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14.01.2009

Gefährdete Primaten

Gefährdete Primaten
Die Rote Liste der gefährdeten Arten 2008 gibt einen traurigen Ausblick...



Die Rote Liste der gefährdeten Arten 2008 gibt einen traurigen Ausblick auf das, was möglicherweise bevorsteht: Fast 50 Prozent der 634 Primaten und Untergruppen sind vom Aussterben bedroht. Die Gefahr ist in Asien am größten, wo mehr als 70 Prozent der Primatenspezien in nächster Zeit für immer verschwinden könnten.

Wälder gewährleisten ein gesundes und produktives Ökosystem. Die massive Zerstörung dieser bedeutet nicht nur das Schrumpfen von Lebensraum für die Primaten, sondern trägt auch stark zum Klimawandel bei. 20 Prozent der Kohlenstoffdioxidemissionen, die die Erderwärmung beschleunigen, kommen von Brandrodungen des Urwalds. Indonesien ist an dritter Stelle der weltweit reichsten Länder für Lebensraum der Primaten, aber auch auf Platz 3 der höchsten Emissionen von Treibhausgasen aufgrund der Abholzungen. Neben dem Verlust von Lebensraum ist außerdem die Jagd eine weitere Bedrohung für die Tiere.

Viele Affen essen Früchte und tragen die Samen weiter, so wie Bienen den Blütenstaub und somit die Bestäubung der nächste Blüte sichern. Daher werden die Orang-Utans auch als Schirmspezies bezeichnet. Wird Lebensraum zerstört und sterben dadurch die Tiere aus, hat das also auch Folgen für die Pflanzenwelt und für die Menschen, die in der Nähe leben.

Um dem Aussterben der Primaten Einhalt zu gebieten, müssen nicht nur NGO's sondern auch Menschen vor Ort aktiv werden. Die Zahl an lokalen und internationalen Helfern muss erhöht werden; die direkt betroffenen Länder müssen zur Erhaltung, nicht zur Zerstörung der Wälder beitragen; und die Menschen vor Ort müssen mit einbezogen werden, Lösungen zu finden, die sowohl für die Tiere als auch für die Menschen gut sind.

Ergänzung von BOS Deutschland: Besonders die betroffenen Regierungen müssen die politische Verantwortung übernehmen und gezielte, nachhaltige Maßnahmen einleiten.

Quelle: Russell Mittermeier: Driving primates to the edge, 26.08.08; Übersetzung und Bearbeitung von Jana Jäger

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