwamm mit ihm umher; und wenn sie gefüttert wurden, transportierte Big Red seinen Freund an die Oberfläche, wo sie dann gemeinsam aßen. (7)

Bei ihren Beziehungen mögen Fische Berührungsimpulse und reiben sich oft sanft aneinander. Fischer berichten von Freundschaften mit Fischen, denen sie leicht die Stirn rubbeln, und sie haben herausgefunden, dass die Fische sie dann erkennen und sich ihnen regelmäßig nähern. (8)

Was Sie tun können
Bitte kaufen Sie kein Aquarium. Fische gehören in die Freiheit und nicht hinter „Gitter“. Holen Sie sie aus den Glaskästen raus und bringen Sie sie zurück ins Meer. Sehen Sie sich den Film "Nemo" an" und verbreiten Sie die Botschaft des Films, nämlich, dass Fische in Freiheit leben möchten!


Quellenangaben

(1) "Toxin Used to Catch Aquarium Fish Kills Sea Life, Damages Reefs,"
Las Vegas Review-Journal/Sun, Oct. 30, 1994.
(2) Weeks, Janet: "Pet Fish Business Harmed by Unethical Trappers,
Owners," Las Vegas Review-Journal, Nov. 26, 1993.
(3) Christian Sartorius, „Haustiere, Gefährliche Exoten im Wohnzimmer verboten“, Artikel in Welt online, 14. 11. 2007.
(4) Dunayer, Joan,:"Fish: Sensitivity Beyond the Captor's Grasp," The
Animals' Agenda, July/August 1991.
(5) "Mating Sounds of Fish," The New York Times, Sept. 17, 1991.
(6) Budiansky, Stephen,:"What Animals Say to Each Other," U.S. News & World Report, June 5, 1995.
(7) Dunayer.
(8) Dunayer.

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