Free counter and web stats

14.01.2009

Große Schlacht um kleine Wale

Große Schlacht um kleine Wale
Internationale Walfangkommission widmet sich stärker dem Schutz von Kleinwalen und Delphine

Auf der bis Freitag in Grenada stattfindenden Jahrestagung der Internationalen Walfangkommission (IWC) wurden heute entscheidende Etappensiege im Kampf um bedrohte Kleinwale und Delphine erzielt. So wurde gegen den heftigen Protest der Walfangländer eine Resolution verabschiedet, die Japan wegen seiner Massenjagd auf Dall's Schweinswale kritisiert. Die beiden Artenschutzverbände Whale & Dolphin Conservation Society (WDCS) und PRO WILDLIFE, die vor Ort vertreten sind, begrüßten diese Entwicklung: "Gerade Kleinwale und Delphine, die immer noch alljährlich zu Zehntausenden abgeschlachtet werden, brauchen den Schutz des wichtigsten internationalen Gremiums für Wale", so PRO WILDLIFE-Vertreterin Dr. Sandra Altherr in Grenada.

Die Walfangländer Japan, Dänemark, Norwegen und sieben karibische Inseln, die von Japan großzügig unterstützt werden, bekämpfen jegliche Aktivität der IWC, die den Schutz von Kleinwalen und Delphinen betrifft. Entsprechend hitzig war die Debatte zu einem Dokument der Schweizer Regierung, das die juristischen Grundlagen für eine solche Kompetenz belegte. Die Mehrheit der IWC-Mitgliedsstaaten bestätigte allerdings die Verantwortung der IWC für diesen wichtigen Bereich.

Mehr als 115.000 Dall's Schweinswale wurden in den letzten Jahren von Japan getötet. Wie viele Tiere es noch gibt und welche Folgen diese massenhaften Entnahmen auf die Entwicklung der Bestände hat, ist unbekannt. Japans Fangquoten basieren auf einer Studie aus dem Jahr 1990, die der Weltöffentlichkeit bisher allerdings vorenthalten wurde. Die heute verabschiedete Resolution fordert die Durchführung einer aktuellen Studie und die Veröffentlichung der Ergebnisse innerhalb der nächsten zwei Jahre. Außerdem ist Japan angehalten, seine jährlichen Fangquoten zu reduzieren.

Kleinwale und Delphine stehen im Gegensatz zu den großen Bartenwalen, die sich von Kleinstlebewesen ernähren, als Fischfresser am Ende der Nahrungskette. Dies führt zu einer gefährlichen Ansammlung von Schwermetallen und polychlorierten Biphenylen in ihren Körpern. Ein geschwächtes Immunsystem sowie eine reduzierte Fruchtbarkeit sind die Folge. Vor diesem Hintergrund ist für die Zukunft vieler Populationen nicht gesichert, Insbesondere in mit Chemikalien belasteten Gewässern. Viele Populationen sind inzwischen so stark mit PCBs und Quecksilber belastet, dass vor dem Verzehr ihres Fleisches gewarnt wird. Trotzdem hält die Jagd auf Kleinwale weiter an.

Die IWC hat sich in den vergangenen Jahren zunehmend mit dieser Problematik befasst. "Die heutigen Entscheidungen sind wesentliche Schritte der IWC, ihre Verantwortung für die Kleinwale

... Hintergrundinformationen zur IWC
http://www.prowildlife.de/de/Projekte/Wale/IWC/iwc.html


http://www.aerzte-gegen-tierversuche.de



Sir Anthony Hopkins für die Wale

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen




Shop Kontakt Newsletter Linkliste Tierfreunde Nord Forum/Community -Tierheim ! Literatur-Tipps Himmlisch-gut.de Tiertafel Global 2000: Die Gebirge Europas + Das Mittelmeerbecken + Die Seen des grossen afrikanischen Grabenbruchs + Die Akaziensavanne Ostafrikas + Das Kongobecken + Die Kappellen + Die Wälder Madagaskars + Die Regenwälder der Malediven, Lakkadiven und Chagos-Inseln + Die Savannen und Grasländer des Terai-Duar + Die Wälder der Sundarbans + Die Sumpfwälder Borneos + Die Daurische Steppe + Die Sibirische Taiga + Das Bering-Meer + Die Wüste im Nordwesten Australiens + Das Great Barrier Reef + Die Wälder Neukaledoniens + Die Wälder der Haweii-Inseln + Die Osterinseln + Die Galapagos-Inseln + Die Prärien Nordamerikas + Die Chihuahua-Wüste + Die grossen Antillen: Kuba + Die Los-Llanos-Savanne in Kolumbien und Venezuela + Das Amazunasbecken + Die Patagonische Steppe + Die antarktische Halbinsel und das Wedell-Meer