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24.01.2009

Grausame Tests für Profit

Grausame Tests für Profit



Die ‘Fettgrube’
Ein Jahr lang wurden 32 Affen bei Covance oral mit einer Sonde ernährt. Die Studie wurde für einen der großen Pharmakonzerne durchgeführt und erhielt vom Personal den Beinamen “Fettgrube”, denn die Testsubstanz war dickflüssig, schwarz und fettig. Jeden Tag, 365 Tage lang, bekamen die Affen in dem Fettgruben-Test dicke Sonden in den Schlund gestoßen, um ihnen die teerartige Flüssigkeit einzuflößen. Natürlich mussten die Tiere aus ihren Käfigen gezerrt werden für diesen täglichen Missbrauch, und viele versuchten aus Leibeskräften, ihren Mund fest geschlossen zu halten. Aber da gab es ja immer die “Beißstange” …

Aus der Akte der Ermittlerin:
“Ich verabreichte Fettgrube heute, während ‘J’und ‘T’ das Einfangen übernahmen und ‘R’ R’ die Sache mit der Beißstange. Ein Mädchen aus der Abteilung für Nager kam, um bei einem Teil der Dosisverabreichungen zuzuschauen. Als einer der männlichen Affen, Ninja, seinen Mund nicht für die Verabreichung aufmachen wollte, schlug ‘R’ ihn mehrere Male so kräftig mit der Beißstange ins Gesicht, dass man es hören konnte, und sie benutzte die Beißstange dann auch, um ihm den Mund aufzuhebeln. ‘R’ sagte: ‘Du bist vielleicht heute blöd’, und nachdem er die Dosis erhalten hatte warf ‘T’ ihn zurück in seinen Käfig.
“‘T’ schrie den nächsten Affen an ‘Du Hurensohn’,und ‘R’ stieß ihn mit der Beißstange gegen den Mund. ‘T’ sagte zu ihr: ‘Du wirst ihn umbringen!’ worauf ‘R’ antwortete: ‘Ich werde sie ihm den verdammten Schlund runterstoßen.’ Als ‘T’ die Affen fing, schrie er sie an und sagte Sachen wie ‘Blödmann’, ‘Halt deinen verdammten Kopf hoch, Arschloch’ und ‘Du kleines Arschloch.’”

Am 26. Oktober 2004 erzählten Kollegen PETA’s Ermittlerin, dass übers Wochenende ‘J’ einem “Fettgruben-Affen” die Sonde in die Lunge, anstatt in den Magen geschoben habe und dass die Mitarbeiter “ihn kopfüber nach unten gehalten und geschüttelt haben”, um zu sehen, ob sie irgendwas von der schleimigen Substanz aus der Lunge rausbekämen, aber “nur blutiger Schaum kam raus.” Das Tier brauchte mindestens 45 Minuten zum Sterben.


Am 20. Januar 2005 stand das unmittelbare Ende dessen, was sicherlich ein unendlich langes Jahr des Leidens für diese Tiere gewesen war, bevor. Alle grease pit** Affen wurden sediert und zu einem anderen Gebäude in einem unbeheizten Golf-Cart bei frostig kalten Temperaturen gefahren. Dort ließen Obduktionstechniker sie in Edelstahlwannen ausbluten, bis sie tot waren, und sortierten ihre Körperteile aus..


Behandlung verweigert



Am 13. Dezember 2004 erhielten 10 Cynomolgus-Affen die erste Dosis einer unbekannten Substanz. Den Covance Mitarbeitern wurde vom Leiter der Studie mitgeteilt, der Kunde rechne mit Todesfällen, aber unsere Ermittlerin konnte schlichtweg nicht glauben, was sich in den nächsten beiden höllischen Wochen ereignete. Man steckte die Affen in große Plastik-Arretierröhren und verabreichte ihnen 14 Tage lang jeden Tag mittels einer 10 Minuten dauernden Infusion in die Beinvene die Dosis. Nachdem die Infusion mit der Substanz eingelaufen war, nahm man den Affen nach fünf, 15 und 30 Minuten sowie nach ein, zwei, vier, sechs, acht und 12 Stunden nach des Verabreichung Blut ab. Jedes Mal, wenn man ihnen Blut abnahm, wurden die völlig verängstigten und todkranken Tiere aus ihren Käfigen gezerrt und in die durchsichtigen Plastikröhren gestopft. Innerhalb weniger Stunden nach der ersten Dosis, wurde Affe #23, einer in der Gruppe mit hoher Dosis, ataxisch - was in der Laborsprache bedeutet: keine Koordination der Bewegungen. Am folgenden Tag wurden sowohl die Tiere aus der Gruppe mit mittlerer wie auch hoher Dosis ataxisch, wobei Affe #22 buckelte und inaktiv war. Am 3.Tag sagte man den Tierbetreuern, die die Dosis verabreichten, dass der Kunde nicht wünsche, dass der Tierarzt sich irgendwie einmische. Man gestattete den Tierbetreuern, das Leiden der Tiere als “Beobachtungen” im Computersystem zu vermerken, aber sie durften keinen Tierarzt hinzuziehen. Affe #23 hörte auf, das Bein zu benutzen, in das man ihm die Infusion mit der Substanz gab, und schon bald umgab die Infusionsstelle nekrotisches (totes) Gewebe. Sein Bein war bis runter zum Fuß angeschwollen. Also verabreichten sie ihm jetzt seine Dosis in das andere Bein, was zu demselben entsetzlichen Leiden führte. Die Mitarbeiter erhielten die Anweisung, #23 und jedem anderen Affen, dessen Beine unbrauchbar geworden waren, die Dosis in den Schwanz zu geben . Der Schwanz dieses armen Affen wurde nekrotisch. Am 17. Dezember verfiel Affe #22 in Krämpfe, als man ihm die Dosis verabreichte, und unsere Ermittlerin informierte, gegen die Anweisungen, den Tierarzt - aber nutzlos. Sie mussten die Krämpfe als “Beobachtung” in den Computer eingeben. Am 21. Dezember 2004 verfiel, nach den Aufzeichnungen unserer Ermittlerin, einer der weiblichen Affen in Krämpfe, als sie in der Röhre steckte, und ein anderes Weibchen fing in der Röhre an, sich zu erbrechen, in der sie während der gesamten 10 Minuten der Dosisverabreichung und der 5 Minuten Blutentnahme steckte. Man brachte sie zurück in ihren Käfig den ganzen Körper voller Erbrochenem. Die Kollegin unserer Ermittlerin sagte ihr, dass ‘K,’ der Leiter der Studie, am Wochenende gar nicht kommen werde, was er eigentlich zu tun versprochen hatte, daher sprach unsere Ermittlerin mit ‘J,’ der Toxikologin, um ihr von dem grauenhaften Zustand der Affen zu berichten. Nichts wurde unternommen. Die Affen wurden zwei Tage nach Weihnachten getötet, außer #23, der schon etwas früher als die anderen getötet wurde, weil seine Beine so nektrotisch waren.

In einem Gespräch am 3. Januar 2005, erzählte die angehende Tierärztin bei Covance unserer Ermittlerin, dass der Leiter der Studie sie angewiesen habe, sich die Tiere anzuschauen, unmittelbar bevor sie getötet werden, damit man im Bericht schreiben könne, ein Tierarzt habe sie sich angesehen, aber was den Punkt angelangt, dass Mitarbeiter oder Tierärzte um eine Behandlung während der 14 Tage bitten dürften, sagte sie: “Das durften wir nicht! Alle diese Seiten, die ‘J’ [die Toxikologin] geschickt hat—Ich durfte keinen Blick auf die Tiere werfen. Es war entweder Tod oder nichts.”

Was die Ermittlerin sah



“Ich sah, wie ‘M,’ einer der Obduktionstechniker eine Motorsäge (mittels Kabel an eine Buchse an der Decke angeschlossen) benutzte, um einen Affen zu enthaupten, nachdem man das Tier getötet hatte. Ich zuckte zusammen, als ‘M’ den Kopf des Tieres absägte, und er stimmte mir zu, dass es ziemlich grausig sei, aber Bezug nehmend auf den Kopf des Affen sagte er gleichgültig ‘Der hat seinen Zweck erfüllt.’ Er sagte des Weiteren, dass es ungewöhnlich sei, dass die Tiere enthauptet würden, aber dass für diese Studie mehrere Teile seziert werden müssen, die sich leicht entnehmen lassen, wenn der Kopf abgeschnitten ist. Speziell entfernte er bei diesem Affen den Kehlkopf, die Speiseröhre und die Hirnanhangdrüse.

“Als er speziell ein männliches Tier holen wollte, schlug ‘J’ vorne mit der Faust gegen den Käfig, weil der Affe sich daran festklammerte, wobei er die Finger und Zehen des Tieres traf, und rang dann mit ihm mit aller Gewalt im Käfig, wobei er die ganze Zeit Flüche gegen den Affen ausstieß. ‘J’ schmiss die Tiere mit Gewalt zurück in ihre Käfige. Wie grässlich für diesen Affen, so behandelt zu werden von jemandem, der schon so viele Jahre bei Covance arbeitet (und es besser wissen sollte, dass man sich so nicht verhält).

“Der Affe, den ich schon zuvor beobachtet habe, dass er sich selbst in die Arme beißt, wenn er arretiert auf dem Brett ist, hat wieder einmal Selbstverstümmelungen an sich vorgenommen - seine Arme waren aufgeschnitten und bluteten (insbesondere der rechte Arm). Ich sprach zu ihm und versuchte, seinen Rücken zu streicheln und ihm die Spitze meines Handschuhs zum Kauen zu geben, aber er wechselte dauernd zwischen sich hin- und herschmeißen, sich selbst beißen und die Augen schließen, als wenn er alles ignorierte. Die Angst stand ihm ins Gesicht geschrieben, und es war erschütternd zu sehen, wie aufgebracht dieser Affe war und dass niemand etwas dagegen tun würde. Als ich ‘T’ informierte, die leitende Mitarbeiterin der Studie, bestätigte sie lediglich die Tatsache, dass dieser arme Affe sich selbst biss.”

Was die Ermittlerin hörte



“Verdammt... Ich verpass dir eine … Du kleines Miststück. Du kleines, mieses Arschloch.”

—Senior Covance Mitarbeiter gegenüber einem Affen, den er festbindet

4. September 2004


“Yeah, heute bist Du wieder dran.Yeah. Yep. Du mal wieder heute. Und ich werde Dir heute auch wieder eine verpassen.”

—Covance Mitarbeiterin gegenüber einem Affen hinter Gittern, während einer anderer Affe festgebunden wird, um ihm die Dosis zu verabreichen.

25. September 2004


“Mach Dein verdammtes Maul auf! Du durchgeknalltes Arschloch. Mach auf, Blödmann… Du Miststück. Oh, du treibst mich echt zum Wahnsinn, verdammt.”

—Senior Covance Mitarbeiter gegenüber einem Affen in der "grease pit" Studie, der seinen Mund nicht öffnen will, um ihm die Sonde reinzuschieben.

17. Oktober 2004


“Oh, dein Bauch sieht schlimm aus. Also eins ist klar, wenn ich so einen schlimmen Ausschlag an meinem Bauch hätte von einem Schnitt, würden sie mich im Krankenhaus mit Antibiotika vollpumpen"

—Covance Mitarbeiter über eine infizierte Schnittstelle bei einem Rhesusaffen nach einer Bestrahlung.

17. Oktober 2004


“Sie kamen diesmal unerwartet. Normalerweise tauchen sie auf und warnen uns vor, wann sie wiederkommen, so dass wir uns keine Sorgen machen müssen.”

—Covance Mitarbeiter über USDA Inspektionen und die Tatsache, dass diese dem Labor vorab angekündigt werden.

16. November 2004

“ Ich sehe ja aus als wäre ich beim Schlachter gewesen!”

— Covance Mitarbeiter nach dem Einsatz von großen Sonden für Nasalintubation bei kleinen Affen, deren Nasen als Ergebnis dieser Intubation extrem bluten.

3. Januar 2005

“Die ACUC … ist mächtig, wenn sie will … und es geht auch ganz schön um Politik, denn ... man verliert Geld vom Sponsor, und man droht einen Kunden zu verlieren, der vielleicht Abermillionen an Dollars bringt. Da will man sie nicht sauer machen.”

—Covance Tierbetreuer, der seinen Kollegen erzählt, dass die ACUC zögerte, ihren Kunden was vorzuschreiben, selbst in einer Studie, die extremes Leiden verursachte

9. Februar 2005

“Diese Dinger sahen aus als ob ‘Q’ sie mit der Faust geschlagen hätte!”

—Ein Covance Mitarbeiter beschreibt die kleinen Affen, die auf Grund der Magensonde blutige Nasen haben.

21. Februar 2005


Wo bleiben die Behörden?



Das US-amerikanische Landwirtschaftsministerium
Eine perfekte Darstellung: Am 4. November 2004, in einer Phase der Ermittlung, die besonders schlimm war, als Affen an offenen nekrotischen Wunden auf ihrem Bauch litten aufgrund einer tödlichen Ganzkörperbestrahlung, die ihnen im Armed Forces Radiobiology Research Institute (AFRRI) in Washington, D.C., verabreicht worden war, rief PETA’s Director of Research & Investigations beim US-amerikanischen Landwirtschaftsministerium (USDA) an, um ihnen mitzuteilen, das uns von einem Covance Mitarbeiter gemeldet worden sei, dass Affen dort ohne Schmerzmittel oder Euthanasie litten. Die USDA Inspektorin erschien erst am 9.November 2004 bei Covance! Bei Gesprächen über den Besuch der USDA erfuhr unsere Ermittlerin von Kollegen, dass die USDA Inspektorin den Verantwortlichen von Covance gesagt habe, sie nehme PETA Beschwerden “Nicht ganz so wörtlich nehmen”, dass alles in bester Ordnung sei, und dass man sich nächstes Jahr wiedertreffen werde. In einem Folgeanruf bei der USDA sagte man PETA, das Experiment sei ein ganz “böses”, aber dass die Unterlagen anzeigten, dass die USDA Inspektorin alles in bester Ordnung gefunden habe. Doch PETA’s Videoaufnahmen vom 8. November, dem Tag vor dem Besuch der USDA, zeigen, wie ein Vorgesetzter fragt, ob die bestrahlten Affen Schmerzmittel erhielten und ein Mitarbeiter dies verneint.

Wir haben eine 273 Seiten umfassende Beschwerde bei der USDA eingereicht wegen Verstößen gegen das Bundes-Tierschutzgesetz, die unserer Ansicht nach während unserer Ermittlung bei Covance begangen wurden.


Die US-amerikanische Nahrungs- und Arzneimittelbehörde (FDA)
PETA hat eine Kurzbeschwerde bei der FDA eingereicht, weil wir der Ansicht sind, dass bestimmte Punkte bei Covance im Zusammenhang mit dem Testen von Arzneimitteln gegen die Vorschriften der Good Laboratory Practices (GLP) verstoßen. In diesen wird die Versorgung der Tiere als wesentlicher Bereich für FDA-Inspektoren aufgelistet. Die FDA Vorschriften spezifizieren, was für die Tierversorgung wichtig ist.:


Tierversorgung (21 CFR 58.90)
Zweck: Zu prüfen, ob die Tierversorgung und –unterbringung ordnungsgemäß ist, um Stress und unkontrollierte Einflüsse, die die Resonanz des Testsystems auf den Testgegenstand verändern könnten, auf ein Minimum zu reduzieren.

Inspizieren des Tierraumes/der Tierräume, in der die Studie untergebracht ist, um zu überprüfen, ob Abläufe, Protokoll und SOP eingehalten werden, und Überprüfung der Aufzeichnungen. Befragen Sie IOM 145.2, bevor Sie menschenunwürdige Primateneinrichtungen inspizieren.

Stellen Sie fest, ob es angemessene SOPs gibt für Umgebung, Unterbringung, Fütterung, Handhabung und Pflege der Labortiere, und ob den SOPs und den Anweisungen im Protokoll Folge geleistet wird.

Stellen Sie fest, ob die Einrichtung über ein Institutional Animal Care and Use Committee (IACUC) verfügt. Lassen Sie sich ein Exemplar der SOPs dieses Komitees und die neuesten Komiteesitzungsprotokolle aushändigen und reichen Sie sie ein, um die Arbeit des Komitees zu verifizieren.

Stellen Sie fest, ob alle Neuankömmlinge unter den Tieren ordnungsgemäß isoliert und identifiziert werden und man ihren gesundheitlichen Zustand einer Bewertung unterzieht.

Verifizieren Sie, dass die Behandlung, die Tieren zuteil wird, wenn sie erkranken, vom Leiter der Studie autorisiert und dokumentiert wurde.

Prüfen Sie die täglichen Einträge für Beobachtungen für ein repräsentatives Muster an Tieren und verifizieren Sie ihre Genauigkeit für Tiere, die als tot gemeldet wurden oder große äußerliche Wunden oder Tumoren aufweisen.

Verifizieren Sie, dass Käfige, Regale und Zubehörequipment gereinigt und desinfiziert sind, und dass ordnungsgemäßes Polstermaterial benutzt wird.

PETA ist überzeugt, dass die FDA unter Zugrundelegung der Informationen aus unserer Ermittlung auch Verstöße gegen die GLPs finden wird.

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