Free counter and web stats

15.01.2009

Haustiere im Garten

Haustiere im Garten
Wer Haustiere hat und gleichzeitig engagierter Hobbygärtner ist, kennt das Problem: Tiere und Pflanzen sind nicht so leicht unter einen Hut zu bekommen. Der Hund vergräbt seinen Knochen im Blumenbeet, die Katze erledigt ihr Geschäft zwischen Möhren und Radieschen - und die sattgrüne Hecke, Augenfreude für den Gärtner, ist als Knabberei giftig für beide Tiere. Doch auch Haustierbesitzer müssen nicht auf einen schönen Garten verzichten. VIER PFOTEN gibt Tipps, wie Sie einen Wohlfühl-Ort für Mensch, Tier und Pflanzen schaffen.

1 Gartengestaltung
Sinnvoll ist es, sich schon bei der Grundgestaltung des tierfreundlichen Gartens Gedanken über Aufteilung, Pflanzenauswahl und das Schaffen von Schattenplätzen zu machen. Hunde und Katzen haben hier unterschiedliche Bedürfnisse.

1.1 Hunde
Hundegarten


Wer ein großes Grundstück hat, kann es einfach mit Mauern oder Zäunen aufteilen in einen "Hundegarten" und einen Nutz- und Ziergarten. Hecken sind dazu nicht geeignet. Zum einen sind sie durchlässig, zum anderen sind viele giftig oder haben Dornen, an denen sich ein Tier verletzen kann. Damit sich der Hund nicht unter dem Zaun durchgräbt, sollte dieser immer auf ein Fundament gestellt werden. Ist das zu aufwändig, kann man entlang des Zaunes den Kot des eigenen Hundes vergraben, das hält das Tier vom Buddeln ab. Eine weitere Möglichkeit ist, den Vorgarten für Blumen zu nutzen und den hinteren Teil des Gartens für den Vierbeiner einzurichten.

Ein Hundegarten besteht optimalerweise aus einer großen Rasenfläche mit einigen Bäumen und ausgewähltem Buschwerk und bietet dem Tier die Möglichkeit herumzutollen, um die Büsche und Bäume zu laufen, zu graben und Knochen oder Kaustangen zu verstecken. Im Sommer lieben es Hunde, ein Loch zu graben und sich zur Abkühlung hineinzulegen.

Ein interessantes Spiel für den Garten lässt sich leicht gestalten, indem man Käsestückchen oder andere Leckereien, versteckt, und sie vom Hund suchen lässt. Diese Beschäftigung reizt den Hund auf positive Art und fördert zudem auch seine Fähigkeiten.

Sechs Dinge sind zusätzlich zu beachten:
1.
Ein Hund möchte immer mit seinem Rudel zusammen sein. Deshalb muss der Hundegarten in dem Teil des Gartens angelegt sein, an dem sich seine Menschen hauptsächlich aufhalten.

2. Der Hund, dessen Bedürfnis nach Sozialkontakt an erster Stelle steht, darf niemals weggesperrt von seinem menschlichen Rudel, ausnahmslos im Garten gehalten werden. Er verbringt sein natürliches Leben ununterbrochen im Rudelverband und fühlt sich auch nur so richtig wohl. Dass einsame Hunde anfangen lautstark zu heulen, bedeutet nichts anderes, als dass sie gerade ihr Rudel zusammen rufen, was die Nachbarn natürlich sehr stört. So landen viele Hunde in den überfüllten Tierheimen, weil dieser ausgeprägte Wunsch nach Sozialkontakt und dessen Konsequenzen, für die Praxis- also den Alltag, nicht ausreichend bedacht worden ist.

3. Im Sommer brauchen Hunde einen schattigen Platz, z. B. unter einem Sonnensegel oder einer selbst gebauten Holzüberdachung, mit Blickkontakt zu den Menschen. Als Dach genügt ein Gestell aus dicken (wegen Splittergefahr) gehobelten Dachlatten, das so hoch sein sollte, dass der Hund darunter noch bequem ein Loch zur Abkühlung graben kann. Die Breite und Länge richtet sich ebenfalls nach der Größe des Tieres, sollte aber mindestens 0,80 x 0,80 Meter betragen. Auf dieses Gestell werden sorgfältig Bretter zur Abdeckung geschraubt. Achtung: Das Holz nicht mit gesundheitsschädlicher Holzlasur streichen!

4. Bäume und Büsche im Hundegarten sollten ungiftig und frei von Dornen sein (s. u.).

5. Ist der Hundegarten sicher angelegt, kann das Tier hier wenige Stunden am Tag allein verbringen, wenn es sorgfältig daran gewöhnt wurde. Es muss jedoch die Möglichkeit haben, bei Regen, scharfem Wind oder Kälte ins Haus zu gelangen. Auch eine gut isolierte Hundehütte reicht aus, wenn sie auf kleinen Pfosten steht (Schutz vor Nässe und Bodenkälte) und ein abnehmbares Dach hat, so dass sie gut zu reinigen ist. Alleine sein sollte ein Hund aber keinesfalls regelmäßig, sondern nur dann, wenn es zwischendurch notwendig ist - Einkaufen, Kino, Arztbesuche, Seminar etc.

6. Kein auch noch so großer Hundegarten ersetzt gemeinsame Ausflüge und Entdeckungsreisen. Ein Hund erkundet gerne und nimmt gerne neue Gerüche auf. Außerdem muss er, als Rudeltier auch ausreichend die Möglichkeit bekommen, mit anderen Hunden zusammen zu sein. Er muss die Möglichkeit haben, seinen Umgang und seine Kommunikation mit Artgenossen zu festigen. So kann er dies in Zeiten der Isolation verlernen und genau dann kommt es zu Problemen mit anderen Hunden. Denn Aggression hat ihre Wurzeln meistens in Unsicherheit und nicht wie leider oft fehl interpretiert in Dominanz.

Hunde- und Hobbygarten in Einem
Viele Hundehalter haben keinen Platz für einen extra Hundegarten, so dass Pflanzen und Tiere den Garten teilen müssen. Hierbei können folgende Punkte helfen:
1. Ein Hund kann dazu erzogen werden, nicht in die Beete zu gehen. Er sollte dann jedoch einen eigenen Platz zum Graben (mit Sonnenschutz, s. o.) haben.
2. Um zu vermeiden, dass der Hund - trotz Verbot - an Gemüse markiert, sollten Kräuter und Gemüse in ein Hochbeet gepflanzt werden.
3. Ein Gartenteich ist immer eine Gefahr für den Hund. Er könnte aus für uns Menschen unerklärlichen Gründen in Panik geraten und ertrinken.
4. Giftige Pflanzen vermeiden (s. u.).





1.2 Katzen
Katzen wollen ihre Umgebung erkunden, da können weder Zäune noch Mauern sie aufhalten. Es ist für Katzen auch die artgerechteste Form einer Haltung. Ihre Grundbedürfnisse sind, regelmäßig das Revier kontrollieren, Streifzüge unternehmen und vor allem ihren Jagdtrieb ausleben. Dieser ist unabhängig vom Nahrungstrieb vorhanden und ist deshalb auch bei einer gefütterten Katze deutlich im Vordergrund. Der Körperbau, die Sinnesorgane, alles ist bei der Katze auf Jagd ausgerichtet und macht sie aufgrund der besonderen Ausgestaltung aller ihrer Fähigkeiten zu einem faszinierenden Raubtier.

Im Falle, dass Sie aber keineswegs wollen, dass Ihre Katze weiter als bis zu den Grenzen des eigenen Garten marschieren (gefährliche Nachbarn, besonders gefährliche Strasse etc.) gibt es durchaus Möglichkeiten, einen speziellen Katzenzaun zu errichten. Dieser kann entweder aus einem Material (Plastik, Plexiglas etc.) sein, welches das Hinaufklettern für die Katze unmöglich macht, oder er hat an der oberen Kante eine weitere Verlängerung (aus Plastik etc) schräg nach innen, welches das hinüberklettern erschwert. Sehr hoch muss ein Katzenzaun jedenfalls sein. Außerdem sollten in diesem Fall keine Bäume oder andere Klettergewächse an der Gartengrenze gepflanzt sein. Steht bereits ein Baum, kann dieser mit einem relativ breiten Plastikschirm um den Stamm herum versehen werden, sodass die Katze nicht an ihm hinauf klettern kann.

Zudem lassen sich Katzen - im Gegensatz zu Hunden - nicht dazu erziehen, ihre Geschäfte nicht im Gemüse- oder Blumenbeet zu erledigen, die lockere Erde verführt sie geradezu dazu. Dagegen hilft das Mulchen des Bodens mit langfaserigem Naturmaterial wie trockenem Rindenmulch oder gehäckselten Zweigen. Gemüsebeete können Sie schützen, indem Sie sie mit Pflanzen umranden, deren Geruch Katzen nicht mögen: etwa Balkanstorchenschnabel, Weinraute oder Wermut. Nicht alle Tiere reagieren auf die gleichen Pflanzen, deshalb am besten vorher ausprobieren, was die eigene Katze abhält.

Weitere Tipps für einen katzensicheren Garten:
1.
Sandkisten bitte immer abdecken, wenn die Kinder sie nicht nutzen.

2. Um zu vermeiden, dass die Katze für ihre Geschäfte grundsätzlich den Nachbargarten aufsucht, sollten auf dem eigenen Grundstück eine Sandfläche oder ein kleiner Sandhaufen zur Verfügung gestellt und trockene Kothäufchen gelegentlich mit einem Rechen entfernt werden.

3. Katzen wetzen ihre Krallen. Obst- oder andere empfindliche oder junge Bäume können eingehen, wenn ihre Rinde stark beschädigt wird. Dies wird mit einer rundherum in Katzenhöhe angebrachten Kratzmatte vermieden. Auch mehrere selbst gebaute Kratzbäume im Garten schützen die Bäume vor Verletzungen.

Bitte denken Sie auch daran ihre Katze kastrieren zu lassen. Unkastrierte Hauskatzen sind die Hauptursache für die übermäßige Vermehrung der Streunerkatzen. Leider werden noch immer Katzen erschossen, vergiftet, erschlagen, ertränkt oder auf andere Art umgebracht, um das Streunerproblem einzudämmen. Nur die Kastration der eigenen Katze und das Unterstützen der Kastrationsprojekte für Streunerpopulationen kann dieses Tierleid verhindern!

2 Auswahl der Pflanzen

2.1 Giftpflanzen


Viele Pflanzen, die in das heute übliche Gartenbild gehören, sind für Tiere giftig: Dazu gehören Clematis, Efeu, Gold- und Blauregen, Geißblatt, Rhododendron, Azaleen, Kirschlorbeer, Seidelbast, Hartriegel, Buchsbaum, Liguster, Eibe, Thuja (Lebensbaum), Wacholder, Wolfsmilchgewächse, Liliengewächse, Rittersporn, Eisenhut und Frühjahrsblüher wie Krokusse, Märzenbecher, Narzissen, Primeln, Tulpen und Maiglöckchen. Die gesamte Liste der Giftpflanzen können sie bei Ihrem Tierarzt oder bei diversen Vergiftungsservicestellen oder -Hotlines erfragen. Manche Pflanzen sind speziell für Hunde, andere eher für Katzen gefährlich. Auch der Grad der Giftigkeit dieser Pflanzen bzw. ihrer giftigen Teile ist unterschiedlich.

Wenn auch ein Heimtier den Garten bewohnt, sollte daher auf giftige Pflanzen ganz verzichtet werden. Auf den natürlichen Instinkt des Tieres, dass es von selber erkennt, welches Pflanzen ungenießbar sind, kann man sich in diesem Fall nicht verlassen. Es gibt zuwenig Auswahl an Pflanzen im Garten, sodass immer wieder die Gefahr besteht, dass aus Mangel an Alternativen ein giftiges Gewächs beknabbert wird.

Hunde können ansatzweise dazu erzogen werden, nicht an Pflanzen herumzubeißen. Auch Katzen, denen genügend Katzengras zur Verfügung steht, kauen seltener etwas anderes an. Doch schließt dies eine endgültige Gefahrensituation keinesfalls aus. Bei Jungtieren ist äußerste Vorsicht geboten! Sie knabbern gern an allem herum, was ihnen vor die Schnäuzchen oder das Katzenmäulchen kommt. Einige Pflanzen, auch "leicht giftige", können schon durch bloße Berührung an empfindlichen Hautstellen der Tiere Reizungen oder Allergien auslösen.

VIER PFOTEN rät, sich eine Bestandsliste der Pflanzen im Garten anzufertigen und diese bei unerklärlichen Krankheitssymptomen des Tieres wie Erbrechen, Durchfall oder Hautreizungen dem Tierarzt vorzulegen.

Mehr Informationen gibt es unter http://www.tiere-online.de/gifte (insbesondere für Katzen) und http://www.vetpharm.uni.zh.ch.

2.2 Pflanzen und Büsche mit Dornen
Auch Dornen können für Haustiere gefährlich werden: Wenn ein Hund einem Ball nachläuft, mit einem Artgenossen tobt, kann er im Eifer des Gefechts im Gebüsch landen und sich verletzen, insbesondere an den Augen. Auch der Katze kann dies passieren, wenn sie z. B. die Konkurrenz aus der Nachbarschaft aus ihrem Garten vertreiben möchte. Einige Pflanzen haben an ihren Dornen Stoffe, die zu Schwellungen oder Hautreizungen führen können. Optimalerweise sollte auf alle dornigen Gewächse verzichtet werden.

2.3 Bienenpflanzen
Viele natur- und tierverbundene Hobbygärtner haben Pflanzen im Garten, deren Blütennektar Nahrung für (Wild-)Bienen und andere Insekten ist. Doch die können eine Gefahr für Haustiere sein. Wenn Hund oder Katze versuchen, sie einzufangen, und dann im Rachen gestochen werden, kann das Anschwellen des Stichs sogar zum Ersticken führen. Deshalb sollten solche Pflanzen nicht am vorderen Rande eines Beetes stehen.

2.4 Geruchsabweisende Pflanzen
Einige Pflanzen duften unangenehm für empfindliche Hunde- oder Katzennasen. Die Abneigung kann jedoch individuell unterschiedlich sein. Viele Hunde mögen z. B. die Eberraute nicht, einige Katzen lehnen Weinraute, Wermut und Balkanstorchenschnabel ab. Die individuelle Abneigung des Tieres kann genutzt werden, um es von Blumen- und Gemüsebeeten fernzuhalten.

2.5 Samtpfoten lieben Katzenminze
Katzen lieben Katzenminze. Insbesondere Letztere ist für Katzen so betörend, dass sie sich gern mitten hineinlegen und sie mit größter Wonne plattwalzen. Auch bei Hobbygärtnern ist Katzenminze wegen ihrer Anspruchslosigkeit und ihres Blüheifers beliebt. Hierbei ist jedoch zu beachten, dass Katzen die Pflanze genauso lieben und sich nicht von ihr fernhalten lassen. Gönnen Sie Ihrem Tier das Vergnügen, und achten Sie darauf, die Katzenminze nicht neben giftige oder dornige Pflanzen zu setzen.

3 Gartenpflege
Je nach Gestaltung des Gartens bedarf er mehr oder weniger umfangreicher Pflege durch Düngen, Schädlingsbekämpfung und Gartengeräte. Halten sich auch Tiere in Ihrem Garten auf, sollten Sie folgende Tipps beherzigen.

3.1 Düngen
Am unschädlichsten für Tiere, aber auch am meisten Arbeit ist das Düngen mit Naturstoffen wie Pferdemist. Er eignet sich besonders gut für den Gemüsegarten, und auch viele Blumen mögen ihn. Es gibt aber auch weniger geruchsintensive Alternativen, wie aus verschiedenen Pflanzen angesetzte Jauchen (zum Beispiel Schachtelhalm etc.) Nachzulesen sind diese in diversen Fachbüchern oder auch nachzufragen in Biogärtnereien.

Bei handelsüblichen Düngemitteln müssen Sie unbedingt die Gebrauchsanweisung beachten. Enthalten sie für Menschen gefährliche Stoffe, können Sie davon ausgehen, dass sie auch schädlich für Tiere sind.

Wenn Sie Düngemittel in Wasser aufgelöst haben, entsorgen Sie unbedingt das Restwasser. Haustiere trinken gern aus Gießkannen. Diese sollten deshalb sorgfältig gereinigt bzw. unzugänglich für Tiere abgestellt werden.

3.2 Schädlingsbekämpfung
Verzichten Sie auf das Spritzen giftiger Mittel gegen Schädlinge wie Blattläuse und Pflanzenkrankheiten wie Mehltau. Sie schaden nicht nur unseren Haustieren, sondern auch anderen im Garten lebenden Tieren. Es gibt vielerlei natürlich Möglichkeiten, Pflanzen von Schädlingen zu befreien. Oft hilft schon ein kräftiger Rückschnitt. Nachzulesen sind diese in diversen Fachbüchern oder auch nachzufragen in Biogärtnereien.

Ein besonderer Fall sind Ratten. Einige Katzen und Hunde sind in der Lage, Ratten zu töten. Achten Sie darauf, dass sie die Tiere nicht fressen, da Ratten Krankheiten übertragen. In Hamburg etwa müssen Ratten der zuständigen Behörde gemeldet werden. Sie legt dann Rattengift aus und markiert das Gebiet entsprechend. Es ist jedoch schon öfter vorgekommen, dass Hinweise auf ausgelegtes Rattengift übersehen werden. Wenn Sie Ratten gesehen haben, achten Sie darauf, ob Gift ausgelegt wurde. Wenn ja, lassen Sie Ihre Tiere nicht frei in diesem Gebiet herumlaufen.

3.3 Gartengeräte
Alle elektro- oder benzinbetriebenen Gartengeräte stellen eine Gefahr für Haustiere da. Sie könnten Ihnen versehentlich aus den Händen gleiten und das Tier verletzen, wenn es in unmittelbarer Nähe ist. Deshalb sollten Hund und Katze während des Rasenmähens, Kantenschneidens mit Fadenschneider, Heckenschneidens, Fräsens und Sägens im Haus gehalten werden.

Auch mechanische Messer, Hacken, Sägen und andere spitze große wie kleine Gartengeräte sollten Sie nicht im Garten herumliegen lassen. Wie gern nimmt ein Hund sie ins Maul, um damit zu spielen! Um Verletzungen zu vermeiden, sollten Sie alle Geräte gleich nach Gebrauch wieder gut geschützt abstellen.

3.4 Regentonnen
Regentonnen müssen unbedingt mit einem passenden und festsitzenden Deckel abgedeckt werden. Katzen können sonst darin ertrinken.

4 Andere Tiere im Garten

4.1. Vögel

Ein tierlieber Hobbygärtner und Katzenbesitzer ist in einem Dilemma: Katzen jagen Vögel. Eine Gefahr für Vögel stellen jedoch nur zu viele Katzen in ein und demselben Revier dar, was meist nur dann gegeben ist, wenn sich Katzen mangels Kastration überzählig vermehren und sie teilweise verwildern. So sind auch die dringend notwendigen Kastrationsprojekte der Streunerkatzen eine Hilfe für unsere Singvögel. Besonders Jungvögel im Nest sind gefährdet. Deshalb einige Tipps von VIER PFOTEN, wie Vögel vor Katzen geschützt werden können:

1. Wenn Sie Vogeltränken im Garten haben, stellen Sie sie auf einer freien, gut übersichtlichen Stelle auf. So können Vögel die Katze beim Anschleichen früh genug entdecken und davonfliegen.

2. Lassen Sie in dichtem Gebüsch das Laub liegen. Das Rascheln warnt die Vögel frühzeitig.

3. Glatte Metallmanschetten an Bäumen halten die Katze vom Hochklettern ab, so kann sie nicht an Nistkästen oder Nester gelangen.

4. Entfernen Sie tiefe Zweige, die für die Katze durch einen Sprung von einer Mauer, dem Gartentisch oder Gartenhäuschen zu erreichen sind.

5. Nistkästen sollten Sie mit einer Drahtschlinge frei schwebend an Ästen befestigen. Sollte die Katze sich trauen, trotzdem darauf zu springen, verhindert ein weit überstehendes Dach "Angelversuche" von oben. Oder Sie bringen die Nistkästen weit oben am Haus an.

6. Nester in Büschen oder am Boden können Sie durch Maschendraht schützen. Die Maschen müssen so groß sein, dass Vögel durchschlüpfen können. Deswegen muss der Draht weit genug um das Nest herum gelegt werden, so dass die Katze nicht "angeln" kann. Nicht geeignet sind diverse, im Handel angebotene, Kletterhindernisse für Baumstämme, die spitze Zacken etc. enthalten. Da Katzen sehr ehrgeizige Jäger sind, wollen sie Hindernisse um jeden Preis überwinden. Daher ist die Gefahr einer Verletzung sehr groß! Als Alternative bieten sich relativ breite Plastikschirme, die um den Stamm herum laufen an.

7. Beobachten Sie vorsichtig die Entwicklung der Jungvögel im Nest. Sobald sie ihre ersten Flugversuche starten, lassen Sie Ihre Katze für ein bis zwei Tage im Haus oder nur unter strenger Aufsicht in den Garten. Wenn sich die Katze dem Nest oder den Jungvögeln nähert, bespritzen Sie sie mit dem Gartenschlauch (schwacher Strahl, damit die Katze nicht verletzt wird). So wird sie zumindest für einige Zeit von den Vögeln ferngehalten.

4.2. Fische im Gartenteich
Fische, die sich in den Flachwasserzonen am Rande des Gartenteiches sonnen, laden Katzen geradezu zum "Angeln" ein. Dagegen hilft eine aufgetürmte Steinbarriere, die so hoch ist, dass die Katzenpfoten nicht bis zur Wasseroberfläche reichen.

4.3 Insekten auf Blüten
Bei vielen tierlieben Hobbygärtnern stehen Blumen im Garten, deren Blütennektar überlebenswichtig für Wildbienen und andere Insekten ist. Diese Pflanzen sollten jedoch nicht an Beeträndern zum Rasen hin stehen, damit Haustiere nicht Bienen oder andere Insekten fangen und gestochen werden.

Stand: April 2007 - VIER PFOTEN - Stiftung für Tierschutz
http://www.VIER-PFOTEN.de

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen




Shop Kontakt Newsletter Linkliste Tierfreunde Nord Forum/Community -Tierheim ! Literatur-Tipps Himmlisch-gut.de Tiertafel Global 2000: Die Gebirge Europas + Das Mittelmeerbecken + Die Seen des grossen afrikanischen Grabenbruchs + Die Akaziensavanne Ostafrikas + Das Kongobecken + Die Kappellen + Die Wälder Madagaskars + Die Regenwälder der Malediven, Lakkadiven und Chagos-Inseln + Die Savannen und Grasländer des Terai-Duar + Die Wälder der Sundarbans + Die Sumpfwälder Borneos + Die Daurische Steppe + Die Sibirische Taiga + Das Bering-Meer + Die Wüste im Nordwesten Australiens + Das Great Barrier Reef + Die Wälder Neukaledoniens + Die Wälder der Haweii-Inseln + Die Osterinseln + Die Galapagos-Inseln + Die Prärien Nordamerikas + Die Chihuahua-Wüste + Die grossen Antillen: Kuba + Die Los-Llanos-Savanne in Kolumbien und Venezuela + Das Amazunasbecken + Die Patagonische Steppe + Die antarktische Halbinsel und das Wedell-Meer