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14.01.2009

Gelbvieh



Gelbvieh, auch Gelbes Frankenvieh oder einfach Frankenvieh genannt, ist eine deutsche Hausrindrasse.

Geschichte
Das Gelbvieh entstammt dem roten altfränkischen Vieh, in das im Laufe der Jahrhunderte verschiedene weitere Rassen eingekreuzt wurden. 1872 wurde begonnen, Simmentaler aus der Schweiz zu importieren und so die Zucht auf ein einfarbiges gelbes Rind umzustellen. 1875 wurde in Uffenheim der erste Stammzuchtverein und schließlich 1897 der erste Zuchtverband für Mittel- und Oberfranken gegründet. 1899 entstand ein Zuchtverband für Unterfranken. Im 20. Jahrhundert wurden einzelne Tiere der Rassen Rotes Dänisches Milchrind und Rotes Flämisches Rind eingekreuzt. Das Gelbvieh selbst wurde teilweise in den Rinderrassen Kärntner Blondvieh, Murbodner und Glanvieh verwendet.

Merkmale
Das Gelbvieh ist einfarbig gelb bis rötlich. Flotzmaul und Hörner haben eine helle, die Klauen eine dunkle Farbe. Ursprünglich handelte es sich um eine Dreinutzungsrasse (Milch, Fleisch, Arbeitsleistung als Zugtier), heute eher Doppelnutzungsrasse (Milch, Fleisch) oder reine Fleischrasse. Die Tiere sind mittel- bis großrahmig, haben eine gute Bemuskelung, einen kräftigen Knochenbau und harte Klauen. Kühe erreichen bei einer Widerristhöhe von 138-142 cm 700-800 kg, Stiere bei 150-158 cm 1200-1300 kg. Die Jahresmilchleistung betrug 2004/2005 durchschnittlich 5657 kg bei 4,19 % Fett und 3,53 % Eiweiß. In der Mast haben die Tiere Tageszunahmen von etwa 1200-1300 g, der Ausschlachtungsgrad beträgt 58-62 %.

Literatur
Diethelm Richter: Franken - deine gelbe Kuh. Hrsg.: Rinderzuchtverband Würzburg e. V., BLV Verlag, München 1997, ISBN 3-405-15321-2.

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