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14.01.2009

Folge der Kastration kann Inkontinenz sein

Folge der Kastration kann Inkontinenz sein
Über das Thema Kastration, sowohl bei der Hündin als auch beim Rüden, wird heftigst diskutiert - bei Züchtern, bei Haltern, und auch bei Experten und Tierärzten. Wer eine kleine Hündin bei sich aufnimmt, der überlegt oft schon im zarten Welpenalter, ob er seinen Liebling kastrieren lassen soll, und wenn ja, wann. Äußerst umstritten ist das Thema Frühkastration, der Eingriff vor der ersten Läufigkeit. Viele Fachleute sind der Meinung, eine Hündin sollte mindestens ein, zweimal läufig werden, bevor sie operiert wird, damit gewährleistet wird, dass die Hundedame auch wirklich erwachsesn wird. Andere Halter von Hündinnen schwören auf die so genannte Läufigkeitsunterdrückung durch Spritzen, wobei auch hier Meldungen von erhöhten Risiken von Mammatumoren herumgeistern, die jedoch durch offizielle Studien bislang nicht belegt werden konnten. Oder sollte man der Hündin einfach ganz normal ihre Läufigkeiten durchleben lassen? Alle acht Monate drei Wochen Leinenzwang und erhöhte Vorsicht, ist das tragbar?

Letzendlich muss das jeder Hundehalter ganz allein für sich selbst entscheiden. Wichtig ist nur eines: Eine enge Absprache mit dem Tierarzt Deines Vertrauens. Wenn Du Dir nach einem Gespräch mit dem Doc unsicher bist, dann konsultiere doch einfach noch einen weiteren Fachmann, um eine zweite Meinung einzuholen - dann kannst Du Dir sicher sein, die richtige Entscheidung für Dich und Deine Hündin zu treffen.

Wir von Deine-Tierwelt.de wollen uns diesem komplizierten Thema nicht verschließen, sondern mit dem folgenden Beitrag auch ein wenig zur Diskussion und zum Nachdenken anregen. Am Beispiel von Landseer-Hündin Fritzi wollen wir auch die Risiken der Kastration aufzeigen, denn die Hundedame wurde rund zwei Jahre nach dem Eingriff inkontinent.

Aber lest selbst:
So herzig Hundebabys sind, jeder Hundebesitzer sollte sich gut überlegen, ob er wirklich selber Welpen haben möchte. Allein der Gedanke, nicht alle gut unterzubringen oder am Schluss statt mit einer Hündin mit zwei oder drei Hunden da zu stehen, ist Grund genug, rechtzeitig über Verhütung nachzudenken. Bei der Landseerhündin Fritzi war von Anfang an klar, dass sie keinen Nachwuchs haben sollte. Doch was ist der richtige Weg? Die Entscheidung fiel sehr rasch: Kastration, dann hat man für alle Zeit Ruhe. Meinten zumindest ihre Besitzer. Wie sich zeigen sollte, etwas vorschnell gedacht.

Die nächste Frage war, wann sollte der Eingriff gemacht werden. Während eine Tierärztin dazu riet, die Hündin wenigstens einmal läufig werden zu lassen und sogar dafür plädierte, sie einmal Junge bekommen zu lassen, meinte ein anderer Tierarzt, im Alter von fünf Monaten sei die beste Zeit für die Kastration - wie schon erwähnt, die Meinungen über den richtigen Kastrationszeitpunkt variieren sehr, sehr stark!

Es war schrecklich, die Kleine beim Tierarzt abliefern zu müssen, erinnert sich Frauchen zurück. Am nächsten Tag aber war sie wieder zu Hause, noch völlig benommen, aber von Stunde zu Stunde wurde es wieder besser. Fritzi spielte und tollte herum, als wenn nichts gewesen wäre. Auf Anraten des Tierarztes erhielt sie ein aus einem Handtuch gefertigtes Leibchen, das die Operationswunde vor Schmutz schützen sollte.

Hier seht Ihr Fritzi mit Ihrem "Bauchschutz":



Bei einer Kontrolluntersuchung beim Tierarzt stellte sich dann allerdings heraus, dass sich die Wunde entzündet hatte. "Nicht jeder Hund verträgt den synthetischen Faden", erklärte der Tierarzt. Die Fäden aus Rinderhaut seien aber wegen BSE nicht mehr erlaubt. Die Folge war, dass Fritzi nun alle drei, vier Tage zum Tierarzt musste und die Kastrationsnarbe gespült wurde. Nach vier Wochen war aber auch das überstanden. Fritzi war wieder gesund.

Nach zwei Jahren fiel Fritzis Herrchen jeden Morgen ein etwas strenger Geruch am Schlafplatz der Landseerhündin auf. "Fritzi ist undicht", sagte er und seine Frau wies diese Anschuldigung gegen ihren Liebling empört zurück. Gleichzeitig kam ihr aber wieder in den Sinn, was der Tierarzt vor der Kastration erwähnt hatte: "Bei großen Hündinnen kann es nach der Kastration zu Inkontinenzproblemen kommen." Noch aber wollte sie nicht wahrhaben, was sich da jeden Tag deutlicher abzeichnete: Fritzi mied ihr Körbchen und schaute morgens recht unglücklich drein. Eines Tages war es dann nicht mehr zu übersehen: Als Fritzi aufstand, tropfte es.

Der Schreck war ziemlich groß. Zunächst das Malheur beseitigen und dann Fritzi ins Auto gepackt und ab zum Tierarzt. Was, wenn gegen diese Inkontinenz kein Kraut gewachsen war? Musste dann Fritzi abends Windeln angelegt bekommen? Ob auf Dauer der Gestank im Haus überhaupt zu ertragen war? Ob man künftig keine Gäste mehr einladen konnte? Die Probleme, die sich da abzeichneten, löste der Tierarzt im Handumdrehen.

"Ihrer Hündin fehlt das weibliche Hormon Östrogen", erklärte er, verschrieb es in Tablettenform und riet dazu, nach den ersten Wochen die Dosis so weit wie möglich zu reduzieren, da es bei einer Überdosierung zu Krebs kommen könne. Nun bekommt Fritzi jeden zweiten Tag eine halbe Tablette des Medikaments und ist absolut trocken. Versuche, die Dosis weiter zu senken, endeten bisher allerdings jedes Mal in einer nassen Überraschung am Morgen.

Dank ihrer Medikamente wird Fritzi jetzt nur noch von außen nass:



Wäre es vielleicht doch besser gewesen, Fritzi nicht kastrieren zu lassen, sondern ihr jedes halbe Jahr eine Spritze gegen die Läufigkeit geben zu lassen? Teuerer wäre das auch nicht gekommen. Vielleicht beim nächsten Hund. Aber bis dahin bleiben hoffentlich noch ganz viele Jahre, in der Fritzi trotz ihres kleinen Handicaps ihr Hundeleben genießt.

Habt Ihr auch etwas zum Thema Kastration beizusteuern? Wann ist Eurer Meinung nach der richtige Zeitpunkt? Diskutiert doch einfach mit!


http://www.deinetierwelt.de/

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