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25.01.2009

Heiligendamm - das ist geplant:

Heiligendamm - das ist geplant:
23.04.2007: Mitte April trafen sich verschiedenen Organisationen und Bündnisse, um die Proteste gegen den G8 Gipfel zu organisieren. Anna Cavazzini und Kathrin Henneberger waren für das G8-Team der GRÜNEN JUGEND mit dabei.

1.: BLOCKADE AG
Infopunkte
Ablauf der Blockade
2.: AKTIONSNETZWERK G8 UND GLOBALE LANDWIRTSCHAFT
Bisherige Planungen für den 3.6.:
3. ZUSAMMENFASSUNG:
AG Klima - Was wird zum Thema Klima gemacht?
Was gibt´s noch?



Bei diesem letzten großen Treffen der G8-GegnerInnen ging es in Rostock in die heiße Phase. Seit etwa einem Monat ist eine ehemalige Schule in Rostock angemietet. Ungefähr 15 Leute wohnen dort permanent und sind mit den Vorbereitungen der Proteste beschäftigt. Bei einem Anfangsplenum stellten sich die AGs vor und brachten alle Teilnehmenden auf den neusten Stand der Dinge. Den ganzen Samstag wurde dann in den AGs kräftig weitergearbeitet und diskutiert. Nachdem die Ergebnisse der AGs am Sonntag wieder dem Plenum vorgestellt wurden, gab es eine erste Demo am Zaun.

Hier einige Ergebnisse…..

1.: BLOCKADE AG


Die Blockaden haben alle das gemeinsame Ziel, den G8 Gipfel lahm zu legen. Es wird jedoch verschiedene Blockadeformen mit unterschiedlichen Konzepten geben. Die Blockaden werden auch Ausdruck dafür sein, dass kein Dialog mit den G8-Staaten gesucht wird, sondern dass dieser Gipfel für vollkommen illegitim erklärt werden. Gebiet Heilligendamm

In zwei Kilometer Entfernung von dem Hotel in Heiligendamm, wo der Gipfel stattfindet, ist der Zaun. An diesem Zaun befinden sich insgesamt drei Eingänge. Einen nur für FußgängerInnen und FahrradtfahrerInnen. Den zweiten für die Anwohner und die dritte Straße für die JournalistInnen, ÜbersetzerInnen und Delegierten. Außerdem gibt es noch eine Bahn "Molly", die durch Heilligendamm fährt und dort hält. Ob diese vielleicht gesperrt oder speziell für den G8 eingesetzt wird, ist noch unklar.

Außerhalb des Zaunes befindet sich eine Sicherheitsregion, in der demonstrieren nicht erlaubt sind. Das Gebiet dahinter ist als "erweiterte-Maßnahmen-Raum" von der Polizei gekennzeichnet. Sowie Rostock selbst als "problematisches Gebiet".

Infopunkte

Es werden während des G8 Gipfel an fünf stellen Infopunkte entstehen. Vier werden zentral in den Camps und in den Städten sein. Einer wird als mobiler Infopunkt in einem Auto durch die Gegend fahren. Bei den Infopunkten sollen alle aktuellen Informationen, Blockaden, Ereignisse und Aktionen gesammelt und weiter gegeben werden. Dort kann mensch anrufen und Infos erhalten. Die Infopunkte leben aber vor allem auch davon, von den AkivistInnen selbst über Handy informiert zu werden, wenn eine Aktion, eine Blockade etc. spontan gestartet wird oder ein Zwischenfall eintritt. Die Telefonnummer der Infopunkte wird erst kurz vor dem G8 Gipfel heraus gegeben. Da die Gefahr besteht, dass das Handynetz der Gegend abgeschaltet werden könnte, wird versucht werden, auch Infos mit PMR-Funkgeräten zu senden.

Ablauf der Blockade

Am Dienstag, 5.Juni, werden die Blockaden schwerpunktmäßig am Flughafen stattfinden. Dort werden an diesem Tag die meisten G8 Menschen angeflogen kommen. Der Flughafen, der in der Nähe von Rostock liegt, wird zum Teil zivil und zum Teil militärisch genutzt. Das Gelände ist mit einem Zaun versperrt. Der Dienstag wird auch der Tag, an dem gegen Krieg und Militär demonstriert und blockiert wird. Einmal muss der Eingang zum Militärgelände blockiert werden, sowie der Eingang am zivilen Gelände. Zudem soll noch die Bundestraße blockiert werden, damit die TeilnehmerInnen des Gipfels auch dort aufgehalten werden. Da es sich um ein großes Gelände handelt, wird es eine große Herausforderung und nur funktionieren, wenn sich die Gruppen mobil organisieren. Es soll von 9 Uhr morgens an blockiert werden.

Am Mittwoch, 6.Juni, und Donnerstag, 7.Juni, sollen dann massiv die Eingänge des Zauns vor Heilligendamm blockiert werden. Es soll an den verschiedenen Plätzen möglichst zur gleichen Zeit bunt und laut blockiert werden. Die Gruppen sind aufgerufen, sich kreativ zu verkleiden und auffällige Aktionen wie etwa Straßentheater oder Sambakonzerte aufzuführen. Ziel ist es, die verschiedensten Blockadegruppen, von Anti-Atom- bis Anti-Nazi- Gruppen zu einem gemeinsames Block zusammen zu führen und auch für jene Menschen, die bisher noch keine Blockade-Erfahrung gemacht haben, offen zu sein. Zudem soll mit bestimmten Strategien verhindert werden, dass es zu Gewalt-Eskalationen kommt. Eventuell wird es auch eine "FKK = Frieden, kein Krieg"-Blockade geben, bei der die Blockierer nackt die Straße versperren. Am Donnerstag, 7. Juni soll zudem ein Sternmarsch stattfinden.

Viele weitere Blockinfos gibt es auf www.block-g8.org und dissentnetzwerk.org/node/49!

2.: AKTIONSNETZWERK G8 UND GLOBALE LANDWIRTSCHAFT

Am Sonntag, dem 3. Juni, wird es in Rostock eine Demonstration gegen industrielle und für ökologische Landwirtschaft geben. Sie beginnt um 10 Uhr mit einer Auftaktveranstaltung mit hoffentlich vielen Traktoren. Die Demo verläuft von der Agrar- und Umweltwissenschaftlichen Fakultät der Universität Rostock zum Universitätsplatz in der Innenstadt. Endpunkt ist das Agro-Bio-Technikum mit den Gen-Versuchsfeldern in Groß Lüsewitzn 15 Kilometer östlich von Rostock. Dazwischen findet für Aktive und Mobile eine Rallye statt. Dabei soll die Rallye einen betont spielerischen Charakter haben, so dass Jung und Alt daran teilnehmen können.


Bisherige Planungen für den 3.6.:

Die Beiträge für die Kundgebungen sollen den Zusammenhang zwischen G8 und globaler Landwirtschaft, die Rolle der Wissenschaft bei der Förderung der Gentechnik sowie Perspektiven für den Widerstand aufzeigen. Eingeladen sind RednerInnen von Via Campesina, der Conféderation Paysanne und deutsche BäuerInnen. Danach beginnt die Rallye. Ein Flyer informiert die TeilnehmerInnen über die einzelnen Aktionsorte. Der Bewegungsenergie sind keine Grenzen gesetzt: Zu Fuß, auf Stelzen, mit Skatern, mit Kinderwagen, Fahrrädern, Traktoren, Autos, Bussen... Es fährt allerdings auch stündlich ein Regionalzug von Rostock nach Groß Lüsewitz. Der Zielort Groß Lüsewitz ist schon seit vielen Jahrzehnten mit Agrarforschung und Pflanzenzüchtung verbunden. Viele BewohnerInnen arbeiten in den unterschiedlichen Instituten - und stehen der industriellen Landwirtschaft und der Gentechnikforschung eher positiv gegenüber.

Mehr Infos unter www.g8-landwirtschaft.net

3. ZUSAMMENFASSUNG:

Camp-AG


das Camp in Reddelich (ca. 12 km von Rostock) ist sicher
Anfahrt ist sowohl mit Bus als auch mit Bahn sehr gut
Infrastruktur (Wasser etc.) wird gerade aufgebaut
es wird 3.000-5.000 Leute fassen
es wird genügend VoKüs (Volksküchen) geben
es soll 5 Euro pro Tag und Person kosten ("halb-freiwillig")
es wird ein Großzelt für ca. 1.000 Personen geben
viele Kulturveranstaltungen und Workshops sind geplant
man kann von dort zu den Blockaden und zum Alternativgipfel kommen, dazu Fahrräder und (ausnahmsweise) Autos mitbringen!
die GRÜNE JUGEND wird auf diesem Camp ihr "Hauptquartier" aufschlagen, zusammen mit der BUND Jugend
es soll in Reddelich evtl. einen Satellitenplatz geben
das Camp in Rostock ist noch nicht sicher


AG Klima - Was wird zum Thema Klima gemacht?

Sonntag soll es ein Climate Forum geben (ca. um 14 Uhr)
Greenpeace macht Menschenbanner vor dem Konzert am Sonntag
nach dem Konzert soll es eine Aktion zu Klima geben, die GJ ist mit bei der Planung dabei
am Dienstag soll es einen "environmental-market" geben


Was gibt´s noch?

antisexistische Kontaktgruppe
AG Feministische Vernetzung
Medienzentrum (unabhängige - Berichterstattung vom Gipfel, vor allen Dingen über Indymedia)
AG Kultur, die sich um die Konzerte o.Ä. kümmert
am Montag ist der Migrationstag (Demo, Bands, int. Plenum)
am Donnerstag soll es einen Sternmarsch geben (6 Routen mit verschiedenen Themen), dann Abschlusskundgebung und Grönemeyer-Konzert
es wird einen anwaltlichen Notdienst geben
Kathrin Henneberger ist Koordinatorin des Fachforum Ökologie. Anna Cavazzini ist Beisitzerin im Bundesvorstand.

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