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15.01.2009

Herbstzeit ist Igelzeit !

Herbstzeit ist Igelzeit !
Hurra, hurra, der Herbst ist da. Und mit ihm der Igel. Derzeit ist er wieder verbreitet unterwegs und könnte sich auch schon bald wieder bei euch blicken lassen. Nach der anstengenden Paarungszeit sowie der Aufzucht der Jungen suchen Igel derzeit Nahrung und Unterschlupf vor dem Winterschlaf, während dem sie monatelang allein von ihrem Fettpolster leben.



Diese "Strategie" beherrschen die äußerst anpassungsfähigen Stacheltiere schon seit Millionen von Jahren! Trotz aller Eiszeiten und Wärmeperioden, die sich in dieser Zeitspanne abwechselten, also trotz jedes "Klimawandels", haben die Igel unverändert überdauert. Auch heute ist dies nicht anders: Werden die Winter wärmer, wirkt sich das auch auf die Nahrungstiere des Insektenfressers Igel aus: Käfer, Würmer & Co. sind länger aktiv. Obst steht übrigens entgegen altem Volksglauben nicht auf dem Speiseplan der Igel. Bei wärmerem Klima finden die Stacheltiere auch spät im Jahr noch Futter und gehen dann entsprechend später in den Winterschlaf.



Gefahren drohen so oder so: Durch menschliche Eingriffe in die Natur werden die ursprünglichen Lebensräume immer geringer. Vor allem durch unseren oft unvorsichtigen Einsatz von Gartengeräten, durch übermäßige Aufräumarbeiten in Parks und Gärten sowie durch zu schnelles Autofahren im durchgrünten Siedlungsbereich ab Dämmerungseinbruch sind Igelleben bedroht. Jeder kann vor der eigenen Tür etwas für den stachligen Gartenfreund tun, etwa wenn er vorsichtig und bremsbereit Auto fährt und auf Igel achtet.

Im Herbst lässt man Nistmaterial wie Laub und Baumschnitt unter Hecken, Gebüsch oder als Haufen liegen, anstatt es zu entsorgen. Mit wenig Mühe sind so Unterschlüpfe für stachlige Gäste geschaffen. Naturnah bewirtschaftete Gärten und Parks bieten Nistgelegenheit und Nahrung. Abendliches Zufüttern im Herbst vor dem Winterschlaf mit einem Schälchen Katzendosenfutter ist eine gute Igelhilfe. Gerade Jungigel, die Anfang November wenigstens 500 g wiegen sollten, um den ersten Winterschlaf zu überstehen, werden ein Zubrot zu schätzen wissen. Nur hilfsbedürftige Igel gehören in menschliche Obhut, also verletzte und kranke Tiere sowie - im Sommer - verwaiste Igelsäuglinge. Man erkennt sie alle meist daran, dass sie tagaktiv sind.



Auch Jungigel, die im November noch deutlich unter 500 Gramm wiegen, brauchen Hilfe. Zur Pflege muss ein Igel im Warmen untergebracht und artgerecht ernährt werden, meist bedarf er auch tierärztlicher Behandlung. Kann der stachlige Pflegling trotz eines milden Spätherbsts nicht mehr ausgewildert werden, sollte er bei ausreichendem Gewicht in menschlicher Obhut Winterschlaf halten dürfen. Dann benötigt er eine kalte Unterkunft mit einem gut isolierten Schlafhaus.



Mehr Infos rund um die Igel-Hilfe findet ihr beim Verein Pro Igel e.V., außerdem gibt es rund um die Uhr eine Igel-Hotline. Hier stehen euch Experten zur Verfügung, die verraten, was zu tun ist, wenn ein kleiner Stachel-Freund gefunden wurde. Telefon 01805-555-9551 (14 Cent./Min.). Bei der Geschäftsstelle des bundesweit tätigen Vereins Pro Igel e.V., Lilienweg 22 in 24536 Neumünster, ist außerdem ausführliches Informationsmaterial kostenlos erhältlich.

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